Im letzten Heimspiel der Saison nahm Trainer Albert Riera drei Änderungen vor: Rasmus Kristensen, Mario Götze, Jean-Matteo Bahoya rückten für Arthur Theate, Mo Dahoud und Fares Chaibi in die erste Elf. Nach den Diskussionen im Laufe der Woche saß Stürmer Jonathan Burkardt erneut auf der Bank Platz. Schon vor Beginn der Partie gab es von Seiten der Fans eine klare Botschaft von den Fans an den Verein und die Verantwortlichen: In der Kurve der SGE-Fans wurde ein Banner mit der Aufschrift „Für keinen Spieler. Für keinen Trainer und für keinen Funktionär. Nur für unsere Stadt und unseren Verein. Ultras“ aufgehangen. Durch den Einsatz von Pyrotechnik aus den Frankfurter und Stuttgarter Blöcken sowie anschließender Nebelbildung war der rechtzeitige Beginn zunächst nicht möglich, sodass die Partie mit einer Verspätung von circa fünf Minuten angepfiffen wurde. Ziel der Fans war es, die Mannschaft ein letztes Mal anzupeitschen, um das große Ziel Europa zu erreichen. Doch all das blieb wirkungslos, die SGE und der VfB trennen sich 2:2-remis. Die Eintracht holte einen Zwei-Tore-Rückstand auf, doch aufgrund des Sieges des SC Freiburg verspielen die Hessen die Qualifikation für die Conference League.
Schock für die Eintracht: Zwei Gegentore und Verletzung trüben die Stimmung
Eine erste Chance ergab sich in der dritten Minute nach einem Konter: Kalimuendo leitet aus dem rechten Halbfeld auf Bahoya weiter. Sein Flachschuss kann Nübel aber parieren. Eine weitere Möglichkeit hatte Doan in der achten Minute, nachdem sich Kalimuendo im Mittelfeld durchsetzte. Der Abschluss war jedoch zu zentral gesetzt. Direkt danach machte der Stuttgarter Schlussmann das Spiel schnell und warf auf den heranlaufenden Führich, der Zetterer zum ersten Mal im Spiel prüfte. Dieser parierte. Schon zwei Minuten klingelte es im Frankfurter Kasten: Nach einem Eckball von Führich steht Chema am zweiten Pfosten richtig und köpft zum 0:1 ein. Danach folgte die nächste schlechte Nachricht für die Eintracht. Jean-Matteo Bahoya verletzte sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers und musste in der Folge ausgewechselt werden. Für ihn kam in der 17. Minute Ansgar Knauff in die Partie. Fünf Minuten später hatte Can Uzun die große Möglichkeit zum Ausgleich. Der türkische Nationalspieler dribbelt sich in den Stuttgarter Strafraum, kommt dabei etwas nach außen und setzt den Ball aus spitzem Winkel am Tor vorbei. In der Folge spielte sich das Spiel vermehrt im Mittelfeld ab, bei dem die Eintracht häufig in Ballbesitz bleibt. Nach einem Eckball von Doan in der 29. Minute verfehlt Skhiri per Kopf das Tor. Danach haben die Schwaben wieder mehr Spielanteile und kommen vereinzelt zu Chancen. Die großen Möglichkeiten bleiben jedoch aus. Kurz vor der Pause klingelte es dann doch noch erneut im Kasten der Adler. Tief in der Nachspielzeit hebt Führich die Kugel gefühlvoll in den Sechszehner, wo Undav direkt auf Nartey querlegt, der flach zum 0:2 ins linke Eck trifft.
Burkardt mit Elfmeter-Doppelpack
Für die zweiten 45 Minuten unternahm Albert Riera den ersten Wechsel: Arnaud Kalimuendo machte Platz für Fares Chaibi. Damit rückte Knauff ins Sturmzentrum. Die erste Torannäherung hatte die SGE. Ritsu Doan hatte viel Platz auf der rechten Seite, seine Hereingabe landete aber im Toraus (49.). Doch das war für eine gewisse Zeit die einzige nennenswerte Aktion. Die Gäste aus dem Schwabenland verwalteten das 2:0 gut, die SGE hingegen fiel ihr keine Ideen ein, um die Stuttgarter Abwehr vor Problemen zu stellen. Dann verbuchte der VfB seine erste Gelegenheit nach dem Seitenwechsel. Vorausgegangen war erneut eine Ecke, die Chema am langen Pfosten fand. Den Kopfball des Torschützen konnte Zetterer abwehren, auch beim Nachfassen war der Keeper zur Stelle (59.). Riera reagierte erneut und wechselte doppelt. Mo Dahoud kam für Götze neu ins Spiel und Uzun machte Platz für Burkardt (61.). Damit rückte Knauff wieder auf seine angestammte Position. Das Spiel plätscherte vor sich hin bis in die 72. Minute. Einen langen Ball von einem Frankfurter konnte Nübel nicht richtig fangen. Das Spielgerät verrutschte dem VfB-Keeper, sodass Kristensen den Braten roch und vor Nübel an die Kugel gelangte. Der Schlussmann der Schwaben kam zu spät und stoppte den Frankfurter Verteidiger per Foul. Schiedsrichter Tobias Welz entschied folgerichtig auf Elfmeter. Der eingewechselte Burkardt nahm sich der Sache an und versenkte souverän. Nur noch 1:2, ging da noch was aus hessischer Sicht? Die SGE drückte logischerweise auf den Ausgleich. Stuttgart lauerte auf Umschaltmomente wie in Minute 79. Leweling wurde auf die Reise geschickt und probierte es mit einem wuchtigen Schuss, den Zetterer gut parierte (79.) In der 80. Minute kam es nochmal zu einem besonderen Moment. SGE-Oldie und Legende Timmy Chandler kam für Leader Kristensen für die Schlussphase aufs Feld. Angesichts des Freiburger Sieges im Fernduell um die Conference League spielte es keine Rolle mehr, ob die Eintracht nochmal zurückkam. Und weil gleichzeitig die TSG Hoffenheim bei Borussia Mönchengladbach unter die Räder kam, war der VfB schon sicher für die Königsklasse qualifiziert. Doch die SGE gab sich nicht auf. Wieder zeigte der Unparteiische auf dem Punkt, nachdem Chema einen Handelfmeter verursachte (92′). Erneut war es Burkardt, der sich der Sache stellte und seinen Doppelpack schnürte. Doch die Aufholjagd kam zu spät. Der 34. Spieltag zwischen der Frankfurter Eintracht und dem VfB Stuttgart endete mit 2:2. Damit beendet das Team von Albert Riera die Buundesliga-Spielzeit 2025/26 auf einem enttäuschenden achten Platz.
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14 Kommentare
Wenn Sie nen großen Umbruch starten wollen, bitte die nordwestkurve nicht vergessen.
Schlimm anzusehen heute ..
Das ist auch gut so, wer heute an etwas anderes geglaubt hat, glaubt auch an den Nikolaus.
Analysieren und aufräumen, Krösche bekommt Schonfrist, aber auch die läuft ab.
Da der VFB als Benchmark gilt: Der VFB hat in seiner Kacksaison letztes Jahr 50 Punkte und den Pokal (!) geholt (die letzte VFB-Saison wurde hier schon als Negativbeispiel herangezogen)
Mit 60 Punkten aus der letzten Saison hätte es jetzt zur Europa League gereicht (Platz 6). Und damit das mit der Statistik richtig eingeordnet wird: 450 Mio teurer Kader und Herr Hellmann darf feststellen: der VFB steht fxxxing 18 Punkte vor der SGE. Da kann Herr Hellmann noch so sehr Kampfesreden („Verein mit dem Brustring“) aus dem Phrasenbaukasten schmettern und 3Mio € Jahresgehalt fordern: das sind die harten Fakten. Darüberhinaus irres Verhalten in der Kurve.
Wir haben damit sogar die 20 Punkte in der Rückrunde verpasst, was für eine unterirdische Katastrophenleitung bei den Kaderkosten. Da darf kein Stein auf dem Anderen bleiben, wirklich keiner.
„[…] Arnaud Kalimuendo machte Platz für Arnaud Kalimuendo.“
Wenigstens hat er positionsgetreu gewechselt….
Hellmann sagt es: Es wird ein großer Umbruch folgen, mit bis zu 30 Transfers.
Worten Taten folgen lassen!
Alle mit viel "Potenzial" und wenig Leistung abgeben.
Wir brauchen einmal einen letzten großen Umbruch, um dann mal wieder Konstanz reinzubekommen.
Was ist denn aus "Nichts verlässt die Hand" geworden? Ich hatte den Eindruck, dass das zwischenzeitlich mal Konsens war, auch vonseiten Ultras. Die Böller braucht auch keiner, ganz ehrlich...
Pyro ist zwar aktuell verboten, da kann man aber sicher geteilter Meinung sein. Nur - wenn man permanent auf Konfrontation setzt, muss man sich nicht wundern, wenn am Ende nichts bleibt.
Zum Spiel: Wieder mal schwer verständliche Personalentscheidungen. Mehr will ich gar nicht sagen, nachdem auch die Kurve den Daumen gesenkt hat, wird das Experiment mit dem heutigen Tage gescheitert und vorbei sein.
Es ist geschafft. Die Saison ist vorbei! Die Fraktion Stadionverbot hat noch mal alles gegeben! Mehr gibt es heute nicht mehr zu sagen!
Auf dem Platz einigermaßen anständig verabschiedet, mehr war mit diesem unausgewogenen, leblosen Kader, nach dieser katastrophalen Vorbereitung nicht drin, schönen Gruss auch an die "Fitmacher". Was von den Krawallmachern wieder geschehen durfte, unfassbar. Von Hellmann kamen diesbezüglich nur hohle Worte, wann wird er endlich wach und willig, zu handeln. Gute Besserung an die durch diese Krawallmacher verletzten Personen.
Ein perfektes Abbild einer Saison, in der nach dem 17.5.25 (also vor genau einem Jahr) von A-Z so ziemlich alles falsch gemacht wurde....morgen ist die Stunde Null, quo vadis SGE?!?
Hallo Schonfristvergeber,
sicherlich hast Du ein oder zwei Namen parat wer es denn machen soll. Wer stünde denn so in der lfd nächsten Saison zur Verfügung?
Ich habe nichts gegen Analyse, aber jetzt Krösche anzuzählen ist extrem billig. Noch sind wir kein Skandalverein (so sehr sich auch manche „Fans“ bemühen).
Mal unabhängig davon das wir es nicht verdient haben Europäisch zu spielen, was Leipzig da für eine Leistung abgeliefert hat bedarf keiner weiteren Worte.
Euch allen eine tolle Sommer-/ Erholungspause.
Das habt ihr euch alle verdient.
Korrekt wir (die Mannschaft) haben nach so einer bescheidenen Saison bekommen was sie verdient haben, gar nichts.
13 Niederlagen, die dritt schlechteste Abwehr mit einer Gegentorbilanz die einem Absteiger gleichkommt, kein Wille, kein Kampf, individuelle Fehler und unzählige Aussetzer, etc.
Freiburg kann man nur beglückwünschen, bis zum Ende auf fast allen Hochzeiten getanzt, Halbfinale im DFB Pokal, Finale in der EL erreicht und aus eigener Kraft die Conference League fürs nächste Jahr gesichert, Respekt! Da steht eine Einheit, ein eingeschworener Haufen auf dem Platz, absolut verdient, aber vermutlich wird es nächste Saison umso schwerer für sie werden, auch hier werden wichtiger Spieler gehen (wollen), bzw. Freiburg wird aus wirtschaftlichen Gründen nicht ablehnen können, wenn die entsprechenden Summen geboten werden….
Und zu Leipzig, naja für die ging es um nichts mehr, die CL war fix, ebenso der 3. Platz, es ging weder vorwärts noch rückwärts in der Tabelle, dafür hatte man aufgrund der Paarungen am letzten Spieltag die Chance einem anderen Verein welcher mit am meisten in der BL (auch von den Verantwortlichen) gegen das eigene Konstrukt wettert, das eigene Vereinslogo bei Auswärtsspielen nicht abbildet, kein gemeinsamen Fanschal für das Pokalfinale machen wollte, eine Fanszene hat, welche das eigene Konstrukt mit am meisten verabscheut in Fußballdeutschland einen auszuwischen und richtig einen reinzuwürgen, sportlich wie wirtschaftlich/ finanziell, warum hätten sich die Leipziger für diesen anderen Verein (unsere Eintracht) zerreißen sollen und sich im schlimmsten Fall Spieler (vor einer WM) noch verletzen können?
Wir haben es aus diversen Gründen selbst nicht geschafft und nicht verdient, da müssen wir auf niemand anderen schauen…
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