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Der 24-jährige Ansgar Knauff gehört zu den "alten Hasen" bei der Frankfurter Eintracht. Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie

Knauff: „Er wird ihnen klarmachen, was es heißt, für Eintracht Frankfurt zu spielen!“

Seit Winter 2022 schnürt Ansgar Knauff jetzt die Fußballschuhe für die Frankfurter Eintracht. Damit ist der pfeilschnelle Außenspieler nach Vereinslegende Timothy Chandler der dienstälteste Spieler im Kader der SGE – und das mit erst 24 Jahren. Schon 174 Pflichtspiele absolvierte Knauff für die Hessen. Kein Wunder also, dass er mittlerweile einen gewissen Stellenwert in der Mannschaft innehat. Bei „Eintracht.TV“ äußerte sich der Spieler jetzt zum neuen Trainer und den Erwartungen für die kommende Saison.

Die ersten Trainingserfahrungen unter Adi Hütter bewertet Knauff sehr positiv: „Es ist eine sehr gute Energie im Team und eine gute Intensität. Auch wenn taktisch am Anfang noch nicht alles funktioniert, ist auf einmal wieder ein ganz anderer Spirit da.“ Intensität und Spirit sind Eigenschaften, die zu Knauffs Spiel gehören wie die sprichwörtliche Butter zum Brot. Kein Wunder also, dass der Europa League-Sieger von 2022 sich auf die neue Saison freut: „Genau das ist etwas, wo ich mich gut einbringen kann und der Mannschaft mit meiner Art und Weise zu spielen viel helfen kann.“ 

Zauberwort: Intensität

Selbstredend geht es bei der Eintracht auch darum, die enttäuschende vergangene Saison nicht zu wiederholen. „Wir waren alle unzufrieden mit der letzten Saison und am Ende auch sicherlich mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben. Das wollten auch die Fans nicht mehr sehen. Man hat auch gemerkt, dass bei Heimspielen nicht mehr die Stimmung da war, wie wir es gewohnt waren.“ Daher ist für Knauff klar, dass die Mannschaft jetzt wieder die Grundtugenden respektieren müsse. Allem voran: Intensität und Feuer. „Wir hatten uns in der Saison viel mehr vorgenommen. Vermutlich kamen dann einfach mehrere Sachen zusammen. Es lag nicht nur an einem einzelnen Faktor. Aber am Ende hat es nicht mehr funktioniert.“ Die jetzige Situation unter dem neuen Trainerteam bezeichnete der langjährige Eintracht-Spieler als „Neuanfang und Chance für jeden Einzelnen.“ So natürlich auch für ihn selbst. „Ich will meine Stärken bestmöglich einbringen. Es ist unser aller Ziel, den Verein auch nach außen hin wieder stärker zu machen. Es soll unangenehm sein, gegen uns zu spielen. Dafür brauchen wir Intensität. Aber eben auch unsere Fans im Stadion. Am Ende wollen wir wieder um Europa mitspielen!“

Persönlich fordere Hütter von Knauff, dass er seine Intensität und sein Tempo auf den Platz bringen müsse. „Ob das jetzt über die Außenbahn oder auch mal als zweite Spitze ist, das sind so die Positionen wo der Trainer mich sieht und ich sehe das auch so.“ In jedem Fall werde er in der Vorbereitung alles dafür geben, sich selbst anzubieten. Zum Trainer selbst hatte Knauff derweil nur positive Worte zu sagen. „Mein Eindruck ist sehr gut. Es hilft natürlich auch, dass er schonmal hier war. Er weiß, worauf es ankommt. Er kennt das Umfeld, die Fans, das Stadion.“ Hütter, so Knauff weiter, könne genau diese Erfahrungen jetzt den Spielern nahebringen, die noch nicht so lange im Verein sind: „Er wird ihnen klarmachen, was es bedeutet, für Eintracht Frankfurt zu spielen.“ 

Unruhe war auch in der Mannschaft spürbar

Das Trainingslager sei eine tolle Gelegenheit, jetzt auch wieder die Verbundenheit zu den Fans zu stärken, nachdem dies auch gerade zum Ende der letzten Saison etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde: „Ich glaube das ist das besondere an diesem Verein, dass die Fans – obwohl sie mit der letzten Saison sehr unzufrieden waren – jetzt mit dem neuen Trainer auch einen Neustart sehen. So gesehen ist alles wieder auf Null. Keiner schreibt uns als Mannschaft ab, sondern sie gehen positiv an die Sache heran. Sie sehen die neue Saison wieder als Chance und wir werden alles daran setzen, diese zu nutzen!“ Die Unruhe, die gerade zum Ende der Saison hin herrschte, machte auch vor der Mannschaft keinen halt, verriet Knauff: „Ja, das hat man auch in der Mannschaft gemerkt. In den letzten Wochen auch im Training. Das waren viele Themen, mit denen man sich drum herum beschäftigt hat. Da ist der eigentliche Fokus verloren gegangen. Daher ist es ein umso schöneres Gefühl, dass jetzt alle wieder voll mit dem Kopf dabei sind. Vielleicht ist es auch ein Stück weit normal, dass nach vielen erfolgreichen Jahren auch mal so eine Saison dabei ist. Wir müssen jetzt unsere Schlüsse daraus ziehen und darauf aufbauen.“

Dass es in der letzten Saison oft auch an Mentalität fehlte und Führungsspieler nicht in der Form vorangingen, wie es hier und da gebraucht worden wäre, ist ein offenes Geheimnis. Durch den Abgang von Rasmus Kristensen hat die SGE zusätzlich einen Leistungsträger und Leader eingebüßt. Knauff traut sich derweil aber durchaus zu, Verantwortung zu übernehmen: „Ich persönlich traue mir das auf jeden Fall zu. Wie am Ende der Mannschaftsrat aussieht, das ist die Entscheidung des Trainers. Ich werde aber ohnehin alles dafür tun, um in der Mannschaft meine Stärken und Erfahrungen einzubringen, die ich schon habe. Ich habe ja durchaus schon die eine oder andere Erfahrung mehr sammeln dürfen als manch junger Spieler. Ich werde versuchen, da voranzugehen.“ 

Nationalspieler Ansgar Knauff? „Das ist ein Ziel von mir!“

Bei der Eintracht fühlt sich Knauff immer noch sehr wohl, das machte er nochmal deutlich: „Ich fühle mich sehr wohl hier. Ich bin jetzt schon ein bisschen länger hier. Ich mache mir über meine Zukunft jetzt aber keinen Stress und keinen Druck. Ich habe noch zwei Jahre Vertrag hier. Alles was dann kommt, das wird man sehen.“ Was man auch unter Umständen künftig sehen könnte, wäre Ansgar Knauff im Dress der deutschen Nationalmannschaft. Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp äußertes sich unlängst dazu, auch Spieler einladen zu wollen, die bislang noch keine Rolle gespielt haben in der Nationalmannschaft. „Das ist auf jeden Fall irgendwo auch ein Ziel von mir. Mit dem Abschneiden der Nationalmannschaft bei der WM war hierzulande keiner zufrieden. Da gibt es jetzt auch einen Neuanfang. Das ist eines meiner Ziele, irgendwann mal für die Nationalmannschaft zu spielen. Dafür gilt es, im Verein die Leistungen zu bringen und darauf fokussiere ich mich. Alles weitere wird man sehen.“

2 Kommentare

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De Ansgar ist ein richtiger Adler geworden, guter Junge!

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Avatar 2. friedhelmthegreatest 26. Juli 26, 00:38 Uhr

Auch, wenn seine Leistungen manchmal schwanken, mich ab un an nahe den den Rand der Verzweiflung bringen, nur um mich dann wieder jubeln zu lassen, bin ich total froh, ihn in der Mannschaft zu haben. Er ist ein toller Junge, der meiner Ansicht nach immer auf dem Boden geblieben ist. Man muss nicht immer Topleistungen abrufen - das geht auch gar nicht, er ist auch nur ein Mensch - aber er ist immer mit Herz auf dem Platz. Undbdas ist das Wichtigste.
Ich finde es auch gut, dass er konkrete Ziele hat und diese auf eine sympathische Art zum Besten gibt. Finde schon fast, dass er in Richtung Kapitän unterwegs ist.
Und wenn noch ein paar Jahre bei uns drauf kommen, wer weiß, wohin das führt. Hat mit 24 Lenzen durchaus Legenden-Potential! 😀

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