Martin Hinteregger könnte sich einen Verbleib in Frankfurt vorstellen.

Hinteregger zu teuer? Noch bis zum Ende der aktuellen Spielzeit ist Innenverteidiger Martin Hinteregger vom FC Augsburg an die Frankfurter Eintracht ausgeliehen. Die guten Leistungen des Österreichers könnten sich nun aber zugleich als Fluch und Segen herausstellen. Denn wie der „Kicker“ berichtet, sind mehrere Vereine aus der Premier League auf den Abwehrspieler aufmerksam geworden und haben ihr Interesse bekundet. Durch dieses Interesse der finanzkräftigen Klubs könnte ein Verbleib des 26-Jährigen bei der Eintracht immer unwahrscheinlicher werden, da eine Rückkehr Hintereggers nach Augsburg äußerst unwahrscheinlich ist und der FCA darauf aus sein wird, möglichst viel Geld für ihn zu erlösen. Allerdings soll Hinteregger selbst bereit sein, für einen Verbleib am Main auf Geld zu verzichten. Zu wohl fühlt sich der Profi beim Tabellenfünften der Bundesliga, zu gut ist sein Verhältnis zu Trainer Adi Hütter.

Eintracht goes China?: Möglicherweise plant die SGE nach Saisonende eine Reise nach China. Ein anberaumtes Testspiel gegen den VfL Wolfsburg am 24. Mai in Foshan (Südchina) deutet jedenfalls daraufhin. Davon abhängig ist allerdings der weitere Verlauf in der Europa League. Denn sollte die Eintracht tatsächlich das Finale in Baku am 29. Mai erreichen, dann würde eine Marketing-Reise nach China nicht wirklich in den Zeitplan passen.

Hütter hofft auf Kostic: Trotz seiner Verletzung und seiner beiden Ausfälle in den Länderspielen seiner Serben gegen Deutschland und Portugal hofft die Eintracht auf einen Einsatz von Linksverteidiger Filip Kostic am kommenden Sonntag gegen den VfB Stuttgart. Der 26-Jährige hatte sich beim 1:0-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg am Oberschenkel verletzt und wurde ausgewechselt. Aufgrund dieser Blessur kehrte er schon früher als geplant an den Main zurück. „Filip kommt wieder zurück. Ich hoffe, dass er gegen Stuttgart von Anfang an spielen kann“, zeigte sich Coach Hütter trotzdem zuversichtlich.

Steubing sieht Erfolg als „Ausrutscher“: Für Eintracht-Aufsichtsratsboss Wolfgang Steubing fühlt sich der Erfolg der SGE in dieser Spielzeit noch immer wie ein Ausrutscher an. So zitiert die „Frankfurter Rundschau“ den 69-Jährigen auf einer Podiumsdiskussion vergangene Woche: „Dass wir diese gute Position haben, ist für mich immer noch ein Ausrutscher!“ Um dauerhaft in der Spitzengruppe zu bestehen, müsse sich die SGE auch noch finanziell entwickeln: „Wir sind kein Dauergast in dieser Region. Das können wir auch noch gar nicht sein, denn unsere Geldmittel sind nicht so, dass wir uns in dieses Cluster einordnen können.“

Tor in der Schwerelosigkeit: Am heutigen Montag war es endlich soweit. Sebastien Haller und Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic hoben ab zu einem sogenannten Parabelflug, bei dem für ein paar Minuten totale Schwerelosigkeit herrscht. Die Mission der Eintrachtler: Das erste Tor in der Schwerelosigkeit erzielen. Gesagt, getan. Bobic legte auf, Haller verwandelte gewohnt sicher. Mit diesem Tor schrieb die Eintracht Geschichte. Bobic war nach der Landung total euphorisch: „Das war eine unfassbare  Erfahrung. Ich bin mir erst vorgekommen wie ein Punchingball. Wir haben die ganze Zeit lachen müssen.“ Organisiert wurde das Event, das Werbung für den im Juni im der Commerzbank-Arena ausgetragene „World Club Dome“ machen sollte, von „Big City Beats“. Mit an Bord war übrigens auch der DFB-Pokal.

Zufriedener Torró hofft auf Einsätze: Beim 9:0-Testspielsieg gegen den TuS Mensfelden sahen die Eintracht-Fans das Comeback von Mittelfeldmann Lucas Torró. Torró zeigte sich nach seinem ersten Einsatz seit dem Oktober des letzten Jahres zufrieden und sagte, dass er auf weitere Einsätze im Saisonfinale der SGE hoffe: „Ich fühle mich so wohl, dass ich nun wieder in den Kader zurück dränge. Jetzt muss der Trainer entscheiden. Ich werde versuchen, meine Chance zu nutzen“, erklärte der Spanier nach dem Testspiel: „Ich musste in einer schwierigen Zeit einiges überwinden. Diese Zeit liegt aber zum Glück hinter mir. Ich will der Mannschaft auf der Zielgeraden helfen. Ich habe das Gefühl, dass ich noch stärker zurück gekommen bin.“

Steubing lobt Zusammenarbeit: Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ist laut dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Eintracht, Wolfgang Steubing, so gut wie schon lange nicht mehr. Das sagte er der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. „Eigentlich besteht unsere Aufgabe nur in Aufsicht, Genehmigung und Beratung.“ Dies sei derzeit aber nicht der Fall: „Wir werden früh in die Überlegungen einbezogen, der Informationsfluss ist hervorragend, da wird nichts verdeckt oder versteckt!“ Mit den vier verpflichtenden Aufsichtsratssitzungen pro Jahr kommen die Frankfurter nicht aus. „Das ist anstrengend, aber auch sehr befriedigend.“

Tuta will sich integrieren: Und auch der brasilianische Innenverteidiger Tuta feierte beim Testspielsieg sein Debüt im Trikot der Eintracht. Nach der Partie zeigte er sich damit vollkommen zufrieden: „Es war ein gutes Gefühl für mich. Ich habe Kraft und Vertrauen geholt.“ Für ihn sei es zu Beginn seiner Zeit in Frankfurt wichtig, sich zu integrieren: „Ich möchte ein Teil dieser Mannschaft sein. Ich werde immer auf meine Chance hin arbeiten, darauf warten – und immer bereit sein.“

- Werbung -

23 Kommentare

  1. Wir haben in diesem Jahr wettbewerbsübergreifend in 13 Spielen nur 10 Tore gefangen. Das ist phänomenal!
    Ich würde den Hinti-Deal mal so schnell wie möglich eintüten.
    Ich bin mal gespannt, wer alles heute Abend beim Serbien Spiel im Publikum sitzt 🙂
    Tuta und Paciencia werden bestimmt tagtäglich von Fernandes gut betreut. Da mache ich mir keine Sorgen.

  2. Viele gute Nachrichten. Tomuta hat Geduld, Toro ist demnächst wieder eine Alternative, und Hinteregger würde auf Gehalt verzichten. Gegen seinen Willenkann in Augsburg nirgends hin verkaufen. Das könnte helfen, da sie ihn kaum zurück haben wollen. Das Tor in der Schwerelosigkeit ist ein riesiger Spaß, und hilft dem Marketing. Die gute Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ist auch wichtig. Momentan habe ich da ein gutes Gefühl, was sie SGE betrifft.

  3. Tja mal sehen, wie das mit Hinteregger ausgeht. Letztlich ist natürlich auch entscheidend, ob er nur zu uns will oder auch bereit wäre, zu einem anderen Verein zu gehen. So oder so, müssen wir einen marktgerechten Preis zahlen, das ist auch fair. Aber Augsburg kann auch keine Mondpreise verlangen, nur weil die vlt irgendein englischer Verein zahlen würde. Schätze bei 10-12 Mio. kann man sich treffen. Wäre aber gut, wenn der Deal eingesackt wird, bevor wir einen Spieler teuer verkaufen, sonst sehen uns die Augsburger als Weihnachtsgans die ausgenommen werden kann.

  4. Die 7 Millionen die Augsburg bezahlt hat wollen sie ja mindestens zurückhaben. 10 Millionen könnten das schon werden. Einfluß wohin er wechseln wird hat der FCA da nicht. Kommt drauf an ob Hinteregger auf Gehalt verzichtet.Egal wer (wo) in England.Bezahlt wird dort mehr.Kommt auf ihn an.

  5. Zu Hinit
    Ich geb mal den Philosoph des Tages
    „Wenn man NEIN sagt, bricht die Macht des Geldes“

  6. laut Hintis eigener Aussage hat FCA für ihn über 9 Mio Euro Ablöse bezahlt. Auf tm steht 6,5 Mio. Ich glaub nicht dass wir ihn für weniger als 12-15 kriegen.

  7. Es kann ihn ja keiner zwingen , zu einem Verein zu gehen. Wenn Augsburg die Wahl hat zwischen Verkauf an uns oder er kommt zurück zu ihnen drückt das den Preis. Bin gespannt

  8. Genauso kann Augsburg zu Hinteregger sagen, die Eintracht zahlt nicht genug. Geh nach England oder setzt dich bei uns auf die Tribüne. Sie spielen einfach auf Zeit, wohlwissend, dass Hinteregger irgendwann vlt einknickt. Die haben so oder so keinen Zeitdruck.

  9. Stimmt. Aber sie zahlen dann einen Spieler, der sicher nicht wenig verdient.So reich sind sie nicht. Aber das sind alle Spekulationen. Warten wir ab, was passiert

  10. Er würde doch gerne in FFM bleiben. Also setzt man sich an einen Tisch mit der Intention einen Preis zu finden, mit dem beide leben können, oder ? In seiner Causa bin ich sehr zuversichtlich.

  11. In einer Konstellation, in der sich mindestens drei Parteien einigen müssen, ist es nie einfach und leicht, wenns ums Geld geht. Und wenn Hinteregger in der EL und BL weiter so spielt, wird Augsburg sicherlich gute Angebote bekommen. Selbst wenn Hinteregger NEIN sagt, liegt das Heft des Handelns dann immer noch bei Augsburg und die können immer noch auf dem Standpunkt stehen, sich nicht erpressen zu lassen.
    Wie auch immer, sehr spekulativ. Da wird sich sicherlich was tun zwischen Augsburg und Frankfurt in den nächsten Wochen.

  12. Bobic und Reuter sind besonnene, erfahrene und faire Manager und Sportsleute, beide verstehen auch die Spielerseite perfekt.
    Ich hoffe, die beiden reden schon und tauschen sich aus.
    Natürlich wird Augsburg weder der Eintracht oder dem Hinteregger irgendwas schenken oder gut tun wollen. Das wissen auch alle Beteiligten.

    Wenn der Spieler sich weigert für Augsburg oder irgendeinen anderen Verein außer der Eintracht spielen zu wollen, dann hat das schon Gewicht. Kein Trainer will ihn dann in seiner Mannschaft haben, und man kann Hinteregger ja auch nicht zwingen, wenn er nicht will.
    Wenn die Eintracht dann ein faires realistisches Angebot macht, dann wird
    Augsburg ihn m.E. auch abgeben, und nicht muckeln und ihn zwangsweise auf die Tribüne setzen. Das hätten sie sonst ja auch schon im Winter machen können. Aber das würde Augsburg eine permanente Unruhe in den Verein bringen – von der finanziellen Belastung der Gehaltszahlung und einer Alternativverpflichtung mal abgesehen.

  13. Wenn wir den Hinteregger verkaufen würden, würde ein Verkaufspreis von unter 20 Mio. bestimmt als Schwäche unseres sportlichen Managements ausgelegt werden und das das andere Vereine ja viel besser könnten. Also wieso sollen wir den für 12 Mio. bekommen?

  14. @21: Da man davon ausgehen kann, dass ein 60-Millionen-Deal von einigen Teilen der Fangemeinde als „Schwäche des sportl. Managements“ ausgelegt würden, sollte man da nicht auf die allgemeine Stimme hören – die Realität siegt oftmals anders aus. Hinteregger ist 26 Jahre alt, für die SGE ein Topmann und beim FCA aussortiert. Die ganz großen englischen Klubs sehe ich nicht anklopfen und was der Spieler selbst will spielt vor allem bei ihm eine wichtige Rolle. Deshalb halte ich in der Gesamtheit 12-15 Mii Ablöse für fair und realistisch.

  15. Es wäre sowas von wichtig, wenn Hinteregger am Main bleiben würde. Einfach Bombe wie der Junge seit seiner Leihe bei uns spielt 🙂

Kommentiere den Artikel

- Werbung -