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Großer Sport der Paderborn-Fans: Nach einem schlimmen Unfall im Eintracht-Block stellte auch der SCP-Anhang den Support ein und zeigte dieses Transparent. Foto: IMAGO / Ulrich Hufnagel

SGE kompakt: Paderborn-Fans solidarisieren sich mit Eintracht-Anhang

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Medizinischer Notfall im Eintracht-Block: Das 2:2 der Frankfurter Eintracht in Paderborn rückte in den Hintergrund, als ein Fan der Frankfurter am Anfang der Partie rund vier Meter tief im Gästeblock abgestürzt war. Er soll sich dabei am Kopf verletzt haben. Paderborn-Geschäftsführer Sebastian Lange bestätigte den Vorfall: „Es gab einen medizinischen Notfall. Ein Fan ist im Gästeblock abgestürzt.“ Der Eintracht-Fan musste mit einem Krankenwagen in ein Krankenhaus abtransportiert werden. Wie Sprecher der Vereine mitteilten, sei der Fan glücklicherweise stabil und ansprechbar. Dennoch verstummten beide Fanlager weitgehend nach dem medizinischen Notfall. Der Stadionsprecher der Home Deluxe Arena bat per Durchsage darum, „den Stimmungsbogen heute gesenkt zu lassen.“ Dieser Bitte kamen alle Fans weitgehend nach: Über die gesamte Länge des Spiels herrschte eine gespenstische Stille. Zudem hingen die aktiven Fanszenen beider Seiten ihre Zaunfahnen ab, nur in der Paderborner Kurve war ein Banner mit der Nachricht „Gute Besserung“ zu sehen.

Knauff-Auswechslung aufgrund von Schwindelgefühl: Beim 2:2-Remis in Paderborn war Eintracht-Außenbahnspieler Ansgar Knauff zur Halbzeit ausgewechselt worden. Kurz vor der Halbzeitpause war er es gewesen, der den Paderbornern mit einem unüberlegten Rückspiel eine Ecke geschenkt hatte, die in letzter Konsequenz zum Ausgleich der Ostfestwalen geführt hatte. Dass der Frankfurter Europaleague-Sieger von 2022 in der Kabine geblieben war, war von vielen als leistungsbedingte Auswechslung beurteilt worden. Wie der Journalist Christopher Michel nach der Partie auf seinem „X“-Account meldete, sei es allerdings nicht aufgrund der Leistung gewesen. So habe der 24-Jährige Schwindelgefühle verspürt und war deshalb nicht wieder auf den Rasen zurückgekehrt. Knauff war in der 9. Spielminute hart mit Raphael Obermair vom SCP kollidiert und hatte dabei einen ordentlichen Schlag gegen den Kopf abbekommen. Nach einer kurzen Behandlung durch das medizinische Personal wurde zunächst Grünes Licht gegeben, sodass Knauff weiterspielte. Mit den Schwindelgefühlen in der Halbzeitpause war dann aber Schluss für ihn.

Rekord-Serie gerissen: Beim 2:2 der Frankfurter Eintracht auswärts in und gegen Paderborn ist die Elfmeter-Killer-Serie von Noah Atubolu gerissen. Der Schlussmann der Hessen hatte zuletzt sechs Strafstöße in der Bundesliga in Folge gehalten. Das ist unangefochtener Rekord im deutschen Oberhaus. Marvin Pieringer vom SC Paderborn beendete diese Serie am Samstagnachmittag. Der Stürmer traf sicher vom Punkt zum zwischenzeitlichen 2:1 aus Paderborner Sicht. Der siebte gehaltene Elfmeter bleibt dem 24-Jährigen somit (vorerst) verwehrt.

Krösche nun lebenslanges Eintracht-Mitglied: Die Mitgliederversammlung, auf der sich Ex-Sportvorstand Markus Krösche sichtlich emotional von Eintracht Frankfurt verabschiedete, liegt nun schon knapp drei Wochen zurück. Im schnelllebigen Geschäft Profifußball ist seitdem einiges passiert: Die SGE hat mit Joti Chatzialexiou bereits einen Krösche-Nachfolger gefunden, der bereits in den kommenden Wochen seinen neuen Job antreten könnte. Und Krösche selbst steht unmittelbar vor einer neuen Aufgabe bei der AC Mailand als „Head of Football“. Der 46-Jährige wird dort voraussichtlich zum 1. Januar starten. Vorher wollte der gebürtige Hannoveraner sich scheinbar aber noch gebührend von seinen ehemaligen Arbeitskollegen aus Frankfurt verabschieden. Krösches Familie wohnt in Paderborn. Da traf es sich gut, dass die Adlerträger am heutigen Samstag ihr Auswärtsspiel genau dort bestritten. Wie Instagram-Fotos von Ehefrau Viktoria Krösche zeigen, feierten sie mit Vorstandsberater Rainer Falkenhain, Vorstandsmitglied Philipp Reschke, Präsident Mathias Beck, Vorstandsvorsitzender Axel Hellmann, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Sven Janssen, Aufsichtsratsmitglied Felix Wirmer und Finanzvorstand Julien Zamberk eine Grillparty. Ebenfalls auf den Fotos in Frau Krösches Instagram-Story erkennbar: Eine Urkunde über Krösches lebenslange Mitgliedschaft bei der SGE. „Du bist mehr als nur ein Mitglied in einem Verein. Du bist Teil einer einzigartigen Gemeinschaft. Ein Leben lang“, steht auf dem von Präsident Beck unterzeichneten Dokument. Eine ganz besondere Widmung und Anerkennung der Verdienste, die Krösche in seinen etwas mehr als fünf Jahren bei der Eintracht geleistet hat.

Freigang-Prozess läuft wohl weiter: Beim 1:3-Misserfolg der Eintracht-Frauen gegen den VfL Wolfsburg am gestrigen Freitag stand auch Kapitänin Laura Freigang bis zur 76. Minute auf dem Feld. Wie lange die 28-Jährige allerdings noch für Frankfurt auflaufen darf, steht in den Sternen. Der Grund: Freigang verpasste in der Vergangenheit immer wieder Doping-Kontrollen. Eigentlich müssen Nationalspielerinnen regelmäßig Angaben über ihre Aufenthaltsorte und ihre Erreichbarkeit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) zur Verfügung stellen, damit die Behörde jederzeit unangekündigte Dopingtests durchführen kann. Freigang hatte drei „Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse“ begangen, also die benötigten Informationen nicht zur Verfügung gestellt. Somit sammelte die Stürmerin drei „Strikes“, was eine Sperre wegen einem Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen von bis zu zwei Jahren nach sich ziehen kann. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor recherchiert, dass auch ein außergerichtlicher Vergleich zwischen den Parteien möglich wäre. Den Recherchen des Boulevardmediums zufolge war dieser Vergleich in den letzten Wochen sehr nah, konkret sei es um eine Sperre von 12 bis 18 Monaten gegangen. Die Verhandlungen seien allerdings gescheitert, denn die internationale Anti-Doping-Agentur Wada habe einer Einigung widersprochen. Alle anderen Parteien, also Freigang selbst, der DFB und die Nada (nationale Anti-Doping-Agentur) seien offen für eine Einigung gewesen. Somit dürfte das Verfahren weitergeführt werden und es wahrscheinlich zu einem Prozess vor dem DFB-Sportgericht kommen. In ihrer Karriere wurde die Spielerin nie positiv getestet und bis zu einem rechtskräftigen Urteil darf Freigang weiter für die Eintracht auflaufen.

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3 Kommentare

Avatar 1. friedhelmthegreatest 07. November 26, 20:19 Uhr

Ja würde sagen: fettes Merci nach Paderborn!

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 2. Boris 07. November 26, 20:35 Uhr

Bitter für Freigang, wenn min. 12 Monate Sperre noch das milde Urteil gewesen wäre, was die internationale Dopingagentur angelehnt hat. Seit dieser Hiobsbotschaft zeigt sie endlich alles, was sie kann auf konstant herausragenden Level. Die Kollegin Ilestedt hat ja darauf hingewiesen, dass in anderen professionellen Ligen der Verein automatisch jede Abwesenheit meldet und nur in Deutschland das Sache der Spielerinnen ist. Ich hoffe, da wird von Seiten der Eintracht nachgebessert, damit so etwas nie mehr passiert. Das spricht sie natürlich nicht von jeder Verantwortung frei, aber wenn so etwas vermeidbar ist, dann sollte es auch gezielt unterbunden werden.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 3. Handballer85 07. November 26, 21:15 Uhr

Ich denke mehr als ein Gute Besserung bleibt heute nicht zu sagen ! Hoffe auf vollständige Genesung !

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