Keine Ausstiegsklausel – Eintracht hat bei Ilicevic die Kontrolle: Eintracht Frankfurt hat bei Niko Ilicevic offenbar langfristig vorgesorgt. Wie „Sky“ berichtet, lehnte Sportvorstand Markus Krösche eine Ausstiegsklausel im langfristigen Vertrag des 16-Jährigen ab. Aktuell besitzt das Talent noch einen Fördervertrag, der sich mit Erreichen seines 18. Geburtstags in einen Profivertrag bis 2031 umwandeln soll. Damit hätte die Eintracht im Falle eines Interesses anderer Vereine die Verhandlungsposition in der eigenen Hand. Ein vorzeitiger Wechsel ist laut Sky derzeit ohnehin kein Thema. Bei „Transfermarkt.de“ ist der jüngste Bundesligaspieler der Historie derweil mit seinem ersten Marktwert ausgestattet worden. Das Portal taxiert ihn auf 5 Millionen Euro.
Krösche-Wechsel wohl zum neuen Jahr: Wie bereits bekannt, wird Markus Krösche wohl zeitnah die Position als „Head of Football“ beim italienischen Topklub AC Mailand übernehmen. Wie die „Bild“-Zeitung und der Sender „Sky“ übereinstimmend berichten, dürfte Frankfurts Ex-Sportvorstand seinen neuen Job spätestens zum 1. Januar antreten. Demnach seien Krösche und die Mailänder bereits sehr weit in den Verhandlungen, die finanziellen Rahmenbedingungen seien weitgehend geklärt. Weiterhin besitzt Krösche Vertrag bei der SGE. Im Zuge der Freistellung des Ex-Managers soll eine Vertragsklausel verankert worden sein, wonach ein neuer Klub bis zum Krösche-Vertragsende im Jahr 2028 eine Ablöse zahlen müsste. In der Vergangenheit war in Medien die Rede von einer Summe im Bereich der fünf Millionen Euro. Wie die „Bild“ nun erfahren haben will, würden die Frankfurter Krösche bereits bei einer Zahlung von rund vier Millionen Euro abgeben. Es ist davon auszugehen, dass die Rossoneri diese Summe für ihren Wunschkandidaten tatsächlich überweisen werden. Somit würde die SGE noch eine ordentliche Summe für Krösche einstreichen.
Brassier für togolesische Nationalelf: Nach dem Auswärtsspiel der Eintracht in Paderborn steht bereits die nächste Länderspielpause an. Diesmal auch für Innenverteidiger Lilian Brassier. Der Sommer-Neuzugang hat sich offenbar nun dazu entschieden, für die Nationalelf Togos aufzulaufen. Der im französischen Argenteuil geborene Defensivspezialist hatte zuvor in verschiedenen Jugendmannschaften seines Geburtslandes gespielt. Togos Fußballverband FTF gab am heutigen Dienstag allerdings bekannt, dass Brassier Teil des Kaders für die AFCON-Qualifikationsspiele gegen Algerien sein wird. Das Hinspiel findet am 14. November, das Rückspiel am 17. November statt. Als Doppelstaatlter kann er auch für Togo auflaufen, wo er höhere Chancen auf regelmäßige Berufungen haben dürfte. Seit seinem Wechsel zur Eintracht ist der 27-Jährige fester Bestandteil der Verteidigung. Lediglich das DFB-Pokal-Spiel gegen den HSV in der letzten Woche verpasste er verletzungsbedingt, in allen Ligaspielen stand er seit seinem Wechsel über die vollen 90 Minuten auf dem Feld.
Neues Detail zum Atubolu-Vertrag: Der Leihvertrag von Torhüter Noah Atubolu beinhaltet bekanntlich eine Kaufoption, die unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Verpflichtung umgewandelt wird. Wie die „Bild“-Zeitung vor einigen Tagen bereits berichtete, handelt es sich bei dieser Voraussetzung um den Klassenerhalt der SGE. Nun will der Sender „Sky“ erfahren haben, dass zusätzlich eine bestimmte Anzahl an Pflichtspielen Atubolus im Adlerdress Teil der Voraussetzungen sein soll. Demnach sei es realistisch, dass der 24-Jährige diese Anzahl bereits in diesem Monat erreicht. Eine feste Verpflichtung nach dem Ende der laufenden Saison wird dadurch äußerst wahrscheinlich. Dann wird wohl eine Ablösesumme von 12 bis 13 Millionen Euro an den SC Freiburg fließen und Atubolu bis 2031 in Frankfurt unterschreiben.
Deutscher Nationalmannschaftskader vor Verkündung: Seit einigen Wochen ist die Verkündung des Kaders der deutschen Nationalmannschaft auch für Eintracht-Fans wieder richtig spannend geworden. Bundestrainer Jürgen Klopp setzt vermehrt auch wieder auf Spieler der Frankfurter Eintracht. Zuletzt stürmte gar das hessische Sturmduo bestehend aus Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib für Deutschland. Am kommenden Donnerstag wird Klopp seinen Kader für die Nationsleague verkünden. Am 13. November wird Deutschland auswärts gegen Serbien antreten, am 16. November zuhause gegen die Niederlande. Zumindest die beiden Frankfurt-Stürmer dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf eine erneute Nominierung machen. Einen Strich durch die Rechnung könnte ihnen jedoch der aktuell formstarke Niclas Füllkrug von Werder Bremen machen. Der 33-Jährige Rückkehrer ist mit 9 Treffern aus acht Spielen der aktuell treffsicherste Deutsche. Zusätzlich zu den beiden Stürmern bewegt sich auch Noah Atubolu Dunstkreis der Nationalmannschaft. Limitierender Faktor ist allerdings die Kadergröße. Klopp kündigte bereits an: „Wir werden nicht zwei verschiedene Spiele mit zwei verschiedenen Mannschaften machen.“ Bei seinem Einstand hatte der 59-Jährige insgesamt 44 Akteure für die Nationalmannschaft nominiert. Dies wird diesmal nicht geschehen.
Atubolu und Uzun blicken zurück – Lob für Ilicevic und gegenseitige Anerkennung: Im Replay auf der offiziellen Eintracht-Homepage ließen Noah Atubolu und Can Uzun den 3:1-Erfolg gegen den Hamburger SV noch einmal Revue passieren. Dabei ging es nicht nur um die starken Offensivaktionen und die Glanzparaden auf beiden Seiten, sondern auch um den besonderen Moment rund um das Bundesliga-Debüt von Niko Iličević. Atubolu zeigte sich vom jüngsten Bundesliga-Spieler beeindruckt: „Gigi ist ein sehr, sehr guter Spieler. Darauf kann man sich freuen. Er hat innerhalb weniger Minuten direkt ein paar Aktionen und Abschlüsse gehabt. Ich habe noch nie mit einem so jungen Spieler zusammengespielt.“ Auch seinen eigenen Auftritt und das Gegentor von Terem Moffi ordnete der Schlussmann ein. „Das war wirklich unglücklich, der Ball geht noch an mein Knie. Mit ein bisschen mehr Glück hab ich den Ball noch.“ Gleichzeitig erkannte er die Leistung seines Gegenübers an: „Und Heuer-Fernandes hatte auch ein paar starke Paraden drin.“ Uzun wollte das Lob allerdings nicht einfach stehen lassen und hätte die Auszeichnung zum Spieler des Spiels lieber an seinen Mitspieler vergeben: „Ich hätte trotzdem dir die ‚Man of the Match‘-Trophäe verliehen.“ Eine kleine gegenseitige Wertschätzung, die den gelungenen Frankfurter Nachmittag zusätzlich abrundete.






4 Kommentare
Claude zweifelt die Rechtmäßigkeit dieser Konstruktion an:
„Der Profivertrag ab dem 18. Geburtstag wäre als Vertrag eines Erwachsenen unproblematisch. Heikel ist nur, dass er schon mit 15 vereinbart wurde. Wie bei Sinan Kurt 2014 kann man argumentieren, dass solche Anschlussverträge nicht anerkannt werden. Ob das vor Gericht hielte, weiß ich nicht. Dass Sky "de facto" schreibt, passt zu dieser Unsicherheit.“
Kennt sich von euch jemand auf diesem Feld aus?
Ich kenne mich damit auch nicht aus, finde es aber einfach nur krass, dass man offenbar versucht hat eine Ausstiegsklausel für einen 16! jährigen in den Vertrag einzubauen sofern die Berichte stimmen….
Ausstiegsklausel sind ja Gang und Gebe mittlerweile, leider, aber mit 16…bei allem Talent was er wohl unbestritten hat, bring doch erst mal Leistung, werde ein fester Bestandteil der Profimannschaft, sieh zu das du dauerhaft im Kader bist und zu den top 15 der Mannschaft gehörst und wenn du dann regelmäßig spielst, Stammspieler wirst, hoffentlich gesund bleibst und deine Tore und Assists machst, dann kann man über alles weitere nachdenken…
Das ist ja, wie wenn sich ein 16 jähriger zum Beispiel zu Beginn seiner Kfz Lehre bei Opel eine Ausstiegsklausel in den Ausbildungsvertrag eingetragen lässt, damit er nach der bestandener Prüfung direkt zu Ferrari wechseln kann, falls die anklopfen, weil er ja als einer der besten Lehrlinge des Landes gilt…
Ich finde das einfach nur noch pervers auf eine bestimmte Art und Weise…
Wenn die Eltern klug sind, spielt er hier noch mindestens 5 Jahre.
Mir scheint, dass Krösche in Sachen Atubolu und Ilicevic ein bestelltes Feld übergeben hat.
Mögen die vorgenannten Zweifel unbegründet sein. (Dieser scheiß Konjunktiv in den Berichten geht mir auf den Sack.)
Ich möchte lesen: " Der Junge hat einen festen Vertrag bis 2031. - und erfüllt diesen - Da beißt die Maus keinen Faden ab!"
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