Goncalo Paciencia und Daichi Kamada sind zwei der Gewinner der Vorbereitung. (Foto: imago images / Jan Huebner)

Es war eine spezielle Vorbereitung für Eintracht Frankfurt in diesem Sommer. Bedingt durch die Qualifikation für die Europa League ging es früh los mit Pflichtspielen, entsprechend hat sich die erste Elf inzwischen weitgehend gefunden. Am Sonntag startet die Bundesliga-Saison mit dem Auftakt gegen Hoffenheim. „Die Bundesliga ist unser Tagesgeschäft und das, worauf es Wochenende für Wochenende ankommt. Natürlich ist die Freude sehr groß, dass es da jetzt auch wieder losgeht“, sagt Danny da Costa. Doch während da Costa und einige andere vorfreudig dem Bundesliga-Start entgegenfiebern, blicken andere nach einer durchwachsenen Vorbereitung weniger euphorisch nach vorne. Die Gewinner und Verlierer im Überblick:

Die Gewinner:

  • Daichi Kamada
Daichi Kamada überzeugt mit Tempo und Spielwitz.

Dass der kleine Japaner während seiner Leihe in Belgien einen großen Schritt nach vorne gemacht hat, war allen Beteiligten bei der Eintracht klar. Dass der Schritt jedoch so groß sein würde, dass Kamada sich berechtigte Hoffnungen machen kann, zum Bundesliga-Auftakt am Sonntag in der Startelf zu stehen, damit hatten wohl die wenigsten gerechnet. Für seine Auftritte gegen Vaduz und Mannheim erhielt der Offensivmann Lobeshymnen von allen Seiten. Sowohl Coach Adi Hütter als auch Fredi Bobic und Landsmann Makoto Hasebe schwärmten von den Auftritten Kamadas. Der führt sich vor allem hinter den Spitzen wohl, wie er gegenüber eintracht.tv verriet: „Zehner ist die Position, die mir am leichtesten fällt. Ich bin keiner, der vorne im Strafzentrum wühlt, sondern dahinter die Räume sucht.“ Und eben genau hier scheint er aktuell die Nase vor Mijat Gacinovic zu haben.

  • Goncalo Paciencia

Ein Dreierpack im Testspiel gegen Wels und drei Treffer in der Europa League-Qualifikation – Goncalo Paciencia hat in der Vorbereitung gezeigt, dass er bereit ist die entstandene Lücke durch die Abgänge von Sebastian Haller und Luka Jovic zu füllen. Schon in der vergangenen Saison bestach er mit seiner Kaltschnäuzigkeit und brauchte im Schnitt nur 92 Minuten für ein Tor. Aktuell hat er gegenüber Dejan Joveljic leicht die Nase vorne und muss sich auch vor einem Königstransfer für die Offensive nicht verstecken.

  • Felix Wiedwald

„Unverhofft kommt oft“ oder „Des einen Leid, des anderen Freud“, beide Sprichwörter passen wohl auf Felix Wiedwald. Der Keeper schien keine Zukunft bei der SGE mehr zu haben. Doch der Ausfall von Frederick Rönnow und die sich hinziehenden Verhandlungen bei Kevin Trapp bescherten dem 29-Jährigen drei Einsätze in der Europa League-Qualifikation. Inzwischen ist Trapp zurück, doch Wiedwald könnte als Nummer zwei der Eintracht erhalten bleiben.

Die Verlierer:

  • Frederik Rönnow
Bei Frederik Rönnow stehen die Zeichen auf Abschied.

Denn Konkurrent Frederik Rönnow bleibt der Frankfurter Pechvogel. Der Däne kam in der vergangenen Saison als Nummer eins, nach wackligen Auftritten und Verletzungsproblemen wurde Kevin Trapp verpflichtet und Rönnow blieb die Rolle der Nummer zwei. Die akzeptierte er ohne großes Murren. Für die neue Runde hatte sich der siebenmalige dänische Nationalspieler einiges erhofft – und wurde wieder von einer Verletzung ausgebremst. „Wir müssen uns zusammensetzen“, erklärte Bobic nach dem Duell gegen Vaduz: „Aber es ist nicht mehr viel Zeit. Es wird sicherlich noch was passieren.“ Die Zeichen stehen auf Trennung.

  • Jonathan de Guzman

Für den stets gut gelaunten Niederländer wird es im Mittelfeld immer enger. Egal ob auf der Sechs oder offensiver, de Guzman ist aktuell nicht mal zweite Wahl. Daran ändert auch sein Treffer gegen Vaduz nichts. Mit Rode, Kohr, Torro und Fernandes im defensiven Mittelfeld und Kamada, Gacinovic und dem noch verletzten Sow eine Reihe offensiver ist die Fülle im Mittelfeld groß. Zugleich weiß Adi Hütter was er am 31-Jährigen hat. Wen er gebraucht wird, war de Guzman da.

  • Marc Stendera, Taleb Tawatha, Marijan Cavar und Nicolai Müller

Für das Quartett ist es derzeit kein befriedigender Zustand. Eine Zukunft haben sie in Frankfurt nicht. Das bekommen sie mitunter deutlich zu spüren. Beim Elf-gegen-Elf im Training konnten sie teilweise nicht mitwirken, mussten stattdessen ihre Runden um den Platz drehen. Doch bislang sind die Angebote für das Quartett rar. Stendera wurde mit den Zweitligisten Heidenheim, Kiel und Hannover in Verbindung gebracht, Müller beim FC St. Pauli. Taleb Tawatha berichtete „Bild“ gegenüber von einem losen Interesse seines Heimatvereins Maccabi Haifa. Doch der Außenspieler soll ein Engagement in Europa bevorzugen. Wie es mit Cavar weiter geht: unklar.

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17 Kommentare

  1. @off topic: Renato Sanchez will wechseln… DER waer doch was… Gehaltsdifferenz muessten zwar die Bayern bezahlen, aber ne leihe wuerd doch allen was bringen… Und er braucht spielpraxis, und die bekäme er bei uns… Hat mich auch überzeugt, jedesmal wenn er eingewechselt wurde…

  2. @ Marcel Storch:

    Bist du 2m groß?
    Oder wieso ist DK in deinen Augen klein?
    Kamada ist 1,80m groß.

    Das ist für mich alles andere als ein “kleiner Japaner“.
    Inui, Ribéry und Roberto Carlos sind klein 😉

    Schade auch um Nicolai Müller.
    Fand ihn bei seinen wenigen Auftritten eigentlich nicht schlechter, als manch anderen für die Aussenbahnen.

    Aber es ist wohl der Tatsache geschuldet, dass man mit Durm, Kostic, DDC und Chandler wohl ausreichend besetzt zu sein scheint.

    Im Notfall kann man auch Gaci oder Rebic auf die Aussenbahnen stellen.

    Müller will bestimmt spielen und bei uns hätte er wohl wenig Aussicht auf viel Spielzeit.
    Hatte mich bei seiner Verpflichtung gefreut und gehofft, er kann sich durchsetzen.
    Scheint wohl nicht der Fall zu sein.

  3. @1
    Der Neymar fühlt sich auch nicht so wohl in Paris.
    Könnte doch was für uns sein,weil auch Trapp ihn kennt.
    Und Paris müsste auch sein Gehalt übernehmen.
    Und Ailton….da bin ich nicht am überlegen…wo einsetzbar…..

  4. Müller erstaunt mich auch. Der Kerl kann doch kicken. Das er trotz akzeptabler Auftritte bei Hütter so gar kein Bein auf den Boden bekommt …
    Gut, passt scheinbar nicht zu Pressingmaschine.

  5. Trabzonspor verpflichtet Ex-Liverpool-Stürmer Daniel Sturridge für 3 Jahre. QUELLE: Twitter

  6. Der neue Stürmer wird auf jeden Fall ein guter Kompromiss. Diesen erkennt man ja bekanntlich daran, dass niemand damit glücklich ist.

    Und wenn alle Stricke reißen, bleiben noch Pyro, Platzsturm, umgeworfene TV Kameras und die dritte Halbzeit.

    Schönes Wochenende Euch.

  7. Dann isses Sturric schon mal nicht… 😉

    Irgendwann muss der neue ja aus der Deckung kommen, so lange kann man keinen Namen geheimhalten!!

    Forza SGE

  8. Morgen bitte:
    Trapp, Abraham, Hasebe, Hinti, Kostic, da Costa, Rode, Kohr, Kamada, Rebic, Bobic

  9. @9: ich bin bereit, mein Vermögen zu verwetten (was nicht viel ist 😉 ), dass Freddi, so wie er gerade drauf ist, uns zum Sieg schießen würde… 🙂

  10. Donis???
    Das wäre nach den ganzen Gerüchten der letzten Tage für mich eine riesen Enttäuschung!! Das kann und wird bestimmt nicht der angekündigte Stürmer sein von dem bobic sagte das er „Spaß machen würde“. Wenn Donis kommt- dann höchstens als zusätzlicher Transfer. Aber sicherlich ist es nicht der angekündigte „Königstransfer“ was die Position im Sturm betrifft…

  11. Doch doch, der Donis, das ist ein Königstransfer.. Das isser !! Jaaaaa ! Hahahaha. Ein Adonis neben Beau`Goncalo und dazu die böse Tante Rebitsch.

  12. @9. sge2785, sieht gut aus. Würde Durm in einer Halbzeit für da costa bringen.
    Und mir fehlt Torro. Dem vielleicht dann eine Halbzeit im Wechsel für kohr.
    Und Abraham vielleicht gegen Ndicka.
    Dann mal schauen wer sich besser macht.

    Bobic muss natürlich ab und mit Paciencia, Joveljic und Mr. X abwechseln.

    Und irgendwann (hoffe bald) muss da auch noch Sow mit rein.
    Ist ja fast schon ein richtiges Luxusproblem 🙂

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