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Beim letzten Heimspiel gegen den 1. FC Köln erzielte Niels Nkounkou (rechts) den späten Ausgleich Foto: IMAGO / HJS

Vor dem Traditionsduell – So liefen die letzten Heimspiele gegen den 1. FC Köln

Morgen kommt es zum insgesamt 98. Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln. Die Statistik spricht aktuell noch knapp für die Geißböcke. 35-mal ging die SGE gegen den FC als Verlierer vom Platz. Gewinnen konnte die Eintracht nur 32 Partien, unentschieden ging das Traditionsduell 33-mal aus. Was den Adlern für Sonntag trotzdem Hoffnung machen könnte: Die negative Bilanz liegt vor allem an der Frankfurter Auswärtsschwäche in Köln. Von den bisher 48 Heimspielen gegen die Rheinländer gewann die SGE 22 Partien. Jeweils 13 Spiele endeten mit einer Punkteteilung oder einem Sieg des FC.

Um wichtige Punkte im Kampf um die internationalen Plätze zu holen, wäre ein Dreier gegen den Tabellenfünfzehnten Pflicht. In den jüngsten fünf Frankfurter Heimspielen ist die Statistik aber eine Ausgeglichene. Und das obwohl der Eintracht-Kader während der letzten Jahre immer über eine höhere spielerische Qualität verfügte. Ein Rückblick:

Niederlage nach 2:0-Führung

Ausgerechnet nach einem 5:1-Sieg gegen den FC Bayern rutschte die SGE während der Hinrunde 2019/20 in eine Serie mit sieben sieglosen Spielen hintereinander. Darunter auch ein Duell mit dem 1. FC Köln: Zunächst schien aus Frankfurter Sicht viel auf einen Befreiungsschlag hinauszulaufen. Martin Hinteregger (6.) und Goncalo Pacienca (30.) brachten die Eintracht jeweils nach Ecken mit 2:0 in Front. Kurz vor der Pause durften die Kölner dank eines Distanzschusses von Jonas Hector aber wieder Hoffnung schöpfen (44.), bevor Sebastian Bornauw in der 72. Minute den Ausgleich erzielte. Wenig später nutzten diesmal die Gäste eine Ecke für sich, Dominik Drexler verwandelte am zweiten Pfosten zum 2:3. Am Ende eines Konters in der Nachspielzeit machte Ismail Jakobs den Deckel drauf.

Im Februar 2021, während die Stadien aufgrund der Corona-Pandemie leer blieben, revanchierte sich die Eintracht: Nach Ablauf des ersten Durchgang stand es trotz eines klaren Frankfurter Chancenplus noch 0:0. Für die verdiente Führung sorgte Andre Silva dann in der 57. Minute per Lupfer über Timo Horn. Nach einer Ecke von Filip Kostic erzielte Evan N’Dicka per Kopf das 2:0 (79.), das die SGE diesmal nicht noch aus der Hand gab.

Dreimal 1:1

Die letzten drei Heimspiele gegen den 1. FC Köln endeten alle mit dem gleichen Ergebnis: 1:1. Relativ unspektakulär begann die Spielzeit 2021/22, die dafür aber mit dem Gewinn der Europa League enden sollte. Eine Woche bevor die Eintracht im Oktober bei den Bayern ihren ersten Saisonsieg holte, spielte sie sechsmal in Folge unentschieden. Den Abschluss dieser Serie bildete der sechste Spieltag, an dem die Adler als Tabellenvierzehnter die Geißböcke empfingen. Ausgerechnet der heutige Frankfurter Ellyes Skhiri brachte die Gäste nach nicht einmal einer Viertelstunde in Führung (14.). Spät in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs erzielte der spätere Europapokal-Held Rafael Borre auf Vorlage von Kostic den Ausgleich (45.+6). Im zweiten Spielabschnitt kam die Eintracht trotz einer leichten Leistungssteigerung nicht mehr über das Remis heraus.

Im Jahr darauf absolvierte die Eintracht schon im August ihr Heimspiel gegen die Kölner. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte stand es zur Pause noch torlos. Im zweiten Durchgang sorgte ein von Daichi Kamada direkt getretener Freistoß aus 17 Metern Entfernung für die SGE-Führung, von der Mauer abgefälscht schlug die Kugel im langen Eck ein (71.). Insgesamt kam von den Gästen in diesem Spiel offensiv ziemlich wenig. Dennoch reichte dem FC nur neun Minuten nach dem 1:0 ein Volleyschuss von Jan Thielemann für den schnellen Ausgleich, bei dem es bis zum Schluss blieb.

Die letzte Partie der Eintracht gegen den 1. FC Köln in Frankfurt liegt wegen des Abstiegs der Rheinländer in derselben Saison bereits zwei Spielzeiten zurück. Am dritten Spieltag 2023/24 tat sich die SGE  trotz Ballbesitzvorteilen lange schwer in den ersten 45 Minuten. Kurz vor der Halbzeit verursachte dann Philipp Max im eigenen Strafraum gegen Eric Martel einen Elfmeter, den Florian Kainz zur Gästeführung verwandelte. Nach dem Seitenwechsel rannte die Eintracht fast ununterbrochen auf das Kölner Tor an, ohne dass der Ball reinwollte. Erst in der 87. Minute brachte ein Flachschuss des eingewechselten Niels Nkounkou bei seinem Bundesligadebüt die Erlösung.

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