Frederik Rönnow konnte trotz starker Paraden die Niederlage in Mainz nicht verhindern (Foto: imago images / Eibner)

Eintracht Frankfurt verlor am vergangenen Montag zum erstem Mal ein Spiel an einem Montagabend seit Einführung des Spieltages im Fußball Oberhaus. Mit 1:2 musste man sich am Ende dem Nachbarn aus Mainz geschlagen geben. Damit blieb man auch im 13. Pflichtspiel im Stadion der Rheinhessen ohne Sieg. Dabei sah es bis zur Roten Karte von Dominik Kohr kurz vor Halbzeitpfiff noch nach dem ersten Dreier aus. Nach der Pause schlugen die Gastgeber allerdings eiskalt zu und ließen den Gästen keine Chance.

Makoto Hasebe musste kurzfristig aufgrund eines Infekts passen. Neben dem in der Liga gesperrten Kapitän David Abraham, nahmen Gelson Fernandes und André Silva im Vergleich zum Sieg beim FC Arsenal auf der Bank Platz. Evan N’Dicka, Kohr, Sebastian Rode, der als Kapitän auflief und Almamy Touré begannen von Anfang an.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen FSV Mainz 05 der dreizehn zensierten Spieler den Wert 3,5. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorien eingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der 610 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels- Frederik Rönnow: In der Sturm und Drangphase der Mainzer nach Wiederanpfiff hielt Frederik Rönnow seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Spiel. In der 68. Minute hätte er beinahe verhängnisvoll gepatzt, retette aber im Anschluss mit einer Monsterparade vor dem Tor. Der Trapp-Ersatz liefert zurzeit viele Argumente für sich und wird sich auch nicht vor Kevin Trapp verstecken müssen.

Martin Hinteregger: Martin Hinteregger traf nach einer einstudierten Ecken-Variante zur Frankfurter-Führung. Es war bereits sein vierter Ligatreffer in dieser Saison. Wollte auch mit dem Rückstand im Rücken immer wieder vorne für den Anschluss sorgen. Hinten war er gewohnt abgeklärt.

Evan N’Dicka: Das trifft auch auf Evan N’Dicka zu. Der Franzose machte hinten zu, spielt aber weiterhin noch sehr zaghaft nach vorne. Dürfte sich zukünftig gerne mehr trauen.

Mijat Gacinovic: Mijat Gacinovic kam für die Schlussviertelstunde in die Partie. Konnte die Wende aber nicht herbeiführen.

Lucas Torró: Lucas Torró kam nach der Halbzeit als Reaktion auf die Rote Karte von Kohr. Der Spanier machte seine Sache ordentlich, trotz langer Zeit ohne Berücksichtigung. Vor allem seine Kopfballstärke sollte im Spiel nach vorne ein Trumpf sein.

Almamy Touré: Almamy Touré gab eine schlechte Figur beim 1:2-Rückstand ab. Die restlichen Minuten war aber mehr als ordentlich und das trotz sechswöchiger Verletzungspause.

Filip Kostic: Filip Kostic versuchte wieder alles und spulte ein enormes Pensum auf der linken Außenbahn ab. Gewinnbringend konnte er aber keine Aktion verbuchen.

Sebastian Rode: Sebastian Rode durfte sich als Kapitän beweisen, musste sich zwischenzeitlich auch mit dem Frankfurter Anhang auseinandersetzen. Gab alles für sein Team und den Verein.

Daichi Kamada: Ähnlich agil wie gegen Arsenal zeigte sich Daichi Kamada. Der Japaner war selbstbewusst und konnte viele kreative Momente erzeugen, die allerdings immer wieder eingefangen wurden.

Djibril Sow: Djibril Sow durfte sich auf der Sechs beweisen. Machte das sogar ganz ordentlich. Im Spiel nach vorne fehlt ihm weiterhin die Abgeklärtheit und Ruhe. Ob er die noch einmal findet?

Danny da Costa: Danny da Costa wirkte hüben wie drüben sehr überfordert. Konnte sich nie in die Partie fuchsen und ließ sich immer wieder abkochen.

Goncalo Paciencia: Goncalo Paciencia hatte es sehr schwer, da er nur wenig Futter bekam. Holte sich deshalb bereits im Bereich der Mittellinie die Bälle. Vor dem Tor konnte er sich aber nicht auszeichnen.

Dominik Kohr: Rote Karte – Notbremse! Dominik Kohr erwies der Mannschaft mit seiner Aktion kurz vor dem Pausenpfiff einen Bärendienst. Ob er dort schlauer hätte reagieren müssen? Von den Frankfurter Fans gab es für seinen Auftritt trotzdem ein „Mangelhaft“.

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2 Kommentare

  1. Die Benotung erachte ich insgesamt als ziemlich angemessen. Ndicka habe ich nicht als zaghaft erlebt. Ich würde ihn gerne öfter sehen.

    Paciencia ist derzeit keine große Hilfe. Er scheint überspielt , steht allerdings auch allein auf weiter Flur. Dost verletzt, Silva außer Form, Joveljic noch nicht so weit, Rode, Sow und Fernandes kaum torgefährlich… wer außer Kamada soll die Tore machen…Kleinere Brötchen backen und irgendwie bis zum Winter durchwurschteln… Und nicht gegen Hertha unbedingt die Mannschaft mit einer Forderung nach einem Sieg unter Druck setzen.

    Und Rönnow … wenn er nicht mehrere gravierende Patzer einstreut und seine Leistung bis zum Winter bestätigt, wird es spannend: Kevin hat gezeigt , dass er ein leicht überdurchschnittlicher Bundesligatorwart ist. Ich sehe vor Kevin Neuer , Hradecky, Nübel, Sommer, Pavlenka, Gulacsi, Baumann und ich sehe ihn vor Bürki ungefähr auf einer Stufe mit Casteels und Schwolow.

    Spiele gerettet der Art, dass Kevin einige „Unhaltbare“ gehalten hätte, hat er uns nicht, bei hohen Niederlagen gegen die Bayern und in Leverkusen ist er mit untergegangen und hat seinen Teil mitbeigetragen. Auf der anderen Seite ist er ein wesentliches Gesicht von uns…guter Typ, stellt ehrgeizige Ansprüche, identifiziert sich mit der Eintracht …
    Wahrscheinlich mitentscheidend ist die Stimmung im Team…wenn er als Leader akzeptiert ist, wird man ihm durchschnittliche Leistungen eher nachsehen… auf der anderen Seite sehe ich es als kritisch an, wenn die Leistung auf dem Feld zu weit in den Hintergrund rückt. Er wird auch nicht gleich auf 100 % laufen, zumal er eh nicht der Spungkräftigste ist… Aber kann man wirklich gegen Kevin auf Rönnow setzen, der seine Leistung über einen längeren Zeitraum bestätigen müsste, und der in der Strafraumbeherrschung (noch?) etwas wackelt? … Dessen Knie 2-mal für längere Auszeiten gesorgt hat … Der aber auf der Linie Unglaubliches abliefert…Kevin hätte in Mainz schon in der ersten Halbzeit den Ball rechts oben wahrscheinlich nicht erreicht. Ehrlich gesagt sympathisiere ich mit Rönnow, weil ich diese Wahnsinnstaten einfach super finde …

  2. … Auf ligainsider.de liegt Kevin im Notenschnitt übrigens auf Rang 7, vor einigen Torhütern, die ich oben über ihn gestellt habe … Vielleicht sehe ich ihn auch zu kritisch.

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