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Niko Ilicevic zeigte sich nach seinem Debüt begeistert. Foto: IMAGO / osnapix

Ilicevic nach historischem Debüt: „Es ist einfach ein geiles Gefühl“

Es war ein besonderer Nachmittag für Eintracht Frankfurt. Mit dem 3:1-Heimsieg gegen den Hamburger SV feierten die Hessen nicht nur einen wichtigen Erfolg in der Bundesliga, sondern schrieben auch ein Stück Fußballgeschichte. Mittendrin: Niko Ilicevic. Das Frankfurter Nachwuchstalent wurde im Alter von gerade einmal 16 Jahren und einem Tag eingewechselt und avancierte damit zum jüngsten Bundesligaspieler aller Zeiten. Für den Youngster ging ein Traum in Erfüllung, den er wohl selbst vor wenigen Monaten noch kaum für möglich gehalten hätte. Nach seinem historischen Debüt zeigte sich der Offensivspieler bei „Eintracht TV“ überwältigt von den Emotionen und der Unterstützung, die ihm entgegengebracht wurde.

Gerade einmal vier Monate ist es her, dass Ilicevic erstmals zum Kreis der Frankfurter Profimannschaft stieß. Seitdem durfte der hochveranlagte Nachwuchsspieler regelmäßig mit den Bundesligaprofis trainieren und sich an das deutlich höhere Niveau gewöhnen. Dass er nun bereits seine ersten Minuten in Deutschlands höchster Spielklasse sammeln durfte, machte den 16-Jährigen beinahe sprachlos. „Es ist unglaublich. Ich bin seit vier Monaten bei den Profis. Jedes Training hat sich gut angefühlt. Mit solch einem Spiel beschenkt zu werden, ist ein unglaubliches Gefühl“, schwärmte Ilicevic nach dem Schlusspfiff.

Besonders die Kulisse im Frankfurter Stadion hinterließ beim Youngster einen bleibenden Eindruck. Während er bislang vor allem in den Nachwuchsmannschaften auf sich aufmerksam gemacht hatte, durfte er nun erstmals die Atmosphäre eines Bundesligaspiels aus der Perspektive eines aktiven Profis erleben: „Vor diesen Fans zu spielen, 60.000, die dann deinen Namen schreien, ist etwas komplett Neues.“ Für den Nachwuchsspieler war es ein Moment, den er wohl so schnell nicht vergessen wird. Entsprechend groß fiel seine Dankbarkeit gegenüber all jenen aus, die ihn auf seinem bisherigen Weg begleitet haben: „Ich bin einfach dankbar, dass ich diesen Moment erleben darf. Danke an den Trainer, die Verantwortlichen, die Spieler, die mich unterstützen. Ich bin einfach glücklich und stolz darauf. Danke an alle, die mich begleiten.“

Zwei Minuten warten – dann beginnt der Traum

Besonders eindrücklich schilderte Ilicevic auch die Sekunden unmittelbar vor seiner Einwechslung. Während er an der Seitenlinie auf seinen Einsatz wartete, dürfte die Anspannung angesichts des bevorstehenden Debüts enorm gewesen sein. Doch als schließlich sein Name durch das Stadion hallte, überwog vor allem die Freude. „Ich stand zwei Minuten draußen, bis ich reinkam. Als ich dann reindurfte und mein Name von den Fans gerufen wurde, konnte ich mich nur gut fühlen“, so der 16-Jährige. Von Nervosität war anschließend offenbar kaum noch etwas zu spüren. Statt über die besondere Bedeutung seines Einsatzes nachzudenken, konzentrierte sich der Youngster auf das, was er am liebsten macht: Fußball spielen: „Danach spielst du einfach und denkst nicht viel. Es ist einfach ein geiles Gefühl.“

Dass Ilicevic trotz seines jungen Alters bereits mit den Profis trainieren darf, kommt nicht von ungefähr. Der Offensivspieler gilt als eines der vielversprechendsten Talente im Frankfurter Nachwuchs und hat sich durch seine Leistungen für höhere Aufgaben empfohlen. Dabei möchte sich der 16-Jährige keineswegs auf seinem historischen Debüt ausruhen. Vielmehr sieht er jeden Einsatz als Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln und der Mannschaft zu helfen: „Wenn ich reinkomme und meine Minuten auf dem Platz habe, will ich alles geben für meine Mitspieler und den Verein.“ Dabei verfolgt der Youngster eine klare Vorstellung davon, wie er sich auf dem Platz präsentieren möchte: „Ich will mich zeigen, so gut es geht. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich auf dem Platz stehe. Ich will Spielfreude ausstrahlen.“ An seiner grundsätzlichen Spielweise möchte Ilicevic auch angesichts der gestiegenen Aufmerksamkeit nichts verändern: „Ich will das machen, was ich immer mache und am besten kann und will der Mannschaft so helfen.“

Gerade diese Einstellung dürfte bei Trainer Adi Hütter gut ankommen. Statt sich von der großen Bühne einschüchtern zu lassen, möchte das Nachwuchstalent seine Stärken einbringen und möglichst unbeschwert aufspielen. Dass der Weg zu einem dauerhaften Platz im Profikader noch lang ist, steht außer Frage. Mit seinem ersten Bundesligaeinsatz hat Ilicevic allerdings bereits einen wichtigen Schritt gemacht.

„Wir spielen als Mannschaft in den letzten Wochen gut zusammen“

Bei aller Freude über den persönlichen Meilenstein verlor Ilicevic auch den sportlichen Erfolg der Mannschaft nicht aus den Augen. Schließlich hatte die Eintracht mit dem 3:1 gegen den HSV einen wichtigen Heimsieg eingefahren und damit nach dem Erfolg im DFB-Pokal innerhalb weniger Tage zum zweiten Mal mit dem gleichen Ergebnis gegen die Hanseaten gewonnen.

„Wir waren die stärkere Mannschaft am Dienstag und am Sonntag. Dann haben wir uns belohnt, es war ein wichtiger Sieg“, erklärte er.  Besonders erfreulich sei dabei auch die Verbesserung der tabellarischen Situation gewesen. Durch den Erfolg konnten die Hessen mehrere Plätze gutmachen: „Wir sind um viele Plätze nach oben in der Tabelle. Da sieht man mal, wie eng es ist.“ Für Ilicevic ist die positive Entwicklung kein Zufall. Vielmehr sieht er den Grund dafür im verbesserten Zusammenspiel der Mannschaft: „Wir spielen als Mannschaft in den letzten Wochen gut zusammen.“

Nach den schwierigen Auftritten der vergangenen Wochen scheint die Eintracht damit zunehmend an Stabilität zu gewinnen. Während zuletzt vor allem die defensive Entwicklung im Mittelpunkt stand, gelang es den Hessen gegen Hamburg auch, ihre spielerischen Möglichkeiten in Tore umzumünzen. Für Ilicevic könnte diese positive Phase kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen. Der 16-Jährige darf nun darauf hoffen, auch in den kommenden Wochen weitere Erfahrungen bei den Profis zu sammeln: „Ich freue mich einfach auf die nächsten Spiele mit der Mannschaft.“ Ob und wann der Youngster seine nächsten Bundesligaminuten erhält, bleibt abzuwarten. Schon jetzt steht allerdings fest, dass ihm der 3:1-Erfolg gegen den Hamburger SV für immer in Erinnerung bleiben wird.

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2 Kommentare

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Einfach eine tolle Geschichte, die es im Fußball immer seltener gibt! Ich hoffe er bleibt lange bei uns und geht seinen Weg. Er hat noch viel Zeit. Die Eintracht hat damit ein wichtiges Signal an den Nachwuchs gesendet und fürs Marketing bestimmt auch eine super Sache.

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Avatar 2. friedhelmthegreatest 02. November 26, 16:52 Uhr

Niko,
ich wünsche dir nur das Beste. Scheinst ein cooler Kerl zu sein! Bleib gesund und gib weiter Gas. Vor allem bleib auf dem Boden, denn du unterliegst jetzt schon einem unfassbaren Druck. Auch wenn viele was von behutsamem Aufbau sprechen: erwartet wird von dir minimum das Maximum. Hoffe sehr, du kannst damit umgehen...
Ich als Fussballromantiker wünsche mir natürlich, dass es mit dir und der Eintracht noch ein paar Jahre zusammen passt und wir dich immer häufiger auf dem Platz sehen und erleben können!

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