Es hatte sich zuletzt sehr angedeutet und am Samstagvormittag war schon von verschiedenen Medien darüber berichtet worden – jetzt ist es offiziell: Joti Chatzialexiou wird neuer Sportvorstand der Eintracht. Der 50-Jährige tritt also die Nachfolge von Markus Krösche an, von dem sich die Hessen Mitte Oktober einvernehmlich getrennt hatten. Der gebürtige Frankfurter Chatzialexiou soll im Anschluss an die Transferperiode im Winter in Frankfurt aufschlagen und seinen Dienst antreten. Es ist derweil nicht unwahrscheinlich, dass der 1. FC Nürnberg, wo Chatzialexiou derzeit als Sportvorstand unter Vertrag steht, den Funktionär jetzt sofort freistellen könnte. Noch bliebe dem „Club“ nämlich Zeit, seinerseits eine Nachfolgeregelung zu präsentieren, die im Transferfenster aktiv werden kann. Dass der scheidende Chatzialexiou noch ein Transferfenster für die Nürnberger bestreitet, ist schwer vorstellbar – allerdings nicht vollkommen ausgeschlossen.
Über Ablösemodalitäten vereinbarten die Vereine Stillschweigen. In den Medien war aber von einer Summe unterhalb von 500.000 Euro die Rede gewesen, die vom Mainufer nach Nürnberg fließen soll. Die Eintracht ist für Chatzialexiou kein fremdes Pflaster. Schon zwischen 2001 und 2009 hatte er verschiedene Eintracht-Mannschaften im Jugendbereich trainiert. Daher ist es für ihn eher ein Zurückkommen in seine Geburtsstadt. Bei den Nürnbergern war er seit 2024 im Amt, nachdem er viele Jahre lang Aufgaben beim DFB bewältigte und im Hintergrund der deutschen Nationalmannschaft gearbeitet hatte. Bei der Frankfurter Eintracht unterschreibt der Funktionär jetzt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2030. Sein Amt tritt er zum 1. Februar 2027 an.
Über seinen Wechsel zeigte sich Präsident Mathias Beck hocherfreut: „Wir haben in den vergangenen Jahren gemeinsam sehr viel erreicht und eine Entwicklung genommen, auf die wir stolz sein können. Gleichzeitig ist es unser Anspruch, diesen erfolgreichen Weg konsequent weiterzugehen und unsere Eintracht auf die Herausforderungen der kommenden Jahre vorzubereiten. Mit Joti Chatzialexiou gewinnen wir eine Persönlichkeit, die fachlich und menschlich hervorragend zu unserem Klub passt. Er steht für große fachliche Kompetenz, klare Vorstellungen und eine konsequente Förderung junger Spieler. Besonders wichtig ist uns, dass er die Identität unserer Eintracht kennt und versteht, was dieser Verein für die Menschen in Frankfurt und unserer Region bedeutet. Wir wollen unsere eigenen Talente noch stärker fördern, den deutschen Markt intensiver in den Blick nehmen und gleichzeitig unsere internationalen Ambitionen aufrechterhalten. Joti bringt dafür hervorragende Voraussetzungen mit. Ich bin überzeugt, dass er gemeinsam mit Axel Hellmann und dem gesamten Vorstand wichtige Impulse setzen wird, um Eintracht Frankfurt sportlich erfolgreich und wirtschaftlich verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.“
Auch Axel Hellmann äußerte sich voller Freude über die Findung einer Nachfolgelösung Krösches: „Joti Chatzialexiou ist ein ausgewiesener Fachmann, den ich seit vielen Jahren kenne und schätze. Er verfügt über ein hervorragendes Netzwerk, große Erfahrung in der Entwicklung sportlicher Strukturen und ein klares Verständnis für die Anforderungen des modernen Profifußballs. Unsere Aufgabe ist es, die sportlichen Ambitionen von Eintracht Frankfurt mit wirtschaftlicher Stabilität und einer nachhaltigen Entwicklung des gesamten Klubs zu verbinden. Dafür ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb des Gesamtvorstands von entscheidender Bedeutung. Joti wird dabei eine zentrale Rolle einnehmen. Wir respektieren ausdrücklich, dass Joti aktuell noch Verantwortung beim 1. FC Nürnberg trägt, und wissen seine dort geleistete Arbeit sehr zu schätzen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit seinem Amtsantritt zum 1. Februar 2027 gemeinsam das nächste Kapitel unserer Entwicklung gestalten können.“






25 Kommentare
Ich denk e einfach mal das die Nürnberger den Joti früher freistellen. Ein Wintertransferfenster mit einem Mitarbeiter der anschliessend das Feld verlässt erschliesst sich mir nicht so ganz. Er könnte dann mit Hardung zusammen ( inoffiziell ) das Transferfenster im Winter gemeinsam gestallten und dann zum 01.02.2027 offiziell übernehmen. Das würde Sinn ergeben.
Frage Jungs: Wie spricht man vom Joti den Nachnamen aus.
Bis Chatzi komme ich , dann hörts aber auf.
Fühlt sich gut an.
Ich bin von Markus Krösche auf allen Ebenen überzeugt, aber irgendwann wird es einfach mal Zeit für neuen Input.
Joti scheint mir die beste Wahl, Krösches Erbe anzutreten.
Der Deal mit Joti, das mutmaßliche Debüt von Ilicevic, der Sieg im Pokal.
Es keimt Hoffnung auf, die unsere Jungs gerne mit 3 Punkten versüßen dürfen.
SGE4ever verfasst drei Berichte in Folge über den neuen Vorstand Sport, obwohl Morgen das so wichtige Spiel gegen den HSV stattfindet.
Verstehen muss man diese Priorisierung nicht.
Ja, ist morgen das Spiel 😉
Da es heute schnelle Entwicklungen gab, lese ich den Fortschritt für die Besetzung der wichtigsten Position schon gerne.
Egal...wird sowieso Schatzi genannt werden 😜
Laut griechischer Freundin wie Schatzi Alexiu.
Das ist echt ein Skandal. So viel zu Lesen an einem Tag. Unfassbar.
Morgen spielen wir gegen den HSV und holen 3 Punkte im Waldstadion (Artikel zu Ende)
Gude,
Sag einfach "Schatzi" :)
Das 'Ch' wird wie in 'Ach!' ausgesprochen und der der Rest: [atzi.alexiu], also
[Chatzi.alexiu]. Vielleicht hilft das ein bisschen weiter.
Forza SGE
Ist morgen ein Spiel?
Wer spielt denn? 🤔
Chatzialexiou finde ich gut. Unverbraucht
und mit ordentlichen Tätigkeitsnachweisen, sein Arbeitsantritt bei Eintracht wird schnell erfolgen.
Da war er wieder. Hellmann, unser Netzworker! Er hat frühzeitig den Braten gerochen und zum Telefonhörer gegriffen. Und Chatzialexiou hat daraufhin im Sommer seinen noch laufenden Vertrag vorzeitig verlängert, nebenbei aber eine Ausstiegsklausel für die Eintracht einbauen lassen. Clever. So oder so ähnlich oder ganz anders könnte es gewesen sein.
Schatzi lexju 😄
Ist sicher die beste Wahl.
Kommt aus Frankfurt, kennt sich im Nachwuchsbereich aus, gut vernetzt auch beim DFB. Ich finds gut.
Wobei: Jonas Boldt wäre wieder auf dem Markt.
Schatzi, schenk mir ein Foto ... und den Klassenerhalt.
Ich teile die Euphorie über die Verpflichtung von Chatzialexiou. Seine wirtschaftlichen Erfolge und sein Gespür für Talente sprechen für ihn. Trotzdem gab es auch Kritik in seiner Nürnberger Zeit.
Miroslav Klose bei Sky: „Man kann sich hier nicht ein bisschen was aufbauen.“ Er kritisierte damit die ständigen Spielerwechsel und fehlende Kontinuität.
BILD: Seit Sommer 2024 insgesamt 110 Transferbewegungen (52 Zugänge, 58 Abgänge). Klose forderte ausdrücklich ein stabiles Fundament für die Mannschaft.
sport.de: Berichte über ein zunehmend angespanntes Verhältnis zwischen Klose und Chatzialexiou. Dazu die sportliche Diskrepanz: Ausgegebenes Saisonziel Platz 1–7, tatsächlich nur Tabellenplatz 10.
Für mich sind das keine Argumente gegen seine Verpflichtung, aber schon Punkte, die man bei aller Vorfreude nicht ganz ausblenden sollte. Ich freue mich aber entscheidend wird sein, ob er neben wirtschaftlichem Erfolg auch sportliche Kontinuität schaffen kann
Etwas paradox, aber das passiert vielleicht, wenn du zu gut scoutest und Talente findest, die eigentlich zu gut für das aktuelle Niveau der Mannschaft sind. Sie entwickelt sich sehr schnell und sind weg. Die Alternative; etwas schwächere und vielleicht auch günstigere Talente holen und diese langfristig aufbauen. Nur so ein Gedanke, keine Ahnung obs verhebt. knauff, den ich sehr mag, ist vielleicht so ein Spieler.
Bin der Meinung, nach viel lesen, dass das mit Joti passen kann !
Jetzt noch en dreier morgen, dann wars en leckeres WE aus SGE Sicht 👍
Forza SGE 👌
Übrigens stehen wir auf Platz 15.
Stand jetzt
So stimmt es liebe Leute, wobei Joti besser wäre als „Schatzi“
Jonas Boldt fand ich früher auch sehr interessant als er noch in Leverkusen war und von Rudi Völler gelernt hat, da wurde er auch medial ziemlich wohlwollend dargestellt.
Aber dort wo er selbst Verantwortung hatte gab es eher mäßigen Erfolg, wobei man sagen muss, dass er mit dem HSV (Kühne) und jetzt bei H96 (Kind) auch nicht die einfachsten Clubs hatte, dort sind seit Jahren so viel Verantwortliche oftmals früher als später gescheitert, sei es als Sportvorstand oder Trainer, dass man kaum einschätzen kann was Jonas Boldt wirklich kann und wie gut er in seinem Job ist, vielleicht geht er ja zu Nürnberg, er ist ja gebürtig aus Nürnberg…
Ich hoffe einfach, dass wir mit unserer Wahl die richtige Entscheidung getroffen haben und das jetzt mal Ruhe einkehrt und man sich bis zur Winterpause auf das sportliche konzentrieren kann, bin gespannt auf die Auslosung im Pokal heute Abend, Anfang Dezember ist ja schon die nächste Runde, ich hoffe auf ein Heimspiel und einen machbaren Gegner, vielleicht geht’s ja gegen die Lilien…
Im Pokal daheim gegen die Lilien. Unterschreibe ich sofort.
PS. Der Rasen im Waldstadion ist zwar gemäht, aber eine gemähte Wiese für heute Abend ist es noch lange nicht.
Nürnberg und die Eintracht sind schwer zu vergleichen. Nürnberg dümpelt schon seit Jahren in der 2. Liga., während wir die letzten Jahre meist europäisch gespielt haben. Das hat natürlich Einfluss auf die Transferstrategie und auf die Fluktuation in beiden Teams? Für Nürnberg ist es daher noch wesentlich schwieriger, talentierte Spieler zu halten. Das muss man natürlich in die Betrachtung mit einbeziehen, wenn man von zahlreichen Abgängen spricht.
Wie auch immer. Trotz des Klassenunterschieds verwendet Nürnberg unter Chatzialexiou eine der fortschrittlichsten Scouting Softwares. Ich bin daher hoffnungsvoll, dass er auch bei uns erfolgreiche Arbeit leisten kann. Da mag es sogar von Vorteil sein, wenn er bislang mit einer anderen Software gearbeitet hat.
Entscheidend ist mE, dass die Verantwortlichen Klarheit schaffen, was die Ziele des Scoutings sind. Suchen wir Rohdiamanten oder suchen wir Puzzleteile? In den vergangenen Jahren haben wir mE zu häufig Diamanten gesucht. Junge Spieler, die noch nicht auf dem Radar anderer Vereine waren und die hohes Potential versprachen. So konnten wir zT große Transfermargen erzielen. Die Entwicklung der letzten Jahre hat diese Transfergewinne aber zunehmend schwinden lassen. Dennoch wird es auch in Zukunft notwendig sein, solche Hochkaräter an Land zu ziehen.
Sich auf Datenbanken und Algorithmen zu verlassen, reicht mE aber nicht mehr aus. Über diese Informationen verfügen auch andere, weit größere und finanzkräftigere Vereine. Wir sollten daher ein weiteres Standbein aufbauen und Personen einbinden, die sich auf fremden Märkten auskennen. Leverkusen scheint das in Südamerika seit Jahrzehnten erfolgreich zu machen und dies lange Zeit, bevor es Datenbanken für Spieler gab. Es sollte doch möglich sein, ehemalige Spieler, z. B. aus Japan, Argentinien und Mexiko im Scouting mit einzubinden. Das können ja auch Spieler für die Nachwuchsmannschaften sein, die noch in keiner Datenbank erfasst werden.
Entscheidend ist aber, dass wir die fehlenden Puzzleteile optimal besetzen. Das kann dann auch mal ein 30 jähriger Spieler sein, für den wir keine Ablöse mehr erhalten, der aber die Mannschaft zusammenhält. Solche Spieler müssen nicht zwangsläufig teuer sein. Vielleicht möchte der eine oder andere am Ende seiner Karriere einfach noch einmal in einem richtigen Stadion vor 60 Tausend Leuten spielen.
Und bitte. Lass Hütter ein Wort bei der Besetzung mitreden. Er verfügt über die notwendige Erfahrung. Die Trainer in die Entscheidung mit einzubinden, war in den vergangenen Jahren leider nicht gefragt.
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