Bei der Frankfurter Eintracht laufen die Vorbereitungen auf die Bundesliga-Saison 2026/27 auf Hochtouren. Während Sportvorstand Markus Krösche hinter den Kulissen voraussichtlich an dem ein oder anderen Transfer auf der Zugangs- sowie der Abgangsseite arbeitet, steht die Mannschaft seit Anfang dieser Woche wieder auf dem Trainingsplatz. Mit der Ankunft von Adi Hütter als neuem Cheftrainer der SGE dürften für die meisten Spieler die Karten neu gemischt werden, so womöglich auch für Kapitän Robin Koch.
Zuletzt kursierten Gerüchte, wonach der 29-Jährige seine Kapitänsbinde abgeben solle. Während der Medienrunde am heutigen Mittwoch äußerte er sich nun zur Thematik: „Ich habe immer den Anspruch gehabt, vorneweg zu gehen und Führungsspieler zu sein. Das habe ich so angenommen. Kapitän von der Eintracht zu sein, ist eine ganz besondere Ehre. Ich fühle mich bereit, das fortzuführen.“ Ginge es also nach dem gebürtigen Kaiserslauterer, bliebe er der Eintracht auch in der kommenden Spielzeit als Spielführer erhalten.
„Das ist auch für uns als Mannschaft wichtig“
Schlussendlich müsse diese Entscheidung aber der wiedergekehrte Hütter fällen. Zuletzt gab der 56-jährige Cheftrainer bekannt, dass er die Kapitänsfrage erst in ein paar Wochen beantworten wolle. Für Koch sei dieser Vorgang nicht verblüffend: „Es ist ganz normal, wenn ein neuer Trainer kommt, dass er sich erstmal alles anschaut. Ich glaube, das ist auch für uns als Mannschaft wichtig, für die Jungs, dass jeder auch das Gefühl hat, er kann sich beweisen. Er bekommt eine ganz neue Chance beim neuen Trainer. Und ich finde, man sieht es auch im Training. Jeder hängt sich von der ersten Trainingseinheit an rein und dadurch kommt dann auch eine gute Intensität ins Training, die für uns extrem wichtig ist.“
Besonders nach der schwierigen vergangenen Saison für den Verein, aber auch für ihn als Spieler, habe Koch sich als Führungskraft hinterfragen können und dadurch Punkte gefunden, die er in Zukunft verbessern wolle: „Ich glaube, man kann sich immer verbessern. Und vor allen Dingen, wenn man im ersten Jahr Kapitän ist. Natürlich ist es so, dass ich die Rolle als Führungsspieler schon über einige Jahre hatte und so viel ändert sich dann auch nicht, wenn du dann die Binde anhast. Klar, nach außen ist es dann vielleicht nochmal ein anderes Signal, aber ich habe es immer gesagt: Ich will mit Leistung vorangehen“, sagte er und ergänzte: „Und da fange ich natürlich auch bei mir als Erstem an, dass meine Leistung im letzten Jahr mit Sicherheit nicht an das herangekommen ist, was ich normalerweise spielen kann und auch die Jahre davor gezeigt habe. Für mich ist das Wichtigste, da wieder mit Leistung voranzugehen und natürlich dann auch die Jungs mitzunehmen.“ Insbesondere die vielen jungen Spieler im Kader wolle er so erreichen und mitnehmen.
„Für uns ist es jetzt sehr wichtig, dass wir nach vorne blicken“
Speziell im Mannschaftstraining müsse sich das Team in Zukunft noch engagierter zeigen, um eine weitere schwache Saison der Eintracht zu verhindern: „Für uns ist es jetzt sehr wichtig, dass wir nach vorne blicken, dass wir mit den Basics anfangen. Wieder diese Aggressivität haben, dass das auch im Training so ist. Dass du das Gefühl hast, es ist wieder eklig gegen uns zu spielen.“ Genau deshalb freue sich Koch nun auch auf die Saisonvorbereitung: „Ich glaube, man freut sich, gerade nach so einer langen Pause, die Jungs in der Kabine wieder zu treffen. Und dann natürlich auch die Fans auf dem Platz jetzt schon zweimal. Ich glaube, es waren jeweils 2000 ungefähr da. Von daher, das ist natürlich immer wieder etwas Besonderes, nach der Pause so empfangen zu werden.“ Sowohl am vergangenen Montag als auch am heutigen Mittwoch veranstaltete der Verein öffentliche Trainingseinheiten, welche SGE-Fans besuchen konnten.
Dort feierte auch Cheftrainer Hütter seine Rückkehr nach Frankfurt, die Koch zunächst begeistert aufnahm: „Er hat sehr viel Erfahrung als Trainer. Und ich finde, das bringt er jetzt schon auch in den ersten Tagen rüber. Die Ruhe, trotzdem natürlich gleichzeitig gefühlt von der ersten Einheit die Intensität im Training. Die werden wir mit Sicherheit brauchen. Von daher ist der erste Eindruck sehr gut“, sagte der Innenverteidiger über den neuen Eintracht-Coach.
„Ich bin schon der Meinung, dass wir ein Gerüst brauchen von Führungsspielern“
Was die Verteidigung angeht, verkündete der Verein zuletzt die Abgänge von wichtigen Spielern wie Nathaniel Brown oder Rasmus Kristensen. Besonders Zweiterer strahlte ebenfalls eine gewisse Führungsqualität aus, die es nun zu ersetzen gelte: „Ich bin schon der Meinung, dass wir ein Gerüst brauchen von Führungsspielern. Und drumherum können wir, wie wir es in den letzten Jahren auch immer wieder gezeigt haben, dann auch junge Spieler entwickeln. Aber ich denke schon, um erfolgreich zu sein, brauchst du ein Gerüst, auch mit Jungs, die schon ein bisschen etwas erlebt haben. Ich bin mir aber auch sicher, dass der Klub das ähnlich sieht und daran arbeiten wird.“ Obwohl Koch gerne so früh wie möglich wissen wolle, neben wem er in der kommenden Spielzeit verteidigen darf, vertraue er seinem derzeitigen Arbeitgeber. Demnach wisse Krösche ganz genau, was der Kader nun brauche. Neben dieser Frage dürfte in den kommenden Wochen also auch die Kapitänsfrage beantwortet werden.






7 Kommentare
Irgendwie unklug sich zu dem Zeitpunkt so zu "positionieren"
Ich stelle mir dann immer die Frage, ob und warum man im Vorjahr nicht vom ersten Tag an mit der vollen Intensität am Werk war....
Ruhe in Frieden Markus Beierle! Wie traurig...
Och nö
Mal davon abgesehen gibt es meiner Meinung nach auch nicht so viele potentielle Kandidaten. Es sollte ein Feldspieler sein der in der Regel in der Startelf steht, eine gewisse Erfahrung hat und kein Neuzugang ist. Da wird die Auswahl schon dünn. Wäre er nicht gewechselt hätte ich Christensen gerne als Kapitän gesehen, oder auch Brown wäre er noch da.
RiP, lieber Markus Beierle... viel zu früh gehst Du von uns! 😔
Dann mal viel Spaß Herr Hütter bei der Auswahl. Da scheinen sich ja zwei in Position zu bringen. Koch möchte natürlich in der Hierarchie nicht absteigen, wenngleich er sich letzte Saison für dieses Amt nicht wirklich aufgedrängt hat und Burkardt möchte jetzt auch offiziell der Wortführer sein.
Sorry, nach all den Eskapaden zum Ende der Saison, halte ich Burkardt nicht für den richtigen Vertreter. In einer Zeit, in der die Mannschaft Geschlossenheit gebraucht hätte um irgendwie doch noch die europäischen Plätze zu erreichen, hat er sein Ego vorangestellt.
Ich habe immer noch die Hoffnung, dass ein gestandener Profi, wie zum Beispiel Andrich, bei uns auftaucht. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass der Kreis mehrere Personen umfasst. Selbstverständlich braucht man einen Spieler, der regelmäßig spielt. Ich könnte mir aber auch Timothy als Ergänzung vorstellen. Ich denke er hat einen guten Draht zu jungen Spielern oder Spielern, die ungern im Mittelpunkt stehen. Aber was rede/schreibe ich: Bevor mich jemand fragt, sollte man besser die Mannschaft befragen🤓
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