Nach der desaströsen 0:6-Niederlage gegen RB Leipzig steht Eintracht-Kapitän Robin Koch besonders im Fokus. Der Innenverteidiger wurde von Trainer Adi Hütter bereits zur Halbzeit ausgewechselt und anschließend öffentlich deutlich kritisiert. Nun hat sich der 30-Jährige erstmals selbst zu Wort gemeldet. Trotz der schwierigen Situation will sich Koch seiner Verantwortung stellen und die Mannschaft aus der Krise führen.
Es war ein bitterer Abend für Robin Koch. Beim 0:6-Debakel gegen RB Leipzig erwischte der Kapitän der Frankfurter Eintracht einen rabenschwarzen Tag und wurde von Cheftrainer Adi Hütter bereits zur Pause beim Stand von 0:4 vom Feld genommen. Doch damit nicht genug: Nach der Partie ging der Österreicher mit seinem Abwehrchef hart ins Gericht. Von einem Kapitän und Führungsspieler erwarte er deutlich mehr, erklärte Hütter und bezeichnete die Auswechslung ausdrücklich als Zeichen.
Eine öffentliche Ansage, die beim 30-Jährigen angekommen sein dürfte. Gegenüber dem „kicker“ äußerte sich Koch nun erstmals zu seiner Situation und zeigte sich angesichts der enttäuschenden Mannschaftsleistung selbstkritisch. „Wir haben uns selbst und unsere Fans enttäuscht. Das tut uns unfassbar leid, denn wir wissen, wie viel ihnen die Eintracht bedeutet und wie sehr sie uns Woche für Woche unterstützen“, erklärte der Innenverteidiger.
Koch will sich der Verantwortung stellen
Dass nach der deutlichen Niederlage und der Kritik seines Trainers schwierige Tage auf ihn zukommen, ist dem Frankfurter Spielführer bewusst. Sich zurückzuziehen, kommt für ihn allerdings nicht infrage. „Mir ist klar, dass die kommenden Tage nicht einfach werden. Weglaufen oder den Kopf in den Sand stecken ist für mich aber keine Option“, stellte Koch klar. Vielmehr sieht er sich gerade jetzt in der Pflicht, voranzugehen und der verunsicherten Mannschaft wieder Stabilität zu verleihen. Als Kapitän müsse er dazu beitragen, die Niederlage gemeinsam aufzuarbeiten und das Team wieder aufzurichten.
Eintracht-Defensive bleibt die große Baustelle
Dass Koch dabei selbst wieder zu alter Stärke finden muss, steht außer Frage. Der Abwehrchef läuft seiner Form seit geraumer Zeit hinterher und konnte der Frankfurter Defensive bislang nicht die erhoffte Sicherheit geben. Bereits 16 Gegentore musste die SGE in den ersten fünf Bundesligaspielen hinnehmen. Eine erschreckende Bilanz, die den Handlungsbedarf schonungslos offenlegt. Allerdings wäre es zu einfach, die defensiven Probleme ausschließlich am Kapitän festzumachen. Auch seine Mitspieler konnten in Leipzig nicht überzeugen. Das Zusammenspiel in der Defensive funktionierte über weite Strecken überhaupt nicht, individuelle Fehler und fehlende Abstimmung machten es den Sachsen immer wieder leicht.
Dennoch steht Koch als Abwehrchef und Kapitän besonders in der Verantwortung. Hütter hat mit seiner deutlichen Kritik und der Auswechslung unmissverständlich klargemacht, dass er von seinem Führungsspieler eine erhebliche Leistungssteigerung erwartet. Die nächste Gelegenheit, den Worten auch Taten folgen zu lassen, bietet sich bereits am kommenden Freitag im Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Für Koch geht es dabei nicht nur um die dringend benötigte sportliche Wiedergutmachung, sondern auch darum, seine Führungsrolle auf dem Platz wieder mit Leben zu füllen.







2 Kommentare
bin gespannt ob es auf einmal eine käpfende truppe wird
das sah am samstag schon aus wie kampflos übergeben
Mit Koch hat man jetzt anscheinend den Sündenbock gefunden. Kosugi wurde auch ausgewechselt, obwohl er seine Aufgabe ordentlich erledigt hat. Aber warum auch immer durften Collins und Uzun in der zweiten Halbzeit weiter stümpern?
Was sehen die Verantwortlichen da auf der Bank? Soll Koch jeden Fehler der Mitspieler ausbügeln? Da müßte er ja ein Überspieler sein.
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