Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Der Sportvorstand und seine Frau beim Formel-1-Rennen in Österreich. Foto: Imago / Jan Huebner

Trotz Treuebekenntnis: Die Spekulationen um Markus Krösche reißen nicht ab

„Ich bin keiner, der wegläuft“ – Mit diesen Worten bekannte sich Markus Krösche auf der Saisonabschlusspressekonferenz zu Eintracht Frankfurt und nahm zunächst Gerüchten um einen Abgang den Wind aus den Segeln. Ein deutlicheres Commitment gegenüber seinem jetzigen Arbeitgeber vonseiten des Sportvorstands hätte es nicht geben können, und dennoch ranken sich Wechselgerüchte in den Folgemonaten. Wie aus heiterem Himmel tauchte die Meldung auf, wonach der AC Mailand seine Fühler nach Krösche ausstreckt. Sogar von einer Einigung zwischen dem Sport-Boss und der Italiener war die Rede. Die Meldungen aus Italien und Deutschland überschlugen und widersprachen sich. Doch wie sich herausstellte, habe Krösche zwar Gespräche mit dem Serie A-Club geführt, aber den Mailändern keine Zusage erteilt. Schlussendlich sagte Krösche Mailand final ab, entschied sich für einen Verbleib in Frankfurt und hielt damit sein Wort.

Rückkehr nach Leipzig?: Krösche als Klopp-Nachfolger gehandelt

Doch damit dürfte der SGE klar sein, dass auch ihr illustrer Vereinsboss früher oder später das Weite suchen wird. Die „Bild“ berichtete, dass es spätestens 2027 der Fall sein könnte. Krösche ist bis zum 30. Juni 2028 an den Bundesligisten gebunden. Die Verantwortlichen streben dem Vernehmen nach eine Verlängerung mit dem 45-Jährigen an. In seinem Arbeitspapier ist eine Ausstiegsklausel verankert, die aber nur jährlich während der Winter-Transferphase gezogen werden kann. Zudem enthüllte die „Bild“, dass dieser Passus nur für bestimmte Vereine gilt: Borussia Dortmund, FC Bayern München und einige Clubs aus der Premier League. Mit beiden Bundesliga-Topclubs wurde Krösche in der Vergangenheit immer wieder in Verbindung gebracht, in Dortmund ist man aber inzwischen mit Nils-Ole Book fündig geworden. Bei den Bayern ist Max Eberl weiterhin nicht ganz unumstritten und die Begehrlichkeiten lassen nicht locker, denn seit Neuestem zeigt auch RB Leipzig Interesse am gebürtigen Hannoveraner. Weil Julian Nagelsmann nach dem WM-Desaster gegen Paraguay von seinem Amt als Bundestrainer zurückgetreten ist und Jürgen Klopp als Nachfolger in den Startlöchern steht, wird der Posten des „Head of Global Soccer“ bei Red Bull frei. Laut der „Bild“ hat der Brausekonzern den Frankfurter Manager für dessen Nachfolge auserkoren. Krösche war bereits von 2019 bis 2021 als Sportdirektor bei den Sachsen tätig gewesen, ehe sich der ehemalige Profi 2021 Eintracht Frankfurt anschloss und zum Sportvorstand aufstieg. Ob es tatsächlich zu einer Rückholaktion kommt, darf angezweifelt werden. Damals arbeitete Krösche zusammen mit RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Das Verhältnis der beiden Funktionäre war nicht immer von Harmonie geprägt. Im Februar 2025 blickte Krösche zwar beim Podcast „Phrasenmäher“ positiv auf die Zeit bei RB zurück: „Ich habe unheimlich viel gelernt.“ Doch er habe sich auch „blutige Nasen abgeholt“. Zu einer erneuten Zusammenarbeit mit Mintzlaff würde es kommen, wenn sich Krösche für eine Rückkehr nach Leipzig entscheidet. Allerdings muss man ergänzend festhalten, dass sich die Personalkonstellation beim Getränkekonzern verändert hat. Mintzlaff ist inzwischen Aufsichratsvorsitzender in Leipzig und Krösche würde wie Klopp vereinsübergreifend für alle RB-Clubs zuständig sein. Mintzlaff und Krösche würden sich also nicht mehr häufig über den Weg laufen, wie es 2019 bis 2021 der Fall war. Zudem ist aus dem Bericht zu entnehmen, dass das Verhältnis zwischen beiden wieder „in Ordnung ist“.

Ob Krösche selbst Interesse an einem erneuten Engagement bei RB hat und was wirklich an dem Gerücht dran ist, wird sich zeigen. Gespräche sollen zwischen beiden Parteien noch nicht stattgefunden haben, obwohl sich Mintzlaff und Krösche am Rande des Formel-1-Rennens in Österreich Ende Juni über den Weg gelaufen sind. Weitere Kandidaten seien Thierry Henry und Roger Schmidt. Krösche zieht seit 2021 die Fäden bei der Eintracht und das sehr sehr erfolgreich. In der ersten Saison unter seiner Regie gewann die SGE die Europa League und erzielte von Jahr zu Jahr hohe Transfergewinne durch den Verkauf von Leistungsträgern. Dass seine erfolgreiche Arbeit nicht nur intern, sondern auch außerhalb der Frankfurter Stadtgrenzen wertgeschätzt wird, ist die logische Konsequenz. Die Eintracht muss sich mit dem Szenario eines Krösche-Abgangs beschäftigen, jede erfolgreiche Ära hat ein Ende, auch die des „Eintracht-Machers“. Auch Krösche will sich sicherlich, nachdem er mit Frankfurt fast alles erreicht hat, einer neuen Herausforderung widmen. Wann das eintrifft und welcher Club den Zuschlag erhält, wird ebenfalls die Zukunft zeigen.

2 Kommentare

Avatar Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 1. Frankyfurter 08. Juli 26, 18:00 Uhr

MK hat sich zur Eintracht bekannt! Wir sollten nicht schon wieder ein Faß aufmachen und uns auf jedes Gerücht stürzen. Schau'n mer mal...

1
Fallback Avatar 2. Reebok 09. Juli 26, 08:46 Uhr

Dass, wie die Sport Bild berichtet, Markus Krösche (45) ein Favorit auf die Nachfolge von Klopp sein soll, entbehrt nach kicker-Informationen jeder Grundlage. Der heutige Sport-Vorstand von Eintracht Frankfurt musste 2021 nach nicht einmal einer Saison zum allgemeinen Unverständnis vorzeitig gehen. Mit Mintzlaff ist er längst wieder im Reinen, ein Wechsel zu Red Bull kommt für ihn aus unterschiedlichen Gründen aber nicht in Betracht.

Quelle: https://www.kicker.de/was-klopps-ausstieg-fuer-rb-leipzig-bedeuten-kann-1234809/artikel

0

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.