Die Frauen von Eintracht Frankfurt haben in der Bundesliga beim FC Carl Zeiss Jena ein deutliches 4:1 eingefahren und zeigen weiterhin ihre starke Form im Jahr 2026. Matchwinnerin am Sonntagnachmittag war Offensivspielerin Géraldine Reuteler, die dreimal selbst traf und zudem das Tor von Nicole Anyomi vorbereitete.
Im Ernst-Abbe-Sportfeld wollte die SGE nach den jüngsten Erfolgen gegen Leverkusen in der Liga und dem Europa Cup gegen Njordsjaelland nachlegen – und das gelang eindrucksvoll. In der Defensive rückten Marthine Østenstad und Pia-Sophie Wolter zurück in die Startelf von Chefcoach Niko Arnautis, während Reuteler wieder auf der rechten Seite begann. Amanda Ilestedt fehlte verletzungsbedingt, einige Nachwuchsspielerinnen sammelten parallel Spielpraxis in der U20.
Blitzstart und eiskalte Effizienz
Die Partie begann aus Sicht der Hessinnen optimal: Nach einer Ecke landete der Ball über Umwege bei Reuteler, die aus kurzer Distanz sehenswert zur frühen Führung vollendete (4.). Jena zog sich anschließend weit zurück und setzte auf Umschaltmomente – einer davon führte zu einem berechtigten Strafstoß. Doch Jaron setzte den Versuch an die Latte, sodass Frankfurt die Kontrolle behielt. In der 31. Minute erhöhte erneut Reuteler per Kopf nach präziser Flanke auf 2:0. Spätestens nach dieser Szene war klar, in welche Richtung das Spiel gehen wird. Weitere Chancen durch Gräwe und Blomqvist hätten das Ergebnis bereits vor der Pause deutlicher gestalten können.
Reuteler und Anyomi machen den Sack zu
Direkt nach Wiederanpfiff sorgte die SGE für die Entscheidung: Dieses Mal war Reuteler Vorbereiten, die Schweizerin schickte Nicole Anyomi mit einem starken Pass in die Tiefe, die Angreiferin blieb vor dem Tor eiskalt und erhöhte in der 47. Minute auf 3:0. In der Folge verwalteten die Adlerträgerinnen das Spiel weitgehend souverän, auch wenn Jena in einer kurzen Phase etwas mutiger wurde. Der Anschlusstreffer durch Gora kurz vor Schluss änderte nichts mehr am Spielverlauf (88.). Stattdessen setzte Reuteler nach Vorarbeit der eingewechselten Chiba mit ihrem dritten Treffer den Schlusspunkt zum 4:1.
Mit diesem überzeugenden Auftritt festigt die SGE ihre starke Form und bleibt 2026 weiterhin ohne Niederlage. In der Bundesliga liegt die Arnautis-Elf auf Platz vier, hat aber noch ein Spiel weniger als die um einen Punkt besseren Leverkusenerinnen. Bereits am Mittwoch wartet im Rückspiel des UEFA Women’s Europa Cups beim FC Nordsjælland die nächste Herausforderung, Anpfiff in Dänemark ist um 18 Uhr.






4 Kommentare
Das war das erste Spiel dieser Saison wo Gerry eine gute Leistung gezeigt hat. Ansonsten souveräner Auftritt der Mädels. Nur bei Altenburg werde ich immer ein wenig nervös bwhl sie im großen und ganzen eine gute Saison spielt.
Gut, dass die beste Spielerin der SGE wieder da ist! 👍
wer, die Diva? ;-) Reuteler vermutlich, joah die ist gut, technisch die Beste sind in meinen Augen Elisa Senß oder Erela Memeti.
@Florian Bauer schreibt 13:36 "Bericht kommt" und 13:35 ist er da, magic! :) Man merkt ein bisschen, dass ihr zur Zeit voll ausgelastet seid und manchmal kaum hinterher kommt mit all den Eintracht-News.
Der Hammer ist übrigens, dass der direkte Konkurrent in der Bundesliga, Hoffenheim, gestern von Underdog Hamburg mit 0:4 völlig zerstört wurde. Die Hamburger sind wie die Männer auch erst aufgestiegen, bis dahin hatten sie erst 10 Punkte. Für den HSV sieht es also für Frauen und Männer danach aus, als ob sie die Klasse halten könnten. Die Eintracht Frauen sind somit auf Platz 4 hinter Leverkusen mit nur einem Punkt Abstand und dem deutlich besseren Torverhältnis. Wenn sie im nächsten Spiel Freiburg schlagen und so auf Abstand halten, Hoffenheim Leverkusen hoffentlich totmauert, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass sie sich wie in den letzten Jahren den Dritten Platz wieder erobern und so zumindest wieder Europa League spielen könnten. Das wäre super, insbesondere für die mediale Wahrnehmung und für neue Verträge.
Elisa Senß??? Sie ist sicher so etwas wie ein Trainer-Liebling, weil sie selten mal einen ganz schlechten Tag erwischt und sich meistens reinhaut, aber bezüglich Effektivität liegen zwischen ihr und Ereleta Memeti Welten. Bei Senß sieht es oft bis zum Sechzehner gut aus, aber beim letzten Pass oder Abschluss ist sie viel zu oft überhastet. Es ist sicher Geschmackssache, welche Spielerin man als die wertvollste betrachtet, für mich stechen diese Saison aber Nicole Anyomi und Lisanne Gräwe heraus. Erstere aufgrund der Tatsache, dass sie in jedem Spiel, auch wenn sie mal einen schwächeren Tag erwischt, ein Tor oder eine Vorlage beisteuert. Und letztere weil sie mit jetzt gerade 23 Jahren eine unglaublich souveräne Regisseurin des Mittelfelds verkörpert und ihre Steilpässe alleine den Stadionbesuch wert sind.
Noch kurz zum Spiel: Im Gegensatz zu den letzten Spielen gegen Jena war es deutlich souveräner, auch wenn mir die letzte Viertelstunde nicht gefallen hat. Da muss man gegen einen solchen Gegner einfach mehr Spielkontrolle haben. Eine Prognose bezüglich des dritten Platzes möchte ich aber nicht abgeben, das kann wie in der Hinrunde mit schlechten Leistungen gegen Mittelfeld-Mannschaften schnell wieder in eine andere Richtung gehen. Wichtig wird sein, wie stabil die defensive Struktur ist, bei der Innenverteidigung aus Sara Doursoon und Marthine Ostenstad bin ich aktuell aber recht positiv gestimmt.
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