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FC Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß äußerte sich kritisch zur Transferstrategie von Eintracht Frankfurt. Foto: IMAGO / Eibner

SGE kompakt: Uli Hoeneß kritisiert Eintracht-Transferstrategie

Hoeneß kritisiert Frankfurter Transferstrategie: Am Donnerstagabend wurde Frankfurts Ehrenaufsichtsrat Wolfgang Steubing von der Frankfurt School of Finance & Management die Ehrensenatorwürde verliehen. Anlässlich der Ehrung war FC Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß zu Gast, denn er ist mit Steubing eng befreundet. Auf der Bühne äußerte sich die Vereinslegende der Münchner auch zum Transfermodell der Frankfurter Eintracht. Zuerst wollte sich der 74-Jährige zu keinem Statement hinreißen lassen: „Ich kritisiere niemanden. Jeder Verein muss seine eigene Politik machen.“ Dennoch ließ Hoeneß es sich nicht nehmen, den Kollegen aus der Bankenstadt einen Tipp mitzugeben: „Ich persönlich bin kein großer Freund vom Verkauf von guten Spielern. Ich sage immer: Beim FC Bayern sind wir ein Käuferverein und kein Verkäuferverein. Und ich glaube, dass das auch das Geheimnis unserer Identität ist. Und jetzt wird Axel Hellmann auch noch begreifen, dass man auf Dauer eben bei jedem Verkauf auch Substanz verliert.“ Zur Philosophie der SGE gehört es, entwicklungsfähige Spieler günstig zu kaufen, sie weiterzuentwickeln und gewinnbringend zu verkaufen, sobald sie sich schneller als der Verein entwickelt haben. Schließlich lieferte der langjährige Präsident des Rekordmeisters Argumente für seine Ansichten: „Es ist schön, wenn man mal 50, 60 Millionen kriegt, aber was ist die Konsequenz? Jeder weiß, dass man sie hat. Beim nächsten Transfer wird es ein bisschen teurer, die eigenen Spieler verlangen ein bisschen mehr Geld. Und ich sage noch einmal: Die Identifizierung der Fans mit den Superstars ist wichtig.“ Aspekte, die durchaus auch im Umfeld der Eintracht diskutiert werden. In der Vergangenheit erwirtschaftete man enorme Transfersummen durch Verkäufe von beispielsweise Randal Kolo Muani, Hugo Ekitiké oder Omar Marmoush.

Sondertrikot gegen Rassismus vorgestellt: Eintracht Frankfurt hat ein Sondertrikot vorgestellt, um im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen. Die Botschaft „Wir sind Frankfurt. Alle.“ steht dabei im Mittelpunkt. Männer-, Frauen- und U21-Team werden das Trikot gegen Köln (Männer), den HSV (Frauen) und Türk Gücü Friedberg (U21) tragen. Statt Sponsorenlogos ist die Botschaft „Wir sind Frankfurt. Alle.“ in den jeweiligen 16 Muttersprachen der Spielerinnen und Spieler auf der Brust zu sehen, ergänzt durch den Slogan „Frankfurt vergisst nicht.“ am Ärmel.  Das Trikot erscheint in limitierter Auflage (1000 Stück) und kann beim Männer-Heimspiel gegen Köln im Fanshop Stadion erworben werden. Pro verkauftem Trikot werden 20 € an Saz-Rock e.V. gespendet. Einen Verein, der sich für interkulturellen Dialog in der Jugendarbeit und gegen Rassismus engagiert. Der Klub möchte damit seine Werte von Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt unterstreichen und positioniert sich klar gegen jede Form von Diskriminierung.

Theate für Belgien nominiert: Die belgische Nationalmannschaft wird am 28. März und am 1. April gegen die USA und Mexiko Freundschaftsspiele austragen. Mit dabei sein wird auch Eintracht-Verteidiger Arthur Theate, wie der belgische Verband am heutigen Freitag mitteilte. Die Nominierung könnte überraschen, denn der Innenverteidiger fiel zuletzt wegen einer Meniskusverletzung für fünf Spiele aus. Die Verletzung hatte sich der 25-Jährige im Training zugezogen. Im Vorfeld des Auswärtsspiels der SGE in Mainz bestätigte Chefcoach Albert Riera allerdings, dass Theate wieder für den Kader zur Verfügung stehen wird, nachdem er unter der Woche bereits mit der Mannschaft trainierte.

Paul Nebel günstig zu haben? Dass der Mainzer Paul Nebel für die SGE ein interessanter Spieler ist, ist längst bekannt. Mehrere Medien berichteten in der Vergangenheit, dass der variable Mittelfeldspieler ebenfalls interessiert an einem Wechsel sei, es sogar schon einen ersten Austausch zwischen seiner Berateragentur und der Eintracht gegeben habe. Nun will die „Bild“-Zeitung erfahren haben, dass eine Ablöse im Bereich der 10 bis 15 Millionen Euro realistisch wäre. Weil der Vertrag des 23-Jährigen im Sommer 2027 ausläuft, könnte der gebürtige Bad Nauheimer günstig (geschätzter Marktwert: 15 Millionen Euro) zu haben sein. Weiter berichtet das Boulevardblatt, dass die Hessen Nebel bereits als Jugendspieler mehrfach holen wollten, bekanntlich zog es den Spieler damals aber in die Jugendabteilung der Offenbacher Kickers und später zum 1. FSV Mainz 05, wo er den Bundesliga-Durchbruch schaffte.

FCB im Rennen um Eichhorn raus: Die Eintracht soll im Rennen um Hertha BSC-Talent Kennet Eichhorn mitmischen und großes Interesse an einer Verpflichtung des 16-jährigen Mittelfeldspielers (geschätzter Marktwert: 20 Millionen Euro) haben. Neben den Hessen soll es eine ganze Reihe an potentiellen Abnehmern für Eichhorn geben – unter anderem auch den FC Bayern München. Doch nun soll bei den Münchnern ein Umdenken stattgefunden haben. Wie „Sport1“ berichtet, soll sich der FCB im Werben zurückgezogen haben. Offen bleibt natürlich weiterhin, wohin es den zwölffachen Zweitligaspieler schlussendlich ziehen wird. Berichten zufolge plant der Teenager seinen Abgang im Sommer, seine Ausstiegsklausel soll im Bereich der zehn bis zwölf Millionen Euro liegen.

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6 Kommentare

Fallback Avatar 1. dieseeledesadlers 20. März 26, 21:14 Uhr

Hoeness, besser Klappe halten !

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Fallback Avatar 2. Reebok 20. März 26, 22:00 Uhr

Hm, Theate gleich zur Nationalelf? Wäre besser, wenn er erst richtig fit würde.

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Fallback Avatar 3. Adlermacht 20. März 26, 22:33 Uhr

Das ist ein sehr gutes Zeichen!

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Avatar 4. SGE-SCOPE 20. März 26, 23:12 Uhr

Man kann von Uli H. vom Tegernsee halten was man will, er wurde gefragt, scheinbar wurde ja auch nachgebohrt und er hat halt die Wahrheit gesagt. Auf der anderen Seite der Medaille steht, dass der FC Bayern nun mal einer der mächtigsten Vereine in Europa ist und es da leicht ist, ein Käuferverein zu sein.

Gruß SCOPE

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 5. Boris 20. März 26, 23:46 Uhr

Wie lächerlich und erbärmlich, der Hoeneß hat schon immer dem Gegner nicht den Dreck unter den Fingernägeln gegönnt. Die Bayern können es sich ja auch leisten, Verträge einfach auslaufen zu lassen und dann ablösefrei oder für 50-100 Mio. die besten von anderen Vereinen auszulösen, ergänzt von abgeworbenen Jugendspielern.

Klar würde die Eintracht lieber Marmoush und Ekitiké behalten, nur wenn einige andere tolle Spieler wie eben auch schon Jovic, Haller, Rebic nicht vor Ablauf des Vertrages verhökert worden wären, hätte man auch Silva, Pacho, Lindström, Kolo gar nicht holen können. Selbst ablösefrei muss man die ganzen Vertragsunterschriftsboni bezahlen und 25 Mio. Gehalt für 5 Jahre einplanen. Und wenn man die nicht verzockt hätte, hätte man eben auch nicht Marmoush und Ekitiké holen können.

Die Verkäufe wurden aber systematisch in einen breiteren Kader investiert. Es ist langfristig viel weniger Risiko, 10 Spieler von 10-20 Mio. Marktwert zu haben als einen mit 100 Mio.. Der Starspieler könnte sich immer auch verletzen, eine Formkrise haben oder gar ablösefrei gehen und dann hätte man gar nichts mehr, man würde komplett mit leeren Händen dastehen. So haben Krösche&Co. das Geld inzwischen in ca. 20 Spieler mit 10-20 Mio. Marktwert gesteckt, so dass niemals der Totalverlust droht. Selbst wenn mal ein Talent stagniert, sich verletzt oder man davon 2-3 Spieler abtreten muss, eben weil Verträge sonst auslaufen und man den Gehaltsrahmen für eine anstehende Gehaltserhöhung nicht sprengen will, dann bleibt der Kader in seiner Breite erhalten. Es droht einfach nicht mehr andauernd der Totalverlust.

Hoeneß ist ja als Bayernvertreter stark mitverantwortlich dafür, dass die TV-Gelder so unfair verteilt werden und es kaum Durchlässigkeit gibt. In der Premier League ist die Verteilung viel gerechter, das steigert die Qualität des Produkts und macht den Wettbewerb spannender. Nur PSG hat die Ligue 1 noch einseitiger auf sich zugeschnitten. Eigentlich sollte man sich eine fairere Verteilung vor dem EUGh erstreiten wegen Wettbewerbsverzerrung, da würde er aber gucken der Hoeneß. Denn das ist es, wenn der Meister immer den Großteil der Anteile abgreift und der Rest sich die Krümel teilt.

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Fallback Avatar 6. ceterum censeo 21. März 26, 00:02 Uhr

Kaeuferverein? Nicht ganz, Rummenigge etwa ging 84/85 fuer damals astronomische 11 Mio Mark zu Inter - da konnte Bayern nicht nein sagen. Das war sozusagen damals deren Ekitike bzw. Kolo Muani. Und sie investierten es smart gleich wieder in Matthaeus (2,4 Mio Mark)… Ich behaupte, ohne diesen Spielertausch plus 8,6 Mio waeren die Bayern nicht dort, wo sie heute sind.

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