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Kevin Trapp spielt seit 2025 beim FC Paris. Foto: IMAGO / Beautiful Sports International

Trapp verfolgt Eintracht weiter: „Das wird auch immer so bleiben“

Mehr als ein Jahr ist es mittlerweile her, dass Kevin Trapp Eintracht Frankfurt verlassen hat. Doch auch nach seinem Wechsel zu Paris FC ist die Verbindung des langjährigen SGE-Kapitäns nach Frankfurt nicht abgerissen. Am Rande des Testspiels seines Klubs beim 1. FSV Mainz 05 sprach der inzwischen 36-Jährige in der „Frankfurter Rundschau“ über seine neue sportliche Heimat, seinen Blick auf die Eintracht und sogar eine mögliche Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft.

Für einen Abstecher nach Frankfurt blieb Trapp bei der Reise ins Rhein-Main-Gebiet keine Zeit. „Ich habe leider nur den Flughafen gesehen“, erklärte der Keeper, der sich zumindest über ein anderes Wiedersehen freuen durfte: „Ich konnte hier in Mainz meinen ehemaligen Torwarttrainer Moppes Petz treffen.“ Sportlich verlief die Rückkehr in die Region für Trapp weniger erfreulich. Paris FC unterlag den Mainzern im Test deutlich mit 0:4. Trapp wollte das Ergebnis allerdings nicht überbewerten. Sein Team befinde sich seit vier Wochen in einer harten Vorbereitung und verfüge über „eine junge und sehr talentierte Mannschaft“. Zudem habe Mainz „sehr intensiv und aggressiv“ gespielt. Der ehemalige Frankfurter verwies auch auf die Entstehung der Gegentreffer: „Zwei nach Ecken, ein Elfmeter und ein Geschenk. Das ist ärgerlich.“ Trotzdem könne Paris aus der deutlichen Niederlage einiges mitnehmen.

Trapp: Eintracht bleibt ein Teil von ihm

Deutlich erfreulicher fällt Trapps Blick auf seinen ehemaligen Klub aus. Gefragt, ob er die Entwicklung der Eintracht weiterhin verfolgt, ließ der frühere SGE-Kapitän keinen Zweifel aufkommen: „Ja, natürlich, und das wird auch immer so bleiben.“ Schließlich habe er eine lange und prägende Zeit am Main verbracht: „Ich war so lange dort und habe immer wieder mal Kontakt zu Spielern.“ Auch mit dem neuen alten Eintracht-Trainer verbindet Trapp eine gemeinsame Vergangenheit. Zwischen 2018 und 2021 arbeiteten Adi Hütter und der Torhüter bereits in Frankfurt zusammen. Die ersten Eindrücke von der neuen SGE stimmen Trapp offenbar positiv: „Ich kenne Adi Hütter noch aus gemeinsamer Frankfurter Zeit. Ich glaube, dass sie auf einem guten Weg sind.“ Mit Wehmut blickt der 36-Jährige dennoch nicht auf seinen Abschied zurück. Auch die anschließend entstandene Unruhe auf der Frankfurter Torhüterposition ändere daran nichts: „Nein. Da schaut man nicht zurück. Da gibt es keine Wehmut.“ Sein Wechsel sei damals eine gemeinsam getroffene Entscheidung gewesen: „Das muss man akzeptieren. Ich bin sehr glücklich mit dem Wechsel.“

Trapp hat mit diesem Kapitel seinen Frieden gemacht und formuliert dazu eine klare Lebensphilosophie: „Man sollte Entscheidungen, die man getroffen hat, niemals bereuen.“ Eine Bewertung des aktuellen Konkurrenzkampfs zwischen Kaua Santos und Michael Zetterer wollte er sich deshalb auch nicht erlauben: „Nein, das will ich mir gar nicht herausnehmen.“

Trapp fühlt sich „unfassbar fit“

Bei Paris FC hat Trapp inzwischen sein sportliches Glück gefunden. Die Eingewöhnung in der französischen Hauptstadt fiel ihm auch deshalb leicht, weil er Paris aus seiner Zeit bei Paris Saint-Germain bestens kennt: „Ich konnte in meine eigene Wohnung einziehen, ich spreche die Sprache und fühle mich unheimlich wohl.“ Dabei war Trapp bei seinem neuen Klub zunächst gar nicht als Stammtorhüter eingeplant. Obed Nkambadio hatte mit der Mannschaft den Aufstieg geschafft und zunächst das Vertrauen erhalten. Trapp nahm den Konkurrenzkampf an. „Mein Ziel war es, der jungen Mannschaft mit meiner Erfahrung etwas zu geben und das Trainingsniveau hochzuhalten.“ Dass er sich anschließend zwischen den Pfosten durchsetzen konnte, freut ihn natürlich: „Es ist natürlich schöner, dann auch bei Spielen auf dem Platz zu stehen.“

Ans Aufhören denkt der mittlerweile 36-Jährige ohnehin noch lange nicht. Im Gegenteil: „Ich fühle mich körperlich und mental unfassbar fit. Fitter als vor ein paar Jahren.“ Eine besondere Erklärung dafür habe er selbst nicht. Dafür aber umso mehr Motivation: „Die Mannschaft und ich haben eine sehr gute Rückrunde gespielt. Ich habe viel Lust auf mehr und noch zwei weitere Jahre Vertrag.“ Auch die Entwicklung von Paris FC reizt den früheren Eintracht-Kapitän: „Wir haben hier einen Verein, der wächst.“ Nach dem elften Tabellenplatz der vergangenen Saison soll nun der nächste Schritt folgen: „Wir wollen besser abschneiden als letzte Saison.“

Nationalmannschaft? „So ein Buch macht man nie zu“

Und möglicherweise führt Trapps Weg sogar noch einmal zurück zur deutschen Nationalmannschaft. Obwohl sein letzter Einsatz im DFB-Kader mittlerweile einige Zeit zurückliegt, hat der ehemalige Frankfurter dieses Kapitel für sich noch nicht beendet: „So ein Buch macht man nie zu.“ Sein Fokus liege zunächst vollständig auf seinen Leistungen im Verein. Dabei blickt Trapp mit großem Selbstvertrauen auf die vergangenen Monate zurück: „Ich will hier im Verein Leistung bringen. So wie es mir in der vergangenen Saison gelungen ist, eine der besten meiner Karriere.“ Genau daran wolle er anknüpfen. Und obwohl er zuletzt im November 2023 zum Kreis der Nationalmannschaft gehörte, betonte Trapp: „Ich schaue noch immer hin.“ Mit Jürgen Klopp steht inzwischen zudem ein Trainer an der Seitenlinie, von dessen Qualitäten Trapp überzeugt ist. „Wir wissen alle, was er für ein Trainertyp ist.“ Besonders die Menschenführung des neuen Bundestrainers hob der Keeper hervor: „Er kann Menschen mitnehmen, er kann Menschen einfangen. Er entfacht viel Energie und war überall erfolgreich.“

Ob Klopp irgendwann noch einmal bei ihm anruft, bleibt offen. Trapp selbst scheint jedenfalls noch lange nicht mit dem Profifußball abgeschlossen zu haben. Und auch wenn sein sportlicher Mittelpunkt inzwischen wieder Paris heißt, bleibt Frankfurt ein wichtiger Teil seiner Karriere – und offenbar auch seines Lebens. Die Eintracht verfolgt er weiterhin. Oder wie Trapp selbst sagt: „Das wird auch immer so bleiben.“

6 Kommentare

Fallback Avatar 1. mainhesse 10. August 26, 12:43 Uhr

Trapp gehen zu lassen, war der krasseste Transferfehler in der Geschichte der Eintracht.
Mit ihm wäre diese Katastrophensaison ganz anders verlaufen.

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Fallback Avatar 2. Barth 10. August 26, 13:13 Uhr

Die Abwehr war halt auch katastrophal. Alles an Kaua und Zetti dingfest zu machen ist mir zu einfach. Vielleicht wäre die Saison anders verlaufen, wir werden es nie herausfinden.

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Fallback Avatar 3. Reebok 10. August 26, 13:29 Uhr

@1+2
Interessant, was bei euch als "Katastrophe" gilt. Das wird mir zu inflationär gebraucht. Die letzte Katastrophen-Saison aus meiner Sicht war 2010/11. Die letzte war schlecht, weil die Ziele verpasst wurden.

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Avatar 4. vor11 10. August 26, 13:49 Uhr

Die Ziele kann man mal verpassen, dass ist überhaupt kein Beinbruch!
Am meisten hat einen die Art und Weise geärgert/erschreckt, mit der gespielt worden ist bzw. nicht gespielt worden ist! Aber das haben wir ja alles schon 100mal durchgekaut in den letzten Monaten. Die letzte Saison hatte viele negative Faktoren, da ist zu viel zusammengekommen.
Schauen wir nach vorne :-)
Forza SGE

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Fallback Avatar 5. deraldesack 10. August 26, 18:02 Uhr

Früher ging es darum die magischen 39 Punkte zu holen.
Jetzt geht es darum den magischen Platz 3/4/5/6/7 zu holen.
Unsere Endplatzierungen seit 2016/17
2016/17 11.Platz 42.Punkte
2017/18 8.Platz 49.Punkte
2018/19 7.Platz 54.Punkte
2019/20 9.Platz 45.Punkte
2020/21 5.Platz 60.Punkte
2021/22 11.Platz 42.Punkte
2022/23 7.Platz 50.Punkte
2023/24 6.Platz 47.Punkte
2024/25 3.Platz 60.Punkte
2025/26 8.Platz 44.Punkte
Wir haben in den letzten 10 Saisons nur 3 mal eine Top 6 Platzierung erreicht.
Durchschnittsplatzierung seit 2016/17
7,5
Durschnittspunktzahl
49,3
Einfach mal sacken lassen.
Realisieren.
Und dann nochmal die Erwartungen für die neue Saison formulieren.
Meine Meinung - Top 6 absoluter Erfolg
Platz 7 und Conferenceleague - wäre geil
Jede Platzierung die nichts mit Abstiegskampf zu tun hat - wäre okay, wenn die Art und Weise wie gespielt wurde Stimmt

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 6. SchobbeindeKopp 11. August 26, 08:27 Uhr Zitat - deraldesack Früher ging es darum die magischen 39 Punkte zu holen. Jetzt geht es darum den magischen Platz 3/4/5/6/7 zu holen. Unsere Endplatzierungen seit 2016/17 2016/17 11.Platz 42.Punkte 2017/18 8.Platz 49.Punkte 2018/19 7.Platz 54.Punkte 2019/20 9.Platz 45.Punkte 2020/21 5.Platz 60.Punkte 2021/22 11.Platz 42.Punkte 2022/23 7.Platz 50.Punkte 2023/24 6.Platz 47.Punkte 2024/25 3.Platz 60.Punkte 2025/26 8.Platz 44.Punkte Wir haben in den letzten 10 Saisons nur 3 mal eine Top 6 Platzierung erreicht. Durchschnittsplatzierung seit 2016/17 7,5 Durschnittspunktzahl 49,3 Einfach mal sacken lassen. Realisieren. Und dann nochmal die Erwartungen für die neue Saison formulieren. Meine Meinung - Top 6 absoluter Erfolg Platz 7 und Conferenceleague - wäre geil Jede Platzierung die nichts mit Abstiegskampf zu tun hat - wäre okay, wenn die Art und Weise wie gespielt wurde Stimmt Path

Ich liebe Fakten :)
Danke für die Aufstellung.

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