Auch einige Tage nach der Partie gegen Augsburg kreisen bei der Frankfurter Eintracht die Gedanken um den misslungenen Heimauftakt. Dementsprechend hatte Cheftrainer Adi Hütter unter der Woche einiges an mentaler Arbeit zu verrichten. „Wir müssen das Mindset schärfen“, erklärte der Österreicher auf der heutigen Pressekonferenz. „In beiden bisherigen Spielen haben wir zur Pause geführt und haben es nicht über die Zeit bringen können. Das haben wir ganz klar mit der Mannschaft angesprochen.“
Gegen Augsburg habe er zwei verschiedene Hälften gesehen. „In der ersten Halbzeit hat jedes Rad ins andere gegriffen. Ich finde, dass wir viel gut gemacht haben. Dann haben wir das in zwei Minuten hergeschenkt. Jetzt geht es natürlich darum, dass wir uns im Kopf schärfen.“ Die Mannschaft lasse sich zu schnell aus der Bahn werfen. „In der zweiten Halbzeit habe ich Einzelkämpfer auf dem Platz gesehen, die alle für sich versucht haben das Ergebnis umzubiegen. So geht das einfach nicht.“ Dabei nimmt der 56-Jährige die gesamte Mannschaft in die Pflicht. Angesprochen auf die Leistung von Elias Baum nahm er den Youngster in Schutz. „Wir gewinnen und verlieren immer als Team. Trotz allem muss man die ein oder andere Situation besser lösen. Ich möchte betonen, dass er ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ist. Er hat alles hier durchlaufen. Während seiner Leihe haben alle gefragt, warum man diesem Spieler keine Chance gibt. Ich versuche alle Spieler zu unterstützen. Das ist meine Aufgabe. Deswegen lasse ich einen ehrlichen Spieler nach zwei Spielen, die nicht schlecht waren, nicht einfach fallen. Ich habe noch nie einen jungen Spieler gesehen, der direkt zum Star wurde.“ Nichtsdestotrotz spricht Hütter offen an, dass er von seinen Führungsspielern mehr erwartet. „Sie müssen auf dem Platz Verantwortung übernehmen, speziell in schwierigen Phasen. Wir brauchen klare Köpfe nach Gegentoren und müssen weiterhin unsere Rituale durchziehen. Da müssen wir anders agieren. Das erwarte ich natürlich.“
Dreier- oder Viererkette? SGE will Flexibilität
Einer dieser Führungsspieler ist Kapitän Robin Koch. Sollte die SGE tatsächlich das System umstellen, könnte er die wichtige Rolle in der Zentrale einnehmen. „Ich bin ein Fan von der Viererkette. Aber schon damals haben wir mit Makoto Hasebe auf eine Dreierkette umgestellt und waren damit sehr erfolgreich“, erinnert sich Hütter. Von seinem Kapitän fordert er auf dem Platz vor allem Kommunikation. „Er muss vorangehen. Das entspricht natürlich dem Aufgabenprofil des zentralen Innenverteidigers in der Dreierkette. Trotzdem wird aus meiner Sicht der Unterschied zwischen Dreier- und Viererkette ein bisschen überbewertet.“ Am Ende gehe es in der Abwehr um Luft- und Bodenzweikämpfe sowie den Spielaufbau. So seien die letzten beiden Ergebnisse kein Ergebnis des Spielsystems. „Grundsätzlich gehen sieben Gegentore in zwei Spielen nicht. Aber das ist keine Systemfrage. Die beiden Tore nach der Pause am Sonntag hatten nichts mit Vierer- oder Dreierkette zu tun. Man muss die Zweikämpfe in den gefährlichen Positionen führen und das haben wir vermissen lassen.“ Dennoch will der Frankfurter Trainer mit seinem Team flexibel sein. „Wir haben das 4-2-2-2 häufig trainiert. Ich hatte die Mannschaft in der Vorbereitung noch nicht so zusammen wie jetzt. Ob und wann wir irgendwann mal umstellen werden, das wird die Zeit zeigen.“
So ist dem Österreicher auch wichtig zu betonen, dass in den ersten beiden Saisonspielen nicht alles schlecht lief. „Wenn wir Spiele abliefern würden, in denen wir klar unterlegen sind oder wir nicht wüssten, wo wir ansetzen können, dann hätte ich mehr Bedenken. Die Jungs haben gezeigt, wozu sie in der Lage sind, aber auch was sie nicht so gut können. Daher funktioniert das nur über Kommunikation und knallharte Ehrlichkeit. Wir müssen einfach diesen Bock umstoßen. Im Training bin ich sehr zufrieden. Aber Training und Spiel sind zwei verschiedene Dinge. Man muss auch in Drucksituationen abliefern können.“ Übrigens gibt es auf der Verletztenseite leichten Anlass zur Freude. So hat Nnamdi Collins am gestrigen Mittwoch wieder das Mannschaftstraining aufgenommen. Auch Ansgar Knauff befindet sich auf dem Weg zum Comeback. „Ob es schon für Mainz reichen könnte, das lasse ich mal so dahingestellt.“
Mit Selbstvertrauen ins Derby
Gegen Mainz 05 ruhen in der Offensive natürlich große Hoffnungen auf Jonathan Burkardt, der zu seinem Ausbildungsverein zurückkehrt. „Da kann ich mich selbst hineinversetzen. Das ist einfach etwas Besonderes, das kann man nicht leugnen. Ich habe mit ihm darüber gesprochen. Er freut sich auf dieses Spiel. Aber er ist klar Eintracht Frankfurt-Spieler. Mit ganzem Herzen. Daher will er natürlich Tore schießen und das Spiel gewinnen.“ Ein weiterer Spieler, auf den es in der Offensive ankommen wird, ist Can Uzun. Mit dem defensiven Einsatz des türkischen Nationalspielers in der ersten Halbzeit gegen Augsburg war Hütter zufrieden. Er weiß aber auch, dass hier noch mehr gehen könnte. „Er hadert natürlich auch ein bisschen. Im letzten Jahr ist er direkt mit Toren top gestartet. Er ist ein absoluter Kopfmensch und ein junger Spieler. Man muss Geduld haben und positiv mit ihm kommunizieren. Dann wird der Knopf eines Tages aufgehen. Er hat immer seine Beine im Spiel, wenn es nach vorne geht. Auf der anderen Seite arbeitet er auch sehr intensiv daran, sich in der Defensive noch mehr einzubinden.“
Den letzten Auswärtssieg in Mainz feierte die Eintracht 2021. Damals unter Trainer Hütter. An den Sieg in der Pandemie kann er sich noch gut erinnern. „Im Derby gibt es eigene Gesetze. Wir fahren am Samstag nach Mainz und wollen gewinnen. Resultate kommen nur mit Leistung zustande. Darauf lege ich viel Wert.“ Dennoch weiß der Österreicher um die Qualität der 05er. „Mainz hat einen sehr guten Saisonstart hingelegt. Urs Fischer hat eine eingespielte Mannschaft dort. Typischer Urs Fischer-Fußball. Sie können gut verteidigen und haben auch in der Offensive ihre Qualitäten. Speziell Tietz und Becker finde ich ein sehr starkes Duo. Auch Sano, Lee und Amiri sind eine gute Achse im Mittelfeld.“ Verstecken müsse sich seine Mannschaft dennoch nicht. „Wenn wir so auftreten, wie gegen Augsburg in der ersten Halbzeit, dann werden wir ein gutes Spiel machen. Wir haben Qualität. Das ist mir ganz wichtig zu betonen. Das ist ein Derby und da kommt es auf die Intensität an. Wir müssen das Spiel annehmen und von der ersten Minute an in die Zweikämpfe kommen und mit Energie Fußball spielen.“ Am kommenden Samstag will Eintracht Frankfurt endlich den ersten Dreier der Saison einfahren. Cheftrainer Adi Hütter bittet um Geduld für seine Mannschaft, die in ihrer jetzigen Form erst seit zehn Tagen komplett ist. Dennoch will der Österreicher in Mainz Ergebnisse sehen und vor allem ein Team, das auch als Mannschaft auftritt. „Wie die 70 Minuten in Berlin oder eine Halbzeit gegen Augsburg. Das sind die positiven Dinge. Natürlich muss ich das andere aber auch kritisch bewerten. Das ist ein Prozess, den wir gehen müssen. Daher braucht mich die Mannschaft als Unterstützer. Deswegen bin ich Trainer. Aber auch ich will schnellstmöglich mit der Mannschaft Punkte und Siege einfahren. Aber das geht nicht von heute auf morgen.“







9 Kommentare
Hoffentlich rotiert R.Koch zumindest erst mal raus auf die Bank, dann könnte es was werden. Die Binde tut im absolut nicht gut.
Ich bin weiterhin absolut davon überzeugt, dass wir mit Adi, nach OG, endlich wieder eine kompetente Trainerpersönlichkeit bei Eintracht Frankfurt haben. Er analysiert, spricht, fordert und korrigiert.
Wenn unsere SGE in Mainz ähnlich stark auftritt, wie lange Zeit gegen Union und den FCA, dann sind wir fähig, auch in Mainz zu punkten. Die offensichtlichen und faktischen Fitnessdefizite werden jedoch nicht durch einen Schalterklick zu beseitigen sein. Ein kurzfristiges Instrument sind die gut getimtem Wechsel, wenn die Akkus bei Spielern leer sind. Dann ist natürlich die Qualität der Bank gefragt.
Die außergewöhnlichen Defizite im Fitnessbereich sind jedoch schon seit der letzten Saison bekannt, die Auswirkungen haben sich in Leistung und Tabelle wiedergefunden.
Dass der verantwortliche Athletiktrainer Bigdeli erst jetzt gefeuert wurde, ist nicht nachvollziehbar.
Ich fand Baum ehrlicherweise auch nicht gut aber Adi macht genau das Richtige. Was bleibt ihm denn auch anderes übrig. Wer soll denn anstatt ihm spielen? Das selbe gilt für Koch.
Es waren mir bei der PK etwas zu viele Nachfragen zu Robin Koch.
Nimmt man rein seine Statistiken, so war er bisher unser bester Abwehrspieler. Maluze bspw, den hier viele schon sehen wollen, hatte ne Passquote von 70-75%. Das ist schwach für einen IV. Koch ist mit 91% hier überragend...verliert wenige Bälle..seine Pässe kommen an.
Man muss auch sehen, dass Koch zwei-drei-vier Neue neben sich hat: Baum, Onyedika, Brassier, auch der andere Achter wechselt ab: mal Chaibi, mal Götze.
Also ich finde, dass ist nicht leicht für Robin. Ihr wollt jetzt Koch rausnehmen und die Führungsrolle an Maluze oder Brassier übergeben, ja? Denn: Wir haben ja nicht mal nen offiziellen Vize-Kapitän. Wer soll diese Aufgabe denn übernehmen?
Was Koch im Spiel gegen Augsburg gelernt haben muss: Dass er sich defensiv nicht auf Elias Baum verlassen kann. Dass er einen zwar motivierten, aber defensiv planlosen Elias notfalls lieber wegstumpt oder abdrängt, um selbst in den Zweikampf zu kommen und noch was retten zu können.
Und wenn er schlau ist, jetzt werd ich mal etwas ernsthafter, öffnet er seinen Mund und sagt: Lass! oder ähnliches.
Aber wann man welche Kommandos gibt: da will vielleicht der eine Trainer von dir das, der nächste was Anderes und nun der nächste wieder was Anderes. Und: er muss seine Mitspieler ja auch erstmal kennenlernen.
Als Beispiel: Wenn Elias jetzt beim 1:1 den Luftzweikampf gewonnen und er mit seinem Speed beim 1:2 voll durchgezogen und den Augsburger vorm Torschuss abgegrätscht HÄTTE, dann wäre es von Koch richtig gewesen, NIX zu sagen und Elias einfach seinen Job machen zu lassen.
Doch, Letzterer zeigte seine Schwächen. Baum ist zwar schneller als Koch, zieht aber nicht durch und grätscht ab. Das muss Koch ja erstmal selbst wissen, dass Elias in solch einer Situation so handelt .. denn dann muss er, obwohl er langsamer ist, Baum 'LASS!' oder Ähnliches zurufen.
Ich will Koch jetzt trotzdem mal in Schutz nehmen:
Seitdem er bei uns ist, haben wir eine ziemlich leise Mannschaft. Führungsspieler waren bei uns erstmal Andere (Trapp). Das lag garantiert auch an Dino. Auch die waren nicht die Lautesten, hatten aber über Jahre ein gutes Gefühl entwickelt, wann man was sagt und wann nicht. Götze bspw wurde unter Dino zum Führungsspieler auserkoren. Warum? Weil er alt/erfahren ist und schon ein paar Jahre hier spielt. Nicht, weil er was zu sagen hat.
Und genauso isses doch bei Koch. Der war in keiner seiner vorherigen Mannschaften Kapitän.
Als er zu uns kam, war der Kapitän Rode und der Stellvertreter Trapp. Rode war fast nur verletzt und Trapp ist ein Torwart. Klar, man kann sich ein paar Sachen abschauen..aber auf dem Platz ist das doch nochmal was Anderes. Hasebe war nur 2-3 Spiele Kapitän, spielte selten.
Nach dem ersten Jahr wurde Koch bei uns hinter Kevin Trapp bereits Vize-Kapitän. Warum? Weil Dino ihn dazu ernannte. Er hätte auch Kristensen (Neuzugang), Tuta (spricht kaum deutsch) oder Chandler (Ergänzungsspieler) ernennen können. Ansonsten waren es alles Neuzugänge oder die Spieler waren sehr jung. Oder fällt euch noch ein Anderer ein? Skhiri?
Trapp wäre übrigens im entscheidenen Spiel gegen Tottenham als Kapitän einsatzbereit gewesen. Doch man war sich bei seiner Verletzung nicht sicher und strich den Kapitän vorsichtshalber aus dem Aufgebot und ersetzte ihn durch Grahl. Man setzte voll auf Kaua Santos, der dann das Gegentor verschuldete und sich dabei nen Kreuzbandriss zuzog. Als Kapitän stand damals schon Robin Koch auf dem Platz, dem man diese Rolle zutraute. Wir schieden aus. Im Nachhinein darf man sagen: Sie hätten Trapp trotz Verletzung nominieren sollen, denn er hätte es definitiv besser als Kaua gemacht. Und man hätte Koch nicht das Kapitänsamt in solch einem wichtigen Spiel aufgezwungen.
Robin Koch drängte sich nie als Kapitän auf. Er wurde stets von den Protagonisten (Toppmöller, Krösche) in diese Rolle reingedrängt. Nur bei Eintracht Frankfurt, nicht bei Leeds und nicht bei Freiburg. Spieler mit echten Führungsqualitäten wurden zwar geholt, doch sie blieben nie lange bei uns. Sei es KPB (ein Jahr), Kristensen (zwei Jahre), Jakic (ein Jahr), Borré (zwei Jahre), Theate (zwei Jahre).
Die Spieler, die lange bei nem Verein bleiben, werden im Normalfall zwangsläufig dann irgendwann mal Kapitän. Selbst AMFG und wer weiß: vielleicht ernennt Adi Chandler ja sogar noch zum Vize-Kapitän. Ich fänd es richtig. Denn kein Anderer drängt sich auf.
Und nun schaut sich Adi diese Truppe an und sagt: 'Robin Koch ist der Kapitän, ich will jetzt erstmal nix an diesen Hierarchien ändern. Es gibt genug zu ändern und darauf liegt jetzt mein Fokus.'
Ja, er hat die Binde. Aber nur, weil es keinen Anderen gibt. Soll er Burkardt nehmen? Einen Spieler, der zum Ende der letzten Saison Unruhe in die Mannschaft brachte .. und ein Spieler, der dafür bekannt, relativ verletzungsanfällig zu sein .. und ein Spieler, der wiederum erst ein Jahr bei der SGE ist?
Ist Robin Koch besonders stark in der Kommunikation? Einer, der Andere auch mal anbrüllt und mitreißt oder im richtigen Moment den Mund aufmacht? Ne, ist er nicht. Das wissen wir doch alle. Und so muss man nun unseren Kapitän auch sehen.
Wenn es nach Krösche geht, dann soll Koch in diese Rolle hineinwachsen.
So wie Baum, Kosugi, Onyedika, Brassier usw in die Bundesliga reinwachsen sollen, so ist das auch mit unserem Kapitän und seinem Amt.
Ob Koch da jemals reinwächst, das steht auf einem anderen Blatt. Und da trennen sich die Meinungen. Hütter will wahrscheinlich einen auf dem Platz, der klare Ansagen macht und insbesondere auch in den kritischen Momenten das Spiel mal beruhigt oder ein Zeichen setzt. Gerade bei Letzterem ist es echt schwierig für einen IV, die Balance zu wahren.
Rode konnte irgendwo im Mittelfeld einfach mal einen umsensen (um es drastisch zu formulieren). Das kann Robin in seiner Position nicht! Das gibt rote Karten, gelbe Karten, Elfmeter usw und als IV bist du selbst mit 'nur' einer gelben Karte in keiner guten Position. Vor allem, wenn du nicht der Schnellste (Vgl Abraham) bist. Einen IV wechselt man nicht gerne aus (das konnte man bei Rode machen..wenn er gelb hatte) und man hat auch nicht gern nen IV mit gelber Karte..weil dann der Gegner vermehrt seine Sprinter ins 1:1 mit ebendiesem gelbvorbelasteten Spieler schickt.
Es ist wichtig und gut, dass in der IV einer ist, der nen coolen Kopf bewahrt. Und diesen coolen Kopf hat Robin definitiv.
Insofern müssen wir hier echt gut abwägen: Was wollen wir eigentlich von unserem Kapitän? Was soll er liefern? Mehr Kommunikation? Ja, das denke ich auch!
Und doch: Das ist nicht unbedingt Robins Stärke. Vielleicht sagt der dann mal was, was ihm ne gelbe Karte einbringt und in der nächsten Situation fliegt er. Kann passieren..
Ich kann jetzt nen Kollegen fragen: Kannst du mittags immer Kaffee für die Gruppe machen? ..und er willigt ein. Das bedeutet dann aber nicht, dass er das gut macht. Das bedeutet nicht, dass er sich dann stetig steigert und der Kaffee täglich besser wird. Ne, das bedeutet nur, dass er jetzt diese Rolle hat...und nach ner Weile weiß, wer ihn gern mit Zucker und wer gern mit Milch trinkt.
Warum hat Koch diese Aufgabe? Weil kann Anderer aufsteht und sich dafür anbietet. Weil kein Anderer glaubt, dass er es besser macht. Oder keiner Lust hat, diese Zusatzaufgabe auch noch zu erledigen.
Es gibt ja so Spieler, die sind Führungspersönlichkeiten und deren Ziel ist es auch, Kapitän einer Mannschaft zu sein. Dann beginnt jeder Tag mit dem leckersten Kaffee ever und die Stimmung der Gruppe steigt. Bei Robin ist das nicht der Fall. Der macht das, weil es keine Führungspersönlichkeit gibt. Zumindest keine, die man derzeit bedenkenlos auf die Mannschaft loslassen kann (Vgl Kristensen, Theate).
Vielleicht ist er auch stolz auf die Aufgabe und auch lernwillig. Doch optimal ist die Situation mit Robin als Kapitän natürlich nicht. Und man backt sich auf dieser Position jetzt nicht schnell mal einen. Also holt bspw einen, der bei nem anderen Verein viel geleistet hat und dort Kapitän war und macht ihn dann beim eigenen Verein sofort zum Kapitän. So läuft das nicht. In einer Mannschaft entwickeln sich die Hierarchien automatisch in der Gruppe, über Zeit. Unsere Truppe zeigte in den letzten beiden Spielen vollen Einsatz. Insofern seh ich jetzt nicht, dass da welche unmotiviert sind, weil sie gern Kapitän wären und Robin aus der Rolle drängen wollen. Oder seht ihr da jemand?
Und nochwas: Ich lese oft den Namen 'Kevin Prince Boateng', wenn es um Führungsspieler geht. KPB war bei uns weder Kapitän (AMFG), noch Vizekapitän(Abraham).
Kapitän war insofern AMFG, obwohl der die komplette Saison ausfiel.
In der folgenden Saison kam Hütter und bestimmte Abraham fest zum Kapitän..und ließ die Rolle des Vizekapitäns, wie in diesem Jahr auch, offen. Es übernahmen dann mal Hasebe, mal (Neuzugang) Gelson Fernandes, mal Marco Russ. Wobei Letzterer altersbedingt ne untergeordnete Rolle spielte.
Also das waren drei Führungsspieler hinter dem Kapitän. Grundsätzlich sind das bei Adi die Spieler, die Teil des Mannschaftsrats sind.
Und jetzt wirds spannend: es gibt nämlich derzeit weder Mannschaftsrat, noch Vizekapitäne bei der SGE. Hier wurde noch nichts veröffentlicht. Der letzte Mannschaftsrat wurde von Riera im Februar diesen Jahres abgeschafft.
Und dann muss man sich halt auch nicht wundern, wenn keiner auf dem Platz Verantwortung übernimmt und Koch dann wie der Depp aussieht.
Also, ihr lieben Koch-Kritiker: Wenn Koch ausfällt, gibt es bei Eintracht Frankfurt KEINEN offiziellen Stellvertreter!
Vielleicht sieht man bei uns das Konzept von 'leadership' ja ganz anders und will in Zukunft demokratischer vorgehen und bspw auslosen, wer als Kapitän auf dem Platz steht? ;)
Ich fänds gut, wenn mal einer aus der Presse nachstochert und fragt, ob Adi vor hat, einen neuen Vizekapitän oder Mannschaftsrat zu bestimmen bzw was er sich in Bezug auf Führung und Führungsrollen innerhalb der Mannschaft so vorstellt? Riera war da mit seinen 5-6 Kapitänen sehr deutlich. Vielleicht funktionierte sein Konzept nicht, aber zumindest machte er sein Konzept und seine Rollenverteilng frühzeitig klar. Unter Adi, so gern ich ihn mag, wirkt das bisher planlos. Da gibts Koch und dann nix mehr.
Vielleicht schaut Hütter sich erstmal an, wie sich seine Spieler im Ernstfall auf dem Platz verhalten und bestimmt dann seinen Vizekapitän oder nen Mannschaftsrat oder Beides...oder acht Kapitäne? Was auch immer..Hauptsache ein Konzept..bisher ist da nix.
Baum ist ein guter Spieler für die Aussenbahn.Das hat er in Elversberg
immer wieder bewiesen. Und er kann sich noch deutlich steigern, weil
er ein Gespür für den Raum hat und kombinieren kann.
Seine Schwäche ist das Verteidigen. Das konnte man schon in Elversberg
sehen, wo er öfter mal einfach ausgespielt wurde.
Am Stellungsspiel und an der Wettkampfhärte muß er noch viel arbeiten.
Aber Kovac hat schon richtig gesagt, Angriff ist Kunst, verteidigen kann
man lernen. Aber es hängt auch sehr viel von der Unterstützung ab.
Wenn der defensive Mittelfeldspieler mithilft ist im Vorfeld schon viel
gewonnen. Wenn Götze vor und mit einem spielt, ist man doch ziemlich
allein.
Wie nennt man dann diese Kaderplanung und Zusammenstellung?
planlos? naiv? optimistisch? grob fahrlässig? alternativlos? durchdacht?
"Koch ist mit 91% hier überragend...verliert wenige Bälle..seine Pässe kommen an."
Hahaha .... welch ein Kunststück, gehen auch fast immer nur zurück und wenn nicht dann ein paar Meter zur Seite.
Lächerlich, da hätte selbst ich eine 100% Quote.
Seine Zeit ist einfach abgelaufen, traurig aber war.
Hoffe das Hütter es sich noch ein paar Wochen ansieht wie die Jungs sich besser kennen lernen und einspielen & dann ein neuer Kapitän gefunden wird. Schlechter kann es nicht werden.
'welch ein Kunststück, gehen auch fast immer nur zurück und wenn nicht dann ein paar Meter zur Seite.'
Tatsächlich ist sowas bei nem Innenverteidiger ziemlich egal. Der kann auch zum Keeper zurückspielen, solange der Pass ankommt. Von denen werden keine progressiven Pässe erwartet...sondern Pässe, die beim Mitspieler ankommen. Die besten Passquoten der BL-IV haben übrigens Anton und Upamecano (~94%).
Jetzt am Samstag spielen wir gegen den Spieler mit der bisher besten Passquote der Liga. Das ist Sano von Mainz. Sie nennen ihn dort 'Querpass-Kaishu', weil sie in Mainz so schlau sind.
Ich bin komplett bei dir. Adi ist ein sehr kompetenter Fachmann auf seinem Gebiet. Ja, wir könnten durchaus über eine kleine Krise sprechen, wenn wir lediglich die beiden Halbzeiten aus Union und Augsburg sportlich zusammenfassen, jedoch waren in den beiden Spielen die ersten Halbzeiten sehr ansehnlich mit teilweise sehr schönen Spielzügen. Das zeigt, dass Adi eine Spielidee greift. Jetzt muss es nur noch für 90minuten reichen. Und da wird Fitnesstechnisch viel nachgeholt werden müssen und sollte auch möglich sein, schließlich haben wir eine sehr junge Mannschaft mit viel Potential was das spielerische und auch physische angeht.
Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.