Leistungsträger und Symphatieträger. Verlängert Hradecky seinen Vertrag?
Leistungs-und Symphatieträger: Lukas Hradecky

Der Vertragspoker um Torwart Lukas Hradecky ist bislang in der Sommerpause das alles beherrschende Thema bei Eintracht Frankfurt. Und obwohl der Verein am Mittwoch bekannt gab, dass der Keeper das Angebot zur vorzeitigen Vertragsverlängerung ausgeschlagen hat, ist bei dieser Personalie noch nicht das letzte Wort gesprochen. Zumindest mit einem Nachfolger für Heinz Lindner scheint man in guten Gesprächen zu sein. Die „Bild“ berichtet von Verhandlungen mit Stefan Ortega von 1860 München. Wir haben euch das Wichtigste im Fall Hradecky zusammengefasst.

Die Vertragslage: Hradecky hat bei der Eintracht noch einen Vertrag bis zum Saisonende 2018 ohne Austiegsklausel für diesen Sommer. Der Marktwert des Keepers liegt derzeit laut „transfermarkt.de“ bei 4,5 Millionen Euro.

Das will die Eintracht: Die SGE hatte stets die Absicht, den Vertrag mit Hradecky zu verlängern, was im Winter eigentlich nur Formsache schien. Dazu hat man sich auch für Frankfurter Verhältnisse gestreckt und ihm dem Vernehmen nach einen neuen Konrakt mit einem jährlichen Salär von 2,8 Millionen Euro angeboten, womit er in der Mannschaft zu den Top-Verdienern, wenn nicht sogar zu dem Top-Verdiener aufsteigen würde. Eins möchten die Verantwortlichen aber definitiv nicht: Den Torhüter, der im Sommer 2015 für 2,5 Millionen Euro von Bröndby Kopenhagen zur Eintracht kam, nächstes Jahr ablösefrei gehen lassen müssen. Erneut einen Spieler, der sich bei den Hessen zum Leistungsträger entwickelt und seinen Marktwert erheblich gesteigert hat, ohne Gewinn gehen zu lassen, soll unbedingt vermieden werden.

Das will Hradecky: Der finnische Nationaltorwart macht kein Geheimnis daraus, dass er gerne auch auf Vereinsebene international spielen würde. Es war immer mal wieder zu vernehmen, dass er mit einem Wechsel in die englische Premier League liebäugelt. Möglicherweise spekuliert er auch darauf, dass das Torhüter-Roulette im europäischen Fußball sich zu drehen beginnt. Vom Sportlichen Abgesehen, möchte Hradecky mehr Geld. Mit dem bisherigen Angebot der Eintracht ist er nicht einverstanden. Angeblich fordert er ein jährliches Gehalt von 3,2 Millionen Euro, die „Frankfurter Rundschau“ spricht sogar von 4,5 Millionen. Zudem wolle er für „besondere Paraden“ noch einmal gesondert vergütet werden. Besonders pikant an der ganzen Sache ist, dass Hradecky, der selbst Verhandlungen als sehr unangenehm empfindet, in dieser Angelegenheit von seinem eigenen Vater vertreten wird, der über keinerlei Erfahrung als Spielerberater verfügt. Ob seine eigentliche Beraterfirma, bei der er noch unter Vertrag stehen soll, bei den Verhandlungen mit am Tisch saß, ist unklar.

Das ist der Stand der Verhandlungen: In den letzten Tagen geisterten immer neue angebliche Fristen durch den Eintracht-Kosmos, bis zu denen Hradecky sich entweder für oder gegen die Offerte der SGE entscheiden sollte. Er selbst sagte zu Beginn der Gespräche, dass eine Entscheidung nach dem Pokalfinale fallen würde. Von Seiten der Frankfurter wurde die Frist immer wieder verschoben, ein letztes Ultimatum wurde über das vergangene Pfingstwochenende eingeräumt. Der vorläufige Höhepunkt erfolgte am gestrigen Mittwoch. Hradecky kontaktierte diverse Medien und ließ verlautbaren, dass er sich nach den Länderspielen im Urlaub Gedanken über seine Zukunft machen wolle. Darüber hinaus brachte er die Dankbarkeit gegenüber seinem aktuellen Arbeitgeber zum Ausdruck und machte deutlich, dass für ihn auch die Entwicklung der Mannschaft, die vor einem erneuten Umbruch stünde, entscheidend sei: „Ich fühle mich hier wohl. Unser Team steht vor einem großen Umbruch und ich bin sehr gespannt, wie wir uns verstärken“, sagte er dem „kicker“. Kurioserweise ließ der Klub wenige Stunden später vermelden, dass der Berater und Vater des Finnen, die vorzeitige Vertragsverlängerung abgelehnt habe. Dennoch befände man sich nach wie vor in einem „konstruktiven Austausch“ mit dem Schlussmann und dessen Berater: „Wir führen weiterhin Gespräche darüber, wie eine gemeinsame Zukunft aussehen kann“, ließ Bobic verlauten. Eins ist aber klar: Durch den zähen Poker und das ständige Aufschieben von Ultimaten hat sich Hradecky Kredit bei den Fans verspielt. Der Status „Publikumsliebling“ brökelt gewaltig.

War das Pokalfinale in Berlin Hradeckys letztes Spiel für die SGE? Verabschiedet sich der Finne hier von den Fans?

Das passiert, wenn Hradecky seinen Vertrag nicht vorzeitig verlängert:

Sollte die Eintracht ihr Angebot nicht noch einmal nachbessern und der Torwart nicht entgegen aller Erwartungen zu den neuen Konditionen doch noch verlängern, besitzt die SGE nur drei Optionen:

1. Verkaufen: Um mit Hradecky doch noch einen Gewinn einzustreichen und eine Ablöse zu generieren, sind die Frankfurter gezwungen, den Finnen – im Optimalfall noch im Sommer – zu verkaufen. Als potentieller Interessent wird derzeit Bayer Leverkusen gehandelt, wo Bernd Leno mit Abschiedsgedanken spielt. Sollte der deutsche Nationaltorhüter die Segel bei den Rheinländern streichen, wäre Hradecky sicherlich eine interessante Option. Geld wäre in dem Fall allemal vorhanden. Allerdings: International spielt er mit Leverkusen auch nicht. Bei einem Abgang müsste die SGE sich allerdings um zwei neue Torhüter bemühen, da auch die bisherige Nummer Zwei, Heinz Lindner, den Verein verlassen wird. Mit dem genannten 24-jährigen Ortega, der auf Grund des Abstieges von 1860 München ablösefrei wäre, scheint man dort aber bereits in Verhandlungen zu stehen. Der gebürtige Hesse kommt als Stamm-Keeper aber nicht in Frage.

2. Behalten als Nummer Eins: Die Variante, die die Eintracht eigentlich um jeden Preis verhindern möchte, ist die, Hradecky im Sommer 2018 ablösefrei gehen lassen zu müssen. Allerdings hätte man in diesem Fall eine Saison lang eine relativ kostengünstige Nummer Eins, bei der man weiß, was man hat. Der Schlussmann soll dem Vernehmen nach derzeit noch einen Kontrakt besitzen, der mit einer jährlichen Summe von unter einer Millionen Euro taxiert sein soll.

3. Behalten als Tribünengast: Das wäre die Variante, bei der letztendlich beide Seiten verlieren, die Eintracht aber ein Exempel statuieren würde. Der Keeper würde auch in diesem Fall 2018 ablösefrei gehen. Durch das genannte niedrige Grundgehalt Hradeckys, hielte sich der finanzielle Verlust im Rahmen. Der Torhüter selbst hingegen würde ein Jahr lang jegliche Spielpraxis verlieren und sein Marktwert entsprechend sinken. Eine Lösung, die letztendlich für keine Seite erstrebenswert sein dürfte.

Eure Meinung ist gefragt! Hier könnt ihr bis Freitagmittag abstimmen, wie ihr in der Causa Hradecky entscheiden würdet.

Umfrage

Wie soll die Eintracht mit der abgelehnten Verlängerung von Hradecky umgehen?

 

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79 Kommentare

  1. INFO:
    Eintracht Frankfurt hat laut ‚Sky Sport News HD‘-Reporter Torben Hoffmann keinen Kontakt zu Stefan Ortega (24) aufgenommen.

    Ich denke, es wird darauf hinauslaufen das wir einen No1-Kandidaten für’s Tor suchen und dann soll sich Hrady mit ihm um die Stammposition streiten! Sportlicher Wettstreit! Also keine Stammplatzgarantie für Hrady!

  2. @ 51. nicknackman
    Das wäre der logische Schritt, und nach dem er das Bank sitzen dann ein Jahr trainiert hat, wechselt er als 2. TW zu Bayern.

  3. Also der öfters genannte Pollersbeck ist auch nicht gerade ein Schnäppchen wenn man dem Kicker glauben darf:

    Pollersbeck-Poker: FCK will über 3,5 Millionen

    Torwart Julian Pollersbeck war in der Saison 2016/17 einer der wenigen Lichtblicke beim 1. FC Kaiserslautern. In 30 Spielen behielt der 22-Jährige 14-mal ohne Gegentor und kam auf einen kicker-Notenschnitt von 3,0. Längst hat der 1,95 Meter große Alt Öttinger die Bundesliga auf sich aufmerksam gemacht. Der Hamburger SV hat nach kicker-Informationen erstmals sein Interesse hinterlegt. Auch Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg könnten in den Pollersbeck-Poker einsteigen. Die Roten Teufel haben bei der Ablöse für den bis 2020 vertraglich gebundenen Keeper aber konkrete Vorstellungen: Im Raum steht eine Summe von 3,5 Millionen Euro plus erfolgsabhängige Nachschläge.

  4. 3,5 Mio hmmmmmmmmmm. Wenn man ihm einen 5 Jahresvertrag gibt mit AK dann sicher. Wird er aber nicht unterschreiben ^^

  5. @perlentaucher
    Die Preise sind ja der Wahnsinn. Eintracht sollte sich nach einer anderen Nr.1 umschauen.

  6. @ nicknackman vermute hier stark Ironie 😉 : also ein Schnapper ist er für Eintrachtverhältnisse damit defintiv nicht, aber so sind halt nun die Ablösen; hoffentlich gilt das dann umgekehrt auch für Hradecky falls er wechseln sollte.

  7. @zizou
    Danke für diesen Kommentar. Die Unterscheidung von Fakten und Gerüchten ist vielen in der heutigen social media Welt komplett abhanden gekommen. Man glaubt das was man liest bzw. liest nur das was man glauben möchte. Reflektierung Fehlanzeige.
    Aber auch für dich zum Verständnis, die Formel ist ganz einfach: Wer nicht für die Eintracht ist, ist gegen die Eintracht. 🙂

    Was mich mittlerweile aber durchaus belustigt ist die Tatsache, dass viele User hier nicht mal merken wie sie sich selbst widersprechen und ihre Argumentation dem lächerlichen preis geben.
    Auf der einen Seite ist Hradecky mehr als ersetzbar. So richtig gut ist er ja nicht usw. Auf der anderen Seite meinen dieselben User dann aber auch sehr hohe Ablösesummen für ihn bekommen zu können. Irgendwas muss bei dieser Denkweise falsch sein oder?

  8. @elde
    Beziehe mich auf einen anderen Thread aber du liest ja hier bestimmt auch mit.
    Stimme dir zu, dass man ihm bzw. dem Vater das hinhalten zum Vorwurf machen kann und das dies kein guter Stil ist.

  9. @perlentaucher
    Nein. Ich meinte das nicht ironisch.
    Die Ablöse für den Lauterer TW war mir so nicht bekannt, deswegen war ich erstaunt welchen Wert die Lauterer aufrufen. Ich bin komplett der Meinung, die Eintracht soll sich nach einen Anderen umschauen und ich bin mir fast sicher, das Einer kommen wird, den wir alle nicht auf dem Radar haben. Aber er muss eine direkte Konkurrenz zu Hrady darstellen und nicht automatisch ins 2. Glied rücken.

  10. @ nicknackman OK 😉

    Die nächsten Tage/Wochen bleiben wohl weiter in dieser Causa spannend und das lässt einen doch
    dann auch besser durch die Sommerpause kommen.

  11. @15
    By the way; Was ist eigentlich mit den Themen und Fragen die @eintrachtkafka aufgeworfen hat.
    Ich finde die Themen sehr interessant und hätte auch gerne Infos dazu. Vielleicht weiß die @sge4ever-Redaktion etwas dazu?!

    Zitat Anfang von @Eintracht-Kafka:
    „Andere Themen;
    Wie sieht es mit dem neuen Hauptsponsor aus?
    Mit Jovic von Lissabon?
    Vertragsgespräche mit Otsche?
    Wolfburg und Fabian?
    Wildern wir bei 1860? Nicht Aigner oder Ortega
    Gibts schon einen neuen Catera in der Arena?“ Zitat Ende.

  12. Wenn Pollersbeck zu teuer wird, würde ich auch mal wie @4 schon schrieb, ein Blick auf Marvin Schwäbe von Dynamo Dresden werfen.
    Hat ne starke Saison gespielt , ist jung hat alle U Nationalmannschaften durchlaufen, und noch dazu stammt er ja aus der eigenen Jugend

  13. Schwäbe hat doch erst um ein weiteres Jahr seine Leihe bei Dresden verlängert. Ich denke das 1899 Hoffenheim hier nicht mehr umdenkt.

    Wolf bleibt bei der Eintracht.

  14. @SGEStephan
    Danke für Deinen Zuspruch. In etwa wären wir uns dann wohl einig.
    Apropos ‚Verständnis‘, ich halte meines, mit Verlaub, für relativ weitreichend. Wenn auch nicht in jeder Hinsicht; z.B. Deine Formel betreffend: Wenn Du mir bei Gelegenheit mal erklärst, wer oder was genau DIE Eintracht eigentlich ist, für die man nicht sein kann, wenn man gegen sie ist? Und was die Denkweise derer angeht, die nie und nimmer gegen die Eintracht sind und gleichzeitig über Lukas Hradecky herziehen, als wäre er just als Harcorefetischist von FCB-Unterwäsche überführt worden… genau diejenigen nämlich fordern laut hier erfolgender Abstimmung zu 92% Prozent unsere aktuelle Nr. 1 entweder schnellstmöglich zu verkaufen oder unverzüglich auf die Tribüne zu setzen. Angenommen diese Klientel würde von seriösen potentiellen Kaufinteressenten annähernd für voll genommen, wer dürfte der Eintracht eigentlich noch einen einzigen Cent für Hradecky bieten? Also irgendwas muss auch an Deiner Formel falsch sein, oder?

  15. @zizou
    Die Formel bezieht sich auf die Denkweise vieler hier und betrifft so ziemlich jedes Thema. Am deutlichsten wird es aber wenn es um Spieler geht die den Verein verlassen oder nicht verlängern wie aktuell.
    Sobald ein Spieler ein Angebot ausschlägt oder gar einen Wechsel bekannt gibt taugt er nichts mehr und der Shitstorm geht los. Solange er für uns spielt und z.b. verlängert ist er der Held. Dieses Schwarz / Weiß denken meinte ich mit Wer nicht für die Eintacht ist, ist gegen die Eintracht.
    Viele vergessen einfach, dass die Spieler Angestellte und die Eintracht ein Arbeitgeber ist. Klar ist und da gebe ich elde wieder recht , es ein anderes Angestellten / Arbeitgeber-Verhältnis als bei den meisten hier. Trotzdem ist es naiv zu glauben, dass jeder Spieler so zur SGE steht wie wir es wohl alle tun.
    Ich kann von mir behaupten, dass ich sofern ich Profi geworden wäre ( also wenn ich mehr als das eine Prozent Talent gehabt hätte^^) und einmal bei der SGE untergekommen wäre dort niemals weg gewollt hätte. Verdienen kann man hier ja auch ganz gut. Aber warum sollte ich nun meine Denkweise auf andere Spieler, in diesem Fall LH, übertragen? Jemand der aus Finnland kommt und maximal die SGE kannte. Kann man von von ihm wirklich erwarten sich für immer und ewig zu einem aktuell max. mittelklassigen Bundesligisten zu bekennen? Bei dieser Denkweise lasse ich bewusst die Störgeräusche und das hinhalten von LH und seinem Vater mal außer acht. Ich denke eben man kann dies nicht erwarten und darf deswegen vllt. enttäuscht sein aber dass man deswegen alles schlecht redet geht mir dann doch viel zu weit.

  16. Bobic soll endlich sagen wir suchen jetzt einen Torwart der sofort mit Hradecky in Konkurenz steht und auch in den nächsten Jahren unsere Nr. 1 sein soll. Dann weiss Hradecky, dass er ehr die Nummer 2 ist und kann selber beurteilen, ob er nächstes Jahr irgendwo dickes Handgeld einstreichen kann + besseres Gehalt, oder eher doch nicht. Auch Bobic muss halt erkennen, dass man als Verein an der kürzeren Leine steht und die Macht die Spieler mit gültigen Verträgen haben. Kriegen wir halt keine Ablöse für ihn, dann sehen wenigstens alle hier, man kann jeden Stein umdrehen, aber manche Steine kippen wieder zurück. Möchte nicht wissen was hier los wäre, wenn HB jetzt so rumeiern müsste.

  17. Leute, nur weil sich die Vereinsseite nicht an jedes Mikro hängt und skurile Pressemitteilungen verfasst heist das nicht das unsere Jungs nicht am roteiren sind das Problem zu lösen.

    Warum sollen wir uns jetzt öffentlich hinstellen und sagen wir suchen eine neue #1? Dann kosten alle Kandidaten gleich mehr. Jeder wollte ein Stürmer, wir haben Haller ohne eine Silbe in den Medien bekommen. Wir haben uns mit DDC hinten still und heimlich verstärkt. Auch drang bei deutschen Medien nichts zu Gelson durch (ausser das widerkäuen von den Schweizern, die wohl etwas „undichter“ sind). Warum sollte nun was vom Torhüter nach aussen dringen?

    Sommerpause bekommt uns nicht 😉

  18. Die Sache mit Lukas sollte man nun endlich, nach dem so viel geschrieben, geflucht und relativiert wurde, nüchtern betrachten.
    Lukas hat ein Recht auf seine finanzielle Absicherung. Abgehakt.
    Die SGE hat ein Recht auf Zukunftsplanung. Abgehakt.
    Es existiert ein gültiger Vertrag, der freiwillig von beiden Seiten vor 2 Jahren unterschrieben wurde. Abgehakt.
    Ergo: Jede Seite hat das Recht, seine Pfründe in vorteilhafte Position zu bringen. Und so darf Lukas pokern (besten Vertrag generieren) und die SGE darf es auch (besten Goalie generieren).
    Wer Lukas` Verhalten legitim findet, darf sich nicht über die Strategie der Eintracht beschweren.
    Wenn Lukas` Rechnung aufgeht, bekommt er einen besseren Kontrakt bei uns oder woanders. Wenn er sich verdribbelt, riskiert er die Bank oder die Tribüne.
    Wenn die Rechnung der SGE aufgeht, unterschreibt Lukas einen längerfristigen Vertrag oder die SGE erlöst eine erfrischende Ablöse. Wenn sie sich verdribbelt, hat sie den Lukas noch ein Jahr im Team (Platz oder draußen) und erlöst in 2018 nichts.
    Iss so, Platz für Melancholie ist nicht vorhanden. LH ist Vertragsfußballer. Er ist kein Eintrachtler.

  19. Die Variante 1 (Verkaufen) wäre die Beste. Nach dem über ein halbes Jahr gehendem ‚Rumgeeiere‘ von der Firma Hradecky, dem nicht gehaltenen Versprechen sich nach dem Pokal zu entscheiden, kommt die Variante 2 (Weiterhin die Nr. 1) für mich nicht mehr in Frage. Selbstverständlich hat die Firma Hradecky das Recht sich so zu verhalten. Genauso wie ich das Recht habe kundzutun, dass ich jemanden aus der Firma Hradecky nicht mehr in einem Trikot der SGE sehen will. Für mich gehört zum Fussball mehr als Geld oder Leistung. Ich möchte mich mit den Spielern identifizieren können und Stolz auf sie sein. Das gelingt mir bei der Firma Hradecky nicht mehr.

  20. Wenn Lukas verlängert und in den ersten beiden Spielen top hält , ist aller Ärger vergessen 😉

  21. @SGEStephan:

    Klar, les ich hier mit 😉 Danke für die Antwort. Dann sind wir uns in diesem Punkt ja einig.

    @zizou:

    Ich gebe dir zu einem gewissen Anteil deines Posts (49) Recht. Das Bashing aufgrund von Gerüchten ist total daneben. Eigentlich ist das Bashing an sich schon unglaublich. Ich liebe den Verein und erwarte nicht, dass ein Spieler, vor allem aus einer anderen Stadt oder gar einem anderen Land das auch tut. Ich erwarte nur, dass er sich fair verhält. Ich muss aber Bengore auch Recht geben. Die Diskussionen zu den meisten Themen hier beziehen sich auf Gerüchte. Wir sind hier nicht in einem wissenschaftlichen Seminar, in dem Aussagen stets überprüfbar sein müssen und alles, was nicht zweifelsfrei bewiesen wurde, nicht in die Diskussion eingebracht werden darf. Fast alle Zahlen, die man hört, sind nirgendwo bestätigt worden. Wenn man sich nur an Fakten halten darf, dann kann man kaum darüber diskutieren, ob man einen Spieler kaufen sollte, mit einem Spieler verlängern soll usw.
    Du hast dich ja kürzlich in einem Post auch auf das derzeitige angebliche Gehalt von Hradecky von weniger als einer Mio. pro Jahr bezogen. Das ist auch nur eine Schätzung. Nur weil sie dir realistisch erschien, kannst du dann nicht andere User dafür kritisieren, wenn sie die Zahlen aufgreifen, die sie für realistisch erachten. Ich weiß auch nicht, wie hoch genau das Angebot der Eintracht ist und was er davor verdient hat. Die drei Mio. pro Jahr von Trapp wurden damals bestätigt, wenn ich mich recht entsinne. Wenn die Eintracht jetzt erklärt, dass sie sich so weit gestreckt hat, wie möglich, halte ich eine Summe zwischen 2,5 – 3,0 Mio. für wahrscheinlich.

    Ich will jetzt in diesem Thread über das Thema diskutieren. Wenn ich mich dazu äußere, ob ich glaube, dass sich Hradecky (Vater und Sohn) verspekuliert haben mit ihren Forderungen, dann greife ich dazu auf die Zahlen zurück, die in der Presse aufgetaucht sind und die ich als realistische empfinde. Das ist bei den 2,8 Mio. gegeben. Da muss ich auch nicht jedes Mal darauf verweisen, dass ich mich hier auf Zahlen beziehe, die noch nicht bestätigt sind. Alle, die ein bisschen nachdenken, wissen das. Und sie wissen, dass ich es weiß. Und mit denen diskutiere ich ja auch. Ein paar, die einfach nur rumpöbeln wollen gibts immer, aber die sind für mich nicht interessant.

  22. Wollte sich Hradecky nicht nach dem Pokalendspiel äußern? Er hält den Verein doch hin und beugt diesen wo er nur kann. Ist ein Spieler auf dessen Wort man nichts geben kann und der in anderen Sphären schwebt ob als Numner 1 oder 2 tragbar? Glaubt jeder fest an einen motivierten Torwart, so wie diese ganze Farce hier läuft? Das ist alles sehr fraglich…

  23. Die einzige Möglichkeit, um auf die Frage „Was will Hradecky wirklich“, eine verlässliche Antwort zu erhalten, wäre ihm ein Angebot nach seinen Vorstellungen zu unterbreiten.
    Kann man vermutlich nicht machen, sehe ich ja ein, wäre aber bestimmt aufschlussreich.

  24. Mal nicht zu LH. Ich habe zufällig gesehen, dass die Eintracht eine der Förderorganisationen/-firmen für den Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreis ist, wo sich so einige japanische Firmen so tümmeln und der Eintracht CFO hat dort auch schon mal auf deren Veranstaltung über den Einfluss des Fußballs auf die Wirtschaft gesprochen. Anscheinend ist auch über diese Schiene 2015 das Saisoneröffnungsspiel gegen den FC Tokyo zustande gekommen. Mal sehen, ob da was in Sachen Sponsoring zustande kommt. Ich weiß natürlich nicht, ob Hr. Hellmann auch bei den Handels- und Wirtschaftschaftskreisen und Kammern anderer Länder vertreten ist, aber bei den Japanern ist die Eintracht der einzige Fußballverein im Förderkreis…

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  25. Jedes Jahr ein Transfertheater.We love you Frankfurt.

    Geiler Zug dem FSV zu helfen.Frankfurter Jungs Rules !!!

  26. 🙂 Trapp ist für uns inzwischen nicht mehr finanzierbar. Bierhoff und Köppke haben sich inzwischen auch zum ersten Spiel als Keeper der Nationalmannschaft geäußert und es gab durchweg positive Resonanz. Bierhoff und Löw haben sogar explizit die fußballerischen Fähigkeiten von Trapp hervorgehoben und ihn mit Neuer verglichen. Das spricht für sich und zeigt einmal mehr, was für einen klasse Torhüter wir mit Trapp hatten.
    Lukas ist rein vom Charaketer her ein ebenso klasse Typ und wie Trapp auch, ist er eine Identifikationsfigur der Eintracht. Als Torhüter auf dem Spielfeld fehlt es ihm allerdings meiner Meinung nach erheblich an der fußballerischen Note und eben nur die Spinne auf der Linie zu sein, ist in dem heutigen harten Geschäft einfach zu wenig. Umso mehr ärgert es mich, dass er oder eben sein Vater anscheinend hier eine andere Meinung haben und etwas sehen, was viele andere nicht sehen. Hochmut kommt vor dem Fall und das hat Lukas nicht nötig. Ich kann mich hier nur an die Zahlen und Fakten halten, die öffentlich diskutiert werden. Nach diesen Zahlen steht Lukas eine saftige Gehaltserhöhung zu und da sind wir uns wohl alle einig.
    Als Vorstand der Eintracht würde ich jedoch eine klare Linie ziehen und diese auf keinen Fall überschreiten. Denn Fakt ist auch, dass Lukas nur deswegen so oft die null in einem Spiel stehen hatte, weil unsere Abwehrreihe bis zum Verletzungspech mit das Beste war, was die Liga zu bieten hatte, wenn man sich die Anzahl der Gegentore ansah.

    Bereits in der Hinrund bewies Lukas, dass er nicht nur massive fußballerische Defizite hat, sondern auch das eine oder andere Mal unkontrolliert zum Ball ging und dabei unnötigerweise eine Karte oder ein Foul provozierte. Das Gleiche zeigte er dann auch im Pokalfinale, als er den Elfmeter verursachte. Das sind Dinge, die passieren halt nunmal, aber bei Lukas ist es eine Schwäche. Zudem hatte er duch seine fußballerische Limitiertheit das Problem, dass er selten über einen zielsicheren langen Abschlag oder Abwurf einen Tempogegenstoß einleiten konnte. Trapp hatte hier viel Ähnlichkeit mit Neuer. Leider fehlte uns da aber an anderer Stelle das Personal um das umzusetzen.

    Sollte Lukas bleiben, dann sollte man hierbei auch überlegen, ob er dann in der Lage ist unser Spiel schneller zu machen, wenn wir vielleicht die richtigen Leute auf dem Feld haben. Er ist guter Torwart, aber ist es nicht besser einen zu haben, der kicken kann? Ich finde ihn unserem Tabellenplatz entsprechend mittelmäßig und eigentlich brauchen wir einen, der aktiv am Spiel teilnimmt und die Bälle verteilt.

    Ich finde es ok, wenn er sagt, ich möchte international spielen, unabhängig davon, ob das jetzt schon die richtige Bühne für ihn wäre. Als er nach Frankfurt kam, war er ein Niemand!! Und Frankfurt gab ihm die Gelegenheit sich in der BuLi zu beweisen. Jetzt hat er 2 Spielzeiten auf dem Buckel und selbst er muss doch erkennen, dass man in Frankfurt bemüht ist immer weiter ein Stückchen vorwärts zu kommen. Für die Planungssicherheit der Eintracht kann ich das Verhalten von ihm und seinem Vater in keinster Weise mehr nachvollziehen. Wenn er jetzt sagt, nein, ich gehe, dann ist das ok und ich wünsche ihm von Herzen, dass er den Durchbruch irgendwo schafft.
    Wenn er aber ja sagt, dann bekennt er sich zur Eintracht und gibt uns Sicherheit. Es bedeutet ja nicht, dass er nicht trotzdem nach einem weiteren Jahr wechseln kann. Er verdient erheblich mehr und kostet halt dann eine Ablöse, was meiner Meinung nach völlig ok ist, wenn man berücksichtigt, dass die Eintracht ihm diese Möglichkeit erst offeriert hat. Wir sind sein Sprungbrett. Aktuell brökelt sein Ansehen durch diese Hinhaltetaktik. Er wartet einfach drauf zu in der Hoffung, dass irgendein Verein kommt und ihn haben will. Glaubt man der Aussage von Bobic, dann gibt es aktuell keinen Interessenten. Um wieviel müsste er eigentlich besser werden, damit sich genau das nach einer weiteren Spielzeit ändert??? Zwar ist er dann kostengünstig zu haben, aber welcher Verein zahlt ihm dann 2,5 bis 3 Mio. Gehalt, wenn er seine Schwächen nicht abstellt? Es gibt doch genug junge Talente, die jetzt schon besser sind und das wissen doch auch die Scouts.

    Also, wenn er bleibt, dann bitte an den Schwächen arbeiten und dann auf jeden Fall einen 2. jungen Torwart als Backup, der kicken kann. Auch Trapp wurde in Paris trotz seiner Klasse abgesägt und soll jetzt sogar verkauft werden. Das Fußballerleben ist kurzliebig und wenn ein Besserer kommt, dann bist du weg vom Fenster und kannst in einem No Name Verein von vorne anfangen. Ich glaube nicht, dass Lukas sich mit diesem Rumgeeiere einen Gefallen tut und der Schuss könnte gewaltig nach hinten los gehen. Das wäre ausgesprochen schade um ihn.

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