Kevin Trapp versteht nicht, warum sein Cheftrainer in Frage gestellt wird. (Bild: Heiko Rhode)

Trapp stellt sich hinter Hütter: Zwei Niederlagen gegen Teams aus der Top sechs der Tabelle kassierte die Eintracht nach der Corona-Pause. Aber auch die letzten beiden Partien vor der Unterbrechung gingen verloren. „Wir hatten schlechte Spiele gegen Union Berlin und Leverkusen. Die Partie gegen den FC Basel darf man nicht überbewerten, weil es auch von den äußeren Bedingungen her nicht einfach war. Ansonsten kann ich mich nicht an eine wirklich schlechte Leistung von uns erinnern“, äußerte sich Kevin Trapp in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit sport1.de. Die Arbeit von SGE-Cheftrainer Adi Hütter wird teilweise in Frage gestellt. Trapp verstehe die Trainerdiskussion nicht. „Ich finde es zu einfach, gleich alles schlecht zu reden, wenn es mal nicht richtig läuft. Ich verstehe manche unzufriedene Kommentare, aber Kritik am Trainer ist mir zu billig“, meinte der 29-Jährige. Es liege mehr an der Mannschaft als am Trainer, die Negativserie zu beenden: „Es kommt nicht auf das System an, sondern auf die Bereitschaft, alles zu geben.“

Hinteregger stellt Ligarekord auf: Am gestrigen Samstag erreichte Martin Hinteregger in München seine Saison-Treffer sieben und acht und ist damit Frankfurts bester Knipser in der laufenden Bundesliga-Saison. Außerdem erzielte der torgefährlichste Abwehrspieler der Liga in 2019/2020 sieben seiner acht Treffer nach einem Eckball, wie „bundesliga.de“ bekannt gab: „Seit Datenerfassung 1992/93 kam nie zuvor ein Spieler auf so viele Saisontreffer nach Ecken.“ Nun führt der Österreicher auch noch die vereinseigene Torjäger-Liste in der Bundesliga (BL) an. Hinter ihm reihen sich die drei Stürmer ein: Gonçalo Paciência traf in 22 BL-Einsätzen sieben Mal und Bas Dost (16 Einsätze) und André Silva (17 Einsätze) kommen jeweils auf fünf Tore.

Ein Führungstreffer würde helfen: Am Dienstag um 20:30 Uhr empfängt die SGE den SC Freiburg. Gegen die Breisgauer müssen dringend Punkte her, um den Abwärtstrend zu stoppen. „Wir müssen uns weiter steigern, auch im Spiel nach vorne. Auf der anderen Seite müssen wir sehr diszipliniert spielen und geschlossen als Mannschaft auftreten. Denn ab sofort zählt jeder Punkt“, betonte Mijat Gacinovic, der gegen die Bayern 71 Minuten auf dem Platz stand, auf der Webseite der Eintracht. Sein Teamkollege Almamy Touré spielte die kompletten 90 Minuten durch. Auch der Franzose weiß um die Wichtigkeit des nächsten Spiels bescheid: „Wir müssen schnellstens regenerieren, weil uns am Dienstag gegen Freiburg ein ganz wichtiges Spiel erwartet, in dem wir alles dafür tun werden, die drei Punkte in Frankfurt zu behalten.“ In den letzten vier Spielen kassierte die Eintracht immer das erste Tor, deshalb forderte Touré: „Für eigene Treffer sind wir immer gut. Deshalb würde es für den Spielverlauf helfen, auch mal selbst in Führung zu gehen.“

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51 Kommentare

  1. Hütter alleine die Schuld zu geben, ist sicher zu billig. Da gibt es schon mehr Faktoren. Aber die Aussage, dass bis auf zwei drei Spiele alles ordentliche Leistungen gewesen sind, irritiert mich zutiefst. Richtig ordentliche, und ich rede nicht von guten Leistungen, gab es in den letzten Monaten nur punktuell. Oft hat man sich selbst geschlagen und sich seinem Schicksal ergeben. Auch wenn es fußballerisch nicht klappt, Pässe über drei Meter nicht ankommen etc., die Mentalität macht immer wieder den Unterschied und entscheidet zwischen Sieg und Niederlage häufig. Mentalitätsspieler sehe ich jedoch nur sehr wenige. Da ist der Führung der größte Vorwurf zu machen. Wir haben, auch wenn viele das zurzeit verneinen, wirklich tolle Fußballer in unseren Reihen, deshalb schnuppern wir auch manchmal an Siegen und zeigen punktuell tolle Passagen und Spielzüge. Spieler, die LAUTSTARK vorangehen, haben wir aber leider keine. Hinti ist ein Krieger, ist aber auch zu leise auf DEM Feld. Trapp redet viel, tendiert aber auch dazu, Entwicklungen und Leistungen zu positiv zu sehen (er ist eben menschlich). Ansonsten waren Hase, Abraham, Rode immer Leute, die die Truppe mal angespornt, aufgerüttelt haben. Bei diesen Personalien muss man aber die aktuelle Einsatzzeit sehen und wie sehr die Ansagen von den Teamkollegen ernstgenommen werden. Ich bin immer wieder geschockt davon, wie Kostic, Rode, da Costa, Toure, Sow, Silva etc. etc. Gegentore emotions- und kommentarlos hinnehmen. Diese Spieler, die gehört werden und durch Einsatz und Mentalität vorangehen, fehlen! Mentalität und Wille kann auch vom Trainer demonstriert werden, aber das ist leider nicht Adis Art. Gegen den Abstieg brauchen wir das aber. Bei den Verpflichtungen sollte man zukünftig auch darauf achten. Tolle Techniker haben wir geholt, auch wenn es in letzter Zeit nicht danach aussieht.

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