Goncalo Paciencia will bei der SGE wieder mehr spielen. (Foto: Heiko Rhode)

Es war ein echter Nackenschlag, den die Frankfurter Eintracht am vergangenen Samstagabend hinnehmen musste, als Mo Dahoud in fast letzter Sekunde den Siegtreffer zum 2:3 seiner Borussia aus Dortmund erzielte. Zuvor war die SGE über lange Zeit die spielbestimmende Mannschaft, verpasste aber den Sack zuzumachen und wurde dann zu passiv.

Auch Eintracht-Stürmer Goncalo Paciencia beschäftigt das Spiel noch immer, wie er in einem Interview mit der „Bild“ erklärte: „Eine Stunde lang waren wir sehr gut im Spiel. Auf Anhieb wieder so gut wie vor der Winterpause, als wir oft am Ende erfolgreich waren. Nun haben wir am eigenen Leib erlebt, wie es sich anfühlt, in letzter Minute zu verlieren. Aber Dortmund wollte den Erfolg am Ende mehr als wir, war in der Schlussviertelstunde frischer. Dann passiert so etwas im Fußball. Wir müssen 90 Minuten fokussiert und hungrig bleiben.“ Und für die SGE werde es jetzt nicht leichter, denn am Sonntag müssen die Hessen beim FC Augsburg antreten, wo man sich – mit einigen wenigen Ausnahmen – in der Vergangenheit immer recht schwer getan hat. Das sieht auch der Portugiese so: „Das wird ein schweres

Auswärtsspiel. Immerhin haben wir nur zwei der letzten elf Spiele gegen sie verloren. Das sollte uns noch mehr Zuversicht geben.“ Dabei hofft auch Paciencia, dass er wieder besser zum Zug kommt, als in den letzten Partien, in denen er die meiste Zeit auf der Bank saß:  „Das war hart. Niemand sitzt gerne auf der Bank. Ich liebe es, auf dem Platz zu stehen und dem Team zu helfen. Ich fühle mich trotzdem als Teil des Teams. Jeder Sieg fühlt sich auch wie meiner an. Ich arbeite hart auf dem Platz, das würde ich gern öfter zeigen. Ich fühle noch viel Talent und Tore in mir.“

Optimismus trotz Corona

Dabei spielt natürlich nicht nur bei den Verantwortlichen, sondern auch bei den Spielern immer die Angst mit, dass man sich kurzfristig mit dem Corona-Virus infiziert und daher wieder ausfällt – so wie es beim Rechtsfuß schon zu Beginn der Vorbereitung geschehen ist. Er betont, dass das natürlich immer in den Köpfen der Spieler sei, er aber versuche hier positiv zu bleiben: „Wir haben einen großen Kader mit Qualität. Klar, können mal drei, vier Spieler gleichzeitig ausfallen. Das ist nicht leicht. Aber wenn du zu sehr darüber nachdenkst, zieht es dich nur runter. Wir gehen professionell mit der Situation um, machen uns aber auch nicht wahnsinnig. Man versucht, sich von Corona fernzuhalten. Kontrollieren können wir es sowieso nicht. So wie die Welt aktuell ist, hätten wir uns das vor drei Jahren alle nicht vorstellen können.“ Daher sei es nun auch an den Spielern, dass sie besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen und zum Beispiel auf einen besuch im Restaurant oder einer Bar verzichten, erklärte der 27-Jährige.

Eine weitere negative Folge der Pandemie sind auch die wieder fast komplett leeren Stadien in der Bundesliga. Diese würden die SGE besonders hart treffen, erklärte der Angreifer: „Ohne Fans fühlt sich für uns Spieler Fußball nicht mehr an wie er war. Es ist ein anderer Geist, ein anderes Gefühl mit oder ohne Fans im Stadion. Ganz besonders hier in Frankfurt, wo die Fans ein mächtiger Antrieb sind. Für uns ist das wirklich schlimm; es macht den Fußball irgendwie farblos, jedenfalls anders als er war. Und keiner weiß, wie die nächsten Monate werden.“ 

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16 Kommentare

  1. Paciencia hat schon eine ganz eigene Art sein Innenleben darzustellen 😀 an ihm ist ein Poet verloren gegangen.

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  2. Hat er das wirklich so gesagt, oder ist es schlecht übersetzt?
    @Scheppe Kraus: was meinst Du?

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  3. @3 habs auch grad gelesen. Wäre das vlt sogar nGrund für nDicka zu bleiben? Der hat ja nun auch kamerunische Wurzeln. Vlt würden die beide so noch mehr aus sich rausholen (als sowieso schon)

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  4. Ich fühle noch viel Jubel in mir!
    Am liebsten mit euch und der SGE Familie im Stadion.

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  5. Da wir anscheinend einen linken und einen rechtsfüssigen IV holen denke ich das uns sowohl ndicka wie auch ilsanker verlassen werden.

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  6. Also man sollte Gonzo behalten. Egal wer im Sommer kommt oder was da passiert.
    Forza SGE

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  7. @2. G-Block: Ich denke nicht, dass es ein Übersetzungsfehler ist, die portugiesische Sprache und Mentalität ist eher bildlich und poetisch ausgelegt.

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  8. Denke auch,das wenn zwei kommen,das Ndicka sicher geht!
    Er ist einfach zu gut geworden!

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  9. @11. Dribbelstaedter: Da haste Recht….Es muss natürlich 2G + Block heissen… 🙂

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  10. @9. Scheppe Kraus:
    Danke Scheppe.

    @11. Dribbelstaedter & 12. Scheppe Kraus:
    Spaßvögel… 😉
    Ich ahnte schon, dass so was in der Art mal kommt… 🙂

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  11. @3. weiss das sind unsere farben:
    Danke für den Link.
    Ich wollte es auch gerade posten.

    Ich denke mal, wenn es so kommt, ist es im Vorgriff auf kommende Saison sicher ein cleverer Schachzug.
    Wer von den IV’ern uns dann tatsächlich verlassen wird, vermag ich zwar noch nicht abzuschätzen, aber ja, N’dicka ist leider (aus finanzieller Sicht) am naheliegendsten……

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  12. Bisher klingen vier Neuzugänge als relativ fix: zwei Innenverteidiger, ein Stürmer, und eine für die Außenbahn aus Hamburg. Drei davon ablösefrei (natürlich gibt es da dann eine Handgeld) und eine für relativ kleines Geld. Wenn die vier wirklich kommen sollten, klingt das gut. Sicher wird uns auch der ein oder andere verlassen, und nicht nur die, die wir relativ gerne verabschieden.

    Es bleibt spannend

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