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Nimmt Adi Hütter eine Systemumstellung vor? Foto: Imago / Beautiful Sports

Nach Fehlstart: Hütter muss die Systemfrage beantworten

Die Frankfurter Eintracht ist mit einem Pünktchen und sieben Gegentoren denkbar schlecht in die neue Bundesliga-Spielzeit 2026/27 gestartet. Nach dem desolaten Auftritt in Hälfte zwei gegen den FC Augsburg und der 1:4-Schlappe im ersten Heimspiel ist nicht nur die fehlende Kaderbreite auf einigen Positionen (erneut) ein Thema, auch die Systemfrage stellt sich nun. Das von Adi Hütter bevorzugte 4-2-2-2 scheint bislang keine Früchte zu tragen.

Vier der sieben Gegentore fielen nach langen Bällen. Die Abstände sind insgesamt zu groß, vor allem zwischen den offensiven Halbpositionen und den Außenverteidigern. Auch das Zusammenspiel zwischen Keita Kosugi und Can Uzun funktioniert bislang nicht wie gewünscht. Uzun tut sich zudem auf der linken Halbposition schwer. Zudem nutzt die Eintracht die Breite des Feldes bislang nur unzureichend, während es im Mittelfeld an Kompaktheit fehlt. Der Cheftrainer der Hessen stellte deshalb bereits Konsequenzen in Aussicht: „Ich muss mir Gedanken machen, wie wir die Grundordnung ändern, damit wir stabiler werden“, erklärte Hütter auf Nachfrage von SGE4EVER.de. Es ist gut möglich, dass der 56-Jährige bereits für das kommende Auswärtsspiel gegen den 1.FSV Mainz 05 seinen Worten Taten folgen lässt. Diese Optionen hat Hütter:

Zurück zur Dreierkette?

Auch in dieser Saison dürfte man um eine Dreier- respektive Fünferkette kaum herumkommen. Die Abwehrreihe um Keita Kosugi, Robin Koch, Jeremiaha Maluze beziehungsweise Neuzugang Lilian Brassier und Elias Baum konnte der Mannschaft bisher keinen sicheren Rückhalt verleihen. Die größte Schwachstelle in den ersten beiden Spieltagen waren Flanken. Mit einem 3-5-2 bzw. 3-4-2-1 könnte dem entgegengewirkt werden – Brassier könnte dabei auf der linken Seite, Koch im Zentrum und Maluze auf der rechten Seite auflaufen. Koch, der seit einem Jahr sportlich strauchelt, könnte durch zwei Nebenleute mehr Sicherheit bekommen. Gleichzeitig würde die Entwicklung von Maluze gefördert und Neuzugang Brassier käme weiter zum Zug. Das Duo gilt in der Luft als sehr zweikampfstark. Maluze entschied bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Union Berlin 13 der 14 Luftzweikämpfe für sich. Die Lufthoheit könnte mit dieser Umstellung wiedererlangt werden.

Außerdem könnte Can Uzun auf seiner angestammten Zehnerposition für Torgefahr sorgen und seine Vorderleute in Szene setzen. Bei einem 3-5-2 würde die Position für Ritsu Doan fehlen, dafür behält Hütter aber den Doppelsturm bei. Dieser würde beim 3-4-2-1 hingegen wegfallen. Dafür würde Uzun wiederum einen Partner neben sich haben, der Doan heißen könnte. Hütter verfolgte ohnehin das Ziel, den Japaner mehr im Zentrum zu positionieren. Ansonsten wären Love Arrhov, Farès Chaibi oder Mario Götze weitere Alternativen. Dagegen würden die Positionen für Keita Kosugi und Elias Baum wegfallen. Es würde sich daher die Frage stellen, ob Hütter seinen beiden Schützlingen die Schienenpositionen zutrauen würde. Alternativ stünden Ayoube Amaimouni-Echghouyab, Malik Pimpong und der aktuell verletzte Ansgar Knauff zur Verfügung.

4-2-3-1: Kompaktheit statt Doppelsturm

Möchte Hütter weiter auf die vier Defensivleute setzen und damit Kosugi sowie Baum weiter das Vertrauen schenken, könnte das 4-2-3-1 ins Spiel kommen. Auch hier wäre der Nachteil, dass Hütter den Doppelsturm aufgeben müsste. Der Coach könnte allerdings einen Mittelstürmer von der Bank bringen. Zum anderen könnte das 4-2-3-1 für mehr Kompaktheit und eine klarere Staffelung im Mittelfeld sorgen. Uzun würde auch hier seine Zehnerposition bekleiden, während die beiden Außen deutlich breiter gezogen werden könnten. Dadurch wäre die Eintracht in ihrem Offensivspiel variabler und könnte die Breite des Feldes besser nutzen. Allerdings besteht bei dieser Grundordnung ebenfalls die Gefahr, dass die Abstände zwischen den Außenverteidigern und den offensiven Außen zu groß werden. Auch dieser Punkt muss von Hütter gründlich abgewogen werden.

Spätestens in Mainz am kommenden Samstag wird sich zeigen, ob Hütter die richtigen Schlüsse aus dem Fehlstart gezogen hat und welcher Systemwechsel der Eintracht tatsächlich mehr Stabilität verleiht.

11 Kommentare

Avatar 1. imherzenvoneuropa 09. September 26, 07:56 Uhr

Ich fände es schade wenn unser Doppelsturm schon wieder Geschichte wird. Auf der anderen Seite hätte man mit nur einer Spitze zmd eine gute Wechseloption auf der 9

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Fallback Avatar 2. Adlermacht 09. September 26, 07:58 Uhr

Sehr interessanter Artikel. V.a. um darüber zu Fachsimpeln.

Ein 4-2-2-2 braucht im MF sehr flexible Spieler und muss auch entsprechend gut eingespielt sein. Wir haben mit Baum und Kosugi 2 AV, die ihre erste wirkliche BL Saison spielen. Das ist ein Thema. Wer verschiebt bei dem System auf die Außen wenn wir in der Rückwärtsbewegung sind? Uzun und Doan sehe ich da eher nicht in der Rolle.
Eher ein 4132? das könnte schon ausgehen wenn man 8ern wie Aseko und Chaibi die Defensivarbeit auf den Außen schmackhaft macht.

Aufgrund unserer AV Situation sehe ich eigentlich ein 4231. Nur fehlt es und da an LAs für. Das war letzte Saison schon ein Problem und ist durch den Abgang von Bahoya nicht besser geworden. Knauff sehe ich mal garnicht auf LA. am ehesten noch Doan, aber dem schwirrt ja schon der Kopf wenn er nur in die Mitte einrücken soll. Würde Doan auf LA gehen (können/wollen). Wäre das tatsächlich eine Option. Könnte Pimpong das? Sicher nicht konstant.

3-5-2: wie würde das aussehen: Maluze(Collins)/Koch/Brassier.
Im MF. x6er 2 x8er 1 x10er. Hui, das wird recht zentral. Wer könnte das sein? Onyedika/Hojlund auf der 6, Aseko (Götze) & Chaibi auf der 8 Uzun auf der 10. Man kann auch 1xer uns 2x 10er spielen. Hier würde man Ebnoutalib ausbremsen. Irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen.

Gerne wird ja ein 3231 gespielt, nur dafür fehlt uns wieder die LA Besetzung.

Das 4-2-2-2 war ja von Hütter angesagt. Daher wurde ja auch Bahoya gehen gelassen.

Ich finde es schwer einen stabilen Fit für andere Systeme zu finden. Gut, einige Spieler wie Aseko hat man noch nicht wirklich gesehen. Es bleibt spannend.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Der User ist ein Dauersupporter und drückt seine Wertschätzung gegenüber SGE4EVER.de durch einen monatlichen oder jährlichen Betrag aus - der Bembel ist also stets gefüllt - Prost! 3. Fozzi 09. September 26, 08:02 Uhr

An ein 3-5-2 habe ich auch schon gedacht

Burkardt - Ebnoutalib
Uzun
Kosugi - Onyedika - Aseko/Götze - Doan
Brassier - Koch - Maluze
Atubolu

Obwohl sich das Personal jetzt schon mehrmals gedreht hat, scheint die 4er-Kette bei uns schwierig. Uzun muss zentraler Spielen und Doan traue ich die Schiene zu.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 4. Boris 09. September 26, 08:19 Uhr Zitat - Adlermacht Sehr interessanter Artikel. V.a. um darüber zu Fachsimpeln. Ein 4-2-2-2 braucht im MF sehr flexible Spieler und muss auch entsprechend gut eingespielt sein. Wir haben mit Baum und Kosugi 2 AV, die ihre erste wirkliche BL Saison spielen. Das ist ein Thema. Wer verschiebt bei dem System auf die Außen wenn wir in der Rückwärtsbewegung sind? Uzun und Doan sehe ich da eher nicht in der Rolle. Eher ein 4132? das könnte schon ausgehen wenn man 8ern wie Aseko und Chaibi die Defensivarbeit auf den Außen schmackhaft macht. Aufgrund unserer AV Situation sehe ich eigentlich ein 4231. Nur fehlt es und da an LAs für. Das war letzte Saison schon ein Problem und ist durch den Abgang von Bahoya nicht besser geworden. Knauff sehe ich mal garnicht auf LA. am ehesten noch Doan, aber dem schwirrt ja schon der Kopf wenn er nur in die Mitte einrücken soll. Würde Doan auf LA gehen (können/wollen). Wäre das tatsächlich eine Option. Könnte Pimpong das? Sicher nicht konstant. 3-5-2: wie würde das aussehen: Maluze(Collins)/Koch/Brassier. Im MF. x6er 2 x8er 1 x10er. Hui, das wird recht zentral. Wer könnte das sein? Onyedika/Hojlund auf der 6, Aseko (Götze) & Chaibi auf der 8 Uzun auf der 10. Man kann auch 1xer uns 2x 10er spielen. Hier würde man Ebnoutalib ausbremsen. Irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen. Gerne wird ja ein 3231 gespielt, nur dafür fehlt uns wieder die LA Besetzung. Das 4-2-2-2 war ja von Hütter angesagt. Daher wurde ja auch Bahoya gehen gelassen. Ich finde es schwer einen stabilen Fit für andere Systeme zu finden. Gut, einige Spieler wie Aseko hat man noch nicht wirklich gesehen. Es bleibt spannend. Path

3231 wäre einer zu wenig 😅 müssen uns ja nicht avon vornherein schwächen. Dann eher z.B. 3-4-2-1.

ot: Warum nicht den ablösefreien Alaba verpflichten? Müsste natürlich auf viel Gehalt verzichten, wer weiß, wie fit er noch ist, aber bei Real war ja auch harte Konkurrenz. Der ist auf jeden Fall ein absoluter Gewinnertyp, kann Leute mitreißen, hat lange LV gespielt und will wieder in die Nationalmannschaft.

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Fallback Avatar 5. Adlermacht 09. September 26, 08:56 Uhr Zitat - Boris 3231 wäre einer zu wenig 😅 müssen uns ja nicht avon vornherein schwächen. Dann eher z.B. 3-4-2-1. ot: Warum nicht den ablösefreien Alaba verpflichten? Müsste natürlich auf viel Gehalt verzichten, wer weiß, wie fit er noch ist, aber bei Real war ja auch harte Konkurrenz. Der ist auf jeden Fall ein absoluter Gewinnertyp, kann Leute mitreißen, hat lange LV gespielt und will wieder in die Nationalmannschaft. Path

Das stimmt. Mit neuem Fitnesscoach laufen die die Lücke zu

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Fallback Avatar 6. drobbe 09. September 26, 09:44 Uhr

Alles egal, wenn du in der Abwehr niemand zum wechseln hast jund wenn die Mannschaft bei einem Gegentor auseinanderfällt.

Ich hoffe einfach, daß Hütter die Mentalität schnell in den Griff bekommt. Und ich hoffe auf Wintertransfers.

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Avatar 7. 1899international 09. September 26, 09:49 Uhr

"Nach Fehlstart"

Zwei Spieltage, 1 Punkt. Zwei schwere Spiele, in denen die Eintracht auch früher selten gut ausgesehen (Union auswärts, Augsburg daheim). Mir scheint da der Begriff Fehlstart nicht nur zu früh, sondern nicht angebracht.

Immerhin wäre es in Berlin fast gutgegangen.
Gegen Augsburg haben wir eine Halbzeit richtig guten Fußball gesehen.
Ein unglücklich abgefälschter Ball, ein Patzer von Atubolu.
Aus nichts hat Augsburg zwei Tore gemacht.
Klar haben wir nicht gut darauf reagiert - daran ist zu arbeiten.

"Das von Adi Hütter bevorzugte 4-2-2-2 scheint bislang keine Früchte zu tragen."
Das sehe ich nicht so. Wir haben zweimal nicht gewonnen.
Aber ich habe dennoch gesehen, dass das System von Hütter funktioniert.

Ich finde das Burkardt und Ebnoutalib ausgezeichnet harmonieren. Ich habe die Befürchtung, dass wenn einer alleine unterwegs ist, die Gefahr besteht, dass er sich aufreibt und in der Luft hängt.

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Fallback Avatar 8. macc 09. September 26, 09:59 Uhr

Hallo, mir haben die ersten Halbzeiten gegen Berlin und Augsburg gut gefallen. Leider konnten wir das Ergebnis in Berlin nicht halten und sind gegen Augsburg in der zweiten Halbzeit auseinandergehalten. Ob es direkt gravierende Änderungen geben muss? Ich denke man kann vor den dringendsten Problemen die Augen nicht verschließen. Führung auf dem Platz und Widerstandsfähigkeit. Und damit kommt man unweigerlich zu Robin Koch. Er bemüht sich, keine Frage. Aber er gibt der Mannschaft keinen Halt, hat mehr mit sich zu tun. Vielleicht wäre es eine Lösung, wenn Brassier soweit ist, Koch mal draußen zu lassen. Maluze wäre es zuzutrauen. Ich mach unsere Situation nicht nur an Robin fest, war nur ein Gedanke der seinem auftreten, Körpersprache und Mimik entspringt. Lg

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Fallback Avatar 9. mainhesse 09. September 26, 09:59 Uhr

Ich halte Hütter für einen guten Trainer, er hat das oft genug bewiesen.
Also wird er selbst erkennen, welche Systemumstellungen er machen muss, um mit den vorhandenen und einsatzfähigen Spielern eine stärkere Mannschaft aufs Feld schicken zu können.
Aber die Systemfrage ist doch nicht das Hauptproblem.
Sondern das Fehlen jeglicher Führungsstruktur innerhalb der Mannschaft.
Deshalb waren ja einige hier begeistert von der Idee, Andrich zu holen, und jetzt wird ein Alaba in den Raum gestellt.
Natürlich haben beide ihre besten Zeiten schon lange hinter sich. Aber das war damals beim Prince auch so, und trotzdem hatte er beim Pokalsieg nicht nur wegen "Ich schlag den Ball lang" eine Hauptrolle.

Auch der beste Trainer kann einer Ansammlung von Talenten und Mitläufern keine Führungsqualitäten antrainieren.
Deshalb sehe ich schwarz für die Vorrunde.
Und wenn in der Rückrunde wieder nur Perspektivspieler mit Potential geholt werden, sehe ich als Perspektive die Zweite Liga.

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Fallback Avatar 10. frankfurter jung 09. September 26, 10:07 Uhr

Ein System nach nur zwei Spielen schon wieder infrage zu stellen, halte ich für verfrüht.
Dieses System lief gegen Union und Augsburg lange Zeit gut bis sehr gut. Dann kamen die Leistungseinbrüche durch individuelle Fehler, auch wohl aufgrund von Fitnessdefiziten. Da gibt es genug zum Anpacken.

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Fallback Avatar 11. Liederbacher Adler 09. September 26, 12:43 Uhr

Mir tut es immer noch weh, dass wir Kali nicht holen bzw ausleihen konnten...bin mir sicher, dass es mit ihm 2 oder 3-0 steht und der Drops gerutscht ist und somit 3 Punkte zu buche gestanden hätte....es ist einfach so Qualität zahlt sich aus ( auch mit Demirovic ) und auch Kristensen Weine ich weiterhin ne Träne nach..auch da standen wir stabiler....wir müssen einfach mal wieder so Perlen wie Ndicka Pacho Etikite aus dem Hut zaubern oder so ein Typ wie Andrich hätte uns gut zu Gesicht gestanden und wahrscheinlich 2 Siege über die Bühne gebracht...

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