Nachdem Can Uzun mit der Türkei bereits ausgeschieden ist, steht auch das vorzeitige Aus für Ellyes Skhiri und Tunesien fest. Japan und Ritsu Doan steuern dagegen mit einem Kantersieg auf den Einzug in die K.O.-Phase zu. Sicher im Sechzehntelfinale steht die deutsche Nationalmannschaft um Nathaniel Brown, die die Elfenbeinküste um Elye Wahi knapp schlagen konnte.
Brown überzeugt: Deutschland holt zweiten Gruppensieg
Das DFB-Team startete mit einem 7:1-Kantersieg über Curacao souverän ins Turnier. Im Mittelpunkt stand vor allem Nathaniel Brown, der bei seinem WM-Startelf-Debüt mit einem Tor und einer Vorlage überzeugte und deshalb auch im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste starten durfte. Auf der anderen Seite stand ein Einsatz von Elye Wahi auf der Kippe. Der Leihgabe der Frankfurter Eintracht wurde zunächst die Einreise aufgrund des Verdachts der Spielmanipulation verweigert. Schlussendlich durfte der Angreifer doch die Reise nach Kanada antreten. Die notwendigen Genehmigungen seien laut dem ivorischen Fußballverband nachträglich eingereicht worden. Im Gegensatz zu seinem Frankfurter Teamkollegen nahm Wahi Platz auf der Bank, Trainer Emerse Fae entschied sich für Inter Mailand-Profi Ange Bonny. Ohne Wahi hielten die „Elefenaten“ die deutsche Offensive gut in Schach und gingen nach einer halben Stunde nicht unverdient in Führung. Brown wehrte vorher einen Schuss in höchster Not ab, den Rebound von Franck Kessie konnte weder er noch Keeper Manuel Neuer verhindern. Trotz des Rückstandes legte Brown erneut einen starken Auftritt hin. Defensiv ließ der Linksverteidiger der SGE wenig über seine Seite anbrennen und leitete viele Angriffe ein. Je nach Situation zog der 23-Jährige nach innen oder machte Dampf über die Außen. Er und das gesamte Team von Julian Nagelsmann blieben bis zum Ende dran und belohnten sich dank eines späten Doppelpacks vom eingewechselten Deniz Undav. In der 68. Minute hatte Undav den Ausgleich erzielt, ehe der Torjäger des VfB Stuttgart in der vierten Minute der Nachspielzeit für den Lucky Punch sorgte. Der vierfache Weltmeister steht nicht nur sicher im Sechzehntelfinale, sondern ist dank des späteren Remis von Ecuador gegen Cuaraco sicher Gruppensieger. Elfenbeinküste bleibt auf Rang zwei mit drei Punkten. Ein Unentschieden im letzten Spiel gegen Curacao reicht dem Afrika Cup-Sieger von 2024 für den zweiten Tabellenplatz. Für Deutschland geht es gegen Ecuador.
Doan auf Kurs – Japans Kantersieg besiegelt WM-Aus für Skhiri
Im zweiten Duell der beiden Frankfurt-Profis setzte sich Ritsu Doan mit der japanischen Nationalmannschaft gegen Tunesien um Ellyes Skhiri klar durch. Mit einem 4:0 machten die Japaner einen großen Schritt Richtung K.o.-Phase. Doan war zwar an keinem Treffer beteiligt, zeigte aber eine solide Leistung und wurde nach 74 Minuten ausgewechselt. Auf der anderen Seite blieb der Trainereffekt bei den Tunesiern aus. Der tunesische Verband zog nach der blamablen 1:5-Auftaktschlappe gegen Schweden die Reißleine, Trainer Sabri Lamouchi musste gehen. Doch unter dem Nachfolger Herve Renard konnte das frühe Ausscheiden nicht verhindert werden. Skhiri, der erst in der Nachspielzeit ausgewechselt wurde, patzte erneut. Vor dem vierten Gegentreffer vertändelte er den Ball und leitete so den Angriff des Gegeners ein. Für den Frankfurter Mittelfeldspieler endet damit frühzeitig die WM-Reise. Tunesien trifft am letzten Gruppenspieltag auf die Niederlande. Japan kann gegen Schweden mit einem Remis den Sack zumachen.
Theate will ersten Sieg – Belgien trifft auf Iran
Heute Abend trifft Arthur Theate mit Belgien auf den Iran (Anpfiff 21:00 Uhr). Nach dem 1:1 im ersten Spiel gegen Ägypten stehen die Belgier leicht unter Zugzwang, mit einem Sieg würde das Team von Rudi Garcia einen entscheidenden Schritt Richtung K.o-Phase machen. Gegen Ägypten saß Theate über das gesamte Spiel auf der Bank. Gegner Iran startete ebenfalls mit einem Remis in den Wettbewerb.






2 Kommentare
Puuhh...echt bekackt gelaufen für Tunesien und insbesondere für Skhiri, der in beiden Spielen einen folgenschweren Patzer drin hatte. Hatte mir erhofft, dass er als Kapitän der Nationalmannschaft neues Selbstvertrauen tankt, das genaue Gegenteil dürfte der Fall sein.
Mit guten Leistungen bei der WM hätte Skhiri vielleicht Hütter nochmal überzeugen können. So rückt der Abschied wohl näher, eventuell Richtung Köln? Seine gute Zeit beim FC ist dort noch in Erinnerung und es könnte eine Stelle frei werden.
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