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Eintracht Frankfurt unterliegt dem FC Bayerm München. Foto: Imago / Jan Huebner

Rückschlag im Topspiel: Eintracht scheitert an effizienten Bayern

Showdown in der Frauen-Bundesliga! Am sechsten Spieltag empfingen die Frauen von Eintracht Frankfurt im Topspiel Tabellenführer Bayern München. Für die SGE bot sich die große Möglichkeit, dem Serienmeister die erste Niederlage zuzufügen und selbst an die Tabellenspitze zu springen. Nach zähen 90 Minuten musste die Mannschaft von Niko Arnautis allerdings die erste Liganiederlage hinnehmen. Klara Bühl erzielte in der 18. Minute das einzige Tor der Partie. Damit bauten die Bayern ihren Vorsprung auf fünf Punkte aus.

Cheftrainer Niko Arnautis setzte in einer klassischen 4-4-2-Formation auf eine offensiv ausgerichtete Elf – mit dem klaren Ziel, den Tabellenprimus vom Thron zu stoßen. Altenburg – Lührßen, Östenstad, Ilestedt, Krumbiegel – Memeti, Bennison, Mühlhaus, Raso – Freigang, Blomqvist. Im Vergleich zur vorherigen Partie nahm Arnautis fünf Veränderungen vor. Lina Altenburg kehrte nach Belastungssteuerung wieder zwischen die Pfosten zurück. Sophia Winkler stand dagegen nicht im Kader. Larissa Mühlhaus agierte ungewohnt im zentralen Mittelfeld. Hayley Raso beackerte die rechte Seite, während die Doppelspitze aus Kapitänin Laura Freigang und Rebecka Blomqvist bestand.

Beim FC Bayern starteten Mahmutovic – Kett, Pedersen, Viggosdottir, Gwinn – Amani, Sehitler, Bühl, Harder, Proost – Imade.

Bayern eiskalt: Bühl kontert Frankfurts Druckphase

Die erste gute Aktion gehörte der SGE. Ein langer Ball von Paulina Krumbiegel fand die aufgerückte Amanda Ilestedt. Ihr Kopfball war jedoch zu harmlos und flog ins Toraus (1.). Auch in der Folge gehörte die Anfangsphase den Gastgeberinnen. Ein Einwurf von links landete bei Larissa Mühlhaus im Strafraum. Hinter ihrem Direktschuss war allerdings zu wenig Druck, sodass der Ball in den Armen von Ena Mahmutovic landete (9.). Die Gäste aus der bayrischen Hauptstadt fanden zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig in die Partie. Dann war die Bayern-Keeperin erneut gefordert. Wieder probierte es Mühlhaus, diesmal aus spitzem Winkel an der Strafraumkante. Mahmutovic tauchte ab und entschärfte den Schuss mit den Fingerspitzen (15.).

Mitten in der Druckphase der Frankfurterinnen schlug der FC Bayern eiskalt zu. Vorausgegangen war ein eigener Eckball, aus dem sich ein Konter für die Münchnerinnen entwickelte. Die Hintermannschaft der Hessinnen war weit aufgerückt. Sophie Proost erkannte die Situation und spielte einen langen Ball auf Klara Bühl. Die Bayern-Topscorerin trieb die Kugel bis in den Strafraum und schob sie mit ihrem schwächeren linken Fuß in die lange Ecke (18.). Mit der ersten eigenen Chance ging der Spitzenreiter in Führung. Die Münchnerinnen übernahmen nach dem schmeichelhaften Treffer zunehmend die Spielkontrolle. Die Frankfurterinnen brauchten etwas Zeit, um den Nackenschlag zu verdauen. Krumbiegel passte auf Hayley Raso, die an der Sechzehnerkante auf Ereleta Memeti ablegte. Die Kosovarin drehte sich geschickt auf und setzte ihren Schuss knapp über das Gehäuse (33.). Trotz eines Chancenplus für die SGE ging es mit einem unglücklichen 0:1-Rückstand in die Pause.

Bayern kontrolliert, Frankfurt findet keine Antwort

Die zweite Hälfte verlief anschließend deutlich schleppender. Arnautis reagierte und brachte in der 57. Minute Dilara Acikgöz für Raso. Erst nach rund einer Stunde gab es die nächste Gelegenheit. Nina Lührßen fand mit ihrer Flanke Laura Freigang, deren Kopfball jedoch direkt in den Armen von Mahmutovic landete (60.). Eine Minute später nahmen die Gäste einen Doppelwechsel vor: Momoko Tanikawa und Linda Dallmann ersetzten Edna Imade und Vorlagengeberin Proost. Dallmann machte direkt auf sich aufmerksam. Nach einem starken Sololauf kam die Offensivspielerin im Strafraum zum Abschluss. Ihr abgefälschter Schuss senkte sich jedoch auf das Tornetz (66.). Rund 20 Minuten vor dem Ende nahm Bayern den dritten Wechsel vor: Stine Pedersen machte Platz für Sarah Zadrazil (69.). Kurz darauf wurde es für Altenburg brenzlig. Franziska Kett schlug von links eine Hereingabe, die plötzlich Richtung Tor flog. Die Torhüterin machte sich lang und kratzte den Ball noch aus der Gefahrenzone (74.).

Der FC Bayern war nun dem 2:0 näher als die Eintracht dem Ausgleich. Für die Schlussphase setzte Arnautis deshalb einen weiteren Impuls und brachte Vivienne Lia für die glücklose Blomqvist (83.). Anschließend folgte der nächste Doppelwechsel aufseiten der Münchnerinnen: Die ehemalige Frankfurterin Barbara Dunst und Sarah Mattner kamen für Alara Sehitler und Giulia Gwinn (86.). Für die letzten Minuten wechselte Arnautis zudem Sara Doorsoun für Hanna Bennison ein (90.). Die letzte gefährliche Aktion gehörte allerdings dem FCB. Ein Freistoß von Torschützin Bühl aus der Nähe der Sechzehnerlinie landete in den Armen von Altenburg. Trotz vierminütiger Nachspielzeit fiel den Gastgeberinnen offensiv nichts mehr ein.

Am Ende stand aus Adler-Sicht ein knappes und unglückliches 0:1 im Spitzenspiel gegen den FC Bayern München zu Buche. Damit riss für die SGE die Ungeschlagenserie. Seit 2021 wartet die Eintracht zudem auf einen Sieg gegen den siebenmaligen Deutschen Meister. Die Frankfurterinnen bleiben mit 13 Punkten vorerst auf dem zweiten Tabellenplatz. Der VfL Wolfsburg kann morgen mit mindestens einem Unentschieden gegen den HSV an den Hessinnen vorbeiziehen.

 

15 Kommentare

Fallback Avatar 1. sge66 03. Oktober 26, 20:19 Uhr

Also ich verstehe den Trainer nicht. Da nimmt er quasi als Mitgrund für die Niederlage die vielen Spiele die wir schon gespielt haben, wir haben 8 Feldspielererinnen auf der Bank und er wechselt nur 3 mal. Dazu in 90ten min. defensiv wohl um das 0:1 abzusichern. Kann ich nicht nachvollziehen.

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Avatar 2. SGE-SCOPE 03. Oktober 26, 21:09 Uhr

Bayern spielt einen unaufgeregten Ballbesitzfußball, ist erschreckend passsicher und von der Eintracht war nichts wirklich Zwingendes zu sehen. Selbst bei einem Gegentreffer hätten sie wohl einfach einen Gang höher schalten können.
Heute war nichts zu holen.

Gruß SCOPE

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Fallback Avatar 3. sge66 03. Oktober 26, 21:34 Uhr Zitat - SGE-SCOPE Bayern spielt einen unaufgeregten Ballbesitzfußball, ist erschreckend passsicher und von der Eintracht war nichts wirklich Zwingendes zu sehen. Selbst bei einem Gegentreffer hätten sie wohl einfach einen Gang höher schalten können. Heute war nichts zu holen. Gruß SCOPE Path

Gut zusammengefasst. Obwohl spielerisch und kämpferisch war es nicht so schlecht.

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Fallback Avatar 4. sge85 04. Oktober 26, 00:15 Uhr Zitat - sge66 Gut zusammengefasst. Obwohl spielerisch und kämpferisch war es nicht so schlecht. Path

Wie in fast jedem Spiel gegen eine Spitzenmannschaft in den letzten Jahren, aber wie immer stehen am Ende null Punkte. Die Mannschaft schafft es nicht, enge Spiele gegen Toppmannschaften für sich zu entscheiden und ich glaube auch nicht, dass das mit diesem Trainer nochmal anders wird. Dazu fehlt es Freigang und Blomqvist gegen Toppteams an Durchschlagskraft. Beide haben weder die Schnelligkeit noch die körperliche Durchsetzungskraft und Abschlussstärke, um solche Spiele zu entscheiden. Bei Mühlhaus ist das sicher anders, aber bei ihr hatte ich heute das Gefühl, dass sie nach ihrer Verletzung noch nicht bei 100% ist. Für den Kampf um den zweiten Platz sehe ich uns dennoch besser eingespielt als letztes Jahr, vor allem Ostenstad wird zu einem immer größeren Stabilisator für die Defensive und erinnert mich mit ihrer zuverlässigen und unaufgeregten Art immer stärker an Kleinherne.

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Mit zwei Stürmerinnen zu starten ist eigentlich durchaus mutig. Ob es jetzt besser gewesen wäre, erst zu kontern und später mehr Offensive zu bringen, das lässt sich schwer sagen. Bayern war schon besser, aber die sind auch super eingespielt. Bayern hatte deutlich mehr Ballbesitz, aber 11 zu 12 Türschüsse ist zumindest fast ausgeglichen, wer weiß, vielleicht sind sie im Rückspiel bereit dafür. Acikgözl und Lia zu bringen, war naheliegend, die haben es in den letzten Spielen gut gemacht. Doorsoun ist halt erfahren und u.a. stark bei Freistoßsituationen, vielleicht kam daher der Wechsel. Tolle Offensivoptionen hatte Arnautis jetzt auch nicht mehr.

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Mit einem klassischen 4-2-2 kann das gegen Bayern auch nix werden

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Fallback Avatar 7. sge66 04. Oktober 26, 11:30 Uhr Zitat - Dr. Hammer Mit einem klassischen 4-2-2 kann das gegen Bayern auch nix werden Path

Wir haben aber schon 11 gegen 11 gespielt😁

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Fallback Avatar 8. mainhesse 04. Oktober 26, 12:15 Uhr

Die kurz vor Schluss eingewechselte Lia ist als einzige mal im Eins gegen Eins an einer Gegnerin vorbei.
Das sagt eigentlich alles über die Leistung der anderen Spielerinnen und des Trainers

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Fallback Avatar 9. sge85 04. Oktober 26, 12:41 Uhr

Ich frage mich übrigens gerade, wie der Autor des Textes dazu kommt zu schreiben, dass Larissa Mühlhaus "ungewohnt im zentralen Mittelfeld" agierte. So wie ich das sehe hat sie bei allen Spielen, die sie diese Saison absolvierte, auf dieser Position hinter den Spitzen agiert. Bereits beim Qualifikationsturnier Anfang August spielte Mühlhaus auf der 10 und Freigang in der Sturmspitze, das ist also nichts Neues.

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Avatar 10. SGE-SCOPE 04. Oktober 26, 13:04 Uhr

Was will man erwarten? Der Frauenfußball bei der Eintracht schreibt rote Zahlen. Der Kader taugt daher nicht für eine Meisterschaft. Mehr noch als bei den Männern sind wir auf den Kauf oder bestenfalls ablösefreien Transfer von Talenten angewiesen, wobei die Ablösen von uns weg scheinbar bei 200.000 zementiert sind. Große Sanierungen sind da nicht möglich.
Gestern konnte man sehen, wie fit und vor allem schnell der Bayernkader ist. Selbst bei einer Balleroberung im Mittelfeld, wurden die Eintrachtspielerinnen immer wieder eingeholt und gestellt. Teilweise sind 3 Bayernspielerinnen auf die Ballführende gegangen. Bei Bayern ist der finanzielle Backround eben so, dass man Kohle ausgeben kann wie man will. Vor 10 Jahren war es der Basketball, zuletzt der Frauenfußball. Wenn man sich darauf einigt, dass die Schwimmabteilung im Synchronschimmern Weltmeister werden soll, könnt ihr sicher sein, dass das in 5 Jahren erreicht wird. "Ja so ist es und so bleibt es und so wird es immer sein!"
(und trotzdem: Bayern bleibt ein Scheißverein)

Gruß SCOPE

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Fallback Avatar 11. sge85 04. Oktober 26, 15:48 Uhr Zitat - SGE-SCOPE Was will man erwarten? Der Frauenfußball bei der Eintracht schreibt rote Zahlen. Der Kader taugt daher nicht für eine Meisterschaft. Mehr noch als bei den Männern sind wir auf den Kauf oder bestenfalls ablösefreien Transfer von Talenten angewiesen, wobei die Ablösen von uns weg scheinbar bei 200.000 zementiert sind. Große Sanierungen sind da nicht möglich. Gestern konnte man sehen, wie fit und vor allem schnell der Bayernkader ist. Selbst bei einer Balleroberung im Mittelfeld, wurden die Eintrachtspielerinnen immer wieder eingeholt und gestellt. Teilweise sind 3 Bayernspielerinnen auf die Ballführende gegangen. Bei Bayern ist der finanzielle Backround eben so, dass man Kohle ausgeben kann wie man will. Vor 10 Jahren war es der Basketball, zuletzt der Frauenfußball. Wenn man sich darauf einigt, dass die Schwimmabteilung im Synchronschimmern Weltmeister werden soll, könnt ihr sicher sein, dass das in 5 Jahren erreicht wird. "Ja so ist es und so bleibt es und so wird es immer sein!" (und trotzdem: Bayern bleibt ein Scheißverein) Gruß SCOPE Path

Da muss ich in vielen Punkten widersprechen. Für mich ist das zu sehr mit der Brille des Männerfußballs auf den Frauenfußball geblickt. Zunächst ist es nicht so, dass die Bayern zurzeit eine alles überragende Mannschaft haben, die alles erreicht, was sie sich vornimmt. Seit Jahren ist spätestens im Halbfinale der Champions League Schluss. Internationale Toppspielerinnen bekommt man nur noch selten, diese gehen lieber nach England oder Spanien, wo deutlich mehr zu verdienen ist. Stattdessen wird offensichtlich stärker auf Nachwuchs gesetzt. Was bei den Bayern gestern auf dem Platz stand, bestand in vielen Mannschaftsteilen aus Nachwuchsspielerinnen, die sicher sehr talentiert sind, aber diese Mannschaft war auch nicht unschlagbar. Und zur Frage, was man erwarten will: Einfach mal ein Spiel gegen einen Toppgegner, bei dem es um was geht, zu gewinnen. Das hat man dieses Jahr kein einziges Mal geschafft, weder im Pokal (gegen Wolfsburg) noch in der Europa League noch in der Champions League Qualifikation. In keinem dieser entscheidenden Spiele war man dem Gegner unterlegen, man hat es im entscheidenden Moment des Spiels aber nicht hinbekommen.

Noch ein Wort zur Kaderplanung bei der Eintracht. In den wenigsten Fällen hat man für die Abgänge in den letzten beiden Jahren Ablösen erhalten. Das war meines Wissens nur bei Kleinherne, Prasnikar und Gräwe der Fall. Bei Kleinherne und Gräwe wurden Ausstiegsklauseln seitens der Spielerinnen gezogen, beide hätte man gerne behalten. Im Falle von Reuteler hat man sogar bewusst auf eine Ablösesumme verzichtet, um sie noch ein Jahr in Frankfurt zu halten. Der Grund, dass so viele Spielerinnen den Verein in den letzten zwei Sommern verlassen haben, lag hauptsächlich darin, dass die Spielerinnen den Wunsch geäußert haben, um Titel zu spielen und sich spielerisch weiterzuentwickeln. So viele Spielerinnen auf einmal zu verlieren und das in den meisten Fällen ablösefrei, war nie von Seiten des Vereins intendiert.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 250 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 12. Dr. Hammer 04. Oktober 26, 16:43 Uhr Zitat - sge66 Wir haben aber schon 11 gegen 11 gespielt😁 Path

Ja klar, Emre hatte heute morgen in Text noch 4-2-2 stehen, hätte ich besser mal erwähnt und ein Smiley dazu gegeben 😀

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Fallback Avatar 13. sgefansks 04. Oktober 26, 18:02 Uhr Zitat - sge85 Da muss ich in vielen Punkten widersprechen. Für mich ist das zu sehr mit der Brille des Männerfußballs auf den Frauenfußball geblickt. Zunächst ist es nicht so, dass die Bayern zurzeit eine alles überragende Mannschaft haben, die alles erreicht, was sie sich vornimmt. Seit Jahren ist spätestens im Halbfinale der Champions League Schluss. Internationale Toppspielerinnen bekommt man nur noch selten, diese gehen lieber nach England oder Spanien, wo deutlich mehr zu verdienen ist. Stattdessen wird offensichtlich stärker auf Nachwuchs gesetzt. Was bei den Bayern gestern auf dem Platz stand, bestand in vielen Mannschaftsteilen aus Nachwuchsspielerinnen, die sicher sehr talentiert sind, aber diese Mannschaft war auch nicht unschlagbar. Und zur Frage, was man erwarten will: Einfach mal ein Spiel gegen einen Toppgegner, bei dem es um was geht, zu gewinnen. Das hat man dieses Jahr kein einziges Mal geschafft, weder im Pokal (gegen Wolfsburg) noch in der Europa League noch in der Champions League Qualifikation. In keinem dieser entscheidenden Spiele war man dem Gegner unterlegen, man hat es im entscheidenden Moment des Spiels aber nicht hinbekommen. Noch ein Wort zur Kaderplanung bei der Eintracht. In den wenigsten Fällen hat man für die Abgänge in den letzten beiden Jahren Ablösen erhalten. Das war meines Wissens nur bei Kleinherne, Prasnikar und Gräwe der Fall. Bei Kleinherne und Gräwe wurden Ausstiegsklauseln seitens der Spielerinnen gezogen, beide hätte man gerne behalten. Im Falle von Reuteler hat man sogar bewusst auf eine Ablösesumme verzichtet, um sie noch ein Jahr in Frankfurt zu halten. Der Grund, dass so viele Spielerinnen den Verein in den letzten zwei Sommern verlassen haben, lag hauptsächlich darin, dass die Spielerinnen den Wunsch geäußert haben, um Titel zu spielen und sich spielerisch weiterzuentwickeln. So viele Spielerinnen auf einmal zu verlieren und das in den meisten Fällen ablösefrei, war nie von Seiten des Vereins intendiert. Path

Also hier würde ich dir widersprechen wollen: "Der Grund, dass so viele Spielerinnen den Verein in den letzten zwei Sommern verlassen haben, lag hauptsächlich darin, dass die Spielerinnen den Wunsch geäußert haben, um Titel zu spielen und sich spielerisch weiterzuentwickeln. So viele Spielerinnen auf einmal zu verlieren und das in den meisten Fällen ablösefrei, war nie von Seiten des Vereins intendiert."

Nicole Anyomi ist zu London City Lionesses gewechselt, eine Mannschaft, die nicht mal international spielt und bei möglichen Ligatiteln ebenfalls keine Rolle spielt.
Gräwe ist zu Union Berlin gewechselt, ebenfalls nicht international unterwegs und trotz sehr ambitionierter Ziele aktuell nach eigenen Worten aus dem Interview vor dem Spiel gegen die Eintracht in Berlin mit dem Ziel der oberen Tabellenhälfte.
Senß ist zu Real Madrid gewechselt (im Übrigen auch mit Ablöse) und auch dort dürfte es mit einem Titel schwierig werden, solange man die Übermannschaft Barcelona in der Liga hat.

Ich sehe also tatsächlich nicht, dass diese Spielerinnen wegen Titeln gewechselt sind. Da hätte man wohl zu OL, Chelsea, Man City oder Barcelona wechseln müssen. Ist keine der Spielerinnen. Dazu kommt, dass diese Spielerinnen nicht so schnell wie möglich aus Frankfurt wegwollten sondern zum Teil seit vielen Jahren im Verein waren (Anyomi 5 Jahre, Gräwe 3 Jahre, Reuteler sogar 8 Jahre). Das hat für mich nichts mit "weg wollen" zu tun, wenn man dann sagt, ich will mal eine andere Liga oder einen anderen Verein oder eine andere Spielweise kennenlernen.

Jede Spielerin muss eben für sich entscheiden, wie sie die Jahre ihrer Karriere nutzen möchte. Dass das ganz erfolgreich bei den genannten Spielerinnen funktioniert hat, sieht man schon daran, dass sie alle bei der Eintracht zu Nationalspielerinnen wurden. Für die einen ist der nächste Schritt ein Wechsel ins Ausland, für die andere ein Wechsel zum Titelfavorit, manche möchte vielleicht einfach so viel wie möglich verdienen, damit sie nach der Karriere abgesichert ist und wählt danach aus und wieder eine andere möchte sich innerhalb des Vereins weiterentwickeln. Das sind persönliche Entscheidungen für den eigenen Lebensweg und nicht gegen den Verein.

Und auch, dass die Vereinsführung Wechsel und Transfers nicht forciert hat, sehe ich anders. Sicher nicht in diesem Umfang, da gebe ich dir recht aber man erinnere sich an das oft zitierte "die Geschichte dieser Mannschaft ist auserzählt" vor dem ersten großen Umbruch vor zwei Jahren. Da wollte man wohl sehr bewusst die Mannschaft stark verändern.

Und auch gestern im Halbzeitinterview hat Katharina Kiel gesagt "wir haben einen anderen Ansatz an Transfergeschehen. Wir machen das auch sehr bewusst, um einen Markt herzustellen." Klingt für mich nicht danach, als hätte man am liebsten alle Spielerinnen behalten und wurde zu den Transferbewegungen gezwungen. Sicher nicht bei allen, das stimmt. Ich glaube, eine Anyomi hätte man gerne behalten. Aber bei anderen doch ganz sicher.

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Fallback Avatar 14. sge85 04. Oktober 26, 18:27 Uhr Zitat - sgefansks Also hier würde ich dir widersprechen wollen: "Der Grund, dass so viele Spielerinnen den Verein in den letzten zwei Sommern verlassen haben, lag hauptsächlich darin, dass die Spielerinnen den Wunsch geäußert haben, um Titel zu spielen und sich spielerisch weiterzuentwickeln. So viele Spielerinnen auf einmal zu verlieren und das in den meisten Fällen ablösefrei, war nie von Seiten des Vereins intendiert." Nicole Anyomi ist zu London City Lionesses gewechselt, eine Mannschaft, die nicht mal international spielt und bei möglichen Ligatiteln ebenfalls keine Rolle spielt. Gräwe ist zu Union Berlin gewechselt, ebenfalls nicht international unterwegs und trotz sehr ambitionierter Ziele aktuell nach eigenen Worten aus dem Interview vor dem Spiel gegen die Eintracht in Berlin mit dem Ziel der oberen Tabellenhälfte. Senß ist zu Real Madrid gewechselt (im Übrigen auch mit Ablöse) und auch dort dürfte es mit einem Titel schwierig werden, solange man die Übermannschaft Barcelona in der Liga hat. Ich sehe also tatsächlich nicht, dass diese Spielerinnen wegen Titeln gewechselt sind. Da hätte man wohl zu OL, Chelsea, Man City oder Barcelona wechseln müssen. Ist keine der Spielerinnen. Dazu kommt, dass diese Spielerinnen nicht so schnell wie möglich aus Frankfurt wegwollten sondern zum Teil seit vielen Jahren im Verein waren (Anyomi 5 Jahre, Gräwe 3 Jahre, Reuteler sogar 8 Jahre). Das hat für mich nichts mit "weg wollen" zu tun, wenn man dann sagt, ich will mal eine andere Liga oder einen anderen Verein oder eine andere Spielweise kennenlernen. Jede Spielerin muss eben für sich entscheiden, wie sie die Jahre ihrer Karriere nutzen möchte. Dass das ganz erfolgreich bei den genannten Spielerinnen funktioniert hat, sieht man schon daran, dass sie alle bei der Eintracht zu Nationalspielerinnen wurden. Für die einen ist der nächste Schritt ein Wechsel ins Ausland, für die andere ein Wechsel zum Titelfavorit, manche möchte vielleicht einfach so viel wie möglich verdienen, damit sie nach der Karriere abgesichert ist und wählt danach aus und wieder eine andere möchte sich innerhalb des Vereins weiterentwickeln. Das sind persönliche Entscheidungen für den eigenen Lebensweg und nicht gegen den Verein. Und auch, dass die Vereinsführung Wechsel und Transfers nicht forciert hat, sehe ich anders. Sicher nicht in diesem Umfang, da gebe ich dir recht aber man erinnere sich an das oft zitierte "die Geschichte dieser Mannschaft ist auserzählt" vor dem ersten großen Umbruch vor zwei Jahren. Da wollte man wohl sehr bewusst die Mannschaft stark verändern. Und auch gestern im Halbzeitinterview hat Katharina Kiel gesagt "wir haben einen anderen Ansatz an Transfergeschehen. Wir machen das auch sehr bewusst, um einen Markt herzustellen." Klingt für mich nicht danach, als hätte man am liebsten alle Spielerinnen behalten und wurde zu den Transferbewegungen gezwungen. Sicher nicht bei allen, das stimmt. Ich glaube, eine Anyomi hätte man gerne behalten. Aber bei anderen doch ganz sicher. Path

Die Statements von Katharina Kiel kamen erst nach den Abgängen. Es hatte niemand Interesse Spielerinnen wie Johannes, Kleinherne, Dunst, Wamser, Gräwe, Senß, Reuteler oder Anyomi zu verlieren. All diese Spielerinnen wollten weg und haben explizit Gründe angegeben. Für mich ist das ein Schönreden einer unschönen Entwicklung. Hier sollte man den Statements der Vereinsführung nicht auf den Leim gehen.

Der Großteil der Stammspielerinnen ist gegangen, weil sie mit der Entwicklung in den letzten zwei bis drei Jahren nicht zufrieden gewesen sind. Es gibt Spielerinnen, die den Wunsch geäußert haben, um Titel mitzuspielen (Dunst und Reuteler) bzw. in der Champions League, aber auch einige, die explizit gesagt haben, dass sie sich weiterentwickeln möchten (Kleinherne, Johannes, Anyomi, Gräwe). Gerade bei Gräwe war der Hauptgrund explizit der Wechsel von Arnautis zu Eta. Es stimmt zwar, dass viele dieser Spielerinnen bei der Eintracht zu deutschen Nationalspielerinnen geworden sind, aber kaum eine wurde zur Stammkraft. Diesen letzten Schritt haben sie unter Arnautis nicht gesehen und das finde ich absolut nachvollziehbar. Es gibt sicher Ausnahmen von Spielerinnen, bei denen der Grund für den Weggang das Spielen im Ausland (Senß) oder das Gehalt (Wamser) waren, aber in den meisten Fällen war es die Stagnation von Trainer und Mannschaft. Und wenn man den Verlauf der bisherigen Saison sieht, war die Einschätzung der Spielerinnen richtig.

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Fallback Avatar 15. sge66 04. Oktober 26, 21:49 Uhr

Ich denke solange Arnautis Trainer ist, dürfte die CL Utopisch sein.

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