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Koch muss seine Teammitglieder in dieser herausfordernden Situation führen. Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie

Koch: „Der Trainer ist selten alleine schuld“

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Wenn eine Mannschaft aufgrund von sportlicher Erfolgslosigkeit den Trainer verliert, dann ist das nie eine leichte Situation. Zum einen nagt ausbleibender sportlicher Erfolg immer an der Stimmung innerhalb eines Teams, zum anderen schweben Spieler in einer Phase nach einem Trainerwechsel immer ein Stückweit in Unsicherheit. Wer wird neuer Trainer? Wird er Spieler X oder Spieler Y aufstellen? Passt das neue System noch zum Anforderungsprofil des Spielers? All solche Dinge beschäftigen Spieler in einer solchen Zeit.

Dino Toppmöller ist nicht mehr Trainer von Eintracht Frankfurt. Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in der Champions League gegen Qarabağ Ağdam äußerte sich jetzt Mannschaftskapitän Robin Koch zu der Situation: „Ich möchte mich im Namen der Mannschaft nochmal bei Dino bedanken für die zweieinhalb Jahre, die sehr erfolgreich waren. Wir hatten auf dem Platz sehr viel Spaß und immer eine gute Stimmung in der Mannschaft. Für uns gilt es jetzt nach vorne zu schauen, der Fokus liegt auf den nächsten, durchaus wichtigen Spielen.“

„Hat sich angefühlt, als wären wir alleine unterwegs“

Sportvorstand Markus Krösche hatte auf der Pressekonferenz am Montag noch betont, dass sich Spieler und Trainer manchmal „verkeilen“ im Profifußball und daher als Gefüge nicht mehr funktionieren. Das dementierte Koch vorsichtig. Es habe zwischen dem Team und dem Trainer kein Problem gegeben, es sei auch nichts vorgefallen. Es sei in dem Geschäft einfach so, dass Vereine Entscheidungen treffen müssen, um frischen Wind reinzubekommen. Gleichzeitig stellte der Verteidiger nicht in Abrede, dass die Leistung und Stimmung zuletzt nicht mehr gut war. „Die letzten Wochen waren schwierig für uns. Man hat es auf dem Platz gesehen und so hat es sich auch angefühlt. Wir waren etwas zu verkopft unterwegs und haben zu viele falsche Entscheidungen auf dem Platz getroffen. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Mannschaft nicht alles geben will und alles reinwirft. Es hat sich auf dem Platz aber oft so angefühlt, dass wir alleine unterwegs sind und zu wenig als Team agiert haben.“ Toppmöller alleine trage daran aber nicht die Schuld. „Wenn ein Trainer gehen muss, ist selten der Trainer alleine daran schuld. Wir sehen uns als Mannschaft immer in der Pflicht auf dem Platz für Leistung zu sorgen.“ 

Diese Leistung können Koch und seine Teamkollegen schon am morgigen Mittwochabend zeigen. Um 18:45 Uhr ist Anpfiff gegen Qarabağ. Für die Eintracht geht es dabei um nicht weniger als das nackte Überleben in der Königsklasse. Nur ein Sieg würde noch eine kleine Restchance auf eine Qualifikation für die K.O.-Runde offenhalten. Sowohl die Spieler als auch die beiden Interimstrainer Dennis Schmitt und Alex Meier sind also direkt gefordert.

 

 

6 Kommentare

Fallback Avatar 1. euroadler 20. Januar 26, 17:39 Uhr

Die Kririk von Matthäus am Koch ist völlig überzogen. Meiner Meinung nach wurde die Abwehr, u.a. durch falsche taktische Entscheidungen ( zB zu hohes Pressen ohne Absicherung) und falsche personelle Entscheidungen ( ein richtig guter 6er fehlt) und noch personelle Ausfälle zu oft in Bedrängnis gebracht weil weiter vorne zu wenig Entlastung stattfand.

Wenn ich sehe was Koch alles gegen Bremen klären musste, so viel kommt noch nicht mal in Heidenheim auf die Abwehr zu.

Brauchen ein neuess taktisches Gerüst, und einen guten 6er, dann Koch auch wieder glänzen und Verantwortung übernehmen.

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Avatar 2. francoforte1899 20. Januar 26, 17:39 Uhr

Ach Robin… ok besser net, ich sag jetzt mal lieber nichts! NUR DIE SGE ⚽️🦅

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Avatar 3. Hooliganverachter 20. Januar 26, 17:47 Uhr

Wenn‘s einer wissen muss, dann unser Robin.

Der war ja oft genug dabei.

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Avatar 4. 1899international 20. Januar 26, 17:52 Uhr

"Sportvorstand Markus Krösche hatte auf der Pressekonferenz am Montag noch betont, dass sich Spieler und Trainer manchmal „verkeilen“ im Profifußball und daher als Gefüge nicht mehr funktionieren. Das dementierte Koch vorsichtig. Es habe zwischen dem Team und dem Trainer kein Problem gegeben, es sei auch nichts vorgefallen."

Willst Du damit andeuten, dass da ein Widerspruch besteht?
Falls ja, dann würde ich das gerne etwas anders einordnen.
Das eine ist die Sprache von Krösche, das andere die Sprache von Koch.

Das "Verkeilen" von Krösche interpretiere ich so: Das Dino die Richtung vorgeben und seine Spielidee vermitteln wollte und dass das aber unterm Strich bei seinen Spielern (insbesondere bezüglich der Defensive) (sehr häufig) nicht ankam.
Diese Auslegung würde sich m. E. decken, mit den wiederkehrenden Erlebnissen, dass nach den Spielen, Dino regelmäßig seinen ursprünglichen Plan und seine Idee erklärt hat und dass das halt nicht funktioniert hat beziehungsweise von den Spielern nicht umgesetzt wurde.
Ich hatte bei der PK von Krösche den Eindruck, dass er die Wahrnehmung hatte, dass Dino zwar sehr kompetent ist und dementsprechende Spielideen hatte, aber diese der Mannschaft nicht vermitteln konnte.

Wenn man natürlich Verkeilen, als Synonym für Stress, Probleme schlechte Stimmung interpretiert. Ja, dann ist das wahrscheinlich schon ein wenig widersprüchlich.

Aber wie gesagt, ich denke eher, dass Verkeilen in dem oben genannten Sinne gemeint war.

Und ich finde, dass die o.g. Aussagen von Koch heute die Trennung dann sogar noch logischer erscheinen lassen. Zumindest aus meiner Sicht: Denn wenn du als Trainer siehst, dass deine Spieler deine Idee (ständig) nicht umsetzen und nicht das machen, was du dir vorstellst. Dann müsstest Du theoretisch doch einfach auch mal etwas lauter oder energischer werden, oder?
Vielleicht ist es ja genau das, was Dino etwas gefehlt hat? Will sagen vielleicht war er einfach "zu nett" oder zu sehr Kumpel mit den Spielern? Letzteres ist natürlich nur eine Vermutung meinerseits.

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Fallback Avatar 5. fuqu 20. Januar 26, 18:19 Uhr

Leute, ich weiß, das klingt nach klassischem Eintracht-Forum-Trolling, aber wenn man es einmal sauber zu Ende denkt, ist die Sache nach Topmöllers Entlassung eigentlich erstaunlich logisch: Wir sollten Lothar Matthäus holen – und zwar mit Andy Möller als Co-Trainer. Ja, genau so. Und nein, das ist nicht „Sky-Stammtisch“, das ist eine strategische Entscheidung.

1) Was Eintracht jetzt wirklich braucht (und was wir uns gern einreden)

Nach so einem Cut geht es nicht um den nächsten „Projekttrainer“, der erstmal 8 Wochen braucht, um die Kabine zu „fühlen“. Es geht um drei Dinge:
1. Autorität in der Kabine (sofort, nicht irgendwann)
2. Klarer Leistungsmaßstab (wer nicht liefert, sitzt)
3. Öffentliche Wucht (damit Umfeld und Medien nicht jede Woche den Verein zerlegen)

Und bevor wieder jemand „moderne Trainingslehre“ ruft: Ohne klare Hierarchie und mentalen Druckpunkt gewinnt dir keine Pressing-Heatmap der Welt Spiele in Mainz am Sonntagabend.

2) Warum Matthäus + Möller die beste Option ist

Matthäus ist nicht „ein ehemaliger Spieler“, er ist ein Status. Du holst damit automatisch:
• Respekt (auch bei Spielern, die glauben, sie wären schon Premier-League-reif)
• Kante (endlich wieder klare Ansagen statt Wohlfühl-Pressekonferenzen)
• Ambitions-Reset (Eintracht als Bühne, nicht als Durchgangsstation)

Und jetzt kommt der Teil, den viele unterschätzen: Andy Möller als Co ist kein Gag, sondern die perfekte Ergänzung. Matthäus gibt die Linie und die Ansprache, Möller bringt den feineren Fußballblick, arbeitet näher an den Abläufen, ist „Spielerflüsterer“ für Offensive und Standards. Dieses Duo ist kein „Doppelpass-Meme“, das ist Rollenlogik: Alpha + Detailarbeiter.

Provokante Wahrheit: Eintracht ist oft dann am stärksten, wenn sie nicht versucht, „unauffällig vernünftig“ zu sein, sondern wenn sie sich traut, groß zu denken und es dann mit Leistung zu unterfüttern.

3) Die „zweitbeste Lösung“: Mourinho, van Gaal, Klinsmann

Wenn man Matthäus/Möller nicht will, dann bitte wenigstens Kategorie „Weltformat“ – drei Namen passen da rein:
• José Mourinho (Benfica): Würde sofort eine Siegermentalität installieren, Ergebnisfußball, Medien abschirmen, gnadenlose Prioritäten. Nebenwirkung: Es wird nicht immer schön – aber es wird ernst.
• Louis van Gaal aus der Rente: Struktur, Prinzipien, Ausbildung der Mannschaft in klaren Mechanismen. Kurzfristig anstrengend, mittelfristig stabil.
• Jürgen Klinsmann: Polarisiert, ja. Aber er schafft Energie, Professionalität, Umfeld-Reset, und er ist stark darin, einen Verein auf „höhere Flughöhe“ zu zwingen.

Alle drei wären quasi „Plan B“, weil sie entweder finanziell/organisatorisch schwerer zu realisieren sind oder stärkere Nebenwirkungen haben. Aber sportlich und von der Wucht her: klar über dem, was viele jetzt wieder als „realistisch“ verkaufen werden.

4) Was wir bitte nicht machen sollten: Marco Rose

Und jetzt der Teil, wo mich gleich wieder jemand als Troll abstempelt: Marco Rose wäre richtig schlecht – nicht weil er nichts kann, sondern weil es für Eintracht das falsche Profil wäre. Da bekommst du wieder diesen „wir haben eine Idee, aber am Ende sind wir irgendwie Dritter in der eigenen Identitätsdebatte“-Vibe. Eintracht braucht jetzt Klarheit, Kante, Aura, nicht den nächsten Trainer, der in drei Spielsystemen gleichzeitig wohnen will und am Ende überall nur Untermieter ist.

Wenn Rose auf dem Zettel steht, dann ist die bessere Lösung tatsächlich: Jogi Löw, Adi Hütter oder Terzic. Nicht weil das sexy ist, sondern weil es wenigstens eine erkennbare Logik hat:
• Löw: Ruhe, Autorität, klare Standards
• Hütter: Eintracht-DNA, funktionierende Mechanik, hoher Wiedererkennungswert
• Terzic: Emotionaler Zugriff, Wucht, Spieltagsfokus

Fazit

Wenn Eintracht den Mut hat, sich nicht kleiner zu machen als nötig, führt der sauberste Weg zu Matthäus als Chef und Möller als Co. Das ist die Mischung aus Status, Anspruch, direkter Wirkung und klarer Rollenverteilung. Und wenn man das nicht will, dann bitte wenigstens „Weltname“ statt wieder „Projekt“.

Jetzt dürft ihr mich zerreißen – aber bitte mit Argumenten, nicht mit „lol“.

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Fallback Avatar 6. freund50 20. Januar 26, 18:27 Uhr Zitat - fuqu Leute, ich weiß, das klingt nach klassischem Eintracht-Forum-Trolling, aber wenn man es einmal sauber zu Ende denkt, ist die Sache nach Topmöllers Entlassung eigentlich erstaunlich logisch: Wir sollten Lothar Matthäus holen – und zwar mit Andy Möller als Co-Trainer. Ja, genau so. Und nein, das ist nicht „Sky-Stammtisch“, das ist eine strategische Entscheidung. 1) Was Eintracht jetzt wirklich braucht (und was wir uns gern einreden) Nach so einem Cut geht es nicht um den nächsten „Projekttrainer“, der erstmal 8 Wochen braucht, um die Kabine zu „fühlen“. Es geht um drei Dinge: 1. Autorität in der Kabine (sofort, nicht irgendwann) 2. Klarer Leistungsmaßstab (wer nicht liefert, sitzt) 3. Öffentliche Wucht (damit Umfeld und Medien nicht jede Woche den Verein zerlegen) Und bevor wieder jemand „moderne Trainingslehre“ ruft: Ohne klare Hierarchie und mentalen Druckpunkt gewinnt dir keine Pressing-Heatmap der Welt Spiele in Mainz am Sonntagabend. 2) Warum Matthäus + Möller die beste Option ist Matthäus ist nicht „ein ehemaliger Spieler“, er ist ein Status. Du holst damit automatisch: • Respekt (auch bei Spielern, die glauben, sie wären schon Premier-League-reif) • Kante (endlich wieder klare Ansagen statt Wohlfühl-Pressekonferenzen) • Ambitions-Reset (Eintracht als Bühne, nicht als Durchgangsstation) Und jetzt kommt der Teil, den viele unterschätzen: Andy Möller als Co ist kein Gag, sondern die perfekte Ergänzung. Matthäus gibt die Linie und die Ansprache, Möller bringt den feineren Fußballblick, arbeitet näher an den Abläufen, ist „Spielerflüsterer“ für Offensive und Standards. Dieses Duo ist kein „Doppelpass-Meme“, das ist Rollenlogik: Alpha + Detailarbeiter. Provokante Wahrheit: Eintracht ist oft dann am stärksten, wenn sie nicht versucht, „unauffällig vernünftig“ zu sein, sondern wenn sie sich traut, groß zu denken und es dann mit Leistung zu unterfüttern. 3) Die „zweitbeste Lösung“: Mourinho, van Gaal, Klinsmann Wenn man Matthäus/Möller nicht will, dann bitte wenigstens Kategorie „Weltformat“ – drei Namen passen da rein: • José Mourinho (Benfica): Würde sofort eine Siegermentalität installieren, Ergebnisfußball, Medien abschirmen, gnadenlose Prioritäten. Nebenwirkung: Es wird nicht immer schön – aber es wird ernst. • Louis van Gaal aus der Rente: Struktur, Prinzipien, Ausbildung der Mannschaft in klaren Mechanismen. Kurzfristig anstrengend, mittelfristig stabil. • Jürgen Klinsmann: Polarisiert, ja. Aber er schafft Energie, Professionalität, Umfeld-Reset, und er ist stark darin, einen Verein auf „höhere Flughöhe“ zu zwingen. Alle drei wären quasi „Plan B“, weil sie entweder finanziell/organisatorisch schwerer zu realisieren sind oder stärkere Nebenwirkungen haben. Aber sportlich und von der Wucht her: klar über dem, was viele jetzt wieder als „realistisch“ verkaufen werden. 4) Was wir bitte nicht machen sollten: Marco Rose Und jetzt der Teil, wo mich gleich wieder jemand als Troll abstempelt: Marco Rose wäre richtig schlecht – nicht weil er nichts kann, sondern weil es für Eintracht das falsche Profil wäre. Da bekommst du wieder diesen „wir haben eine Idee, aber am Ende sind wir irgendwie Dritter in der eigenen Identitätsdebatte“-Vibe. Eintracht braucht jetzt Klarheit, Kante, Aura, nicht den nächsten Trainer, der in drei Spielsystemen gleichzeitig wohnen will und am Ende überall nur Untermieter ist. Wenn Rose auf dem Zettel steht, dann ist die bessere Lösung tatsächlich: Jogi Löw, Adi Hütter oder Terzic. Nicht weil das sexy ist, sondern weil es wenigstens eine erkennbare Logik hat: • Löw: Ruhe, Autorität, klare Standards • Hütter: Eintracht-DNA, funktionierende Mechanik, hoher Wiedererkennungswert • Terzic: Emotionaler Zugriff, Wucht, Spieltagsfokus Fazit Wenn Eintracht den Mut hat, sich nicht kleiner zu machen als nötig, führt der sauberste Weg zu Matthäus als Chef und Möller als Co. Das ist die Mischung aus Status, Anspruch, direkter Wirkung und klarer Rollenverteilung. Und wenn man das nicht will, dann bitte wenigstens „Weltname“ statt wieder „Projekt“. Jetzt dürft ihr mich zerreißen – aber bitte mit Argumenten, nicht mit „lol“. Path

Sorry aber in einem Zeugnis wurde man Dir schreiben stets bemüht

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