Frederik Rönnow tritt in Frankfurt die Nachfolge Lukas Hradeckys an. Foto: imago/Schüler

Rönnow schaut zu Neuer auf: Frederik Rönnow tritt bei der Eintracht in große Fußstapfen. Der Däne ist als Nachfolger von Lukas Hradecky nicht nur der Nachfolger von einem der besten Keeper der Liga, sondern auch von einem der Publikumslieblinge im Waldstadion. Der Start für Rönnow in der Mainstadt lief dabei alles andere als gut. Der 25-Jährige verletzte sich in seiner ersten trainingseinheit und stand erst im LAufe des Trainingslagers in Gais wieder zwischen den Pfosten. Zu guter Letzt geht es im Supercup am Sonntagabend in seinem ersten Spiel auch noch direkt gegen den FC Bayern. In der „Bild“ erklärte er, dass er schon etwas nervös sei: „Klar wäre es von Vorteil gewesen, wenn ich vorher schon ein paar Freundschaftsspiele gemacht hätte. Jetzt muss ich halt gleich in einem großen Spiel und gegen Top-Stürmer ran. Aber so ist es eben.“ Sein Gegenüber im Tor der Bayern wird dabei Manuel Neuer sein, von dem Rönnow viel hält: „Er ist seit sieben, acht Jahre der absolut Beste. Diese Ruhe, diese Ausstrahlung – Wahnsinn! Er scheint auch einer zu sein, der unglaublich viel Spaß an seinem Job hat. Ich denke, er ist im Moment der kompletteste Torwart weltweit.“ Außerdem verriet der 25-Jährige, dass er abergläubisch ist. So zieht er sich immer den linken Schienbeinschoner vor dem rechten an. Und auch die Schienbeinschoner seien besonders: „Es sind die Schienbeinschoner, mit denen ich meine Karriere begonnen habe, sie sind bestimmt sieben, acht Jahre alt. Schauen Sie sich meine Beine an, die sind noch genauso dünn wie mit 17, 18. Da muss ich nicht wechseln.“

Eintracht feiert Familientag: Rund um das Frankfurter Waldstadion fand heute der Familientag und die Saisoneröffnung der Spielzeit 2018/2019 statt. Neben verschiedensten Ständen der Abteilungen der Eintracht, wurde auch die Mannschaft um Neu-Trainer Adi Hütter und Vizeweltmeister Ante Rebic vorgestellt. Beim 24-Jährigen Kroaten war der Applaus erwartungsgemäß am größten, als er vorgestellt wurde. Außerdem wurde eine DFB-Pokal-Sieger-S-Bahn des Rhein-Main-Verkehrsverbundes eingeweiht. Auf dieser ist neben dem Wappen der Eintracht auch ein Siegerfoto vom DFB-Pokalfinale zu sehen. Es gibt noch eine weitere, auf der feiernde Fans der SGE zu sehen sein werden. Bei der Einweihung waren unter anderem der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann, SGE-Finanzvorstand und die Eintracht-Legenden Alexander Schur und Bernd Hölzenbein anwesend.

Kovac gratuliert Eintracht zur Rebic-Verlängerung: Niko Kovac gilt als Ziehvater von Eintracht-Flügelspieler Ante Rebic. Wohl auch deswegen gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Gerüchte rund um ein Interesse des FC Bayern am Stürmer. Nach der Vertragsverlängerung Rebics in Frankfurt gratulierte Kovac den Frankfurtern jetzt aber dazu: „Ich möchte der Eintracht gratulieren. Das spricht für den Klub. Ich weiß, dass er sich sehr wohl fühlt. Ante ist schon ein Idol in Frankfurt.“ Die „Bild“ berichtet nun, dass Rebic durch diese Verlängerung zum absoluten Topverdiener in Frankfurt aufsteigt und in Frankfurt nun rund drei Millionen Euro verdient.

Rothe tritt ab: Mit dem Supercup am morgigen Sonntag zwischen der Eintracht und dem FC Bayern München endet eine kleine Ära in Frankfurt. Für Andre Rothe, den Stadionsprecher der Hessen, wird die Partie die letzte seiner Tätigkeit sein. Nach 18 Jahren wird er das Mikrofon am morgigen späten Abend an den Nagel hängen. „Es wäre doch schön, sich mit dem Supercup zu verabschieden“, so Rothe zum „hr-sport“. Dann wird auch ein wenig Wehmut im Sprecher auftauchen – und das, obwohl er den DFB-Pokalsieg im Mai noch wegen schlechtem Wetter und ausfallenden Flügen verpasst hatte: „Letztlich muss man es aber natürlich aufwiegen und sagen: Ich hatte 18 geile Jahre und ein verpasstes Spiel. Dass das jetzt natürlich die Krönung der Zeit gewesen wäre, damit muss ich leben.“ In besonderer Erinnerung wird ihm dabei der 5:1-Sieg gegen Kaiserslautern bleiben: „Besonders bemerkenswert an dem Tag war letztlich aber die Feier danach. Ich war mit der Mannschaft zusammen in Sachsenhausen, wir haben viel getrunken und Zigarre geraucht.“

Bayern wollen Revanche: Am morgigen Sonntag steigt im Frankfurter Waldstadion um 20:30 Uhr der Supercup zwischen der Frankfurter Eintracht und dem FC Bayern München. Dies ist bekanntlich auch die Neuauflage des Endspiels des DFB-Pokals, das die SGE mit 3:1 gewann. Wie der damalige Eintracht-Trainer und heutige Bayern-Coach Niko Kovac am gestrigen Freitag verriet, sind seine neuen Spieler heiß auf die Revanche für die Niederlage im Mai: „Sie fahren jetzt nach Frankfurt und wollen das wettmachen!“ Für ihn selbst sei das Aufeinandertreffen ein „absolut ein besonderes Spiel“. Dabei möchte er seinen ersten Titel im Bayern-Trikot holen: „Wir haben den ersten Titel der Saison zu verteidigen.“

Schäfer gewinnt Bronze: Großer Erfolg für Eintracht-Leichtathletin Carolin Schäfer bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin! Die 26-Jährige sicherte sich am gestrigen Freitag im Berliner Olympiastadion Bronze im Siebenkampf und damit ihre erste EM-Medaille überhaupt. Der Wettkampf wurde von einem Verkehrsunfall ihrer beiden Teamkolleginnen Louisa Grauvogel und Mareike Arndt vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf überschattet. „Der Vorfall hat mich tief getroffen. Ich habe für sie beide das Kämpferherz ausgepackt“, so Schäfer zu „Sport1“.

 

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5 Kommentare

  1. Bin gespannt wer auf Rothe folgen wird.Ich würde mir ein Stadionsprecher mit ein wenig mehr Pepp wünschen, der die Fans noch besser mit nimmt und der beim Torschützen mal ein wenig emotionaler ist als nur den Namen vorzulesen.

  2. Ich freue mich sehr auf Rönnow, und ich bin auch überzeugt, daß er ein absolut würdiger Nachfolger von LH wird, ja sogar mit der Tendenz, das alles sogar noch etwas besser hinzubekommen (Stichwort: Abschläge und Strafraumbeherrschung).
    Natürlich ist man im allerersten Pflichtspiel auch etwas nervös, zumal es da gleich gegen die Bayern geht. Aber wenn wir ihm das Vertrauen geben und notfalls auch etwas Geduld mit ihm haben, dann wird das schon einer.

    https://www.youtube.com/watch?v=QLua-zs0XZU

    Die Story mit seinen Schienbeinschonern und den „dünn“ gebliebenen Beinen macht ihn dann auch schon etwas sympatisch. 🙂

  3. @2. White Eagle:
    Rönnow scheint konsequent beim Rauslaufen zu sein und kommt offenbar sehr schnell wieder auf die Beine nach der ersten Parade.
    Die Faustabwehr sieht noch etwas vogelwild aus und erinnert mich mit seiner einen hochgerissenen Hand, etwas an Uli Stein 🙂
    Alles in allem, glaube ich genau wie Du, dass Rönnow was kann und uns Freude machen wird.

  4. Danke für die Bestätigung.
    Es mag in einem anderen Video auch so erscheinen, daß er manchmal die Bälle nach vorne abklatscht,
    aber das waren Wahnsinnsreflexe auf der Linie.
    Und was gar noch nicht so perfekt am Anfang ist, das richtet dann unser Moppes.
    Da haben wir, glaub ich, einen richtigen Juwel geholt. (ja, ähnlich wie Uli Stein – das wär was)

  5. „…wir haben viel getrunken und Zigarre geraucht.“

    Da merkt man gleich, dass Ansgar Brinkmann zu der Zeit bei uns war. 😉

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