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Beide Torhüter erleben eine wechselhafte Saison. Foto: Imago / kolbert-press

Zetterer oder Santos? Eintracht trifft Entscheidung für Saisonfinale und Zukunft – Bericht

Michael Zetterer, Kaua Santos, Zetterer, Santos und jetzt wieder Zetterer: Ganze viermal wurde bei der Frankfurter Eintracht auf der Torwartposition hin- und hergewechselt. Wir erinnern uns: Clublegende und Europa-Cup-Held Kevin Trapp verließ im vergangenen Sommer schweren Herzens den Verein, weil er zu Santos‘ Gunsten zur Nummer zwei degradiert wurde. Im Zuge dessen verpflichteten die Hessen den 30 Jahre alten Michael Zetterer von Werder Bremen. Da Santos allerdings noch zu Saisonbeginn an einem Kreuzbandriss am rechten Knie laborierte, ersetzte der Neuzugang von der Weser den Brasilianer in den ersten drei Bundesligaspielen. Anschließend kehrte Santos nach erfolgreicher Heilung zwischen den Pfosten zurück. Weil das Talent aber zu oft patzte und ein großer Unsicherheitsfaktor war, entschied sich das damalige Trainerteam um Dino Toppmöller zu einem erneuten Torwartwechsel. Da sich aber auch Zetterer im Laufe der Spielzeit einige vermeidbare Fehler erlaubte, der Hintermannschaft nicht den nötigen Halt geben konnte und Ex-Coach Toppmöller Santos nicht aufgeben wollte, kam es nach der Winterpause zur Rolle rückwärts der Rolle rückwärts. Seitdem hütete der 1,96 m große Keeper wieder das Tor, wobei es ihm nicht gelang, die groben Patzer zu reduzieren und er deshalb in die Kritik geriet.

Toppmöllers Nachfolger, Albert Riera, sorgte zunächst dafür, dass die Torwartproblematik ad acta gelegt wurde, indem er für Santos in die Bresche sprang. Auf einer Pressekonferenz deklarierte der Spanier Santos zur klaren Nummer eins und begründete die Entscheidung mit seinen Eigenschaften, von dem der Fußballlehrer ein großer Fan sei. Zudem machte der 43-Jährige deutlich, dass Fehler, die sein Schützling begehe, auf seine Kappe gingen, da er die Spielweise von ihm verlange. Worte, die zu wirken schienen. Trotz zwei kleinere Patzer gegen Union Berlin und den FC Bayern befand sich Santos auf gutem Wege, unter Riera wieder aufzutrumpfen. Doch auch der 22-Jährige blieb nicht vom großen Verletzungspech der Eintracht in der Saison verschont. Ein Zusammenprall mit Ex-Adler Igor Matanovic gegen den SC Freiburg Anfang März, der einen Innenbandriss am rechten Knie zur Folge hatte, machte Santos einen Strich durch die Rechnung. Unverhofft musste erneut nach Zetterers Diensten zurückgegriffen werden, der sich seitdem wie sein Gegenüber deutlich verbessert zeigt und bei langen Bällen, wo er zuvor noch zu zaghaft agierte, energischer zu Werke geht. Bei der Auswärtsschlappe in Mainz trifft ihm bei beiden Gegentoren keine Schuld und er hielt das, was es zu halten gab.

Zetterer bis Saisonende im Tor – Santos ab Sommer wieder Nummer 1

Die Torhüterposition ist nach kurzer Unterbrechung wieder zum Dauerthema beim Tabellensiebten geworden. Man könnte meinen, Riera wird fast schon ein Luxusproblem haben. Wir von SGE4EVER.de haben deshalb vor einigen Tagen die Gelegenheit genutzt, einen Faktencheck zwischen beiden Torhütern zu vollziehen. Sieben Spiele sind noch zu gehen und da stellt sich die Frage, wie es mit beiden Keepern weitergeht? Ein Bericht der „Bild“ liefert die Antwort. Demnach sieht der Plan vor, dass Zetterer bis Saisonende im Tor bleibt. Santos sei auf einem guten Weg, das Knie befinde sich in einem stabilen Zustand und soll keine bleibenden Schäden davongetragen haben. Mit einer Rückkehr im Saisonendspurt ist trotzdem nicht zu rechnen. Doch Sorgen muss sich der Rechtsfuß um seinen Stammplatz offenbar nicht machen. Wie aus dem Bericht weiter zu entnehmen ist, hat die SGE die Entscheidung getroffen, Santos ab kommenden Sommer wieder ins Tor zu beordern. Zetterer würde damit trotz guter Leistungen erneut in die Röhre schauen und im Sommer die Möglichkeit bekommen, die Flucht zu ergreifen. Im Januar schloss der gebürtige Münchner in einem Interview mit der „DeichStube“ eine Rückkehr nach Bremen nicht aus. Dies dürfte aber erst in ferner Zukunft geschehen, zumal die Eintracht laut der „Bild“ Zetterer gerne halten würde und ihr bis dato nichts von einem Wechselwunsch vonseiten des Ex-Bremers bekannt sei. Riera kann also mit beiden Schlussmännern für die Saison 2026/2027 planen und die Frankfurter sind, was die Position im Tor betrifft, bestens gewappnet. Vielleicht kann dieses Thema nun für einen längeren Zeitraum zu den Akten gelegt werden und der Fokus mehr auf andere Problemzonen gelegt werden. Aus Sicht der Adler wäre das mehr als wünschenswert.

 

8 Kommentare

Fallback Avatar 1. stadtwaldadler528 04. April 26, 10:45 Uhr

Diese Saison sollte man da nichts mehr ändern und es so zu Ende spielen, dann kann Santos sich komplett erholen und dann haben wir nächste Saison hoffentlich nicht wieder so eine Seuche mit Verletzungen und nach einer kompletten Vorbereitung und hoffentlich dauerhafter Gesundheit können wir Santos dann auch endlich mal final bewerten, ob er es packt oder nicht, er ist dann lange genug im Verein und so langsam aus dem Talentealter raus da muss er dann auch konstant liefern, Leistungssport eben.

Wenn Zetterer dann gehen möchte dann ist es eben so, aber Backhaus macht es sehr gut in Bremen, da würde er auf eine ähnliche Situation treffen wie er hier mit Santos vorfindet, Bremen ist klamm und Backhaus muss spielen um ihn irgendwann vielleicht für großes Geld verkaufen zu können, den werden sie in Bremen nicht auf die Bank setzen sofern er nicht schon diesen Sommer wechselt….

Aber erst mal müssen wir abwarten wie wir diese Saison überhaupt abschließen, aktuell besteht durchaus die Gefahr, dass wir am Ende nicht mal die Conference League erreichen werden und wir am Ende 8 oder 9 werden…was dann?

Der Kader ist zu teuer und zu groß, Leihspieler sind auch unterwegs und kommen zurück. Was passiert mit Riera sollten wir wirklich nicht international spielen? Dann wird es wohl einen größeren Umbruch geben müssen als eventuell geplant war, wie sieht die Mannschaft kommende Saison aus?

Es gibt aktuell so viele Unbekannte in der Gleichung, dass die Torwartfrage eher nebensächlich ist.

Ich hoffe einfach das wir die Conference League erreichen und das wird schwer genug, wenn man die letzten Spiele gegen St. Pauli, Heidenheim und Mainz betrachtet waren das nur 4 Punkte und die waren glücklich, gegen Heidenheim hat uns mal wieder ein Grashalm gerettet, wie schon gegen Augsburg und beim HSV und es war dann eben Abseits.

Ich persönlich bin froh wenn die Saison vorbei ist, mir fehlt auch die Fantasie wie wir nach den Leistungen der letzten Spiele gegen Leipzig, Stuttgart und in Dortmund gewinnen sollen, morgen gegen Köln wird auch nicht leicht, in Wolfsburg (Aufbaugegner Eintracht Frankfurt?), in Augsburg, Stichwort Conference League, auch die Augsburger sind nicht so weit von uns weg, Freiburg ist direkt an uns dran, wird spannend….

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Fallback Avatar 2. Werner 04. April 26, 11:01 Uhr

Ich finde man sollte diese Saison mit Zetterer fertig spielen.
Nächste Saison muß das leistungsprinzip ausschlaggebend sein.
Wer der bessere ist sollte spielen und sich nicht vorher auf einen festlegen.

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Fallback Avatar 3. hovawart 04. April 26, 11:21 Uhr

Santos wird immer wieder zu grosses Risiko gehen und auch in Zukunft nicht zum grossen Rückhalt werden. Für den Rest der Saison auf Zetterer setzen und dann die Vorbereitung abwarten und sofern Santos wieder Schwächen zeigt ausleihen in die 2 Liga oder verkaufen und einen Klassemann holen.

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Fallback Avatar 4. g-block1978 04. April 26, 11:33 Uhr

Santos gehört verliehen, er soll sich seine Qualitäten wo anders schärfen, so kostet er zu viele Punkte.
Eine neue Nummer 2 sollte geholt werden, damit Zetterer auch den nötigen Druck bekommt und der Bessere der Beiden steht im Tor.
Mit Santos kann man immer noch für 2028 rechnen, wenn er sich stabilisiert hat, ansonsten muss er verkauft werden.

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Fallback Avatar 5. PeKa 04. April 26, 11:34 Uhr

Beide überzeugen mich nicht. Zetterer ist durchschnittlich und Santos hat sich auch durch ungestümes Verhalten 2 mal schwerer verletzt. Das kann immer wieder passieren.
In jedem Fall den jungen Nachwuchstorwart, Ilicevic oder so, aufbauen und evtl. nach einer neuen Nummer 1 suchen, bis der junge Mann soweit ist.

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Fallback Avatar 6. mainesge 04. April 26, 12:13 Uhr

Einfach nach Leistung aufstellen, alles andere ist unseriös. Ich finde Zetterer macht gerade einen guten Job. Einen aktuell so unsicheren Torwart spielen zu lassen, nur weil er viel Potential hat, zeigt die Schwäche des aktuellen frankfurter Weges gnadenlos auf. Wieder mehr Sport vor Wirtschaft. Ich gebe jungen Leuten mega gerne Vertrauen, aber bei Santos war es vermutlich zu früh ihn in kalte Wasser zu schmeissen.

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Fallback Avatar 7. frankfurter jung 04. April 26, 13:04 Uhr

Überraschend, dass das Torwarthema gerade jetzt wieder aufgeploppt ist.
Zetterer hat unter Riera wieder zu einer konstant soliden Leistung zurück gefunden, hinter einer deutlich verbesserten Defensive.
Danach, bis zur neuen Saison kann noch viel geschehen und ob Zetterer möglicherweise wechseln wird, ist nicht absehbar. Für die absoluten Spitzenclubs gibt es keinen Markt für ihn und sein Einkommen bei Eintracht müsste erstmal getoppt werden.
Ohne Ablöse wird ihn Eintracht wohl auch nicht gehen lassen.

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Fallback Avatar 8. einesgehtnochrein 04. April 26, 13:07 Uhr

Die Bild Redakteure haben in die Glaskugel geschaut und einen Bericht ausgebrütet. Irgendwie müssen ja die Seiten gefühlt oder besser, die Klicks generiert werden.
Grundlage ist gleich null. Wer im Verein würde denn zum jetzigen Zeitpunkt eine Garantie geben, dass Santos nächste Saison wieder im Tor steht? Was würde man den damit positiv bezwecken? Michael Zetterer für die nächsten Spiele motivieren? Kaua Santos die Laune in der Reha zu versüßen? Einen eventuellen Neuzugang zu motivieren bei der SGE zu unterschreiben, mit der Gewissheit, ungeachtet seiner Leistung und der von Santos, auf der Bank Platz nehmen zu müssen? Nein, für diesen Bericht spricht überhaupt nichts. Oder habe ich etwas übersehen?

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