Der gestrige Montagabend schockierte eine ganze Fußballnation. Über 120 Minuten gelang es der deutschen Nationalmannschaft nicht, den Außenseiter aus Paraguay zu bezwingen. Nach einem 1:1 musste die WM-Sechzehntelfinalpartie schlussendlich im Elfmeterschießen entschieden werden. Ausgerechnet Premier-League-Sieger Kai Havertz (FC Arsenal) vergab direkt zum Start den ersten Strafstoß. Auf Schlussmann Manuel Neuer (FC Bayern München) war also zu hoffen, dessen Aufgabe durch Nick Woltemade (Newcastle United) jedoch noch einmal erschwert wurde. Der 24-jährige Stürmer brachte den Ball als vierter Schütze ebenfalls nicht im Tor unter.
Nachdem Paraguay dann in Form von Antonio Sanabria (US Cremonese) verschoss und im Anschluss Neuer tatsächlich den Schussversuch von Fabián Balbuena (Grêmio Porto Alegre) parierte, lebte die deutsche Hoffnung kurz wieder auf. Jonathan Tah (FC Bayern München) entwickelte sich jedoch zur tragischen Figur des Abends und setzte seinen Elfmeter weit über das Tor, was Paraguay durch einen erfolgreichen Strafstoß von José Canale (CA Lanús) den Einzug ins Achtelfinale bescherte. Eintracht-Verteidiger Nathaniel Brown stand derweil über die gesamte Spieldauer auf dem Feld. Der 23-jährige Nationalspieler, der kurz vor einem Wechsel zum FC Bayern München stehen soll, wird in den kommenden Tagen mit dem DFB-Team die Heimreise antreten.
Japan kämpft, aber scheidet aus – Marokko schockt die Niederlande
Zuvor lieferte die japanische Nationalmannschaft um SGE-Profi Ritsu Dōan eine respektable Leistung gegen Brasilien ab. Dōan führte die „Samurai Blue“ dabei als Kapitän aufs Feld und stand bis zur 66. Spielminute auf dem Platz. Mainz-Mittelfeldspieler Kaishū Sano sorgte in der ersten Halbzeit sogar für die zwischenzeitliche 1:0-Führung der Japaner. Am Ende feierte die Mannschaft von Nationaltrainer Carlo Ancelotti jedoch noch einen Sieg in letzter Minute. Der zuvor eingewechselte Gabriel Martinelli (FC Arsenal) vollendete demnach zum 2:1-Siegtreffer für Brasilien.
Noch spannender wurde es in der Nacht von Montag auf Dienstag in der Partie zwischen den Niederlanden und Marokko. Auch dieses Sechzehntelfinale musste im Elfmeterschießen entschieden werden, nachdem keines der beiden Teams über ein 1:1 hinausgekommen war. Erneut setzte sich mit Marokko der vermeintliche Außenseiter nach jeweils fünf spannenden Strafstößen durch. SGE-Flügelspieler Ayoube Amaimouni-Echghouyab kam dabei nicht zum Einsatz. Möglicherweise dürfen sich die Anhänger der Frankfurter Eintracht am kommenden Samstag um 19:00 Uhr deutscher Zeit erneut auf einen Einsatz des jungen Flügelflitzers freuen. Im Achtelfinale trifft Marokko auf Co-Gastgeber Kanada. Sollten die „Löwen vom Atlas“ ihrer Favoritenrolle gerecht werden, könnte Amaimouni-Echghouyab im weiteren Spielverlauf erneut Einsatzminuten sammeln.
Vorschau: Spielt Wahi gegen Norwegen?
Die kommende Partie mit Eintracht-Beteiligung heißt Elfenbeinküste gegen Norwegen. Elye Wahi, der in der vergangenen Rückrunde leihweise für den OGC Nizza auflief, spielte zuletzt nicht mehr als Stammspieler für die Ivorer. So oder so dürften die „Elefanten“ eine schwierige Aufgabe vor der Brust haben: Die Offensive um Erling Haaland (Manchester City) traf in der WM-Gruppenphase bereits achtmal. Anpfiff ist am heutigen Dienstag um 19:00 Uhr.






2 Kommentare
Vorne harmlos, kein Biss, kein Tempo, nur Ballgeschiebe. Hinten anfällig. Irgendwie wie die SGE in der letzten Saison.
Wir brauchen erst einen wie "Scheng" (1), dann brauchen wir "Kloppo" (2).
(1)
"Du hast hier nix mehr zu sagen, du Wichser!"
Jean Löring ("der Scheng"), Präsident von Fortuna Köln, entließ mit diesen Worten am 15.12.99 in der Halbzeitpause gegen Waldhof Mannheim Trainer Toni Schumacher.
Der Deutschland-Scheng 2026 sollte freilich nicht nur Nagelsmann rausschmeißen.
(2)
Mag den zwar nicht, aber: wer sonst?
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