Die U21 von Eintracht Frankfurt hat trotz einer über weite Strecken überzeugenden Vorstellung keine Punkte aus Heilbronn mitnehmen können. Gleich drei Elfmeter wurden im Verlauf der Partie gegen die SGE gepfiffen, zwei davon in der Schlussphase, die letztlich für die Wende zugunsten der Gastgeber sorgten. Die Jungadler führten lange Zeit mit 1:0, mussten sich am Ende aber mit 1:2 geschlagen geben.
Nach dem erfolgreichen 3:0 Sieg in Aalen in der vergangenen Woche veränderte Trainer Patrick Glöckner für die Partie gegen den SGV Heilbronn-Freiberg seine erste Elf auf vier Positionen. Amil Šiljević kehrte nach abgesessener Sperre ins Tor zurück. Außerdem standen Nico Ochojski, Derek Boakye Osei und Lukas Sonnenwald von Beginn an auf dem Platz. Dafür rotierten Jonas Bauer, Niklas Scheller und Malik Pimpong aus der Startelf.
Kumashiro bringt die Eintracht früh in Führung
Die Frankfurter machten vom Anpfiff weg deutlich, dass sie sich in Heilbronn nicht verstecken wollten. Bereits nach wenigen Sekunden kam die SGE erstmals zum Abschluss und setzte die Gastgeber früh unter Druck. Nach gerade einmal drei Minuten belohnte sich die Eintracht für ihren schwungvollen Beginn. Ebu Bekir Is schlug einen langen Ball nach vorne, wo Keito Kumashiro die Kugel aufnehmen konnte. Der Japaner fackelte nicht lange und zog aus der Distanz ab. Sein Versuch wurde noch abgefälscht und dadurch für den Heilbronner Schlussmann unhaltbar. Die frühe 1:0-Führung für die Jungadler war perfekt.
Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Hausherren mehr Zugriff auf das Geschehen. Heilbronn versuchte, die Frankfurter Defensive mit frühem Pressing zu Fehlern zu zwingen. Die Gastgeber kamen dadurch allmählich besser in die Partie und näherten sich dem Frankfurter Tor.
Pfosten rettet die SGE
In der 26. Minute bot sich Heilbronn die große Gelegenheit zum Ausgleich. Nach einem langen Zuspiel war der Heilbronner Stürmer Justin Steinkötter plötzlich frei und hatte nur noch Šiljević vor sich. Der Frankfurter Torhüter stürmte aus seinem Kasten, konnte den Angreifer zwar stoppen, erwischte dabei jedoch auch seinen Gegenspieler. Der Unparteiische entschied auf Strafstoß und zeigte Šiljević die Gelbe Karte. Der Gefoulte trat selbst an und setzte den Ball an den linken Pfosten. Es blieb beim 1:0. Wenige Minuten später stand Šiljević wieder im Fokus, als er einen weiteren Abschluss von Steinkötter noch um den Pfosten lenkte (31.). Die Gastgeber erhöhten nun den Druck, doch die Frankfurter Hintermannschaft stand aufmerksam und ließ bis zum Pausenpfiff keinen weiteren Treffer zu. So nahm die Glöckner-Elf die knappe Führung mit in die Kabine.
Eintracht verpasst die Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die SGE wieder deutlich aktiver. Heilbronn kam zwar unmittelbar nach Wiederbeginn durch Tino Bradara zu einer guten Möglichkeit, doch Šiljević war erneut zur Stelle und verhinderte den Ausgleich (48.). Auf der anderen Seite sorgte Paul Wünsch immer wieder für Unruhe. Über die linke Außenbahn setzte der Frankfurter Akzente und kam kurz nach der Heilbronner Chance selbst zum Abschluss, zielte jedoch knapp am Tor vorbei (49.). Die größte Gelegenheit, die Führung auszubauen, hatte anschließend Kumashiro. Wünsch setzte sich bis zur Grundlinie durch und brachte den Ball gefährlich ins Zentrum. Der 18-jährige Japaner stieg hoch und platzierte seinen Kopfball aufs Tor, doch Heilbronns Keeper Benedikt Grawe reagierte stark und verhinderte den zweiten Treffer der Hessen (62.). Die Eintracht hatte die Partie zu diesem Zeitpunkt weitgehend im Griff.
Zwei späte Elfmeter drehen die Partie
In der Schlussphase änderte sich das Bild noch einmal. Heilbronn warf nun alles nach vorne. Die Eintracht verteidigte ihre Führung zunächst konsequent, doch der Druck der Gastgeber wurde höher. Dann folgte der erste von zwei bitteren Rückschlägen. Der Heilbronner Gwang-in Lee wird bei einem Torschuss vom Frankfurter Collin Owusu Etse gefoult und es wird erneut auf Elfmeter entschieden. Der südkoreanische Mittelfeldspieler verwandelte den Strafstoß dann selbst zum 1:1 (84.). Die SGE wollte sich mit dem Unentschieden nicht zufriedengeben. Trotz des späten Ausgleichs suchten die Adlerträger noch einmal den Weg nach vorne und versuchten, die Partie doch noch zu gewinnen. Doch statt des erhofften Siegtreffers kassierte Frankfurt kurz vor Schluss den nächsten Nackenschlag. Erneut wurde ein Zweikampf im Strafraum als strafwürdig bewertet. Wieder gab es Elfmeter für die Gastgeber. Julian Kudala versenkte in der 89. Minute den Ball zum 2:1. Innerhalb von nur fünf Minuten hatte Heilbronn die Partie damit komplett gedreht.
Die Eintracht versuchte in der verbleibenden Zeit noch einmal alles, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden. Besonders bitter: Über weite Strecken hatte die SGE die Begegnung im Griff und war lange auf dem Weg zu einem Auswärtssieg. Drei Strafstöße – einer davon verschossen, zwei verwandelt – entschieden letztlich über die Niederlage. Für die U21 gilt es nun, den Rückschlag abzuhaken. Am Freitagabend wartet die nächste Aufgabe auf die Glöckner-Elf: In Dreieich kommt es zum Duell mit Astoria Walldorf.






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