Herzlichen Glückwunsch: Sebastian Rode wurde von Euch zum Adler der Saison gewählt – und das, obwohl er erst seit der Rückrunde dabei ist.

Im vergangenen Jahr eröffneten wir an gleicher Stelle mit den Worten, dass Eintracht Frankfurt die erfolgreichste Saison der letzten 30 Jahre einfuhr. Der Pokalgewinn inklusive Platz acht in der Liga winkten der Mannschaft und damit rechnete zu Beginn keiner. In diesem Jahr waren die Voraussetzungen die gleichen. Die SGE wurde von vielen als Abstiegskandidat eingeordnet, Adi Hütter hatte bei den Buchmachern keinen guten Stand und wurde direkt als erster Kandidat für den Trainerrauswurf ausgemacht und wichtige Führungsspieler wie Lukas Hradecky oder Prince Boateng verließen den Verein. Am Ende holte man national mit 54 Punkten nicht nur die meisten Punkte seit Einführung der 3-Punkte-Regel, sondern schaffte es international sogar bis ins Europa-League-Halbfinale. Auch wenn in diesem Jahr kein Titel heraussprang, so setze man die erfolgreiche Zeit nahtlos fort und konnte sich erneut für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren.

50 Pflichtspiele mussten die Adlerträger in diesem Jahr absolvieren. Neben den obligatorischen 34 Bundesliga-Spielen, gab es 14 internationale Festspieltage, sowie ein DFB-Pokal-Spiel und das Supercup-Spiel. Insgesamt 30 Spieler kamen in dieser Saison in einem Pflichtspiel zum Einsatz. Mit Danny Blum, Marco Fabian, Carlos Salcedo, Nicolai Müller und Allan kamen insgesamt fünf Spieler zum Einsatz, die im Laufe der Saison den Verein wechselten. Auch in diesem Jahr bewerteten die Leserinnen und Leser von SGE4EVER.de die erbrachten Leistungen auf dem Platz mithilfe der Spielerbenotung. Gewinner und Verlierer gibt es auch nach einer sehr erfolgreichen Saison und wir möchten Euch das Abschlusszeugnis der Spielerbenotung nicht vorenthalten. Haben wir in den vergangenen Jahren uns auf jeweils drei Gewinner und Verlierer beschränkt, so wird sich unsere Einzelkritik ab diesem Jahr auf jeden Spieler beziehen. 13 Spieler verdienten sich in dieser Saison die Auszeichnung „Spieler des Spiels“. Sebastien Haller schaffte es mit acht Auszeichnungen am häufigsten, gefolgt von Martin Hinteregger und Kevin Trapp (je sieben mal). Luka Jovic und Filip Kostic folgen mit sechs Titeln, Ante Rebic (dreimal), Sebastian Rode (zweimal) und Danny da Costa, Gelson Fernandes, Mijat Gacinovic, Makoto Hasebe und Evan N’Dicka (je einmal).

Nachfolgend die Einzelkritik der Adler der Saison 2018/2019:

Rode spielte eine bärenstarke Rückrunde.

2,37 Sebastian Rode: Innerhalb weniger Wochen nach seiner Rückkehr konnte sich Sebastian Rode nicht nur einen Stammplatz im Mittelfeld der Hessen erspielen, sondern entwickelte sich klammheimlich auch zum Herzstück der Mannschaft. Kein Wunder, dass man vor allem in der Liga erheblich Körner lassen musste als die Dortmund-Leihgabe aufgrund eines Knorpelschadens früzeitig die Saison beenden musste. Seine Leistungen honorierten die Leser von SGE4EVER.de mit starken Noten. Zweimal reichte es für ihn zur Auszeichnung „Spieler des Spiels“. Mit einem Schnitt von 2,37 reichte es in der Gesamtwertung sogar zu Platz 1 und damit darf sich Rode offiziell als „Adler der Saison 2018/2019“ bezeichnen. Dazu gratulieren wir ganz herzlich!

Prognose: Die Eintracht wird die Ablöse an den BVB zahlen und Rode fest verpflichten. Sollte er frei von Verletzungen bleiben, wird er auch nächste Saison eine essenzielle Rolle im Frankfurter Mittelfeld spielen.

Trapp war ein verlässlicher Rückhalt.

2,39 Kevin Trapp: Nur ganz knapp geschlagen geben musste sich Kevin Trapp. Der Keeper brachte über weite Strecken der Saison eine starke Leistung. Vor allem in der Europa-League erwies er sich als sicherer Rückhalt und bewahrte seine Mannschaft an einigen Stationen vor dem Ausscheiden. Ganze sieben Spieltage erhielt er die Auszeichnung „Spieler des Spiels“. Mit seinen Paraden und seiner Ausstrahlung sorgte er für eine geordnete Defensive. In Paris ist Trapp gereift und gewachsen. Mit Platz zwei darf er dennoch sehr zufrieden sein.

Prognose: Nach einem langen Hin- und Her zwischen PSG und der Eintracht wird Trapp schlussendlich an den Main wechseln. Hier wird er nächste Saison wieder ein sicherer Rückhalt sein und sich weiterhin für die Nationalmannschaft empfehlen.

Könnte nächste Saison ein wichtiger Baustein im Sturm der Eintracht werden: Gonzalo Paciencia

 

2,39 Goncalo Paciencia: Goncalo Paciencia verletzte sich gleich zu der Beginn der Saison und fiel lange aus. Erst in der Mitte der Rückrunde konnte er wieder zum Team stoßen und musste sich gegen die prestigeträchtige „Büffelherde“ durchsetzen. Das gelang ihm erstaunlich schnell. Im Heimspiel gegen die TSG aus Hoffenheim erzielte er per Kopf in der 96. Minute den 3:2 Siegtreffer für die SGE. Auch war er maßgeblich daran beteiligt, dass die Eintracht in das Halbfinale der Europa-League einzog, denn im Hinspiel gegen Benfica Lissabon erzielt er den so wichtigen 2:4 Anschlusstreffer, der es den Frankfurtern schlussendlich ermöglichte durch einen 2:0 Heimsieg weiterzukommen. Alle seine fünf Tore erzielte per Kopf. Leider vergab er im Elfmeterschießen des Rückspiels gegen den FC Chelsea seinen alles entscheidenden Elfmeter. Aber das war auch kein Wunder, denn Elfmeter schießt man nicht mit dem Kopf. Mi 14 Spielen reicht es bei ihm nicht, um die nötige Einsatzzeit in der Gesamtbewertung vorzuweisen. Aufgrund seiner zweifelsohne prägenden Figur im Schlussendspurt, haben wir ihn dennoch in unsere Einzelkritik aufgenommen.

Prognose: Paciencia wird definitiv bei der Eintracht bleiben und sich in der nächsten Saison zur Stammkraft mausern.

Wurde direkt zum Fanliebling: Martin Hinteregger.

2,43 Martin Hinteregger: Von Null auf 100 zum absoluten Publikumsliebling. Martin Hinteregger ist der dritte Winter-Neuzugang, der es auf das Treppchen der „Adler der Saison“ Auszeichnung schaffte. Mit Kampf und Leidenschaft und einem unbändingen Willen spielte er sich in die Herzen aller Eintracht-Fans. Es fühlt sich fast schon so an als habe Hinteregger am Main endlich seinen fußballerischen Mittelpunkt gefunden. Auch ihm wurde sieben Mal die Auszeichnung „Spieler des Spiels“ zuteil. Es gibt wohl keine zwei Meinungen darüber, dass die Verantwortlichen alles dafür tun sollten, den Österreicher über die Saison in Frankfurt zu halten.

Prognose: Die Verantwortlichen wissen, was sie an Hinteregger haben. Nach einem langen Tauziehen mit den Verantwortlichen des FC Augsburg wird Hinteregger für Ablöse an den Main wechseln, die wesentlich geringer ist, als medial prognostiziert. In der nächsten Saison wird der österreichische Publikumsliebling dann nicht mehr aus der Defensive wegzudenken sein.

Einer der besten Linksverteidiger der vergangenen Saison: Filip Kositc.

2,46 Filip Kostic: Den Titel des vermeintlichen „Abstiegsgespenstes“ aus Stuttgarter und Hamburger Zeiten konnte Filip Kostic diese Saison ablegen. Und wie. Zehn Tore und 13 Torvorlagen gelangen ihm wettbewerbsübergreifend in 46 Spielen – eine bärenstarke Quote für einen Linksverteidiger. Es scheint als hätte Kostic seine Liebe zur Eintracht gefunden und zeigte sich vor einigen Wochen sehr erfreut über den vorzeitigen Wechsel in die Mainmetropole. In der letzten Saison startete Kostic mit einem Marktwert von sechs Millionen Euro. Er beendete die Saison mit einem Marktwert von 22 Millionen Euro (Quelle transfermarkt.de). Das ist eine Steigerung von fast 400% und die sah man auch deutlich auf dem Spielfeld. Mit einer unbändigen Energie ackerte er bis kurz vor Schluss der Sommerpause und war stets einer der besten Adler auf dem Platz. Zum Schluss ging aber auch ihm die Puste aus. Jedoch musste er, mangels adäquaten Ersatzes, jedes weitere Spiel auch antreten. Dass er dort nicht mehr die Leistungen bringen konnte, die man von ihm gewohnt war, ist nur verständlich.

Prognose: Kostics Kaupfoption wurde vorzeitig gezogen, sodass er jetzt ein fester und offizieller Spieler der Eintracht ist und auch definitiv erstmal dort bleibt. Er wird in der kommenden Saison eine Position weiter vorne, nämlich auf dem Linken Flügel spielen, da Adi Hütter die Formation auf 4-4-2 umstellen wird. Auf der gewohnten Position wird er nochmal mehr Torgefahr entwickeln können und zum essenziellen und unersetzbaren Bestandteil der Startelf werden.

Sebastién Haller steht bei der Eintracht für Zweikampfstärke, Einsatzwillen und fußballerische Qualität.

2,49 Sebastien Haller: Der Franzose spielte eine bärenstarke Saison. In insgesamt 41 Einsätzen erreichte Sebastien Haller starke 32 Scorerpunkte. Davon alleine 15 Tore und neun Vorlagen in der Bundesliga. Die Eintracht hatte diese Saison viele herausragende Stürmer, aber Viele preisen Haller dennoch als den Wichtigsten von ihnen. Das wurde deutlich, als er sich zum Ende der Saison hin verletzte und sechs Wochen schmerzlich vermisst wurde. Denn Haller ist nicht nur ein Scorerpunkte-Jäger, sondern ein extrem wuchtiger Wandspieler. Er vermag es Bälle vorne festzumachen und zu verteilen, wie kaum ein anderer Spieler der Bundesliga. Durch seine körperliche Größe und Stärke gelang ihm eine positive Zweikampfquote als Stürmer. Insgesamt kann man sagen, dass Haller ein unglaublich vollkommener Stürmer ist, der alles mitbringt. Und Stürmertypen wie Haller gibt es im internationalen Vergleich nicht viele.

Prognose: Sebastien Haller wird bei der Eintracht bleiben. Mit den gesammelten Millionen aus Spieler-Verkäufen wird ihm ein Verbleib mit einer saftigen Gehaltserhöhung schmackhaft gemacht werden. Er wird nächste Saison wieder eine tragende Rolle in der hessischen Offensive Übernehmen.

Spielte die Saison seines Lebens: Makoto Hasebe.

2,52 Makoto Hasebe: Makoto Hasebe spielte die Saison seines Lebens. Er war unumstritten einer der konstantesten und besten Defensivakteure der Bundesliga. Er absolvierte 44 Pflichtspiele und in den allermeisten davon ordnete er als Libero die Abwehrreihe und hatte großen Anteil daran, dass die Frankfurter Defensive über weite Strecken der Saison so stabil stand. Seine, altersbedingt, mangelnde Sprintgeschwindigkeit macht er durch grandioses Stellungsspiel wett. Es gibt kaum einen Spieler der ein Spiel so lesen kann wie Hasebe. Diese Spielintelligenz ist es, die ihn zu so einem guten und verlässlichen Spieler macht. In den 44 Spielen erhielt er auch nur vier gelbe Karten. Wenn er das Reklamieren beim Schiedsrichter etwas runterfährt, gelingt ihm vielleicht eine verwarnungsfreie Saison 2019/2020, denn er ist nachweislich einer der fairsten Spieler der Liga. Durch seine Klasse und sein Stellungsspiel hat er es meistens nicht nötig, Foul zu spielen.

Prognose: Trotz seines hohen Fußballalters von 35 Jahren, wird Makoto Hasebe noch eine weitere herausragende Saison spielen. Wenn er verletzungsfrei bleibt, wird er ein ebenso essenzieller Startelf-Kandidat sein, wie er es in der vergangenen Spielzeit war.

Wird nächste Saison für die „Königlichen“ in Madrid jubeln.

2,68 Luka Jovic: Kein anderer Mittelstürmer war diese Saison so im deutschen Fokus wie Luka Jovic. Der erst 21 Jahre alte Serbe bewies eine unglaubliche Kaltschnäutzigkeit vor dem Tor. So gelangen ihm in 48 Einsätzen 27 Tore und sieben weitere legte er für Kollegen auf. Unvergessen bleibt sicherlich seine Partie gegen die Fortuna aus Düsseldorf, wo er fünf Tore schoss und sich damit als jüngster Fünferpacker aller Zeiten in die Geschichtsbücher der Bundesliga eintrug. Seit einigen Monaten nun rankten sich Wechselgerüchte um das Stürmerjuwel, aber das ist bei der Trefferquote in dem Alter nicht sehr verwunderlich. Man kann es nicht anders ausdrücken, als dass Luka Jovic auf dem Weg zur absoluten Weltklasse ist. Diesen Weg wird er nun bei Real Madrid fortsetzen. Alles Gute!

Prognose: Der Wechsel zu Real Madrid steht fest. Hier wird er es am Anfang etwas schwierig haben, sich mit der Zeit aber zum Startelf-Kandidaten mausern und den nächsten Schritt in Richtung Weltklasse gehen.

N’Dicka zeigte direkt riesiges Potential und könnte essenziell wichtig werden.

2,73 Evan N’Dicka: Für den damals 18-Jährigen griff der Verein tief in die Tasche. Über 6 Millionen Euro sollen es gewesen sein. Ein Jahr später darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass sich diese Investition gelohnt hat. Ohne größere Anlaufschwierigkeiten, und ein bisschen aus der Not geboren, spielte sich der Franzose in die Startelf. Ruhe und Besonnenheit zeichneten ihn aus. Gegen Ende der Saison zahlte er aber einen gewisen Tribut seiner Unerfahrenheit. So häuften sich Fehler und Unkozentriertheiten. Unter der Berücksichtigung seines Alters darf dies freilich noch als Lehrgeld bezeichnet werden. Insgesamt darf N’Dicka aber seine Leistung in dieser Saison sehr positiv verbuchen.

Prognose: Allen internationalen Top-Gerüchten zum Trotz wird N’Dicka in Frankfurt bleiben. Ein erneuter Wechsel käme für den erst 19-Jährigen Verteidiger viel zu früh. Was in der vergangenen Saison gut aussah bei dem Franzosen, wird in der nächsten Saison noch besser werden. Stück für Stück wird er sich an David Abraham vorbeikämpfen im Kampf um die Startelf.

Rebic war ein wichtiger Teil der Erfolgsmannschaft 18/19.

2,82 Ante Rebic: Es war die Überraschung des Sommers, dass der Held des Pokalfinales und WM-Finalist Ante Rebic bei der Eintracht blieb. Leider verletzte er sich gleich zu Beginn der Saison und verpasste so die ersten Spiele. Doch im Laufe der Saison spielte er in alter Stärke auf. Er spielte mit seiner Körperlichkeit und Schnelligkeit so manche Abwehrreihe schwindelig und es gelangen ihm wettbewerbsübergreifend zehn Tore und sechs Vorlagen in 38 Spielen. Zum Ende der Saison hin brach Rebic etwas ein und konnte nicht mehr für die ganz großen Momente sorgen, aber er hatte mit seinen Leistungen einen großen Anteil daran, dass die Eintracht eine derart erfolgreiche Saison spielte. Die Frage eines Verbleibs in der Mainmetropole stellt sich diesen Sommer aber wieder erneut.

Prognose: Rebic wird die Eintracht in Richtung Ausland verlassen. Vieles deutet auf einen Wechsel zu Atletico Madrid hin,l wo er Antoine Griezmann ersetzen soll.

Prognose: Fernandes wird in der nächsten Saison wieder ein wichtiger Bestandteil des Kaders sein. Seine Einsatzzeiten werden sich aber ein wenig reduzieren zu Gunsten eines kreativen Mittelfeldmotors, der noch verpflichtet wird. Dennoch sind seine Fähigkeiten als „Spielertrainer“ nicht zu unterschätzen.

Simon Falette wusste gerade in der Europa-League zu gänzen.

2,93 Simon Falette: Simon Falette war das Stehaufmännchen der Hessen. Zwischen Tribüne und Startelf gependelt – aber immer mit dem notwendigen Willen. Der Franzose war da, wenn er gebraucht wurde und spielte im Rahmen seiner Möglichkeiten. Man konnte sich auf ihn verlassen und man wusste, welchen Qualitäten er eben nicht mitbringt. Ein solider Backup wie er im Buche steht. Bei ihm trifft die gleiche Regel wie bei Paciencia zu. Mit 14 Spielen reicht es normalerweise nicht für eine Gesamtbetrachtung. Aufgrund seiner Rolle in der Europa-League wollten wir seine Leistung dennoch einordnen.

Prognose: Falette möchte, laut eigener Aussage, bleiben. Daher wird er auch weiterhin den Adler auf der Brust tragen. Für einen Stammplatz wird es aber nicht reichen.

Könnte nächste Saison tragende Rollen übernehmen: Gacinovic.

2,94 Mijat Gacinovic: Der Serbe konnte diese Saison leider wieder nicht vollends überzeugen. Dennoch war er aus dem Frankfurter Mittelfeld kaum wegzudenken. Das belegen auch seine Einsatzzeiten: In 50 möglichen Pflichtspielen verbuchte er 45 Einsätze (einige Kurzeinsätze mitinbegriffen). Während ihm in 29 Bundesliga-Einsätzen nur zwei Vorlagen gelangen, gab er in der Europa-League ein ganz anderes Bild ab. In 14 Einsätzen erzielte er zwei Tore und bereitete sieben weitere Tore vor – ein starker Wert. Gacinovic gelang nicht alles, in manchen Spielen geradezu erschütternd wenig, aber eine Sache muss man ihm zu Gute halten: Er traut sich, riskante Pässe nach vorne zu spielen. Dadurch entstanden einige gute Torsituationen für die SGE. Zudem ist er einer der besten Pressingspieler der Bundesliga.

Prognose: Mijat Gacinovic ist wie geschaffen für das Hütter’sche Pressing. Kaum ein Spieler läuft so energisch die Gegenspieler an wie er. Wenn Hütter ihn richtig anfasst und ihm das nötige Vertrauen von Beginn an schenkt, wird das Eis bei ihm brechen und er wird eine starke Saison spielen. Sein Durchbruch wird beinahe jede Saison prognostiziert, aber noch nie passte eine Spielidee so gut zu ihm, wie die von Adi Hütter. Er wird ein essenzieller Bestandteil der neuen Eintracht-Saison werden.

Da Costa konnte sich einen richtigen Namen machen in der vergangenen Saison.

3,01 Danny Da Costa: Die eher schwache Endnote von Danny Da Costa ist nicht ihm zuzuschreiben. Über dreiviertel der Saison spielte Danny Da Costa als einer der besten Rechtsverteidiger der Liga auf. Er rannte unermüdlich seine Seite hoch und runter und spielte so manche Abwehrreihe müde. Seine etwas limitierte Technik machte er durch seinen unbändigen Willen wett und spielte sich so in die Herzen der Fans. Die Unermüdlichkeit ging ihm nach drei Vierteln der Saison aber spürbar verloren. Zum Ende der Saison hin, schleppte sich Da Costa nur noch über den Platz und litt unter der mangelnden Personalsituation auf seiner Seite. Insgesamt absolvierte er alle 50 Pflichtspiele der Saison – dafür eine solide Leistung! Chapeau!

Prognose: Da Costa wird einen adäquaten Ersatzspieler an die Hand bekommen, der ihn ersetzen kann, wenn Da Costa mal eine Pause braucht. Mit dieser zusätzlichen Regenerationszeit wird er nächste Saison genauso wirbeln wie in der vergangenen Spielzeit – ohne Einbruch am Ende!

Konnte einige gute Akzente setzen in der Saison: De Guzman.

3,07 Jonathan de Guzman: De Guzman spielte eine eher wechselhafte Saison. Einige seiner Auftritte wirkten lust- und energielos. Dennoch war er ein wichtiger Teil des Mannschaftsgefüges und absolvierte wettbewerbsübergreifend 39 Pflichtspiele (davon aber einige Spiele mit kürzeren Einsatzzeiten). Dabei gelangen ihm drei Tore und neun Vorlagen. Für einen Mittelfeldspieler ein wirklich ordentlicher Wert.

Prognose: De Guzman wird der Eintracht als Ergänzungsspieler für das Mittelfeld erhalten bleiben. Eine Leistungssteigerung hier und da würde ihm allerdings nicht schaden.

 

Der Schweizer war enorm wichtig als defensive Komponente im Mittelfeld.

3,07 Gelson Fernandes: Der Frankfurter Karten-König Gelson Fernandes war ein essenzieller Bestandteil der südhessischen Zentrale. In 37 Pflichtspieleinsätzen erzielte er ein Tor und erwirtschaftete stolze 14 gelbe Karten. Letzterer Wert ist ein Kernproblem des Schweizers. Fernandes ist ein Spieler der im Offensivspiel eher limitiert ist. Er beschränkt sich auf die Defensivarbeit im Mittelfeld. Dafür muss aber auch die Defensivleistung die mangelnde Offensive ausgleichen. Häufig gelang ihm das gut, in einigen Spielen jedoch hing er durch und konnte defensiv keine Akzente setzen. Das darf ihm nicht passieren. Als Abräumer im Mittelfeld bewegt er sich stets an der Grenze der Legalität. Bemerkenswert ist aber, dass er bei den 14 gelben Karten nur einmal mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde.

Der Capitano wusste nicht so recht zu überzeugen in dieser Saison.

3,08 David Abraham: In den letzten Jahren schaffte es der Capitano regemäßig auf das Treppchen der jährlichen Spielerbenotung. In diesem Jahr lief es für David Abraham alles andere als rund. Die Wade zwickte und bereitete ihm auch auf dem Platz erhebliche Probleme. So konnte er nur selten über einen längeren Zeitraum seine gewohnte Leistung auf den Platz bringen und war nicht immer der Fels in der Brandung, an dem sich die Gegner die Zähne ausbissen.

Prognose: Natürlich bleibt Abraham bei der Eintracht. In der nächsten Saison wird er als Startelf-Verteidiger starten, aber mit der Zeit den Platz an Evan N’Dicka verlieren. Dennoch wird man sich auf ihn verlassen können.

Jetro Willems hat sich bei der Eintracht ins Abseits gespielt.

3,32 Jetro Willems: Jetro Willems verspielte sich in der vergangenen Saison die Sympathien von Trainer und Fans. Mit egoistischer und viel zu verspielter Spielweise verlor er zahlreiche Bälle und wirkte häufig sehr lustlos. Zudem ist Willems der erste Spieler, der bei der SGE4EVER-Spielerbenotung jemals eine glatte sechs erhielt. Er war zu keinem Zeitpunkt der Saison ein adäquater Ersatz für Filip Kostic auf der Außenbahn oder für einen der Mittelfeldakteure.

Prognose: Die Eintracht wird alles daran setzen, Willems zu verkaufen. Wenn es sein muss, dann auch unter der ursprünglich gezahlten Ablöse. Mit seinen lustlosen und blutleeren Auftritten verspielte er sich die Gunst von Adi Hütter. Sollte er dennoch in Frankfurt bleiben, wird er mit sehr wenig Spielzeit zu kämpfen haben.

 

Das Endergebnis der Saison 2018/19

Das Gesamtergebnis der Saison 2018/19

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17 Kommentare

  1. Rode wurde beim Kicker in der Rangliste mit international Klasse eingestuft. Ich hoffe er wird wieder fit und bleibt.

    Bei Ndicka glaube ich auch, dass er den nächsten Schritt machen wird und Abraham verdrängt. Bei Mijat hoffe ich, dass er den nächsten Schritt macht, was den Weg nach vorne angeht. Beim Pressing wenn der Gegner den Ball hat ist er schon klasse.

  2. Ich freu mich, dass die Redaktion die Situation so einschätzt, dass Haller bei uns bleibt :-). Und ich hoffe auch, dass es wirklich so kommt! Toller Typ, und wenn er es so macht wie Rebic letztes Jahr, dann können wir Angebote abwehren.

    Und bei Hasebe sehe ich as genauso, sein Alter is egal. Er hat seinen Stil gefunden, ist Vorbildvollprofi und sein Körper perfekt auf den Sport eingestellt. Dafür sorgt er sogar selbst mit Disziplin auch außerhalb des Training und das imponiert mir ungeheur! Nachdem, was man die letze 2-3 Jahre gesehen hat, traue ich ihm zu, bis 40 auf gleichem Niveau zu spielen. Er hat alles an Spielintelligenz und Erfahrung, um dem körperlichen Rückgang Paroli zu bieten. Und dazu noch einen Körper, der wie es scheint langsamer altert als andere.

    In dieser Übersicht und Einschätzung geht pratkisch nur noch Rebic (von den Stammkräften) in dieser Wechselperiode? Kann das wirklich wahr werden? Es wäre großartig. Noch besser natürlich Rebic bleibt aus freien Stücken und hängt sich wieder voll rein.

  3. Stand jetzt wäre mein Traum bei Zu- und Abgängen folgender:
    Zugänge
    Hinteregger 12 Mio
    Trapp 10 Mio
    Rode 3 Mio + leistungsbezogener Vertrag
    Jovelic 5 Mio
    Sow 10 Mio
    Kruse 5 Mio für Handgeld
    Pedraza 8 Mio
    Zusätzl. RV 6 Mio
    Zusätzl. MS 6 Mio
    2. TW 5 Mio
    Zusammen 70 Mio

    Abgänge Willems, Tawatha, Stendera, Rönnow
    zusammen ca. 8 Mio
    Überschuß aus 2018/19 ca. 20 Mio
    Jovic Verkauf ca. 40 Mio
    Zusammen ca. 68 Mio

    Sofern die Zahlen einigermaßen stimmen, bliebe ein kleine Lücke von 2 Mio, die mMn verkraftbar wäre.

  4. Bei Kruse scheinen seine Forderungen das Problem zu sein. Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass es das Handgeld dazugeben soll. Der ist ja nicht dumm, und wenn einer ablösefrei kommt, fließt meistens auch ein Handgeld. Wenn ihm seine 6 Mio so wichtig sind, dann wünsche ich ihm Glück. Ich sehe keinen Grund im 50 % mehr zu geben, als unserem(n) bisherigen Topverdiener(n)

  5. 6 Mio. für Kruse finde ich auch zu viel. Wäre natürlich der Hammer wenn er kommt, aber nicht zu den Konditionen. Für das Gehalt findet man eventuell auch einen jüngeren, den man über längere Zeit binden kann.

    @ strolch
    Würde ich so unterschreiben. Falls das so kommen sollte, kann man erst mal nichts dagegen sagen.

  6. Würde ich ebenfalls fast so unterschreiben…

    Außer das der De Guzman noch gehen kann und wir dafür noch ein Talent holen. plus den A-Jugendlichen Deutschtürken gleichzeitig an uns binden
    für vorne Waldschmidt zurück an die alte Wirkungsstätte holen
    Dann kann es abgehen in der Saison.. 🙂

  7. Es ist ruhiger geworden die Woche, keine neuen Gerüchte. Da ahnt man es schon, es bahnt sich was großes an … und bestimmt wieder son Kracher, von dem keiner auch nur im Ansatz was gedacht hätte bzw. ihn kennt.

    Das is meine Theorie….
    Aber GBlock darf aber gerne etwas Licht ins Dunkle bringen wenns was gemunkeltes gibt. 😉
    Bitte sag, das dieser Messi auf dem Weg zu uns is. Haha

  8. Ich wollte zwar nichts neues mehr preisgeben, aber im Konjunktiv kann ich ja schreiben….
    Also wenn Kruse 5 Millionen Gehalt bekäme, plus einer Einmalzahlung an Handgeld von 5 – 6 Millionen, würde er uns bei seinem letzten Karriere-Vertrag (den ich mal auf 3 Jahre schätze) grobe 20 Millionen kosten, was bei diesem Spieler günstig wäre.
    Es würde allerdings vermutlich ähnlich wie bei KPB, eine Klausel eingebaut werden, die ihm einen Wechsel bereits nach einer Saison ermöglichen würde.

  9. @G-Block: wenn deine Infos soweit stimmen, also nicht nur die von gestern/heute.. habe ich so das Gefühl, das wir ne richtig geile Mannschaft zusammen bekommen..
    Trapp
    ddc, hinti, ndicka, pedraza
    rebic oder x, rode, x, Kostic
    kruse, haller

  10. Damit könnte ich leben…. nur sollte dies Klausel auch beinhalten das man ihn verkaufstechnisch gehen lässt. Sonst würde der feine Herr ja Handgeld bekommen und uns dann evt wie KPB ein Jahr später für umme verlassen…. das wären dann 10 Mio. für ein Jahr (und das wär mehr als happig).

  11. Genau G-Block bleib mal schön im Konjunktiv da hätten dann eventuell auch die Schwaben nix zu meckern 😉
    Außerdem glaub ich es eh erst wenn die Tinte trocken ist

  12. Eintracht Frankfurt könnte vor dem zweiten Transfer der kommenden Saison stehen. Rodrigo Zalazar, 19-jähriges Mittelfeld-Talent vom FC Malaga, postete auf Instagram eine Story, die ihn am Main Plaza in Frankfurt sowie bei einem Medizincheck zeigte….und wenn er nichts gepostet hätte, wäre nichts zu hören gewesen! Endlich mal was im MF.
    achso: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/aktuelles-von-eintracht-frankfurt–darmstadt-98,bundesliga-ticker-100.html

    Tolle seriöse Arbeit Eintracht – was macht überhaupt unsere Fremddosendatennutzung?

  13. @ Redaktion: mit Toure´; Chandler und Da Costa haben wir 3 Rechtsverteidiger auch in der kommenden Saison im Kader. Chandler ist wieder fit und Toure´ist ein richtiger Rechtsverteidiger, der nur IV als 2.Position spielt. Auch Willems und Hasebe haben schon RV gespielt. Da Costa hat nur deswegen am Ende der Saison durchgespielt, weil Hütter ihm wohl am meisten zugetraut hat, aber nicht aus Mangel an Alternativen…

  14. Ganz interessanter Artikel von Manuel Veth auf Forbes.
    Er will wissen:

    Jovic
    Benfica zahlt 6,65 Mio an Limassol und nimmt insgesamt 25,2 Mio ein.
    0,2 Mio durch die Leihe, 5 Mio durch den Verkauf an uns und 20 Mio € von Real.
    Er geht von 2/3 Eintracht und 1/3 Benfica aus, was dann ne Beteiligung I.H.v. 33,3% wären (auch wenn er was von 30% schreibt. N bissi peinlich für Forbes).

    Eintracht zahlt insg 5,2 Mio an Benfica & nimmt insgesamt 40 Mio (+ Boni) ein.

    Real zahlt 60 Mio zzgl Boni

    Rebic
    Eintracht zahlt 2 Mio€, Florenz bekommt aber 50% von der möglichen Verkaufssumme.

    Gacinovic
    Eintracht zahlt 1,25 Mio€, Limassol bekommt aber 50% von der möglichen Verkaufssumme.

    Keine perfekten, aber sehr gute Deals. Wenn man berücksichtigt, was sie dem Verein aufgrund ihrer Leistung einbringen (Pokalfinale, Pokalsieg, 2xEL-Quali).

    Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass die Zahlen 100% perfekt sind, aber sie geben zumindest mal ne Richtung vor.

    https://www.forbes.com/sites/manuelveth/2019/06/08/eintracht-frankfurt-and-real-madrid-the-economics-behind-the-luka-jovic-deal/#3a0339ef41e4

  15. Ein Glück haben wir den Jovic schon verkauft. Der trifft ja nix bei der U21….

    Sau gut, Fredi!

    Wie dieser Kommentar gemeint ist? Kann jeder für sich selbst entscheiden….

  16. Und je früher Serbien draußen ist, desto weniger ausgepowert und umso früher kommt Jovelic zu unserer Vorbereitung… mal ganz egoistisch gedacht.

    Gruß SCOPE

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