Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Die Eintracht-Frauen schieden nach dem Auswärtssieg in Göteborg gegen Häcken aus dem Europa Cup aus. Foto: IMAGO / TT

Titelchance weg: SGE-Frauen gewinnen, doch scheiden im Europa Cup aus

Für die Eintracht galt es am Donnerstagabend, das beinahe Unmögliche möglich zu machen: den Einzug ins Finale des Europa Cups in Göteborg klarmachen. Beinahe unmöglich, weil das Hinspiel gegen BK Häcken in Frankfurt vor einer Woche schmerzhaft mit 0:3 verloren ging. Doch das Unmögliche, das Wunder, es blieb aus. Die Eintracht-Frauen gewannen in Schweden zwar mit 1:0, doch den Rückstand aus dem Hinspiel konnten sie somit nicht mehr aufholen. Die Hessinnen waren über weite Strecken drückend überlegen. Die Heim-Mannschaft hatte nur zwei wirkliche Torchancen, doch zu oft war man im letzten Drittel zu ungenau, spielte sich so zu wenige klare Torszenen raus.

Gegen den amtierenden schwedischen Meister BK Häcken veränderte Cheftrainer Niko Arnautis sein Team im Vergleich zum Bundesliga-Spiel gegen Köln auf fünf Positionen: Für Dilara Acikgöz und Jella Veit begannen in der Verteidigung Nina Lührßen und Marthine Østenstad. Im Mittelfeld starteten Ereleta Memeti und Elisa Senß anstelle von Lisanne Gräwe und Noemi Ivelj. Für Tore sollte im Sturm unter anderem Rebecka Blomqvist sorgen. Für die Schwedin nahm Remina Chiba vorerst auf der Bank Platz.

Erst am vergangenen Sonntag startete Häcken in die schwedische Meisterschaftssaison. Gegen Brommapojkarna IF gewann das Team knapp mit 3:2. Dabei absolvierte die aus Frankfurt ausgeliehene Pernille Sanvig die vollen 90 Minuten.

Eintracht startete mit Druckphase – und belohnte sich

In der Bravida Arena kamen die Frankfurterinnen gut in die Partie. Bereits in der zweiten Minute hatten sie ihren ersten gefährlichen Abschluss durch Senß, die aus 18 Metern einfach mal abzog. Keeperin Fanney Inga Birkisdottir konnte jedoch parieren. Auch in der Folge wirkte die SGE sehr präsent in den Zweikämpfen. Man merkte, dass die Marschrichtung für die Hessinnen klar war. Häcken unterbrach die Frankfurter Druckphasen immer wieder durch Konter, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden.

In der 31. Minute belohnte sich die Eintracht dann für den Aufwand! Ein langer Ball erreichte Nicole Anyomi, die sich gegen zwei Gegenspielerinnen durchsetzte und den Ball unter die Latte zum 1:0 schweißte – die bis dahin verdiente Führung. Vor der Pause ließen sich die Gastgeberinnen zunehmend tiefer in die eigene Hälfte fallen, und das Arnautis-Team versuchte, mit hohen Bällen und Flanken in die Gefahrenzone zu kommen. Für wirkliche Gefahr konnten die Frankfurterinnen jedoch nicht sorgen.

Altenburg verhindert Doppel-Schock für die SGE

Im Gegenzug war es dann fast der BKH, der für die Vorentscheidung sorgte: Felicia Schröder stand zwischen Sara Doorsoun und Lührßen völlig frei, nahm einen langen Ball an und zog ab. Frankfurts Keeperin Lina Altenburg zeigte jedoch eine Glanzparade aus kürzester Distanz und verhinderte den Ausgleich (45.+1). So blieb es bei der knappen Führung für die SGE.

Beide Teams kamen unverändert aus den Katakomben. Sofort mussten sich die Hessinnen wieder bei der starken Altenburg bedanken. Doorsoun trat an einem langen Ball vorbei und rutschte danach auf dem nassen Rasen aus. Jusu Bah war frei durch, doch die Keeperin der Adlerträgerinnen zeigte einen starken Reflex und lenkte den Ball um den Pfosten.

Weiter Druck, aber zu wenige Torchancen

In der 50. Minute die Antwort: Blomqvist erlief einen langen Ball hinter die Kette, Birkisdottir lenkte ihren Abschluss aber über die Latte. Die Eintrachte machte weiterhin Druck, gefährlich wurde es aber selten. Die Genauigkeit fehlte oft im letzten Drittel oder Schüsse wurden geblockt. Deshalb nahm Arnautis den Doppelwechsel vor (64.): Hayley Raso und Chiba kamen für Nadine Riesen und Blomqvist. In der 68. Minute fand eine Flanke Anyomi mal wieder im Strafraum. Die Stürmerin köpfte aber drüber. Von Heim-Team von Trainerin Elena Sadiku kam so gut wie gar nichts mehr. Sie konzentrierten sich darauf, den Vorsprung aus dem Hinspiel zu halten. Ihre Konter versandeten meist.

Für die Schlussphase wechselte Arnautis erneut doppelt (78.): Anyomi und Reuteler verließen das Feld. Amanda Ilestedt und Eleni Markou kamen in die Partie. Auch in den letzten zehn Minuten versuchte die Eintracht viel, doch wirklich zwingend wurde es nicht. Merklich wurden die Versuche verzweifelter, doch viele hohe Bälle landeten im Toraus oder bei Torhüterin Birkisdottir. In der 87. Minute fand Senß mit einer Hereingabe die großgewachsene Ilestedt, aber ihr erster Versuch wurde geblockt und der zweite Anlauf ging drüber. Und Trainer Arnautis wechselte noch ein fünftes Mal: Gräwe kam für Doorsoun rein (89.). Doch es blieb auch in der dreiminütigen Nachspielzeit dabei. Die Frankfurterinnen gewannen mit 1:0. Die SGE schied dennoch im Halbfinale des Europa Cups nach beiden Spielen mit 1:3 aus. Die Hinspiel-Klatsche war am Ende einfach zu groß.

Für Häcken wird es im Finale also gegen Sparta Praha oder Hammarby gehen, die parallel spielten. Jetzt steht erstmal eine erneute Länderspielpause an, bevor es für die Frankfurter Eintracht am 26. April in der Bundesliga mit dem Topspiel gegen Wolfsburg weitergeht.

2 Kommentare

Fallback Avatar 1. PeKa 02. April 26, 20:37 Uhr

Wieder eine Saison der verpassten Chancen. Wir brauchen eine/n Trainer/in, der bei den Mädels mal das Feuer entfacht, insbesondere dann, wenns drauf ankommt.
Aber warum soll es bei Frauen besser laufen als bei den Herren?

7
Fallback Avatar 2. sge66 02. April 26, 21:17 Uhr

Uns fehlt eine Knipserin wie Harder von BM oder früher Pajor von den Wölfinnen. Wir brauchen für ein Tor mindestens 6-7 Chancen. Und der Bruder von Arnautis einfach nur peinlich wie der sich aufführt. Bin gespannt wie unsere Mannschaft nächste Saison aussieht.

3

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.