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Albert Riera musste in Mainz seine zweite Niederlage als SGE-Coach hinnehmen. Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie

Riera über SGE-Probleme nach Mainz-Pleite: „Wir können es lösen!“

Mit der 1:2-Niederlage am Sonntagnachmittag in Mainz verpasste die Frankfurter Eintracht eine wichtige Chance: Mit einem Sieg hätte die SGE den Abstand zum Tabellensechsten der Bundesliga aus Leverkusen auf fünf Punkte verringern können. So wurde jedoch der Abstand nach unten geringer, denn der SC Freiburg siegte mit 2:1 auf St. Pauli. Damit sammelten die Freiburger bis zum 27. Spieltag nur einen Punkt weniger als die Eintracht bisher. Auf der Pressekonferenz nach der Auswärtspleite in Mainz teilte SGE-Cheftrainer Albert Riera seinen Stand der Dinge mit. Laut ihm hätte seine Mannschaft das Spiel auch gewinnen können: „Wir hatten auch die Chance, in Führung zu gehen. Wenn wir das Tor erzielen, verändert das das Spiel komplett“, sagte der Spanier.

Riera: Eintracht soll defensiv zum Top-Team werden

Seit seinem Amtsantritt habe die SGE lediglich gegen den FC Bayern München weniger Chancen herausgespielt als Rieras Team, wusste der Trainer zu betonen. Dennoch erkannte der 43-Jährige an, dass sich die Frankfurter gegen den tiefen Block der Mainzer insgesamt schwertaten. Daher möchte er in den nächsten Wochen besonderen Fokus auf den letzten Pass sowie Rochaden auf den Außenbahnen setzen. Mögliche Verbesserungen im Kader wollte er nicht diskutieren, da daran bis zum Sommer sowieso nichts zu ändern wäre. Er wolle sich auf die jetzige Situation konzentrieren. Als Grund für die Niederlage sah er allerdings nicht das Offensivspiel seiner Mannschaft: „Wir müssen es in den nächsten Spielen, vor allem defensiv, besser machen. Wir können es auch mit Ball besser machen, aber vor allem ohne. Denn wenn man defensiv ein großartiges Team ist, dann hat man immer die Chance zu gewinnen“, sagte Riera und führte im Detail aus: „Die Tore, die wir kassieren, verlaufen alle nach dem gleichen Muster: Ein Spieler verpasst die Zuordnung. Genau das ist es.

Wie immer gab sich Riera vor den Pressevertretern äußerst selbstbewusst. Für ihn sei es offensichtlich, was sich in der kurzfristigen sowie mittelfristigen Zukunft ändern müsse. „Meine Verantwortung ist es, den Spielern genau zu sagen, was der Grund ist. Und sie wissen es. Wenn sie es wissen, haben wir schon ein großes Problem gelöst. Denn wenn du nicht weißt, was passiert ist und wieso es passiert ist und wieso wir verloren haben, dann haben wir ein Problem. Denn dann können wir es nicht lösen. Wir können es lösen! Es gibt ein paar Dinge, die kann ich nicht öffentlich mitteilen, die muss ich dem Klub mitteilen. Aber ich weiß ganz genau, wo das Problem ist, genau, wie man es reparieren kann, und ich werde das machen“, erklärte Riera voller Selbstbewusstsein.

Ob Riera diese Lösungen schon am kommenden Bundesliga-Spieltag präsentieren kann, wird sich zeigen. Eintracht Frankfurt empfängt dann den 1. FC Köln, der sich kürzlich von Lukas Kwasniok als Cheftrainer trennte. Die letzten sieben Spieltage der Saison 2025/26 werden für die mittelfristige Zukunft der Frankfurter Eintracht entscheidend: Sollte der Verein in der Tabelle weiter abrutschen, könnte die SGE in der kommenden Saison auf den europäischen Wettbewerb verzichten müssen.

8 Kommentare

Fallback Avatar 1. sgemarc 23. März 26, 13:23 Uhr

Ich habe ehrlich gesagt zunehmend das Gefühl, dass Albert Riera unser eigentliches Problem nicht versteht. Als Fan frage ich mich immer öfter:
Wofür steht unser Offensivspiel überhaupt?

Was wir aktuell sehen, ist über weite Strecken Ballbesitz ohne jede Zielstrebigkeit. Minutenlanges Hin- und Herschieben, von rechts nach links und wieder zurück ohne ernsthaften Versuch, in gefährliche Räume zu kommen. Es fehlen Tiefenläufe, Kreativität und vor allem der Mut, ins Risiko zu gehen. Gefahr entsteht, wenn überhaupt, nur durch Einzelaktionen wie gestern bei Bahoya und Brown.

Umso erstaunlicher ist das, wenn man bedenkt, dass Riera zu Beginn noch lautstark „Stop playing back!“ gefordert hat. Davon ist aktuell nichts mehr zu erkennen.

Mainz stand gestern keineswegs nur tief. Gerade in der ersten Halbzeit waren durchaus Räume vorhanden. Trotzdem entsteht daraus praktisch nichts, weil schlicht keine klare Idee erkennbar ist, wie wir überhaupt zu Torchancen kommen wollen.

Auch die personellen Entscheidungen werfen Fragen auf: Amaimouni erstmals auf links zu bringen, nimmt ihm genau die Stärke, die ihn eigentlich auszeichnet. Auf rechts ist er gefährlich, zieht nach innen und sucht den Abschluss. Gleichzeitig spielt ein erneut blasser Burkardt 90 Minuten durch, während Ebnoutalib mit einem völlig anderen Profil nicht einmal für die Schlussphase berücksichtigt wird, in der er nochmal Impulse hätte setzen können. Und selbst wenn wir gestern in Führung gegangen wären, hätte das nichts am grundsätzlichen Problem des fehlenden Offensivkonzepts geändert.

Generell wirkt es aktuell so, als würde sehr viel mit Positionswechseln experimentiert. Das kann ein Stilmittel sein, aber sollte nicht zunächst die Priorität darauf liegen, überhaupt ein funktionierendes offensives Grundkonzept zu etablieren?

Für mich wäre daher ein klarerer, mutigerer Ansatz sinnvoll. Zum Beispiel mit folgender Ausrichtung:
Zetterer – Baum, Amenda, Koch, Theate – Larsson, Brown – Uzun, Bahoya – Ebnoutalib, Burkardt

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Fallback Avatar 2. sge2785 23. März 26, 13:27 Uhr

Riera gibt 8 Tage Urlaub mitten in der Saison. Es ist nicht zu fassen. Vielleicht ist Max Kruse jetzt sein größter Fan...

Riera stellt Kalimuendo auf die falsche Position, stellt Doan auf die falsche Position, stellt Larsson auf die falsche Position, stellte Collins zwei Wochen lang auf die völlig falsche Position, stellte auch Chaïbi teilweise auf die falsche Position. Jupp stellte er gestern nach Einwechslung ebenfalls auf die falsche Position.

Riera redet oft und gerne viel, noch öfter wiederholt er sich. Riera hat keinen Filter und sagt aus der Emotion heraus Dinge, die er öffentlich nicht sagen sollte. Und das hat nichts damit zu tun, dass man nicht auch mal anecken darf. Das ist sogar wohltuend, speziell nach Toppmöller. Allerdings muss dann eben auch mal Leistung folgen und durch das wirre Hin-und-Her-Rotiere scheint das nicht möglich.

Urs Fischer war verfügbar, als man 0:6 bei RB verlor – samt Auflösungserscheinungen wie eine B-Klassen-Mannschaft. Ein Trainer, der Union Berlin aus Liga 2 in die Championsleague führte und Mainz 05 mit 6(!) Punkten übernommen hat. Damals hätte die Dino-Trennung erfolgen sollen.

Ich habe genug von Schlaumeier-Trainern, die immer was besonderes machen wollen. Erst Dino, jetzt nochmal eine Nummer extremer. Diese Trainertypen nehmen einem echt die Freude. Weniger ist mehr, wenn man keine Manchester City oder FC Bayern Kader hat. Spiel einfachen, kompakten Männerfussball und schalte schnell um. Fertig. So waren wir immer erfolgreich.

Mit dem Kader, der auch nicht rund ist, hat das aktuell wenig zu tun. Wir waren gestern auf 9 Positionen besser als Mainz und hatten die bessere Bank.

Riera raus, Blessin im Sommer rein.

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Fallback Avatar 3. Block17 23. März 26, 13:29 Uhr

Um die Sache mal auf den Punkt zu bringen:
Hinten eine Kette, die abgesehen vom Wochenende ordentlich
verteidigt.
Vorne sind wir immer für ein Tor gut, wenn wir dann mal in den
gegnerischen Strafraum kommen.
Dazwischen ist Niemandsland. Wir sind im Mittelfeld jedesmal
unterlegen. Doan und Chaibi sind, wenn man mal die Vereinsbrille
absetzt maximal zweite Wahl als offensive Mittelfeldspielerin der
Bundesliga.
Doan gehört da nicht hin und Chaibi spielt wie ein Tourist. Kein
Biss, keine Dynamik, kein Kampf. Es ist ein Ärgernis, wie er nebenher
läuft und dann stehenbleibt, statt im Sprint zurückzukommen.
Larsson ist kein Sechser und Skhiri ist keine Hilfe.
Wir haben 70 % Ballbesitz, aber nur in der eigenen Hälfte, wenn wir
über die Mittellinie wollen, geht der Ball verloren.
Drei Abwehrspieler bleiben permanent hinten. Das bedeutet, dass
wir im Rest des Feldes mit Sieben gegen Zehn spielen.
Die Aussen stehen weit weg und nehmen mit winzigen Ausnahmen
(Bahoya) kaum am Spiel teil.
Burkhardt versinkt in der gegnerischen Deckung.
Bleibt nur noch Brown als einziger Trumpf. Ohne ihn wird es dann
aber schnell dunkel.
Riera kann sich keine neuen Spieler backen, aber es muss es anders
lösen. So machen wir uns lächerlich.

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Fallback Avatar 4. sge2785 23. März 26, 13:47 Uhr Zitat - Block17 Um die Sache mal auf den Punkt zu bringen: Hinten eine Kette, die abgesehen vom Wochenende ordentlich verteidigt. Vorne sind wir immer für ein Tor gut, wenn wir dann mal in den gegnerischen Strafraum kommen. Dazwischen ist Niemandsland. Wir sind im Mittelfeld jedesmal unterlegen. Doan und Chaibi sind, wenn man mal die Vereinsbrille absetzt maximal zweite Wahl als offensive Mittelfeldspielerin der Bundesliga. Doan gehört da nicht hin und Chaibi spielt wie ein Tourist. Kein Biss, keine Dynamik, kein Kampf. Es ist ein Ärgernis, wie er nebenher läuft und dann stehenbleibt, statt im Sprint zurückzukommen. Larsson ist kein Sechser und Skhiri ist keine Hilfe. Wir haben 70 % Ballbesitz, aber nur in der eigenen Hälfte, wenn wir über die Mittellinie wollen, geht der Ball verloren. Drei Abwehrspieler bleiben permanent hinten. Das bedeutet, dass wir im Rest des Feldes mit Sieben gegen Zehn spielen. Die Aussen stehen weit weg und nehmen mit winzigen Ausnahmen (Bahoya) kaum am Spiel teil. Burkhardt versinkt in der gegnerischen Deckung. Bleibt nur noch Brown als einziger Trumpf. Ohne ihn wird es dann aber schnell dunkel. Riera kann sich keine neuen Spieler backen, aber es muss es anders lösen. So machen wir uns lächerlich. Path

"Chaibi spielt wie ein Tourist. Kein Biss, keine Dynamik, kein Kampf. Es ist ein Ärgernis, wie er nebenher läuft und dann stehenbleibt, statt im Sprint zurückzukommen."

Danke! Bekomme für diese Aussage im Freundeskreis seit 2 Jahren auf den Deckel, weil er ab und zu bei schönem Wetter gegen schwache Gegner eine gute Flanke schlägt.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 5. Block42 23. März 26, 14:06 Uhr

Sehr gute Kommentare. Ich musste gerade daran denken, dass wir am Anfang der Saison mit der gleichen Mannschaft die Liga aufgemischt haben und von der deutschen Meisterschaft geträumt haben. Und wir haben immerhin so viel Punkte geholt, dass wir trotz sehr langer Schwächephase immer noch von Europa träumen dürfen. Da stellt sich natürlich die Frage, was in diesem halben Jahr mit dem Team passiert ist und warum niemand es schafft diese Mannschaft wieder aus dem Abwärtstrend rauszuholen. Riera überzeugt mit seinem Temprament, seiner Rhetorik und Überzeugung und das hätte genau das richtige sein können. Aber das hätte schon längst fruchten müssen. Mir persönlich gehen solche Leute auf der Arbeit ja immer schnell auf den Zeiger - keine Ahnung wie es der Mannschaft da geht. Aus der Erfahrung der letzten Jahre werden wir uns irgendwie in die Confrence League retten und dann muss im Sommer kein riesen Umbruch her, aber man muss erkennen, welche Veränderung her muss. Wenn es bis zum Saisonende keine Veränderung gibt, muß ein neues Trainerteam her.

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Fallback Avatar 6. Muetzelchen 23. März 26, 14:07 Uhr

Junge, Junge, was ich alles hier so lese...davon mal abgesehen, dass sofern keiner von euch sich nahe an der Mannschaft befindet, wird es wie so oft reine Spekulationen sein. Hellmann und Krösche haben es ja schon anklingen lassen, dass sie sich in der Kaderplanung etwas geirrt haben. Uns fehlen Strukturen im deffensiven, sowie offensiven Bereich, Spieler mit gewissen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Solange wird unser Trainer versuchen hinten den Laden dicht zuhalten. Wir haben viel Potenzial, aber dadurch auch ein „mediales Problem“, was gerade bei den jüngeren Spieler zusätzlichen Leistungsdruck ausübt. Vom Sofa aus oder im Fanblock sieht man immer alles besser, aber wenn es so einfach wäre, dann werdet selber mal Trainer, am besten in der D-Jugend...da sind die Eltern das absolute Highlight.

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Avatar 7. freund50 23. März 26, 14:13 Uhr

Ich würde es mal mit Schur und Zico Bindewald auf der Bank versuchen, diese Kombination hatten wir noch nicht.

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Fallback Avatar 8. ceterum censeo 23. März 26, 14:40 Uhr

Keep it simple & straight.

Scheinbar war/ist das fuer den Frankfurt-Toppmoeller, den Aschaffenburg-Toppmoeller und den Spanien-Toppmoeller zu schwierig… Oder zu simpel.

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