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Rund um eine feste Verpflichtung von Arnaud Kalimuendo gibt es bereits verschiedene News. Foto: IMAGO / HMB-Media

Kalimuendo-Kauf dank Collins-Millionen?

Arnaud Kalimuendo hat bei der Frankfurter Eintracht bereits Eindruck hinterlassen. Obwohl der Franzose erst im Winter per Leihe von Nottingham Forest zur SGE kam, ist er bereits Stammspieler und weist mit drei Toren und einer Vorlage in zehn Bundesliga-Spielen eine ordentliche Bilanz auf. Er ist schnell, bringt eine gewisse Körperlichkeit mit und überzeugt mit einem guten Abschluss. Ein weiterer Pluspunkt Kalimunedos ist seine Vielseitigkeit, denn er kann in der Offensive fast jede Position spielen. Zu Beginn war er zentraler Stürmer, seit der Rückkehr von Mittelstürmer Jonathan Burkardt in die Startelf wurde er zuletzt auf dem rechten Flügel eingesetzt.

Die Verantwortlichen der SGE selbst scheinen ebenfalls zufrieden mit dem Angreifer zu sein, denn bereits vor einigen Tagen wurde berichtet, dass man den 24-Jährigen fest verpflichten wolle. Nun berichtet auch die „Sport Bild“ darüber, dass Kalimuendo über den Sommer hinaus gehalten werden soll. Die Kaufoption, die im Leihvertrag steht, soll dabei eine Höhe von rund 27 Millionen Euro haben. Sollte die SGE diese ziehen, wäre der Stürmer laut „transfermarkt.de“ der zweitteuerste Zugang in der Vereinsgeschichte. Teurer war nur Hugo Ekitiké, dessen Verpflichtung nachträglich durch eine Weiterverkaufsbeteiligung teurer wurde. Die bislang höchste direkte Ablöse der SGE lag bei 26 Millionen Euro für Elye Wahi, der im Januar 2025 als Ersatz für Omar Marmoush nach Frankfurt kam, sportlich jedoch nicht überzeugen konnte. Allerdings gibt es auch Medienberichte darüber, dass die SGE nach der Saison nochmals mit Nottingham in Verhandlungen gehen wolle, um den Preis zu drücken. Ein Vertrag mit Kalimuendo bis 2031 ist bereits ausgehandelt, heißt es.

Um die mögliche Verpflichtung von Kalimuendo zu finanzieren, könnte die SGE laut dem „Sport Bild“-Bericht einen möglichen Verkauf von Nnamdi Collins nutzen. Der deutsche Nationalspieler überzeugte nach einer kleinen Durststrecke zuletzt unter Trainer Albert Riera auf den defensiven Außenbahnen wieder. Auch Collins zeichnet eine Vielseitigkeit aus. Er ist gelernter Innenverteidiger, spielt bei der SGE aber oft auf den Außenbahnen. Die Hessen sollen für das ehemalige BVB-Talent eine Ablöse zwischen 30 und 40 Millionen Euro verlangen. Collins war erst im Sommer 2023 für rund eine Million Euro nach Frankfurt gewechselt. Am 22-Jährigen sind laut verschiedener Medienberichte viele Klubs aus England interessiert, darunter Schwergewichte wie Manchester City, der FC Liverpool und der FC Arsenal. Laut dem Bericht ist die englische Premier League das große Ziel von Collins, der zuletzt auch den Berater wechselte und sich jetzt – wie beispielsweise auch Ex-SGE-Angreifer Randal Kolo Muani oder Bayern Verteidiger Dayot Upamecano – von Berater Moussa Sissoko beraten lässt. Der wiederum soll beste Beziehungen nach England haben.

Trotz möglicher Transfererlöse könnte sich die finanzielle Situation der Eintracht als schwierig erweisen, laut dem Bericht ist die Eintracht weiterhin auf Erlöse aus Spielerverkäufen angewiesen. Zwar haben die Frankfurter in den vergangenen drei Spielzeiten auf dem Transfermarkt stark gewirtschaftet und Ausgaben von rund 255 Millionen Euro stehen Einnahmen von etwa 403 Millionen Euro gegenüber, dennoch könnte der Klub auch dieses Geschäftsjahr mit einem Minus abschließen – es wäre dann das zweite in Folge.

4 Kommentare

Fallback Avatar 1. g-block1978 11. März 26, 10:44 Uhr

255 Millionen Ausgaben, aber 403 Millionen Einnahmen, unterm Strich ist eine rote Zahl, wie lautet die Formel ?
Was wir wissen, werden die Transfereinnahmen von Kolo und Marmoush, vielleicht auch anderen, über Jahre verteilt verbucht, Details zu den Chargen haben wir ja nicht. Aber das Frankfurt immer noch in den Miesen ist, liegt vieleicht am Etat des Vorstandes ?
Da eh irgendeiner oder mehrere wieder abhauen werden (Brown, Collins, Uzun, was weiß ich) und somit neue Einnahmen generiert werden, sollte Kalimuendo gedeckelt werden können. Der Junge gefällt mir auch gut, hat gute Ansätze und an dem sollten wir noch mehr Spaß haben wollen.
Lebbe geht weider, mit oder ohne des ein oder anderen Söldners.

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Fallback Avatar 2. Reebok 11. März 26, 10:59 Uhr

Diese Gleichung "Einnahmen - Ausgaben = verfügbares Geld" ist so ja nicht zu halten. Da gehen Signing Fees, Berater-Abgaben, Steuern,... ab. Dazu kommt, dass ein Transfer ja nicht nur die reine Ablöse berücksichtigt, sondern auch das Gehalt. Beispiel (die Gehaltszahl ist rein fiktiv, nur damit man versteht, was ich meine):
Wenn wir bei Marmoush von einem Jahresgehalt von 4 Mio. ausgehen und er noch 2,5 Jahre Vertrag hatte, stehen auf der einen Seite 90 Mio. Ablöse + 10 Mio. "gespartes Gehalt". Der Ersatz Wahi kostet 20 Mio. Ablöse, bekommt aber einen 5Jahresvertrag über 3,5 Mio., bindet also 17,5 Mio. Gehalt und "kostet" somit 37,5 Mio. Dazu kommen wie gesagt noch die Beraterkosten (wo wir ganz oben dabei sind) sowie Steuern etc.
Dazu kommen bei Vertragsverlängerungen und -Anpassungen weitere Summen. Im letzten Jahr mit Erreichen der CL sind für Spieler, Trainer und den Vorstand signifikante Prämienzahlungen fällig geworden.
Es ist für uns quasi nicht zu überblicken (sonst bräuchte man ja auch keinen Finanzvorstand, wenn es so einfach wäre ;-)).

Abgesehen davon noch zu den Begrifflichkeiten: Unterm Strich "rote Zahl" heißt ja erstmal nur, dass ein Jahr mit Verlust abgeschlossen wurde. Unser Eigenkapital ist ja noch sehr deutlich positiv, wird aber natürlich bei "Verlustjahren" immer kleiner. Wichtig ist, dass man genau analysiert, warum das Jahr Verlust bringt bzw. warum der Verlust deutlich höher ist als geplant (wenn man den Berichten glauben schenken darf). Wenn da strukturell etwas nicht stimmt, muss man reagieren.

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Fallback Avatar 3. pit3157 11. März 26, 11:07 Uhr

ich kann es bald nicht mehr lesen und hören was bei uns mit geld abgeht
jeden tag was neues furchtbar

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Fallback Avatar 4. Weltenlenker 11. März 26, 11:35 Uhr

Vor einigen Tagen hatte hier ein User dankenswerterweise folgenden Link eingestellt. Wer sich die Zeit nimmt und komplett zuhört, kann hier viel mitnehmen. https://tv.eintracht.de/video/julien-zamberk-ueber-die-aktuellen-finanzkennzahlen-172853

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