Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Mittlerweile einer der dienstältesten Eintrachtler: Ansgar Knauff Foto: IMAGO / DeFodi Images

„Wir haben jetzt die Chance“: Knauff glaubt an den Neustart der Eintracht

Ansgar Knauff zählt trotz seiner erst 24 Jahre bereits zu den dienstältesten Profis bei Eintracht Frankfurt. Mit 174 Pflichtspielen gibt es aktuell nur einen Spieler im Kader, der häufiger für die SGE aktiv war: Timothy Chandler mit 199 Einsätzen. Im Interview mit dem „HR“ sprach der Flügelspieler über seine Ziele, den Neustart unter Adi Hütter, die Lehren aus der vergangenen Saison und seinen Traum von der Nationalmannschaft. Vor allem eines macht Knauff deutlich: Die Eintracht soll wieder für begeisternden Fußball stehen.

„Wir wollen wieder besseren Fußball spielen“

Die vergangene Saison will Ansgar Knauff schnell hinter sich lassen. Der Offensivspieler blickt mit großer Zuversicht auf den Neustart unter Adi Hütter und formuliert ein klares Ziel: „Wir wollen mit dem Team wieder besseren Fußball spielen, die Fans wieder mehr auf unsere Seite ziehen und eine erfolgreiche Saison spielen.“

Hütter soll neuen Schwung bringen – Konkurrenzkampf gehört dazu

Knauff sieht im Trainerwechsel eine große Chance. Der neue Coach und die Neuzugänge sollen der Mannschaft frische Impulse geben: „Wir haben jetzt die Chance, mit einem neuen Trainer und neuen Spielern wieder anzugreifen und da werden wir alles dransetzen.“ Der Europa-League-Sieger von 2022 weiß aber auch, wie schnelllebig das Fußballgeschäft ist. Von der Mannschaft, die vor vier Jahren den internationalen Titel holte, sind nur noch wenige Akteure übrig. „Im Fußball geht es häufig sehr schnell, es gibt viele Veränderungen. Aber das gehört zum Geschäft dazu und man muss es so annehmen, wie es ist.“ Trotz der vielen personellen Veränderungen legt Knauff großen Wert auf ein funktionierendes Mannschaftsgefüge. Freundschaften seien im Fußball trotz der hohen Fluktuation möglich, weil man so viel Zeit miteinander verbringe. Gleichzeitig brauche es aber auch Wettbewerb innerhalb des Teams: „Ein bisschen Reibung und Konkurrenzkampf ist, glaube ich, immer gut und auch gesund für eine Mannschaft. Aber am Ende ist es immer noch eine Mannschaft. Wir haben alle die gleichen Ziele und müssen zusammen funktionieren.“

Mehr Verantwortung als einer der Dienstältesten – Neue Rolle als zweite Spitze?

Obwohl Knauff erst 24 Jahre alt ist, zählt er inzwischen zu den erfahrensten Spielern im Kader. Diese Rolle nimmt er bewusst an: „Ich versuche schon, Verantwortung zu übernehmen, den jüngeren Spielern zu helfen und auch auf dem Platz voranzugehen.“ Zugleich wolle er sich selbst weiterhin entwickeln und konstant gute Leistungen zeigen. Auch sportlich könnte sich für Knauff etwas verändern. Unter Hütter testet die Eintracht immer wieder verschiedene Systeme, in denen der Flügelspieler auch zentraler eingesetzt wird. Er zeigt sich dafür offen und betont, dass er dort spielen werde, wo ihn der Trainer brauche. Entscheidend sei für ihn, der Mannschaft zu helfen und seine Stärken einzubringen.

Knauff lobt 15-jähriges Talent Ilicevic

Angesichts der zahlreichen Nachwuchstalente musste der Flügelspieler über diese Entwicklung selbst schmunzeln. „Mittlerweile bin ich hier in der Mannschaft schon in einem älteren Bereich“, sagte Knauff lachend. Besonders beeindruckt zeigte er sich von Niko Ilicevic, der mit nur 15 Jahren bereits bei den Profis mitmischt: „Niko Ilicevic macht es richtig gut. Für seine 15 Jahre hält er gut mit, auch das Tempo. Da können wir uns noch auf viel freuen.“ Trotz der Begeisterung für die vielen Talente betonte Knauff, wie wichtig eine ausgewogene Altersstruktur im Kader sei: „Und trotzdem ist es wichtig, dass wir neben jungen Spielern auch erfahrene Spieler im Team haben. Einfach einen guten, gesunden Mix finden.“

Nationalmannschaft bleibt ein Ziel – Auch privat ein besonderer Sommer

Neben den Vereinszielen verfolgt Knauff auch persönliche Ambitionen. Der Traum von der deutschen Nationalmannschaft lebt weiterhin: „Natürlich möchte ich irgendwann einmal für die Nationalmannschaft spielen. Doch dafür muss ich erst mal im Verein meine Leistung bringen. Alles andere wird man dann sehen.“ Für den Flügelspieler steht außer Frage, dass der Weg zur DFB-Auswahl nur über starke Leistungen im Eintracht-Trikot führt. Zu Beginn sprach Knauff noch über sein Privatleben. Im Sommer heiratete der Offensivspieler seine langjährige Partnerin. Viel verändert habe sich dadurch zwar nicht, dennoch bezeichnete er die Hochzeit als „einen schönen, wichtigen Schritt im Leben“ und ergänzte: „Ich bin sehr happy darüber.“ Mit neuem Selbstvertrauen und viel Optimismus möchte Knauff nun auch sportlich wieder angreifen und dazu beitragen, dass Eintracht Frankfurt an erfolgreichere Zeiten anknüpfen kann.

3 Kommentare

Fallback Avatar 1. PeKa 01. August 26, 17:31 Uhr

Meine Güte, wer holt die denn mal von ihren rosa Wölkchen runter?
So viel Positives gab es vor einer Saison lange nicht mehr.

1
Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 2. eldelabeha 01. August 26, 17:44 Uhr

Naja, besser positiv in die Saison starten als andersherum.
Aber es ist schon offensichtlich, dass im Moment sehr viel Wert darauf gelegt wird, in Verein, Mannschaft und Umfeld eine Aufbruchstimmung zu erzeugen.
Gewissermaßen auch als Gegenpol zum Ende der letzten Saison als man das Gefühl hatte, dass es an allen und Ecken nicht mehr so stimmte.

0
Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 3. Block42 01. August 26, 18:18 Uhr

Ich finde das auch sehr positiv und wenn du schnell genug neue Interviews selbst auf den Markt bringst, dann hat kein Reporter Zeit und Lust sich selbst was auszudenken. Sehr gute Taktik 😀

0

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.