Armin Kraaz hofft auf noch mehr Nachwuchs-Talente, die den Sprung in die erste Elf schaffen.

Kraaz fordert bessere Talent-Vorbereitung: Der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Eintracht, Armin Kraaz, hat sich gegenüber dem „hr-sport“ zur Nachwuchsarbeit der SGE geäußert. Er betonte, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Bundesliga-Mannschaft und den Jugendteams unter Niko Kovac zwar deutlich verbessert habe, die jungen Spieler aber vielleicht nicht in die Spielidee des Kroaten. Unter dem neuen Trainer Adi Hütter hoffe er aber auf mehr Talente, die den Sprung vom Riederwald ins Waldstadion schaffen. Dabei hofft er auch auf die Einstellung der Jugendspieler und auf eine Verbesserung des NLZ: „Es zeigt, dass unsere Talente noch besser vorbereitet zu den Profis kommen müssen.“

Eintracht meets Start Ups: Eintracht Frankfurt will der digitalste Bundesligist werden. Dieses Ziel hat SGE-Vorstand Axel Hellmann ausgerufen. Dafür wird die Partnerschaft zwischen Eintracht Frankfurt und TechQuartier, der führenden Innovationsplattform für Startups, intensiviert. „Wie aus allen Lebensbereichen, ist die Digitalisierung auch aus dem Sport nicht mehr wegzudenken. Als mittelständisches Unternehmen der Region bietet uns der Dialog mit Startups Chancen für die eigene Unternehmensentwicklung. Gleichzeitig fördern wir Gründer bei der Umsetzung interessanter Geschäftsideen und machen so den Standort attraktiv für Startups“, erklärte Axel Hellmann, Vorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG. Ein erstes Boat-Camp hat bereits stattgefunden, nach der Sommerpause sollen unter dem Motto „Leibchen & Laptop“ Netzwerk-Events stattfinden.

Steubing hoffnungsvoll bei Mascarell: Steigert die Eintracht um einen Spieler, den sie de facto unter Vertrag hat? Eine solche Situation könnte im Fall von Omar Mascarell eintreten. Real Madrid besitzt eine Rückkaufoption über 4 Millionen Euro – angeblich noch bis 15. Juli. Die Madrilenen hatten den Spanier zuletzt untere anderem Schalke 04 angeboten. Doch die SGE könnte vielleicht in diesen Poker einsteigen, wie Wolfgang Steubing im „Wiesbadener Kurier“ andeutet: „Es gibt vielleicht Vertragsmodalitäten, wo man sich treffen könnte“. Auch eine Rückkehr von Jesus Vallejo wird in diesem Zusammenhang immer wieder diskutiert. „Wenn es nach mir ginge, würde ich sagen: Holt mehr Spanier“, sagt Axel Hellmann und betont das Gesamtpaket aus Qualität, Mentalität und Willensstärke.

Hellmann forciert Stadion-Ausbau: Eintracht-Vorstand Axel Hellmann treibt die Planungen für den Stadion-Ausbau auf ein Fassungsvermögen von 60.000 Plätzen voran. Ein entsprechender Ausbauplan liegt der Stadt vor, sagte er der FAZ. Geht es nach Hellmann, soll nach Auslaufen des aktuellen Mietvertrags 2020 „die Stadt 30 Millionen in Beton“ investieren. Die Eintracht werde im Gegenzug die gleiche Summe in Digitaltechnik stecken: „Videowürfel, Werbebanden, Sicherheit, Bezahlsystem. Unser Katalog umfasst 30 Punkte. Wir haben ein Konzept, das kein anderer Bundesliga-Club hat.“ Vorbild sind die Stadien in den USA.

Geldregen für SGE: Die Eintracht darf sich schon bald auf den nächsten warmen Geldregen freuen. Diesmal gibt es eine stattliche Überweisung der FIFA. Der Weltverband beteiligt alle Vereine am wirtschaftlichen Erfolg der WM. Pro Turniertag und Teilnehmer gibt es so bis zu 7.426 Euro. Die Hessen können sich daher auf über eine Millionen Euro. Der „kicker“ berichtet, selbst bei Ausscheiden aller SGE-Kicker in der Vorrunde gebe es 1,14 Millionen Euro. Sogar für Ex-Adler wie Haris Seferovic oder Guillermo Varela gibt es noch Geld, da in die Rechnung alle Profis, die nach Sommer 2016 in Frankfurt unter Vertrag standen, fließen. Die Eintracht ist damit auf Rang vier der „WM-Geldrangliste“ in der Bundesliga.

Steubings Marschroute: In der Bundesliga stabil bleiben und in Europa Spaß haben, so könnte man die Marschroute von Aufsichtsratchef Wolfgang Steubing für die kommende Runde zusammenfassen. „Wir wollen uns in der Europa-League von unserer besten Seite zeigen und darüber in der Bundesliga nicht auf Platz 16 abrutschen“, so Steubing im „Wiesbadener Kurier“.

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7 Kommentare

  1. Können wir durch die Investition im Stadion so viel mehr Einnahmen erzielen oder warum will man 30Mio in ein Stadion stecken, das uns nicht gehört? Damit und nach dem Bau der neuen Geschäftsstelle sind wir komplett von der Stadt abhängig. Zieht die Stadt die ohnehin überzogene Miete nochmal an, stehen wir aber sauber im Regen.

    Schön zu sehen, dass Steubing realistisch bleibt und erstmal den Nichtabstieg als Ziel ausgibt. Die Dreifachbelastung wird mit Sicherheit heftig genug, insbesondere weil unser Kader in der Breite (noch) nicht die Qualität hat um ein solches Saisonergebnis mal eben zu wiederholen.

  2. Die Äußerung von Kraaz in Richtung Kovacs verstehe ich nicht so ganz. Kann mir das jemand übersetzen, oder handelt es sich einfach nur um ein vergiftetes Kompliment?

  3. @1 Im Prinzip richtig.
    Aber ich denke, das es da Vereinbarungen gibt, von denen wir alle nichts wissen.
    Viel Geld in eine Sache zu investieren, die einem nicht gehört, wäre schon etwas…..

  4. @1: Es wurde doch schon berichtet das die Eintracht dabei im Deal verankert hat das sie das Stadion selber betreiben, was dann auch bedeutet das wir mit einnahmen von Konzerten usw rechnen können. Ich hoffe auf jeden Fall drauf das der Deal besser ist als der bisherige.

  5. „nicht auf Platz 16 abrutschen“ heißt dann doch Abstiegsangst oder -gespenst. Das brauche ich nun gar nicht.
    Steubings Fokussierung auf den „Erfolg“ in einem K.O.-Wettbewerb greift zu kurz. Er stellt damit einen zumindest kleinen Freifahrtschein für die BuLi aus, und das darf und kann auch nicht Teil der Zielsetzung sein. Ziel muss sein, den Verein stetig weiterzuentwickeln und dafür die sich bietenden Chancen zu nutzen. Kader und Training müssen so gestaltet sein, aus einer gesicherten Position in der BuLi zu agieren und die K.O.-Wettbewerbe professionell angehen zu können.
    Dazwischen kommen kann immer etwas, aber das von Vornherein einzuplanen, ist der falsche und zu wenig ambitionierte Weg.

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