Cheftrainer Adi Hütter hatte gute Gründe, trotz des verdienten 2:0-Testerfolgs der Frankfurter Eintracht gegen Hull City am vergangenen Samstag auf die Euphoriebremse zu drücken. Nicht nur im Spiel nach vorne sieht der Österreicher Luft nach oben, besonders mit der Kaderzusammenstellung ist Hütter noch nicht vollends zufrieden. „Der Kader ist noch nicht so, wie ich ihn mir vorstelle“, verriet er nach den 120 Minuten gegenüber SGE4EVER.de und weiteren Medienvertretern. Eine indirekte Forderung also an Sportvorstand Markus Krösche, sowohl auf der Abgangs- als auch auf der Zugangsseite tätig zu werden. Doch es gibt ein Problem…
Lange Streichliste
Das Problem lautet: Der Kader ist mit 31 Spielern zu aufgebläht. Das Credo lautet seit Ende der vergangenen verkorksten Saison: Er soll erheblich reduziert werden. Markus Krösche hat dies auf der Saisonabschlusspressekonferenz und zuletzt in einer Medienrunde im Zuge des Trainingslagers in Grassau deutlich gemacht. Der Trainer pflichtet bei: „Ich mag es nicht, mit 28 oder 30 Feldspielern zu trainieren. Irgendwann müssen wir einen Cut machen. Ich möchte mit den Spielern arbeiten, mit denen wir auch planen“, sagte Hütter im „Kicker“-Interview. Die SGE muss Transfererlöse erwirtschaften und Spieler, vor allem Gutverdiener, von der Payroll bekommen. Genau hier liegt der Hund begraben. Jessic Ngankam hat sich im Zuge der U21 laut „Wiesbadener Kurier“ eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Ein Wechsel im Sommer dürfte damit vom Tisch sein. Ellyes Skhiri wurde freigestellt und reiste nicht mit nach Grassau, um mit anderen Vereinen zu verhandeln. Gehandelt wurde eine Rückkehr zum 1.FC Köln, doch der Spieler entschied sich gegen seinen Ex-Club. Nun wird dem FC Sevilla Interesse am Tunesier nachgesagt.
Bei Noel Futkeu zog man die Rückkaufklausel nach der starken Saison bei Greuther Fürth mit der Idee, den Rückkehrer für zehn Millionen Euro weiterzuverkaufen. Doch bisher ist kein Interessent vorstellig geworden. Michy Batshuayi soll Medienberichten zufolge das Interesse aus Saudi-Arabien geweckt haben, doch auch hier hat sich bisher nichts konkretisiert. Bei Elye Wahi verzweifelt die Führungsetage inzwischen. Zuletzt berichtete die „Bild“, dass zwar Wahis Berater mit zwei oder drei Clubs in Kontakt steht, aber keiner der Interessenten auf die Eintracht zugekommen ist. Aus diesem Grund seien die Verantwortlichen von der Hängepartie genervt. Weiterhin erhoffen sich die Hessen, den Ivorer für ca. 20 Millionen Euro verkauft zu bekommen. Niels Nkounkou befand sich mit Konyaspor in Gesprächen, allerdings zerschlug sich ein Wechsel in die Türkei. Zudem stehen hinter den Personalien Arthur Theate, Farès Chaibi und Jean-Mattéo Bahoya ein großes Fragezeichen.
Die Eintracht hat sich selbst in eine schlechte Verkäuferposition manövriert. Bisher wurde keiner der ebengenannten Spieler, die aussortiert wurden bzw. keine Zukunft mehr im Verein haben, abgegeben. Verkäufe und Gehaltseinsparungen sind Voraussetzung dafür, einen finanziellen Handlungsspielraum für weitere Zugänge zu haben. Doch weil es sich bisher nichts getan hat, sind den Verantwortlichen und dem Cheftrainer die Hände gebunden. Hütters Frust über den aufgeblähten Kader ist ein klarer Fingerzeig, denn auf einigen Positionen würde den Hessen die eine oder andere Verstärkung definitiv gut tun.
Abwehr
Werfen wir einen Blick auf die Defensive. Aktuell stehen Keita Kosugi, Arthur Theate, Robin Koch, Nnamdi Collins, Neuzugang Otávio und Elias Baum zur Verfügung. Hütter hat in den Vorbereitungen die Viererkette durchgesetzt. Kapitän Koch ist in der Zentrale gesetzt. Aber wer verteidigt neben dem Routinier? Nnamdi Collins ist eine Option, hat aber ein schwieriges Jahr hinter sich. Der 22-Jährige kommt aus einer langen Verletzung und konnte zuvor seit seinem unglücklichen Debüt für die deutsche Nationalmannschaft nicht an seine starke Form anknüpfen. Collins wird also Zeit brauchen, wieder in den Rhythmus zu kommen. Gleiches gilt auch für Otávio. Der Neuzugang wird ebenfalls Zeit benötigen, sich an das hohe Niveau der Bundesliga zu gewöhnen, zumal laut Hütter der 20-Jährige noch nicht physisch in der Verfassung sei, wie es sich sein Trainer vorstelle.
Nun stellt sich die Frage, wie es mit Theate weitergeht? Hütter ließ zwar die Zukunft des Belgiers offen, aber nach einem Verbleib hörten sich die Aussagen nicht wirklich an. Bleibt der erfahrene Abwehrmann doch, dürfte er für die Innenverteidigung neben Koch infrage kommen. Für die linke Abwehrseite fehlt Theate hingegen die Technik und das Tempo. Mit seiner robusten Spielweise und seinen „Zerstörer“-Qualitäten ist Theate für die Mitte prädestiniert. Entscheidet sich die Eintracht aber für einen Verkauf des Routiniers, wäre sie gut beraten, Ersatz an Land zu ziehen. Die Alternative wäre sonst, auf die eigene Jugend zu setzen. Julian Etse und Jeremiah Maluze kamen im Test gegen Hull City zum Einsatz und scharren mit den Hufen, wobei Hütter verlautbaren ließ, dass der Schritt zu den Profis zu früh käme: „Es ist gut, dass die jungen Spieler in so einem Testspiel sehen, was noch fehlt, wie weit weg sie noch sind.“ Möglichkeiten sind dennoch da.
Auf den Außen ist die Lage schon deutlicher. Der junge und unerfahrene Linksverteidiger Keita Kosugi konnte sich bisher nicht ins Rampenlicht spielen und braucht deshalb ebenfalls Zeit. Auch wenn sich Hütter mit seiner Leistung am vergangenen Samstag zufrieden gab, wäre es nicht ohne Risiko, mit Kosugi in die neue Saison zu gehen. Eine Alternative zum Japaner? Nicht existent. Das gleiche Bild zeigt sich auf der gegenüberliegenden Seite. Hütter macht keinen Hehl daraus, dass er von Elias Baum angetan ist. Sein Schützling zahlt das Vertrauen zurück und gilt als großer Gewinner unter dem neuen Coach. Es würde somit nicht überraschen, wenn der gebürtige Frankfurter auf der Rechtsverteidigerposition die klare Nummer 1 ist. Doch auch Baum kann nicht alleine Verantwortung übernehmen und wird sicherlich phasenweise, was man einem jungen Spieler zugestehen muss und Teil des Entwicklungsprozesses ist, in ein Formtief hineingeraten. Alternativ kann zwar Collins ausweichen, jedoch präferiert der gelernte Innenverteidiger seine Hauptposition, wo er auch eher gebraucht wird. Die Eintracht ist also im Prinzip auf beiden Außenverteidigerpositionen nur einfach besetzt. Das sollte sich schleunigst ändern, um den beiden Youngsters Kosugi und Baum unter die Arme zu greifen und damit Hütter mehr Handlungsspielraum bekommt.
Sturm
Über das Mittelfeld und die Flügel muss man sich soweit keine Sorge machen. Dort ist man bestens versorgt, vor allem die Sechser-Problematik ist mit Noel Aséko und Raphael Onyedika endlich gelöst. Deshalb überspringen wir den Bereich und gehen in die Offensivabteilung. Hütter setzt in seinem 4-2-2-2-System auf eine Doppelspitze. Als Mittelstürmer stehen Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib zur Verfügung. Beide liefen gegen Hull City auf, nur einer machte seinen Job ordentlich. Burkardt erzielte nach toller Ballmitnahme das 1:0. Hütter schwärmte zu Recht: „Jonny ist gesetzt, das muss man klar sagen. Er ist der Stürmer, der für die Tore sorgen soll.“
Ebnoutalib dagegen hing die meiste Zeit in der Luft und war, bis auf einen Schuss aus der Distanz, kaum am Spielgeschehen beteiligt. Abgesehen davon, dass eine Mannschaft sowieso grundsätzlich mindestens drei Mittelstürmer benötigt, vor allem, wenn der Trainer zwei davon stürmen lässt, braucht die SGE einen Stürmertypen wie Arnaud Kalimuendo. Sprich schnell und quirlig. Weil sich Burkardt und Ebnoutalib ähneln, war das Spiel nach vorne oft zu statisch, es fehlte eine gewisse Dynamik. Kalimuendo ist immer noch ein Thema, der Spieler selbst liebäugelt weiterhin mit einem Verbleib in Frankfurt, doch ein Transfer ist nur realisierbar, wenn die Bosse Einnahmen durch Verkäufe erzielen.
Auf die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt wartet vor dem Saisonstart am 21. August im DFB-Pokal gegen St. Tönis also noch jede Menge Arbeit.






20 Kommentare
Wahnsinn, die 2.Bl hat schon begonnen und für Futkeu kommt keine Anfrage.
Skhiri und Batschi sind vielleicht aktuell noch die optimistischsten Personalien. Für Wahi das 20Mio-Preisschild, sehr ambitioniert, aber auch realistisch?
Wenn die genannten von der Lohnliste kämen und noch eine zumindest akzeptable Summe in die Kasse gespült werden würde, könnte man mit dem Verbleib von Theate, Chaibi und Bahoya wohl leben.
Ich weiß nicht ob es im Nachhinein ein Fehler war, Futkeu nicht mitgenommen zu haben. Auch wenn man ihn als Verkaufskandidat sah bzw. sieht. Aber was hätte es denn gekostet ihn mit ins T.-Lager zu nehmen…..einen Platz mehr im Training besetzen, das hat man mit Ebimbe und NK auch getan. Zumal Futkeu bester Torschütze in Liga 2 war. Und einen öffentlichen Käufer hat man ja nicht. Diese Personalie verstehe ich am wenigsten
Tja, das ist in der Tat eine sehr verfahrene und unglückliche Situation für den Verein, aber Verträge sind Verträge und gelten für beide Seiten, vom Hof jagen geht also nicht…
Da bleibt nur zu hoffen, dass dem ein oder anderen Spieler noch was an seiner Karriere liegt und er noch mal kicken will und nicht nur Geld fürs Nichtstun kassieren möchte, bei Batshuayi, Shkiri und Nkounko könnte man ggf. auch darüber nachdenken die Verträge gegen Abfindung aufzulösen, klar macht man dann Verlust wegen fehlender Ablösesumme, aber du hast sie zumindest von der Gehaltsliste…
Bei den anderen ist die Verhandlungsposition denkbar schlecht, potentielle Interessenten werden auf Zeit spielen und sich wenn überhaupt in der letzten Woche des Transferfensters melden und nur mit Witzangeboten um die Ecke kommen, welche man dann notgedrungen fast schon annehmen muss, um die Spieler irgendwie loszuwerden, dadurch fehlt uns dann die Zeit um (qualitativen Ersatz) zu bekommen und es könnte wieder eine „spannende“ Hinrunde werden, weil wir uns bis zum Wintertransferfenster irgendwie durchmogeln müssen…
Momentan ist es auf jeder Seite schwierig. Potentielle Abnehmer warten, dass die Preise fallen, potentielle Verkäufer hoffen, dass sie steigen.
Je näher der Transferschluss kommt, desto mehr Panikkäufe wird es geben, da heißt es cool bleiben.
Von Adi erwarte ich, dass er nicht viel rumnölt, sondern aus den vorhandenen Spielern das Optimum rausholt. Allerdings können solche Äußerungen auch dazu dienen, die Erwartungshaltung etwas zu dämpfen, die in Frankfurt ja gerne mal raketenartig nach oben steigt.
Auf RA sehen ich die Situation nicht so kritisch. Baum als Stammkraft, der war bislang überzeugend (ich habe alle Spiele gesehen). Collins RA als Backup. In Zentrum haben wir ja Koch und Otavio, Theate, falls dieser bleibt. Dann wäre auch der LA entspannter, weil Theate auch das spielen kann. Dass hier geschrieben wird, dass Kosugi noch nicht überzeugen konnte, stimmt nicht. Er war bislang immer stark und giftig mit guten Akzenten nach vorne. Einzig im letzten Spiel fiel er etwas ab. Aber Kosugi/Theate links hinten passt aus meiner Sicht.
Zudem wurde deutlich, dass wir eh nicht handeln können, wenn die benannten Spieler nicht abgegeben werden.
Zur Stürmerthematik: Ebnoutalib nur sporadisch von der Bank heranzuführen erachte ich als Fehler. Der braucht Rhythmus, dann liefert er. Bei Baum wurde so verfahren, obwohl er eine ultrastarke Elverbergsaison spielte. Er beatätigt jetzt die Leistungen bei uns. Zudem spielen wir nicht immer mit zwei Spitzen und zur Not kann Uzun in die Spitze rücken, dahinter haben wir Pimpong, Knauff, Bahoya, die das auch spielen können, da bleibe ich dabei. Das Mittelfeld ist auf allen Positionen ohnehin gut besetzt, also hören wir auf ständig so zu tun, als treten wir mit einer drittklassigen Mannschaft an. Da wiegt deutlich schwerer, dass man Koch wieder zum Kapitän gemacht hat. Das wird uns eher lähmen, als die "achso schlecht besetzte" Mannschaft.
Ich habe letzte Saison gehofft, dass die Arrhovs, Amaimounis, Etses, Kosugis, Baums etc. das Vertrauen bekommen. Endlich sieht es so aus, als wäre das der Fall und man lässt die Jungs nicht am langen Arm verhungern.
Und wir haben im Brennpunkt DM ZM mit Onyedika und Aseko zwei bärenstarke Jungs geholt, die da mit Hojlund aufräumen, sodass Larsson wieder offensiv seine Stärken zeigen kann.
Zur Not gehen wir halt mit den Abgangskandidaten als Back up's ins Rennen. Ist nicht prickelnd, aber vielleicht kann sich z B Futkeu nochmal ins Rampenlicht spielen. Bei den Anderen, insbesondere Wahi glaube ich nicht, dass der in Frankfurt funktioniert. Und bei Nkounkou ist mir auch nicht wohl, aber was willst Du machen?
Schon komisch, eigentlich handelt der Artikel vom aufgeblähten Kader, der dringend verkleinert werden muss. Dann werden aber zig Baustellen aufgezählt, wo sofortiger Handlungsbedarf besteht. Bitte doch einmal beleuchten, auf welchen Positionen wir zig Spieler zu viel haben. Hier war doch die Kaderplanung der letzten zwei/drei Jahre unzureichend. Wir haben so viele Offensive und trotzdem einen dritten Mittelstürmer? Halte ich für Quatsch. Die Bayern haben nur einen. Wir brauchen flexibel einsetzbare Spieler, die halt mal für eins/zwei Spiele eine andere Position besetzen. Und Collins braucht Zeit wegen seiner Verletzung? Wie lange liegt die zurück?
Es ist doch wie immer.Viel Masse bedingt Klasse und genau die Masse bekommt man erstmal nicht weg.Warum ? Gut dotierte Verträge die es woanders nicht gibt .Beispiel Skhiri Köln. Die verliehenen haben sich bis auf Futkeu und bedingt Wahi nicht angeboten.Futkeu wäre wohl eher jemand für als Beispiel Bremen , HSV , Schalke usw..Die haben aber alle keine ca.10 Mio..Wahi scheint in Frankreich wohl auch kein Markt zu haben und das Ausland ist gewarnt.
Bahoya , Chaibi die hier erwähnt wurde.Bahoya Saison zum vergessen und max.20 Mio.wert.Chaibi passt nicht in jedes System.Zu langsam und oft Licht dann aber jede Menge Schatten.Markt ??? anscheinend nicht.So kann man ewig weiter machen.Von daher Krösche ist nicht nur gefordert er muss liefern.Umbruch ? Weit entfernt und bei den Neuzugängen handelt es sich bis auf der von Brügge um Talente.Es ist ja noch Zeit bin aber voll bei Hütter.So wirds gefährlich.
Es wird spannend sein, welchen Weg die Verantwortlichen gehen, wenn nicht sehr schnell Geld frei wird.
Trotzdem die Wunschspieler holen und dann schlechte Deals auf der Abgangsseite riskieren? Ich denke durchaus, dass man Spieler wie Theate, Wahi und Futkeu irgendwo unterbekommt. Sie haben ja ihre Klasse durchaus schon Mal auf hohem Niveau bewiesen. Mal als Beispiel:
Wenn man Wahi für 10-15 Mio. anbietet, Futkeu für 5 und Theate für 10, dann wird es da Vereine geben, die Interesse haben. Auch Leihen wären denkbar.
Herthas Sturm hat in der vergangenen Saison gemeinsam 11 Tore erzielt, Elversberg hat nur einen Stürmer der Erstliga-Format mitbringt.
Wenn man ehrlich ist, stehen wir aber auch nicht so furchtbar da, wenn nichts mehr passiert. Klar, es ist alles andere als optimal, aber 23/24 hatten wir auf RA Kristensen und Chandler und auf LV Nkounkou (als Stammkraft) und Brown (als unbeschriebenes Blatt aus Liga 2).
Da stehen wir jetzt nicht schlechter da.
Marmoush hatte in seiner ersten Saison mit 12 Toren eine gute, aber keine überragende Saison und Ekitike hat bestenfalls sein Potenzial angedeutet.
Als wir die EL gewonnen haben, bestand unser Sturm aus Borré, Paciencia und Lammers.
Also viel, was noch nicht umgesetzt wurde, ist vor allem ein "wollen wir gerne" und kein "müssen wir, um konkurrenzfähig zu sein".
Denn einen Kader ohne Baustellen hatten wir schon lange nicht mehr.
Da bin ich andere Ansicht. Wie brauchen mindestens einen linken und einen rechten Verteidiger. Nicht vergessen, die Spiele waren in der Vorbereitung und gegen, Gießen, Trabzonspor, Waldhof und Premier League Aufsteiger Hull City. Ich denke nicht, dass diese Spiele viel Aussagekraft haben. Und wenn ich Hütter richtig verstehe, hat ja auch er seine Bedenken. Zudem ist es fraglich, ob ein Abwandeungswilliger Theate sich auf die Rechte Verteidigerposition versetzen lassen möchte. Also meines Erachtens ist dringender Handlungsbedarf. Ich glaube auch nicht, dass es sinnvoll ist, solange zu warten, bis der letzte Spieler von uns nicht mehr benötigte Spieler verkauft wurde.
Mir stellt sich schon die Frage, ob ein Systemwechsel überhaupt innerhalb eines Transferfensters möglich ist.
Ich hoffe, dass das alles weniger starr ist als ich befürchte. Aber ein 4231 wäre für mich so viel sinnvoller.
Noch drei Wochen Transferzeit.
Geht Eintracht ins Risiko und pokert auf hohem Niveau bis kurz vor Schluss, oder geht Eintracht ins Obligo und holt Verstärkungen, ohne diese schon überwiegend durch Abgänge finanzieren zu können?
Ich denke, es wird bald etwas passieren, vielleicht beginnt es mit Skhiri zu Sevilla.
"Doch bisher ist kein Interessent vorstellig geworden"
Zu dieser Aussage zu Futkeu hätte ich gerne Mal ne Quelle. Oder anders ausgedrückt: diese Aussage halte ich für hanebüchenen Unsinn!
Wie kommt man zu so einer Nachricht?
Ich denke nicht, dass die Eintracht finanziell so schlecht dasteht, wie sie sich teilweise selbst darstellt und wie sie in der Presse hingestellt wird: bei dem Verlust von knapp 10 Millionen € zum 30. Juni 2025 waren schon alle Prämien an die Spieler für das Erreichen der Champions League inkludiert, aber noch nicht die Einnahmen aus der Champions League und auch der Transfer von Ekitike war nicht berücksichtigt worden. Man denke auch an die Kapitalerhöhung, man denke an den langfristigen Vertrag mit der Deutschen Bank… Alles Zeichen dafür, dass die Eintracht auf sehr gesunden Füßen steht. Und spätestens, wenn Markus Krösche einen 19-jährigenSpieler aus Karlsruhe für knapp 10 Millionen abwerben will für eine Position, auf der wir ein absolutes Überangebot haben, dann zeigt das, dass wir nicht „auf dem letzten Loch pfeifen“, sondern durchaus Spielraum haben.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat vor circa drei Wochen die Situation der Eintracht sehr ausführlich beleuchtet und ist zu einem ähnlichen Schluss gekommen.
Zutreffend ist allerdings auch, dass wir einen aufgeblähten Spielerkader haben und dass es schwierig wird , wenn wir jetzt noch weitere Spieler hinzu kaufen, so dass wir uns mit Nachwuchsspielern der Zahl von 35 Spielern nähern.
Der Kicker schrieb vor circa einer Woche, Gladbach habe ein Angebot für Futkeu über 7 Millionen abgegeben, die Eintracht habe dies aber abgelehnt.
Ich denke, wir haben auf beiden Seiten eine ähnliche Situation: Vereine lauern bestimmt darauf, dass bei uns die Preise purzeln, das tun wir aber auch. Kalimuendo Beispielsweise wird jede Woche ein wenig günstiger. Vielleicht sind wir mit einem Spieler auch schon ziemlich weit und der sagt, dass er nur zu uns will. Da wirkt Zeit manchmal Wunder… Gilt wie gesagt für beide Seiten.
Ja, eben. Und save haben auch regelmäßig die Berater Kontakt zu Interessenten. Ist doch nun wirklich klar, dass ein junger Mann mit so einer Torquote seinen Markt hat. Die Frage ist nur: wieviel?
Ich stimme mit dir überein. MK und AH hatten den Wunsch, die Absicht eine Kaderverstärkung parallel zu einer erheblichen Kaderreduzierung vorzunehmen, aus Gründen der Qualität, Trainingsintensität und der finanziellen Entlastung. Wenn jetzt zwar nicht die "Top-Verkäufe" wie z.B. Wahi getätigt werden können, wird wahrscheinlich eine Kalimuendo-Verpflichtung aktuell in Ferne sein (auch nicht ganz zwingend erforderlich), aber andere Wünsche Hütter's könnten durchaus noch vor Bundesligabeginn erfüllt werden. Ist jedoch nur meine persönliche Einschätzung, ohne Evidenz.
Kadergrössen unserer Konkurenten um die TOP 6 Platzierung derzeit
VfB Stuttgart 37 Spieler
BVB Dortmund 27 Spieler
Bayer Leverkusen 32 Spieler
Hoppenheim 31 Spieler
Dosenball 34 Spieler
Bayern München 29
SC Freiburg 30 Spieler
Unsere SGE 32 Spieler
Quelle Transermarkt.de
Wie Ihr sehen könnt plagen sich ausser Dortmund alle mit einem zu grossen Kader rum. Der Unterschied ist halt, das die alle International unterwegs sind. Und im Schnitt 10 Spiele mehr spielen werden. Trotzdem wollen alle, auch der BVB ( weil die auch neue holen wollen) ,Spieler abgeben.
Im Normalfall reicht für Europa ein 26-27 Mann Kader. Als Beispiel- die Bayern haben letzte Saison 25 Spieler ( inklusive Torhüter) eingesetzt.
Also ja 32 ist noch viel, aber Siljevic ist zur Zeit noch fälschlicherweise in der ersten Mannschaft gelistet, das updated Transfermarkt nicht täglich während der Transferphase und die Seite ist auch vor n paar Tagen gecrashed. Ngankam ist langzeitverletzt, der zählt nicht, der kann wahrscheinlich erst im Winter mit Kaufoption verliehen werden, bleiben 30.
Davon sind Grahl und Chandler nur 'Mentaltrainer" mit geringen Bezügen, bei denen ist keine Spielzeit eingeplant, macht 28. Wenn man noch Skhiri und Batshuayi verkauft kriegt, ist man bei 26, das ist vetretbar. Zu dem Zeitpunkt der Saison ist es normal, dass die Leihspieler zurück sind und Jugendspieler nachrücken, da ist ein vergrößerter Kader nicht ungewöhnlich. Wenn man zusätzlich noch 3-4 verkauft oder verliehen kriegt, kann man auch wieder 1-2 nachkaufen, ohne dass der Kader deutlich zu groß ist.
Und vielleicht entwickelt Futkeu sich, auch wenn man es nicht glauben mag, aber doch öfters vorkommt, zum Überraschungsspieler! Die 20 Mio für Wahi sind mir auch zu hochgegriffen, wenn man 15mio bekommt, sollte unsere Eintracht auch zufrieden damit sein.
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