Unmittelbar nach dem offiziellen Abgang von Dennis Schmitt präsentiert die Frankfurter Eintracht dessen Nachfolger. Patrick Glöckner tritt die Erbe an und übernimmt die U21 der Frankfurter Eintracht ab der Saison 2026/27. Glöckner besitzt die UEFA Pro Lizenz und kehrt zu dem Verein zurück, bei dem der 49-Jährige ausgebildet wurde. Von 1991 an hatte der gebürtige Bonner die Nachwuchsmannschaften der Hessen durchgelaufen, ehe der ehemalige rechte Mittelfeldspieler 1995 den Sprung zur Profimannschaft schaffte. Nach zwei Jahren folgte eine Leihe zu den Stuttgarter Kickers. Nach Leihende kehrte er an den Main zurück und lief zwei weitere Jahre für die SGE auf. Nach Ende seiner Zeit als Adlerträger stand er bei Kickers Offenbach und FSV Frankfurt unter Vertrag. 2004 hing er die Fußballschuhe an den Nagel.
2012 kehrte Glöckner als Trainer nach Frankfurt zurück und fungierte drei Jahre lang zunächst als Co-Trainer der U23, danach als Videoanalyst und Assistenztrainer der U19. 2017 war er Co-Trainer des FC St. Pauli unter Olaf Janßen in der 2. Bundesliga. Im Januar 2018 zog er mit Janßen weiter in die Regionalliga zu Viktoria Köln, wo Glöckner im Sommer nach Janßens Abgang zum Cheftrainer ernannt wurde. Es folgten weitere Stationen beim Chemnitzer FC und beim SV Waldhof Mannheim in der dritten Liga. Zudem war Glöckner Trainer des FC Hansa Rostock in der zweiten Liga. Zuletzt stand der Ex-Profi beim TSV 1860 München in der dritten Liga von Januar bis September 2025 an der Seitenlinie. Jetzt bekommt Glöckner die Aufgabe, mit der U21 der Eintracht in der kommenden Saison den Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest zu schaffen und den Spielern den Übergang in den Herrenbereich zu ermöglichen. „Mit Patrick Glöckner haben wir für die U21 einen Trainer gefunden, der nicht nur Erfahrungen im Jugendfußball, sondern auch im Herren- und Profifußball mitbringt. Damit ist er genau der Richtige für die Cheftrainer-Position im Übergangsbereich zwischen Nachwuchs und Profis und die gezielte Vorbereitung unserer Talente auf die Herausforderungen im Profifußball. Wir sind davon überzeugt, mit ihm für die Saison in der Regionalliga Südwest sehr gut und zukunftsorientiert aufgestellt zu sein“, freut sich Sportdirektor Timmo Hardung auf die Zusammenarbeit. Auch Leiter des Nachwuchsleistungszentrums Alexander Richter fiebert der gemeinsamen Arbeit mit dem neuen U21-Coach entgegen: „Es war ein intensiver Prozess, in dem wir viele Gespräche geführt haben. Wir sind der Überzeugung, den richtigen Kandidaten identifiziert zu haben und blicken einer herausfordernden Saison in der Regionalliga Südwest entgegen, in der wir trotz der vielen starken Gegner abliefern wollen. Patrick ist ein erfahrener Trainer mit vielen Hintergründen im Seniorenfußball, aber er hat auch große Lust darauf, unsere jungen Talente weiterzuentwickeln. Vor diesen Hintergründen ist es ein richtig gutes Match und jetzt freuen wir uns auf die Zusammenarbeit.“
Glöckner freut sich auf Rückkehr
Auch Glöckner freue sich, „an die alte Wirkungsstätte zurückzukommen, wo ich groß geworden bin und die Verantwortlichen ein Stück weit kenne. Von daher freue ich mich riesig, auf die neue Aufgabe“, betont Patrick Glöckner. „Talente zu formen und zu entwickeln liegt mir sehr am Herzen. Auch in meinen vorherigen Stationen lag darauf immer das Augenmerk. Ich kenne zwar die Eintracht Identität, aber jeder Spieler und jeder Jahrgang ist anders. Wichtig ist, dass man jeden Spieler dort abholt, wo er grade steht und die Jungs menschlich wie sportlich begleitet.“






4 Kommentare
Ich hoffe, dass es irgendwann mal wieder ein Fußballer aus dem Nachwuchsleistungszentrum schafft, die erste Mannschaft zu kommen.
Mich triggert immer noch ein Artikel aus dem Kicker letzte Woche, in dem unsere Nachwuchsarbeit als die schlechteste innerhalb der ersten Bundesliga betitelt wurde. Als als eines der Negativbeispiele wurde der Fall Baum bezeichnet..
Bestimmt kein schlechter Tausch.
Naja die U21 wurde auch größtenteils mit U16 Leuten belegt letztes Mal in der Regionalliga. Das war ein bisschen zu viel und so folgte der Abstieg, aber wegen der vielen Einsätze sind diese inzwischen 18jährigen jetzt bereits ziemlich erfahren, sonst hätte es nicht die Fritz-Walter-Medaille gegeben für Staff. Speziell die Durchlässigkeit wird der Kicker bemängelt haben. Baum hätte schon mehr Chancen verdient gehabt.
Glöckner ist ne interessante Verpflichtung, er hat als Profitrainer zumeist fast 2 Jahre trainieren dürfen, er war also recht erfolgreich. Der jordanische Investor hat 1860 komplett runter gewirtschaftet und jetzt folgte der Zwangsabstieg, sonst hätte die Eintracht den gar nicht gekriegt.
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