Wohin geht die Reise von Carlos Salcedo?

Salcedo nach Mexiko? Carlos Salcedo ist gerade wieder fit geworden und durfte zuletzt wieder von Beginn an ran. Verlässt er jetzt die SGE im Winter? Wie das mexikanische Portal „Bolavip“ berichtet, soll der Verteidiger bei Chivas im Gespräch sein. Die Rede ist von einem Leihgeschäft über ein Jahr zum Team aus Guadalajara. Ob die Eintracht aber gewillt ist, den 25-Jährigen abzugeben, darf bezweifelt werden. Jedoch war zuletzt mit dem US-Verteidiger Aaron Long ein Abwehrmann mit den Adlern in Verbindung gebracht worden.

Hass und Zuspruch: Eintracht-Präsident Peter Fischer hat für sein Engagement gegen die AfD und Rassismus in den letzten Monaten viel Hass, aber auch für viel Zuspruch erhalten, wie er jetzt in einem Interview mit der FAZ verraten hat: „Es gab zahlreiche Drohungen und viel Hass gegen meine Familie und mich“. Es habe sich einiges geändert, nachdem er klar gegen sich gegen die rechtspopulistische Partei gewandt hat. Doch neben Ablehnung erhielt er auch viel Unterstützung aus ganz Deutschland: „In den Farben getrennt, in der Sache vereint. Zusammen zeigen wir klare Kante.“

Bobic von SGE-Entwicklung begeistert: Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic hat der SGE ein glänzendes Jahreszeugnis ausgestellt. „Die Entwicklung in den vergangenen 30 Monaten ist phänomenal. Und ich spreche von der Entwicklung des gesamten Vereins“, sagte Bobic in einem Interview auf der Eintracht-Homepage. Ein Hauptgarant hierfür sei Adi Hütter, der die großen Fußstapfen von Niko Kovac bestens ausfülle: „Was er hier seit Sommer leistet, dafür gibt es kaum die richtigen Worte.“ Dabei habe er zu Beginn etwas Skepsis rund um die Verpflichtung des Österreichers gespürt. „Inzwischen wird er im gesamten Stadion und dem Umfeld des Vereins gefeiert. Zurecht“, betonte der Sportvorstand.

Rosenthal rechnet ab: Der ehemalige Eintracht-Spieler Jan Rosenthal hat sich kritisch zum Fußball-Geschäft geäußert. „Mich haben viele Dinge zunehmend genervt: Der Egoismus in dem Geschäft – es geht in vielen Vereinen vorrangig um Macht, Status und nicht um die Sache an sich, also das, was dem Mannschaftserfolg dient“, sagte er in einem Interview mit dem Sportbuzzer. „Mal eine Uhr, mal ein Auto, oder die neuen teuren Klamotten“, findet er vor allem für so manchen jungen Bundesliga-Profi deutliche Worte. „Die TV-Interviews sind doch fast alle gleich, das spiegelt den ganzen Schein der Branche wider. Viel Fassade, wenig dahinter.“ Rosenthal habe sich wie in einer Blase gefühlt.

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11 Kommentare

  1. Da wir m.M. nach in der IV ohnehin Bedarf haben, käme für mich ein Verkauf von Salcedo in der Phase zur Unzeit.
    Ganz im Gegenteil, würde ich einen weiteren zusätzlichen und konkurrenzfähigen Innenverteidiger, der bestenfalls noch LV, RV oder die 6 spielen kann, begrüßen.

  2. Rosenthal:
    JR hatte für mich immer schon eine esoterische Ader und sonderte sich auch unter Armin Veh von der Mannschaft ab.
    Zeitgemäß und der Entwicklung des Fußballs angepasst, was man nun auch immer von der Entwicklung hält, finde ich JR jedenfalls nicht.
    Für mich ist er ein Einzelgänger bzw. Eigenbrödler.
    Trotzdem alles Gute für Ihn, außerhalb der Stadien und des Fußballs.

  3. Das mit Salcedo ist wohl eine Zeitungsente. Warum sollte er wechseln wollen und warum sollten wir ihn verleihen?

  4. Rosenthal hat mit den Wölfen geheult. Mitleid habe ich nicht. Ich halt ihm zu gute, dass er frühzeitig die Karriere beendet hat, und so aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht hat. Nur zeigt jetzt sein Wehklang für mich eine Doppelmoral. Er hätte jetzt als (gut situierter?) Fussballprofirentner besser schweigen oder sich schon vor Jahren äußern sollen. Es klingt zu sehr nach „Mimimi“ und Selbstmitleid.

  5. Zum Thema Rosenthal muss ich sagen, er hat Recht, aber das ist die komplette Gesellschaft in der wir Leben und nicht nur der Fussball. Es ist alles nur noch eine Scheingesellschaft in der es für Aussenstehende immer wichtiger ist, was jemand erreicht hat anstatt wer jemand ist. Dass er sich aber so vehemment in der Opferrolle sieht liegt meiner Meinung aber daran, dass er ein wenig psychotisch ist. Das ist nicht böse gemeint, ich kenne einige Leute die zu psychosen Neigen und Rosenthal hat mich in seinem Verhalten schon oft an solche Leute erinnert. Er hat ja selbst zu seinen Leistungsschwankungen immer gesagt, er denkt zu viel auf dem Platz. Und wer selbst beim Sport aus seinem Denkgefängnis nicht rauskommt, der hat vielleicht ein kleines Problem…

  6. Zu Rosenthal: Veh hat ihm den Rest gegeben. Dessen Klamottenauswahl muss Psychoterror für JR gewesen sein. 🙂

    Er hat in diesem System vermutlich gut mitverdient. Und wenn er viel gespart und nicht in vermeintliche Statussymbole investiert hat, muss er keine Eisbällchen (Köhler) oder Laminat (Falkenmayer) verkaufen.

  7. So Fussballer gibts und immer. Siehe Thomas Broich. Der hat es sogar verfilmt in Tom meets Zizou. Guter Film. Er hat die Konsequenz gezogen und ist nach Down Under und hat da Spaß gehabt

  8. @ 5
    ‚… eine Scheingesellschaft in der es für Aussenstehende immer wichtiger ist, was jemand erreicht hat anstatt wer jemand ist.‘
    Danke für diesen Satz, da steckt soviel Wahrheit dahinter, Man kann sich das nicht oft genug klar machen.

  9. @ 7 Hab mir eben seine Vita angeschaut. Hauptsache am Ende zufrieden. In meiner Familie hat´s auch einer vom Millionär bis zum Hartzer geschafft. Dafür musste er noch nicht mal Fußballspielen …

  10. Dicke Kohle verdienen und in einem kuscheligen Amateurverein spielen.
    An Scheinheiligkeit kaum zu überbieten.
    Leistungssport, aber Beurteilung bitte nach „inneren Werten“.
    Wie ein Chirurg, der kein Blut sehen kann.

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