Die Frankfurter Eintracht gibt ein 2:0 aus der Hand und muss sich am Ende zuhause mit einem Punkt gegen den 1. FC Köln begnügen. Damit dürfte das letzte Hoffen auf eine Teilnahme an der Europa League verpufft sein. Auch verpassen es die Hessen, sich deutlich vom achtplatzierten SC Freiburg abzusetzen, der durch die Niederlage gegen den FC Bayern München das Tor für die Frankfurter weit öffnete, sich ein komfortables Polster zu erarbeiten. Nach dem zwischenzeitlich sicher geglaubten Heimsieg war die Ernüchterung nach dem Schlusspfiff groß. Wir haben die Stimmen des Spiels für euch zusammengetragen!
Jonathan Burkardt: „Wir haben heute in der Offensive mehr Tiefe gefunden, sind mehr hinter die gegnerischen Linien gekommen. Wir waren zielstrebiger heute. Wir haben probiert schneller zum Abschluss gekommen. Dass wir hier nicht gewinnen ist Wahnsinn ehrlich gesagt. Wir führen ab der 70. Minute 2:0. Dann kassieren wir völlig verdient noch zwei Gegentore und haben noch weitere brenzlige Situationen hinten. Da haben wir Glück, dass Zetti überragend hält. Ich weiß nicht, ob wir gedacht haben, dass das Spiel schon durch ist. Wir haben total unsere Struktur verloren in den zehn Minuten nach unserem Doppelschlag. Das ist so, so enttäuschend! Wir führen 2:0 zuhause, das müssen einfach drei Punkte sein. Für mich persönlich war es grundsätzlich schön, heute wieder ein Ticken mehr beteiligt zu sein. Die letzten Wochen waren wirklich schwer für mich. Ich hatte wenige Chancen, wenige Spielanteile. Das war heute ein bisschen besser, aber die Enttäuschung überwiegt trotzdem leider.“
Arnaud Kalimuendo: „Wir müssen es besser machen. Wir hatten eigentlich ein gutes Spiel gemacht, aber wenn wir ein Spitzenteam sein wollen, müssen wir einige Details besser machen. Ich bin zufrieden mit dem Spirit aber wir müssen cleverer sein. Offensiv war es besser, da hatten wir viel Bewegung.“
Robin Koch: „Nach dem 2:0 musst du das Spiel gewinnen. In der Situation, in der Köln auch ist momentan, wussten wir, dass es kein leichtes Spiel wird. Das ist klar. Wir waren uns in der Position sicher, dass Köln alles reinschmeißen wird. So war auch die erste Halbzeit. Wir hatten viele Chancen. Wir müssen mehr Chancen erzwingen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit mit den beiden Toren gemacht. Natürlich bin ich so kurz nach dem Spiel sauer. Wenn du gegen Köln 2:0 führst, darfst du das Spiel nicht mehr aus der Hand geben, genau das haben wir gemacht. Wir müssen uns anschauen, was falsch gelaufen ist. Mein Gefühl war, dass es zu wild geworden ist. Wir müssen in so einer Situation die Ruhe bewahren und das Ding runterspielen. Du musst die Kontrolle behalten. Klar, wir wollen alle super aufregenden Fußball und am liebsten jedes Spiel Tore schießen. Für uns ist es wichtig, dass wir die Stabilität haben. Natürlich musst du hier auch gefährlicher werden, das haben wir in der Halbzeit angesprochen. Wir haben viele Dunge gut gemacht, hatten eine gute Kontrolle und waren sehr stabil. Nach dem Zwei-Tore-Vorsprung musst du das Spiel beruhigen wie in der ersten Halbzeit. Du musst stabil stehen, nicht immer versuchen, außergewöhnliche Dinge zu machen, sondern das Ding souverän zu Ende zu spielen und das haben wir heute nicht geschafft. Köln ist eine Mannschaft, die lauert mit El Mala. Die Umschaltmomente sind eine Stärke von ihnen. Aber in der zweiten Halbzeit war es so, dass wir mehr Chancen kreieren und offensiv draufgehen. Dann schaffst du wie gesagt genau das, was wir wollten. Es war zu wild. Wir müssen schauen, was wir besser machen müssen.“
Über die Balance: „Natürlich arbeiten wir daran, auch unter der Woche. Es sind viele Dinge, die wir trainieren, die man auf dem Schirm haben muss, und natürlich müssen wir die dann am besten alle umsetzen. Offensiv haben wir in der ersten Hälfte gut nach vorne gespielt. Dann müssen wir aber die Balance finden.“
Über Albert Riera: „Ich glaube, man sieht schon viele Dinge. Schon in den ersten Spielen hat man diese Kontrolle gespürt. Auch diese Sicherheit, die wir im Vergleich zu vor ihm haben. Dann wird gefordert, dass wir wieder mehr Tore schießen müssen, das ist uns auch bewusst.“
Über die zweite Hälfte: „Ich hatte schon das Gefühl, dass das Spiel zu wild war. Wir müssen auf dem Platz, egal auf welcher Position, organisiert bleiben und keinen Prozent weniger geben.“
Über die Stimmung in der Mannschaft: „Die Energie in der Mannschaft ist gut. Klar ist, wenn du heute hier gewinnst, dann hilft das auch der Stimmung in der Mannschaft. Heute war es aber natürlich für die Stimmung ein Rückstand. Wir haben viele Dinge gut gemacht, die müssen wir mitnehmen.“
Über Mario Götze: „Er ist ein wichtiger Spieler für uns. Wenn du ihn auf dem Platz hast, dann hast du die Ruhe und Erfahrung. Er trifft sehr oft die richtigen Entscheidungen.“
Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): „Das war wieder ein tiefstehender Gegner, wo wir Lösungen finden mussten. Das haben wir dann in der zweiten Halbzeit ein bisschen besser gemacht. Trotzdem: Wenn du hier zuhause 2:0 gegen Köln führst, dann ist ein 2:2 einfach zu wenig für unsere Ansprüche. Wir verteidigen beim 2:1 nicht konsequent genug. Dann ist der Ball abgefälscht, sonst hat Zetti den. Wir waren nicht wach genug. Da war die Konzentration nicht 100 Prozent da. Das ist extrem ärgerlich. Wir können uns spielerisch mit Ball auf jeden Fall noch verbessern. Da tun wir uns noch sehr schwer im Spiel gegen tiefstehende Gegner. Wir sind da zu unsauber, zu wenig zielstrebig. Gerade in der ersten Halbzeit hätten wir viel früher auch mal den Abschluss suchen können. legen dann aber quer. Das müssen wir verbessern. Vor allem aber die Ergebnisse sind zu wenig. Wir dürfen einfach bei einer 2:0-Führung nicht zwei solcher Gegentore kassieren. Wir dürfen diese Fehler einfach nicht machen. Das ist extrem ärgerlich. Das zieht sich so ein bisschen durch die ganze Saison. Wir müssen versuchen, es in den nächsten Spielen besser zu machen. Die Kölner haben heute konsequent unsere Fehler ausgenutzt.“
Albert Riera (Trainer Eintracht Frankfurt): „Wir schleppen ein großen Ballast aus der Vergangenheit mit uns herum. Sieben Monate lang waren wir nicht nur das defensivschwächste Team in der Bundesliga, sondern in ganz Europa. Wir sind frustriert klar. Aber ich habe das Gefühl, dass die Spieler unheimlich gestresst sind. Alles muss immer schnell gehen. Sie sind zu unruhig in vielen Situationen. Sie sind verunsichert! Verunsicherung ist das Stichwort. Ein Spieler, der selbstbewusst ist, der macht weniger Fehler. Ein Spieler, der verunsichert ist, macht mehr Spieler. Das heute war ein Pflichtsieg. Wir müssen dieses Spiel gewinnen! Wir spielen zuhause, vor unseren Fans und kämpfen um Europa. Wir wollten heute unbedingt gewinnen und jetzt haben wir wieder keine drei Punkte geholt. In der Zeit, in der ich jetzt hier bin, mussten wir sieben Monate aus den Köpfen kriegen, in denen die Spieler viel Verunsicherung aufgebaut haben. Das ist unsere Realität. Wir müssen das jetzt besser machen. Wir sind keine Mannschaft, die jedes Spiel gewinnt. Das ist Fußball. Selbst wenn du besser spielst, als der Gegner, kannst du verlieren. Wir müssen positiv bleiben und nach vorne schauen. Wenn ich mir die zweite Halbzeit anschaue, dann habe ich zum Teil große Verunsicherung gesehen bei den Spielern. Bei allem was man macht, gibt es gute und schlechte Dinge. Wir haben zwei Tore geschossen und zwei Tore kassiert. Wir sind nicht perfekt. Heute weiß ich genau, warum wir verloren haben und ich weiß auch genau, wie ich das künftig löse.“
René Wagner (Trainer 1. FC Köln): „Es war ein Auf und Ab und wir hatten in der ersten Halbzeit zwei riesige Chancen nach Umschaltmomenten. Dann gehen wir 2:0 in Rückstand und dann hat die Mannschaft gezeigt was in ihr steckt, denn in Frankfurt ist es dann echt schwer. Danach ging das Spiel ein bisschen auf und ab. Wir haben viele Spieler mit Herz und Power für 90 Minuten. Nach den Rückstand hatten wir mehr Mut und weniger Angst, das würde ich mir auch mal ohne Rückstand wünschen. Wir haben früh in der ersten Halbzeit auf Viererkette geändert, dann standen wir besser. Die Tore der Frankfurter waren super ausgespielt.“
Marvin Schwäbe (1. FC Köln): „Auswärts den Punkt mitzunehmen ist natürlich das, was wir uns minimal vorgestellt haben. Die zwei Gegentore müssen wir auf jeden Fall analysieren. Das ging zu einfach. Da ist Boxverteidigung das Thema. Es spricht für die Mannschaft, dass wir hier zurückkommen und immer an uns glauben, egal wie hoch wie zurückliegen.“
Jakub Kaminski (1. FC Köln): „Chapeau an die Mannschaft. 2:0 zurückzuliegen, dann zurückzukommen und sogar noch die Chance auf den Sieg zu haben. Das ist schon gut. Tolles Spiel! Chapeau an das Team! In der ersten Halbzeit hatten wir zwei, drei gute Torchanchen, die wir liegen gelassen haben. Das ist aber Fußball!“
Quellen: „DAZN“, eigene
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10 Kommentare
AR: Heute weiß ich genau, warum wir verloren haben und ich weiß auch genau, wie ich das künftig löse.
Aha, dann bin ich gespannt. Gegen wen spielen wir? Ach so, gegen den Tabellen Siebzehnten. Das wird schwer. Die haben auch einen Lauf. Auswärts in Wolfsburg vor 100.000 frenetischen Fans.
Mir sind gute Taten lieber als blumige Worte.
Ja, kann man voll nachvollziehen Burki, sprech einfach mal mit deinem Trainer, er wechselt einfach eine gefühlte Niederlage ein, nach dem du performt hast, hätte ich auch ein Problem mit.
Aber vielleicht entpuppt sich dieser 3.Liga Trainer auch noch als Flop, dann gibts bald einen neuen. Der spricht dann hoffentlich ein english oder am Besten deutsch, das jeder versteht.
Ist schon erschreckend, wenn der Dolmetscher nur Käse übersetzt, was sollen da die Spieler verstehen ?
Wir nähern uns in kleinen Schritten der 3 Tore Marke…endlich mal wieder ein gewohntes Gefühl.
Bin völlig emotionslos, ärgere mich mehr über die Rewe Werbung als über…hab vergessen was ich überhaupt sagen wollte
Eben jener Burkardt war grottenschlecht - Note 6
Wahrscheinlich wird er wieder ein tolle Note erhalten, weil er einen Ball reingeschoben hat, den auch der Busfahrer gemacht hätte.
Ebenfalls Doan und Knauff kaum gelungene Aktionen - Note 5
Lichtblicke wieder einmal: Kalimuendo, Amaimouni, Zetterer (alle Note 1)
Der Leistungsunterschied zwischen einzelnen Spielern ist eklatant !
Das ist es.
Burkhardt bodenlos über das ganze Spiel. Theate und Doan nicht wiederzuerkennen. Götze und Skhiri ein Schatten vergangener Tage.
Theate wird sich hoffentlich wieder fangen.
Im nächsten Spiel würde ich gerne Kalimuendo als Spitze sehen, Uzun dahinter. Doan bitte wie am Anfang der Saison offensiv rechtsaußen. Auf der anderen Seite offensiv Ansgar oder Jupp.
Gut, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Denn mit solchen Fans, wie sich hier im Forum teils rumtreiben, würde uns der Aufstieg wahrscheinlich nicht gelingen.
100%
Ganz schlimm hier …
Vor dem Spiel schrieb hier einer, das die Statements von Riera vieleicht falsch aus diesem englischen übersetzt werden. Vermutlich auch die Aussagen von oben und auch die von eintracht.de welche ich hier reinkopiere. Aber wenn sie stimmen, bitte sofort beurlauben. heftrainer Albert Riera: Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr riskiert, haben aber dann zu wenige Zweikämpfe gewonnen. Wenn du keine Zweikämpfe gewinnst, kannst du das Spiel nicht gewinnen. Das war der entscheidende Punkt. Da waren wir in der ersten Halbzeit deutlich besser, später hat Köln daraus Kapital geschlagen und war besser als wir. Ansonsten haben sich meine Spieler an den Plan gehalten. Wir werden morgen besprechen, was wir im nächsten Spiel besser machen können. Wir müssen verstehen, wann wir schneller spielen müssen und wann nicht. Ich werde das Team wieder so vorbereiten, dass wir drei Punkte holen. Wir müssen positiv bleiben, Kopf nach oben, an den Lösungen arbeiten und weiter geht’s.
Ich war im Stadion. Die Abwehr und das defensive Mittelfeld sind wirklich katastrophal. Die haben 2* geschlafen. Unfassbar, hier muss endlich was passieren. Dieses Spiel darf niemals unentschieden ausgehen. Obwohl die Abwehr riesige Böcke geschossenen hat. Es ist absolut ärgerlich das wir wieder 2 Punkte verlieren. Das geht so nicht weiter.
Houston wir haben ein Problem! Langsam wirkt es wie in Amerika mit Trump. Es droht eine Spaltung der Wähler äh Fans. Riera der neue Pep, die Lichtgestalt der alles anders macht und uns zu neuen Ufern führt, und derer die sich ein Trainer wünschen, der die Bundesliga und den Kader annimmt und nicht umgekehrt.
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