„Gott sei Dank ist es vorbei!“ Das werden nicht wenige Fans der Frankfurter Eintracht gesagt haben nach dem Abpfiff zwischen der SGE und dem VfB Stuttgart. Zwar endete die Partie mit 2:2 besser, als man zwischenzeitlich vermutet hatte. Auf der anderen Seite reicht der Punkt nicht für Europa. Aber auch ein Sieg hätte für die Frankfurter nicht gereicht, weil der SC Freiburg vor dem Europa League-Finale ein echtes Ausrufezeichen setzte und RB Leipzig mit 4:1 aus dem Stadion schoss. Die nächste Saison wird Frankfurt also nicht europäisch vertreten sein. Wir haben am Ende des Spiels die Stimmen für euch zusammengetragen.
Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt): „Dass wir nicht europäisch spielen, ist natürlich ärgerlich. Das muss man sagen. Wenn man die ganze Saison betrachtet, dann ist sie nicht gut gelaufen. Wir hatten immer das Ziel, europäisch zu spielen. Wir waren aber dieses Jahr einfach nicht gut genug. Die Spiele waren nicht gut genug, wir waren nicht konstant genug. Wir hatten zu viele Leistungsschwankungen, haben zu viele Fehler gemacht. Von daher ist es natürlich enttäuschend für uns. Wir haben den internationalen Platz aber nicht heute verspielt, das muss man klar sagen. Es ist kein Rückschritt für die Eintracht, denn am Ende müssen wir aus solchen Situationen lernen. Die letzten Jahre waren wir sehr erfolgreich, auch international sehr erfolgreich. Das ist für uns jetzt aber erstmal ein Rückschlag. Das kann man dann schon so sagen. Wir haben uns die Situation ganz anders vorgestellt und von daher wird das Verarbeiten jetzt ein paar Tage dauern. Wir müssen das Spiel jetzt sacken lassen und uns in den nächsten Tagen Gedanken darüber machen, wie wir in Zukunft weitermachen. Am Ende war es sicherlich keine einfache Situation für Albert Riera, aber das ist auch nicht der Tag heute, um über Personalien zu sprechen. Wir werden uns jetzt in den nächsten Tagen zusammensetzen und die gesamte Situation analysieren. Dann schauen wir mal. Die internationalen Plätze haben wir nicht heute verspielt. Das muss man auch ganz klar so sagen.“
über Johnny Burkardt: „Johnny ist für uns ein total wichtiger Spieler, auch ein sehr, sehr guter Spieler. Am Ende entscheidet aber der Trainer darüber, wie und wann er die Spieler einsetzen möchte. Das ist nicht meine Aufgabe.“
über seinen bevorstehenden Sommer: „Wenn man in meiner Position ist, dann hat man im Sommer relativ wenig Zeit, um zu entspannen. Nach der Saison ist immer so ein bisschen vor der Saison. Da wird es kaum Zeit für Entspannung geben.“
Mario Götze: „Hier zu Hause im Stadion zu spielen und noch einen Punkt zu holen, war dann noch okay. Ein Sieg hätte uns heute leider auch nicht mehr geholfen. Am Ende muss man Freiburg gratulieren, weil wir es nicht geschafft haben konstante Leistungen zu bringen. Das müssen wir uns vorwerfen. Am Ende geht es immer um Performance und Spiele zu gewinnen. Und das ist für uns Spieler nicht zufriedenstellend und für den Trainer und dein Verein auch nicht. Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen. Wir müssen schauen, dass wir die letzten Monate analysieren. Es tut dann schon weh, dass wir nächste Saison nicht international spielen können. Es überwiegt dann die Enttäuschung.“
.. zur Zukunft des Klubs: „Es ist hier am Ende immer noch ein langfristiges Projekt. Das Potenzial hier ist immer noch immens. Da gehören solche Phasen auch dazu.“
Tobias Welz (Schiedsrichter, nach seinem letzten Spiel): „Es ist schon emotional jetzt. Meine Familie und meine Freunde sind hier. Das ist ein toller Moment. Es war am Ende jetzt noch einmal ein intensives Spiel. Das hat irgendwie auch zu meiner Karriere gepasst. Am Ende bleibt ganz viel Stolz und Freude. Ganz viele tolle Erlebnisse mit meinem Team, meinen Assistenten. Wir waren international dabei. Ich kann nur jedem jungen Menschen empfehlen, der mit dem Gedanken spielt, Schiedsrichter zu werden: Tut es! Versucht es! Das ist eine tolle Sache und ich bin total glücklich. Das ist jetzt ein Einschnitt für mich jetzt, aber ich habe es selbst entschieden, mein Körper hat in meinem letzten Jahr nochmal super mitgemacht. Ich hatte ja auch viel mit Verletzungen zu kämpfen in meiner Karriere. Dieses Jahr ist nochmal so toll gelaufen. Ich bin total glücklich einfach, es ist einfach nur schön. Ich drücke jetzt den ganzen jungen Kollegen die Daumen, die nachrücken. Das Spiel heute war echt nochmal intensiv. Ich konnte keinen Moment so richtig durchatmen oder mal die letzten Minuten bis zum Schluss ‚genießen‘. Auch mit den beiden Strafstößen, einer davon kurz vor Schluss. Das war ein Bundesliga-Spiel, wie man es sich wünscht. Da war von Anfang bis Ende Feuer drin. Wir hatten wegen den Feuerwerkskörpern kurz mal die Überlegung, das Spiel zu unterbrechen. Das ist ein ganz schmaler Grat gewesen. Wir wussten, dass wir das Spiel irgendwie über die Bühne bringen müssen. Zum Glück haben die Fans dann irgendwann etwas eingelenkt.“
Quellen: eigene, „Sky“






11 Kommentare
Wir waren nicht gut genug, weil Krösche nicht gut genug war. Er war verantwortlich für Kader und Trainer und Hellmann hat ihm freie Hand gelassen.
Sorry, ist leider ursächlich.
Markus wer hat hier was gemacht? Du hast Kredit, aber auch das geht irgendwann verloren.
Diesen Sommer muss sich einiges ändern, aber noch vertraue ich dir
Also ich würde es schon als kleinen Rückschritt bezeichnen.
Kein Manager und kein Trainer kann etwas dagegen tun , wenn Spieler persönliche Fehler machen, in ein Leistungsloch fallen oder Leistungsträger hinter ihren Erwartungen zurückbleiben. Verletzungen verschärfen diese Situation noch. Dazu kommt im gesamten Umfeld - ob berechtigt oder nicht - eine gesteigerte Erwartungshaltung. Wenn dann aber auch noch permanent die besten Torjäger verkauft werden, ist es für jeden Trainer schwierig die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Zugegeben die Spiele mit mangelndem Einsatz , fehlender Motivation und Passivität sind erschreckend. Desahlb musste auch DINO gehen. Unter Albert ist es aber auch nicht besser geworden, auch wenn die Mannschaft sich zwischenzeitlich ein wenig stabilisieren konnte. Zum Glück ist die Runde vorbei und die Mannschaft kann von vorne starten, wer auch immer dann das Trikot überstreift. Spieler mit Charakter und dem unbedingten Siegeswillen sind manchmal höher zu bewerten als technische Fertigkeiten. Dies sollte bei den kommenden Vertragsverhandlungen stärker berücksichtigt werden. Allen Adlern eine schöne Sommerpause, wir greifen nächstes Jahr wieder an...
Was heisst eigentlich immer am Ende der Saison "man setzt sich jetzt zusammen und analysiert die Saison"?
Der Spruch ist auch so ein Relikt der 80er Jahre, mit dem immer noch die Öffentlichkeit beruhigen will.
Mittlerweile beschäftigen sich doch dutzende Mitarbeiter inklusive Datenanalysten täglich Vollzeit mit dem Verein. Massenweise Daten der Spieler sind jederzeit per Knopfdruck abrufbar. Die letzten Wochen, teilweise Monate, hat sich so gut wie nichts geändert, deswegen sollte Krösche doch schon lange Pläne in der Schublade haben wie es jetzt weitergehen soll.
Was für ne Kack-Saison: Dass die Bayern Meister werden, ist ja irgendwie Gesetz. Obwohl ich die brauche wie einen Pickel am Arsch, wären die Meisterschaftsalternativen wie Dortmund oder Leipzig fast noch widerlicher.
In dieser Saison hätten Mainz oder Wolfsburg absteigen können, das wär mal was gewesen, aber nein, es steigen wieder mal wieder die üblichen Verdächtigen ab.
Kleiner Lichtblick war das Scheitern der Bayern.
Ansonsten kann's nur besser werden. Markus muss sich hinterfragen, ob die Auswahlkriterien für neue Spieler passen.
Jetzt muss erst mal ein neuer Trainer bei, der mit Mannschaft und Staff eine Einheit bildet.
Ich bin vorläufig mal durch mit dem Kram.
Zentrale Punkte:
* Trainerteam tauschen (wird so oder so passieren)
* Neuausrichtung Einkauf-Strategie (jung und günstig kaufen, teuer verkaufen ist faktisch quasi unmöglich geworden, da viele Mitbewerber) - zudem keine Argumente, da nicht international vertreten
* Spieleretat drastisch reduzieren und wieder ins Lot bringen ( Experiment "Bei-den-großen-mitmischen" ist gescheitert) - jetzt geht es um die Stabilisierung, um nicht völlig abzurutschen im kommenden Jahr
* Gräben im Kader und Staff schließen
* Spieler, die stagnieren oder nicht alles geben (warum auch immer) abgeben
* Erfahrung und Mentalität dazukaufen
* Maximalablöse auf 15 Mio herabsetzen, damit uns ein finanzielles Desaster auf Raten erspart bleibt...
* Wieder Spirit, Aufbruchsstimmung, Qualität in das Umfeld bringen
* Schulterschluss mit den Fans
Als Beispiel (ich wiederhole mich): Für mich sind z.B. folgende Personalien zentral:
* Kosugi (echte Chance)
* Futkeu (echte Chance)
* Ebnoutalib (echte Chance)
* Staff (wäre ein Zeichen für unsere Jugendmannschaften)
Das sind nur wenige Beispiele und man kann das bei uns ewig weiterführen...
Sollten die oben genannten allesamt verliehen, abgegeben etc. werden, muss ich wirklich stark an dem gesamten Management zweifeln...
Zur Trainerfrage: Ich glaube, wir wären mit Blessin nicht schlecht bedient.
Den könnten wir zusammen mit Fujita holen.
Richtig, für individuelle Fehler der Spieler kann ein Manager nichts, aber für die Auswahl der Spieler schon.
Schadenfreude? Was interessiert mich das Bayernscheitern in der CL? Nun, die Uefa 5 Jahreswertung ist uch für die mittlerweile schwächelnde Bundesliga von Bedeutung. Und Paris ist ein „Vizekusen VW Red Bull“ auf Steroiden. Im Gunde spielt man gegen den arabischen Staatsfond. Daher: Europäisch ist es meist genauso zementiert wie in der Liga.
Dem kann ich nur zustimmen !
Erstaunlich sind die vielen dislikes.
Alles Krösche Blinde, die die Situation verharmlosen.
Die scheinen nur Riera, der eigentlich am wenigsten dafür konnte, als Hauptschuldigen ausgemacht zu haben.
Es ist auch einfacher sich an einer etwas kontroversen Persönlichkeit abzuarbeiten, die nie eine wirkliche Chance bei den sogenannten Medien und beim Frankfurter Umfeld hatte.
Und der von Krösche und Hellmann im Regen gestehen lassen wurde.
Frankfurt bietet ein beschämendes Bild.
Leider !!!
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.