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Marianne Boß hört nach 27 Jahren als Frau Rauscher auf. Foto: IMAGO / Beautiful Sports

Abschied nach 27 Jahren: Marianne Boß hört als Frau Rauscher auf

Die fiktive Figur „Fraa Rauscher“ steht nicht nur bei der Eintracht, sondern auch in der gesamten Stadt Frankfurt für Heimatgefühl. Seit 27 Jahren trägt Marianne Boß bereits das bekannte gelbe Kopftuch, um die kulturelle Identifikationsfigur zum Leben zu erwecken. Nun sei die Zeit gekommen, das Kopftuch weiterzureichen, das gab sie im Interview auf dem Instagram-Account der Apfelweinfirma „Possmann“ bekannt.

Marianne Boß: „Mein Lieblingstrainer war Friedhelm Funkel“

Boß würde sich selbst als Frankfurter Maskottchen einordnen, sagte sie. Als die heute 87-Jährige in ihrer Rolle begann, war Horst Ehrmantraut noch Trainer der SGE. In ihren 27 Jahren als Frau Rauscher sollte sie 20 weitere Cheftrainer erleben. „Mein Lieblingstrainer war Friedhelm Funkel, aber auch Felix Magath. Der war sehr nett gewesen, denn wir hatten immer einen Korb Äpfel dabei und der hat sich immer einen Apfel geholt“, gestand Boß mit einem Lächeln.

Vor den meisten Heimspielen trat sie als Frau Rauscher im Deutsche Bank Park auf. Dass es zwischen ihr als Privatperson und dem Charakter schon auch Unterschiede gebe, habe sie immer im Stadion bemerkt: „Also wenn ich Fußball gucke, dann bin ich die Frau Rauscher“, sagte Boß. Auswärts könne sie jedoch die Spiele der Eintracht nach eigenen Angaben nicht verfolgen: „Ich gucke immer im Videotext. Entweder werde ich geschockt oder es ist alles in Ordnung.

Frau Rauscher traf Franz Beckenbauer

Ob es prominente Namen wie „Der Kaiser“ Franz Beckenbauer, „Fußballgott“ Alexander Meier oder die Menschen aus der Stadt Frankfurt und Umgebung waren, die vielen Begegnungen während dieser Jahre habe sie als Frau Rauscher am meisten genossen. Passend dazu verriet sie auch, was sie besonders vermissen wird: „Das Publikum, vor allen Dingen die Fans. Weil da wird gejubelt und das finde ich einfach toll. Und die Leute kommen auf mich zu und begrüßen mich.“ Immer wenn jemand sie auf der Straße um ein gemeinsames Foto bat, sei sie begeistert gewesen. Ohne Kopftuch sei Boß in der Regel deutlich seltener erkannt worden.

Mit Boß hört das menschliche Gesicht der Frau Rauscher auf, das die Figur über Jahre prägte. Dennoch werde „Possmann“ demnächst, nach 27 Jahren mit Boß in der Rolle, eine neue Frau Rauscher vorstellen – die Nachfolgerin soll schon gefunden sein. „Auf alle Fälle, dass sie genauso viel Spaß hat wie ich. Das ist einfach toll gewesen“, wünschte Boß ihrer Nachfolgerin. Die Legende der Frau Rauscher bleibt in Frankfurt sowieso erhalten, aber auch die Kultfigur dürfte bald wieder im Einsatz sein. Sicher ist aber, dass Boß große Fußstapfen hinterlassen wird.

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9 Kommentare

Fallback Avatar 1. PeKa 21. April 26, 16:47 Uhr

Jetzt sieht mer aach die Beul om Ai.

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Das war eine schöne Tradition. 27 Jahre - eine tolle Sache. Herzlichen Glückwunsch und Besten Dank!

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Avatar 3. Hooliganverachter 21. April 26, 18:52 Uhr

Sehr unprofessionell! Geht einfach so ablösefrei. 😂

Alles Gute Frau Rauscher, schön gesund bleiben!

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Die kann des gekickte auch nimmer ertrage, selbst mit stöffsche net.

Vielen Dank, alles Gute!

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Avatar 5. SGE-SCOPE 21. April 26, 19:45 Uhr

Wenn sich Frau Boß schneller entwickelt, als der Verein, legen ihr die Bosse keine Steine in Weg. Hauptsache sie wird nicht Beraterin im Red Bull Konzern.

Gruß SCOPE

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Fallback Avatar 6. fussballgott56 21. April 26, 20:56 Uhr

Alles Gute Frau Rauscher.

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@3 @5: Herrlich. Ihr habt mich zum Lachen gebracht. 👍👏

Und alles Gute und viel Gesundheit für die nächsten Jahre, Frau Boß/Rauscher.

Da ich jetzt erst ihren Real-Namen erfahren habe:
Endlich weiß ich jetzt: Der ...ehmmm die Boß (alte Rechtschreibregel! 😉) von Eintracht Frankfurt war über 27 Jahre eine Frau. 😉Hellmann und Co waren wohl nur ihre Marionetten.

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Fallback Avatar 8. derbysieger59 22. April 26, 00:25 Uhr

DANKE MARIANNE und nur das Allerbeste für dich !!!

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Avatar 9. Hooliganverachter 22. April 26, 09:56 Uhr

" Jetzt wärs genug, die Rauschern hat sich mit ihrm Mann versöhnt,
des kennt mer schon un is mer aach in solche Fäll gewöhnt,
doch so en beeser Zeitungskerl dut mehr als wie seine Pflicht,
am annern Tag stehts dick un braat im Polizeibericht ..."

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