Die Frauen der Frankfurter Eintracht starten in die heiße Phase der Bundesliga-Saison. Am heutigen Sonntag steht mit dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg direkt ein echtes Highlight-Spiel auf dem Programm. Die SGE rangiert aktuell auf Rang drei, die Gäste hingegen stehen mit sieben Punkten Vorsprung auf dem zweiten Platz. Nach einer langen Länderspielpause befand sich die Mannschaft in dieser Woche wieder gemeinsam auf dem Platz. „Die Pause kam einem ewig vor. Das muss man schon sagen. Aber umso besser, dass jetzt wieder alle dabei sind“, erklärt Nina Lührßen im Podcast „Aufstehen mit der Eintracht“. Die Linksverteidigerin ist eine der wenigen Nicht-Nationalspielerinnen im Kader. Freizeit hatte sie in den letzten Wochen aber trotzdem nicht. „Tatsächlich hatten wir am Anfang ein bisschen frei. Dann haben wir in unserer kleinen Gruppe mit der zweiten Mannschaft zusammen trainiert und hatten auch ein Testspiel gegen Mainz.“ Die Partie endete nach zweimal 30 Minuten torlos mit 0:0. „Ich würde behaupten wir haben die Zeit sinnvoll genutzt. Es geht darum, nichts zu verlieren. Andererseits hat man die Möglichkeit in einer kleinen Gruppe dann auch mal individuell zu arbeiten. An unseren Schwächen, die jetzt zu Stärken werden.“ Für ein paar Tage war die gebürtige Bremerin auch in der Heimat. Das Nordderby der Männer hat sie aber leider verpasst. „Da wäre ich sehr gerne dabei gewesen, muss ich sagen.“
Bei den Frauen zählen die Bremerinnen zu den größten Konkurrentinnen der Eintracht um Platz drei. Aber auch Hoffenheim und Leverkusen können den Platz auf dem Treppchen noch streitig machen. „Das wird ein enges Rennen. Aber am Ende setzt sich die beste Mannschaft durch und ich gehe davon aus, dass wir das sein werden, wenn wir in den letzten Spielen noch mal alles zeigen, was wir drauf haben. Wir müssen nochmal Vollgas in die letzten Spiele gehen.“ Der begehrte dritte Platz ist gleichbedeutend mit der Champions League-Qualifikation. Die Ränge dahinter gehen komplett leer aus. „Es gibt nichts Schöneres im Fußball, als um etwas zu spielen. Es sind noch vier Spiele, davon drei Heimspiele. Das ist für uns natürlich auch sehr geil vor den eigenen Fans. Das ist unser Anspruch mit Eintracht Frankfurt. Dafür spielen wir für die Eintracht.“
„Perfektion ist schwierig“
In der aktuellen Bundesliga-Saison kam die gebürtige Bremerin bisher in 19 Spielen zum Einsatz. Dabei gelangen ihr starke sechs Vorlagen. Sie selbst sieht allerdings auch noch einiges an Verbesserungspotenzial: „Grundsätzlich würde ich schon behaupten, dass ich zufrieden bin, wobei es auch immer Potenziale gibt, sei es in den Offensivaktionen, sei es in den Defensivaktionen. Man will wirklich jedes Duell gewinnen. Ich hatte letztens mit meinem Co-Trainer eine Diskussion darüber, dass ich jede Aktion gut machen will. Es reicht mir nicht. Wenn ich ein oder zwei schlechte Aktionen im Spiel habe, dann ärgere ich mich so lange darüber. Aber das ist halt nun mal der Fußball. Perfektion ist schwierig.“ Trotzdem überzeugt die 26-Jährige mit ihrer Beständigkeit. Patzer oder unterdurchschnittliche Spiele sind bei ihr eher eine Seltenheit. „Ich glaube schon, dass ich auch in schlechteren Spielen trotzdem solide bin. Trotzdem ist mein Anspruch, mehr als solide zu sein.“ Die Adlerträgerin verfügt über einen sehr guten linken Fuß, wobei der rechte, wie sie selbst sagt, gar nicht so schlecht sei: „Ich glaube, im Spiel fehlt mir dann eher das Vertrauen in meinen rechten Fuß. Auch ein Baustein, woran ich arbeite. Aber ich glaube, dass manche, die mit rechts schießen, schwächer mit links sind, als ich mit rechts.“
Fokus auf die Liga
Die letzten Spiele vor der Länderspielpause endeten für die Damen der SGE mit einem echten Dämpfer. Trotz eines 1:0-Auswärtserfolgs im Halbfinal-Rückspiel gegen Häcken schied die Mannschaft von Cheftrainer Niko Arnautis aus dem UEFA Women’s Europa Cup aus. „Da waren wir schon sehr enttäuscht, weil wir halt auch einfach im Rückspiel gesehen haben, dass es möglich gewesen wäre. Gerade auch mit unserem Kader, mit unserer Mannschaft. Dann kam jetzt die Pause, wo der Fokus bei vielen Spielerinnen woanders lag. Es wird jetzt darum gehen, dass der Fokus klar auf den nächsten vier Spielen liegt. Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern. Natürlich wären wir gerne im Finale gewesen, aber jetzt haben wir ein anderes Ziel. Das müssen wir bestätigen.“ Vor allem muss die Mannschaft aber schnellstmöglich zurück in den Liga-Rhythmus finden. Die Wolfsburgerinnen spielten bereits am Mittwoch gegen Bremen. Die Partie endete 0:0. „Trotzdem glaube ich, dass es ein Vorteil ist, dass wir erst am Sonntag spielen. Wolfsburg hatte diese Woche schon ein Spiel. Wir können uns sehr gut auf sie vorbereiten.“ Nichtsdestotrotz verfügt der Gegner über starke Qualitäten. Das weiß auch die 26-Jährige: „Wolfsburg ist ein sehr starker Gegner mit sehr viel individueller Klasse.“ Im Pokal unterlag man in dieser Saison den Wölfinnen bereits mit 0:1. Das Hinspiel in der Liga konnten allerdings die Adlerträgerinnen mit 3:2 für sich entscheiden. Demnach geht auch Nina Lührßen mit Selbstvertrauen in die Partie: „Wir haben genauso viel individuelle Qualität und auch Qualität als Team. Ich glaube, es wird ein sehr spannendes Spiel, das wir dann nach 90 Minuten für uns entscheiden können.“






2 Kommentare
Wäre schön wenn diese mal den Worten auch die entsprechenden Taten folgen.
[…] präsentieren. Auch die Aussagen aus dem Frankfurter Umfeld, etwa in der Meldung von SGE4EVER über Lührßen und den Saisonendspurt, zeigen: Die Mannschaft ist voll auf die entscheidenden Wochen […]
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