Erklärung für SGE-Wechsel: Der Wechsel von Joti Chatzialexiou zu Eintracht Frankfurt sorgt beim 1. FC Nürnberg weiterhin für Gesprächsstoff. Der 50-Jährige wird spätestens zum 1. Februar kommenden Jahres neuer Sportvorstand der Hessen und damit Nachfolger von Markus Krösche, den es zur AC Mailand zieht. Dabei hatte Chatzialexiou seinen Vertrag beim Zweitligisten erst vor wenigen Monaten bis 2028 verlängert. Möglich macht den Wechsel eine Ausstiegsklausel, die laut Medienberichten im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen soll. Nach dem 3:1-Auswärtssieg der Nürnberger beim FC St. Pauli äußerte sich der Deutsch-Grieche erstmals ausführlich zu seinem bevorstehenden Abschied. „Ich wurde vor kurzem angesprochen. Es wurden Gespräche geführt, die sehr transparent auch in Nürnberg transportiert wurden. Dann hat es eine Dynamik genommen, wo es auch ganz schnell ging und wir eine Einigung erzielen konnten“, erklärte Chatzialexiou bei „Sky“. Weiter begründete der ehemalige DFB-Funktionär: „Es war für mich eine emotionale Entscheidung. Es war keine Entscheidung gegen den Club, sondern für meine Familie und meinen Heimatverein. Da, wo ich groß geworden bin.“ Interessant ist dabei vor allem seine Aussage, dass die Frankfurter zunächst andere Optionen geprüft hätten: „Vorher waren auch noch ein, zwei andere Kandidaten im Gespräch. Ich kenne die Verantwortlichen in Frankfurt sehr, sehr gut. Deshalb war ich der letzte Ansprechpartner, weil man mich vom Charakter her kennt. Das ist jetzt ein sehr kurzes Zeitfenster gewesen.“ Ob der 50-Jährige tatsächlich bis Februar in Nürnberg bleibt oder seinen neuen Posten in Frankfurt früher antritt, ist derzeit offen. Bis zu seinem Abschied möchte er sich jedenfalls weiterhin mit voller Kraft für den Club einsetzen. „Ich bin dankbar, dass ich hier die Gelegenheit hatte, gemeinsam mit Miro Klose etwas aufzubauen. Wir werden jetzt alles dafür tun, dass wir in den nächsten Wochen noch erfolgreich sind. Das haben die Fans verdient, das hat der Verein verdient. Dafür werde ich mein letztes Hemd geben“, versprach Chatzialexiou. Auch für seine künftige Aufgabe bei der Eintracht kündigte er vollen Einsatz an: „Und wenn ich dann irgendwann mal bei der Eintracht bin, geht es dann genauso weiter.“
Hellmann äußert sich zu Chatzialexiou: Beide Klubs, die Eintracht und der 1. FC Nürnberg, gaben am Samstag offiziell den Wechsel von Joti Chatzialexiou bekannt. In der Mitteilung der Franken heißt es wörtlich: „Der gebürtige Hesse wechselt voraussichtlich zum 1. Februar 2027 zu seinem Heimatverein Eintracht Frankfurt.“ Diese Formulierung lässt Spielraum offen, ab wann der gebürtige Frankfurter tatsächlich seinen Posten am Main antritt. Es könnte bereits vor dem 1. Februar soweit sein. Darauf von „Absolut Fußball“ angesprochen, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Eintracht Axel Hellmann: „Wir respektieren sein bestehendes Vertragsverhältnis zum 1. Februar 2027. Wenn die Nürnberger dort ein Türchen aufmachen, dann lassen wir das so stehen. Das ist aber nicht unser Ansinnen.“ Demnach plant die Eintracht das anstehende Wintertransferfenster Stand jetzt noch ohne den neuen Sportvorstand. Es scheint nicht der Plan zu sein, den Nachfolger von Markus Krösche früher in seine Geburtsstadt zu locken, wenngleich man einen früheren Start nicht ausschließen kann. Bei den Frankfurtern ist man jedenfalls vorbereitet das Transferfenster auch ohne Chatzialexiou zu gestalten. „Wir sind darauf vorbereitet, dass wir in der Besetzung, die wir haben, auch das Wintertransferfenster machen“, versicherte Hellmann. Gemeint ist die interimsweise Besetzung des Sportvorstands-Posten durch Hellmann selbst, der bei der Vorbereitung des Transferfensters von Sportdirektor Timmo Hardung unterstützt werden soll.
Ebnoutalib-Vertragsgespräche geplant: Younes Ebnoutalib sorgt bei der SGE seit Wochen für Furore. Mit wettbewerbsübergreifend acht Toren und zwei Vorlagen ist er Top-Scorer der Mannschaft. So knipste er auch am gestrigen Sonntag gegen den Hamburger SV. Auf die rasante Entwicklung des 23-Jährigen hatte man bei den Hessen vor der Saison zwar sicherlich gehofft, abzusehen war sie aber keinesfalls. Dabei bleiben die Leistungen des gebürtigen Frankfurters auch anderen Vereinen nicht verborgen. Laut „Sky“ sollen die Tottenham Hotspurs und Juventus Turin den Angreifer auf dem Zettel haben. So sollen beide Vereine ihr Interesse bereits bei der Spielerseite hinterlegt haben. Bei der Eintracht kann man die Situation entspannt betrachten. Ebnoutalib besitzt noch einen laufenden Vertrag bis 2031. Dennoch soll zeitnah über ein neues Arbeitspapier verhandelt werden. Bereits mit dem ehemaligen Sportvorstand Markus Krösche sollen Gespräche über die Anpassung des Gehalts des Stürmers geplant worden sein. Diese Aufgabe wird nun an seinen Nachfolger Chatzialexiou übergehen. Der 50-Jährige soll den neuen deutschen Nationalspieler sehr schätzen.
Auszeichnung für Uzun: Eintracht-Mittelfeldmann Can Uzun zeigte beim 3:1-Heimsieg gegen den Hamburger SV eine starke Leistung, er bereitete ein Tor direkt vor, legte viele Chancen auf und hatte immer wieder gute Aktionen in der Offensive. Für seine Leistung wurde der Türke vom „Kicker“ in die „Elf des Tages“ berufen. Für den 20-Jährigen war es die zweite Berufung des Magazins.
Onyedika ist 300. Liga-Torschütze: In der 47. Spielminute erzielte Raphael Onyedika gegen den Hamburger SV das zwischenzeitliche 2:1. Der Abstauber nach einer Ecke leitete eine starke zweite Halbzeit der SGE ein und stellte so die Weichen auf Heimsieg. Ein wichtiger Treffer also. Für den Nigerianer, der im Sommer für rund neun Millionen Euro aus Brügge kam, war es der Premierentreffer im Adlerdress. Zeitgleich ist Onyedika der 300. Bundesliga-Torschütze der Frankfurter. Kein anderer Verein stellte bislang in der Historie mehr unterschiedliche Torschützen. Daneben feierte bekanntlich Megatalent Niko Ilicevic sein Pflichtspieldebüt für die Hessen. Damit setzte die SGE bereits 507 verschiedene Spieler ein, auch das ist Rekord im deutschen Oberhaus.






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