Trotz des Unentschiedens gegen Mainz will Trainer Adi Hütter mit der Eintracht bis zum Schluss um den Einzug in die Champions League kämpfen. (Bild: Heiko Rhode)

Die Eintracht hat ihre gute Ausgangsposition um die Champions-League-Plätze verspielt. Am Sonntag holten die Hessen im Heimspiel gegen den Nachbarn vom FSV Mainz 05 nur ein 1:1 (0:1)-Unentschieden. Trainer Adi Hütter war nach dem Spiel unzufrieden ob der gezeigten Leistung seiner Mannschaft. Den Traum von der Königsklasse will er aber noch nicht aufgeben. „Wir glauben bis zum Schluss daran, dass wir es schaffen können“, sagte Hütter nach der Partie.  

Dass die Eintracht jetzt nun nur noch Hoffen kann, was den Einzug in die Champions League angeht, statt es selbst in der Hand zu haben, hatte vor allem daran gelegen, dass die Mannschaft im Spiel gegen Mainz erst spät aufwachte. Zu spät. Erst in der Schlussphase versprühten die Adlerträger vermehrt Offensivdrang und fand Lücken im Defensivverbund der Gäste. Immerhin wurde so die frühe Mainzer Führung durch Karim Onisiwo per Distanzschuss in der 11. Minute durch den spektakulären Treffer im Liegen vom eingewechselten Ajdin Hrustic in der 86. Minute ausgeglichen. „Wir nehmen den Punkt mit. Wir sind nicht zufrieden, aber werden sehen, was er am Ende bringen wird“, kommentierte Hütter. 

Erst in der Nachspielzeit hatte sich sein Team die größten Möglichkeiten der Partie herausgespielt. „Dass wir zum Schluss Mentalität gezeigt haben und das Spiel noch gewinnen wollten, war sicherlich das Positive“, äußerte sich Hütter zur Schlussphase, in der die Adler ihre beste Phase der Partie hatten. Doch reichte es nicht mehr, um das Blatt noch vollends zu wenden. Denn Steven Zuber und André Silva setzten ihre Versuche binnen kurzer Zeit jeweils knapp am Kasten des Gegners vorbei (90.+1 und 90.+2). Da war in zwei Minuten durchaus mehr drin, als in den 90 Minuten davor. 

Denn in der regulären Spielzeit hatte sich die Eintracht nur zwei nennenswerte Chancen herausgespielt. Luca Jovic zielte mit seinem Schuss aus der Drehung zu ungenau (20.), Filip Kostics Direktabnahme parierte Robin Zentner gekonnt (21.). Das war es dann auch schon fast mit der Offensivherrlichkeit der SGE – und das bei 74 Prozent Ballbesitz. „Wir haben uns von Beginn an schwergetan. Wir haben falsche Entscheidungen getroffen, hatten leichte Ballverluste und haben sehr lange gebraucht, um ins Spiel zu finden“, bemängelte Hütter. Nach dem 0:1-Rückstand habe sich sein Team gegen einen tief stehenden und zweikampfstarken Gegner „schwergetan, die richtigen Lösungen zu finden.“ 

„Wir haben den Fight noch nicht verloren.“

Die sollten die Frankfurter in den letzten beiden Spielen möglichst wieder finden, um dem Traum von der Champions League doch noch irgendwie wahr werden zu lassen. „Wir haben heute das Ding aus der Hand gegeben“, stellte Hütter nüchtern fest. Jetzt gelte es in den letzten beiden Spielen gegen den FC Schalke 04 und den SC Freiburg die „eigenen Hausaufgaben zu machen“, forderte der Trainer und hatte dabei im Hinterkopf, dass auf Borussia Dortmund auch noch zwei unangenehme Gegner warten. Für den BVB geht es noch gegen Mainz und Bayer Leverkusen. „Danach wird abgerechnet“, gab sich der Österreicher trotz der Enttäuschung gegen den FSV kampfeslustig und sagte weiter: „Wir haben den Fight noch nicht verloren.“

Selbst, wenn es nicht klappen sollte mit der Königsklasse, will Hütter nicht von einer schlechten Saison sprechen, in der die Eintracht im schlechtesten Falle sechster werden kann. Es sei mit dem Erreichen der Europa League bereits „viel gewonnen“ worden. „Das ganz große Ziel haben wir dann am Ende vielleicht nicht erreicht.“ Aber: Wir spielen wieder international.“ Nach zehn Spieltagen sei das noch nicht absehbar gewesen.

Nach dem Pokal-Aus gegen Bayer Leverkusen habe er mit seiner Mannschaft erstmals offen über die Champions League gesprochen und das große Ziel anvisiert, gab Hütter einen Einblick in die Kabine. „Wie wollten aus eigener Kraft versuchen, die ersten vier Plätze zu erreichen.“ Danach wurde mit den vielen ungeschlagenen Spielen und Siegen gegen die Großen eine „Riesenserie“ gestartet. Und doch hörte es sich fast schon an, als sei das Ziel schon verspielt worden: „Wenn wir nie von der Champions League gesprochen hätten, wäre es was anderes.“

Doch der Traum lebt noch, das sollte nicht vergessen werden. „Wir sind nicht weit weg. Es ist noch alles möglich“, machte auch Hütter dann noch mal deutlich und versicherte: „Wir werden kämpfen bis zum Schluss, das kann ich garantieren.“ 

- Werbung -

24 Kommentare

  1. Nach Schalke zu fahren, nur um zu gewinnen, reicht nicht. Ziel muss sein, dass Torverhältnis deutlich zu verbessern. Wir sind 10 hinter Dortmund und Wolfsburg. Wenn es irgendwo möglich ist, dann auf Schalke.

    Ich halte es für mehr als denkbar, dass Dortmund und Wolfsburg zusammen zumindest ein Spiel verlieren.

    37
    39
  2. Zu 1.wichtig ist erstmal jetzt 6 Punkte einzufahren da ist es eigentlich unwichtig ob auf Schalke viele Tore fallen oder nicht. Wir müssen 1 mehr schießen als die. Gegen Freiburg auch. Wenns am Ende ums Torverhältnis geht haben wir eh die Arschkarte. Das ham wir uns gegen Gladbach und Leverkusen verbockt und holen wir nicht mehr auf. Also Hausaufgaben selber machen und zwar richtig und dann auf Mainz, die Bullen und die Pillen hoffen. Mehr geht nicht.

    90
    0
  3. Um einen Fight verlieren zu können, muss man zunächst fighten….davon war zuletzt nichts zu spüren – schade bei diesem Ziel vor Augen.

    110
    2
  4. Natürlich möchte er das.
    Adi ist ein Egoman, eine Ich AG mit weiteren Angestellten.
    Läuft es gut, ist er der strahlende Verantwortliche.
    Läuft es nicht, wie erwartet oder erhofft, liegen andere Gründe vor.
    Adi trifft keine Schuld.

    Das Interview nach dem Mainz Spiel war ein psycholigischer Offenbarungseid. Und dabei will Adi selbst psychologisch geschult sein.
    Krachender kann man die Leistung der eigenen Mannschaft in dieser Saison nicht abwerten.
    Über die Verhältnisse gespielt????

    Heisst:
    „Also, Jungs, regt euch nicht auf, der Leistungsabfall war zu erwarten, so gut seid ihr auch nicht. 23 Spiele habt ihr einfach nur überperformed.“

    Dieses wöchentlichen Statements, gepaart mit wöchentlichen Versagen, kann man nicht mehr ertragen.

    Dann liefert endlich oder seid einfach leise.

    Es war ein Fehler, Adi nach dem Gladbach Spiel nicht frei zu stellen.
    Das wird uns womöglich die CL Teilnahme kosten.

    133
    7
  5. Alles, was man braucht steht in der Überschrift: Wille, Einsatz, Kampf! Nur „Hütter “ passt da irgendwie nicht mehr rein.

    84
    6
  6. Herr Hütter bemühte sich redlich bis zum Schluss zu kämpfen.

    Negative Dinge gehören nicht in ein Abschlusszeugnis, noch besteht die Möglichkeit nach der sensationellen EL-Saison etwas ganz großes zu schaffen und ob es so weit kommt entscheidet darüber, ob die seit Bekanntgabe seines Wechsels abfallende Leistungskurve der Mannschaft die Abschlussnote verhagelt oder nicht. Er hat noch zwei Spieltage Zeit wieder mit dem kämpfen zu beginnen.

    28
    6
  7. Wiederhole mich einfach nur:
    Bin sehr erleichtert, wenn Herr H. aus Ö. die SGE verlassen hat. Seine Werte sind in vielen Bereichen nicht die Werte für die Eintracht Frankfurt steht. Das kann – unabhângig von seinen teilweisen Erfolgen – eigentlich nur ein Missverständnis von Anfang an gewesen sein.
    Ist leider kaum jemand aufgefallen. Ich wünsche einen tiefen Fall.

    46
    14
  8. 33.Spieltag: Mainz – BVB; Leipzig – Wolfsburg; Schalke – Frankfurt
    34.Spieltag: BVB – Bayer; Wolfsburg – Mainz; Frankfurt – Freiburg

    Wenn die Mannschaft mit Ihrem besten System (3-2-4-1, mit zwei Zehnern), ihr temporeiches Passspiel nach vorne mit ihrem bedingungsloser Kampfkraft zurückfindet, dann sehe ich zwei Siege für Frankfurt. Aber wir müssen beide Spiele gewinnen. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und dazu Bedarf es einen Ruck in der Mannschaft.

    Wolfsburg oder Dortmund dürfen nur noch 4 Punkte holen. Das ist möglich.

    20
    13
  9. Möge er nur bitte die Stärksten aufbieten und die Schwächsten zeitig vom Platz nehmen. Mal sehen, wer überhaupt fit ist. Zudem würde ich es begrüßen, wenn sich Kostic nicht die fünfte Gelbe gegen Schalke abholt. Wird u.U. gegen SCF dringend gebraucht.

    Ich flüchte mich in Gelassenheit und hoffe einfach mal das beste. Wenn wir die 6 Punkte holen sollten, mache ich einen Haken dran. Fazit: Punktausbeute = deutlich überperformed 🙂

    Vergessen wir nicht, dass alle Mannschaften vor uns auch schon Spiele unnötig abgegeben haben und ihre Schwächephasen hatten. Wenn wir in der Schlussphase gegen MZ eine der Halbchancen genutzt hätten, würden wir diese Diskussion wohl nicht führen.

    24
    1
  10. @10:

    Deine Rechnung geht leider nur für Dortmund auf . Wolfsburg darf maximal noch 2 Punkte holen , bei 3 spricht das Torverhältnis klar gegen uns , bei 4 ist es dann sowieso egal .

    Hab irgendwie ein Gefühl, dass Dortmund noch was liegen lässt und auch Wolfsburg nur noch maximal 2 Unentschieden holt . Die Mainzer mit Kohr und da Costa könnten da schon noch was regeln . Zumindest glaube ich nicht, dass die abschenken werden . Aber was weiß ich schon….

    Wir müssen 2 Siege holen , egal wie , und dann sieht man was es wert ist . Alles andere hat man sich leider selber verbaut .

    29
    0
  11. @ 9

    Wie oft waren wir in den letzten 25 Jahren mit anderen Trainern am Ende fünfter ?
    Das Missverständnis wäre dann wohl, dass Hütter nicht wusste, dass sowas bei uns nicht üblich ist.
    Das hast du aber wohl eher nicht gemeint.

    12
    16
  12. Ich sehne den Moment herbei, dass Hütter u Bobic endlich weg sind. Trauriges Resultat ihrer eigentlich überragenden Tätigkeit bei uns.
    Das wir die CL vor Augen hatten war ihr Verdienst, dass sie nun nicht mehr in unserer Hand liegt meiner Meinung auch..

    54
    6
  13. @14
    Missverständnis bei den Werten, die er vertritt:
    Menschen achten,
    Nicht wie ein Rüpel Auto fahren
    u.a.
    Das hat alles mit der von Dir angeführten Tabellensituation nichts zu tun. Oder hat die Tabelle bei dir etwas mit Werten zu tun?

    10
    12
  14. Hütter’s Aufgabe ist es, für seinen Vertragspartner, die SGE bis zum Ende das Optimum zu leisten. Alles andere wäre vereinsschädigend.
    Hütter will, nein, Hütter muss.
    Aber Hütter kann es nicht mehr.
    Seine Ratlosigkeit offenbart er in seinen Interviews.
    Deshalb Hütter sofort beurlauben,
    mit neuem Trainerteam aus den eigenen Reihen übergangsweise in den letzten beiden Spielen 6 Punkte holen. Wir haben „dank“ Hütter’s Eitelkeiten und seinen Animositäten keine homogene Mannschaft mehr. Das disqualifiziert Hütter defintiv und lässt nur eine Massnahme zu: Hütter sofort beurlauben. Er hat auch nach der desolaten Leistung in Gladbach die Chance nicht genutzt, die SGE wieder auf Kurs zu bringen. Gegenteilig hat bereits das Gladbachspiel schon zu einer irreparablen Verschlechterung der Tordifferenz geführt. Bei gleicher Punktausbeute mit Dortmund ist eine Tordifferenz von 10 nicht mehr aufzuholen, es geht nur über die Punkte.
    Hütter hat verspielt, nicht nur auf dem Platz, sondern leider auch menschlich. Schuldabweisungen und Schmäh, anstatt Verantwortungsbewusstsein und
    und Einsicht mit den daraus zu ziehenden Lehren, zum Wohle des Teams, Hütter ist untragbar geworden.
    Mit Hütter wird es auch in den nächsten beiden Spiele keine positive Wende geben.
    Holzer und Co. sollten umgehend reagieren, was gibt es noch zu verlieren?

    32
    11
  15. 6 Punkte müssen her, sonst erübrigen sich alle Diskussionen und Überlegungen.
    Was mir einen letzten, kleinen, Rest Hoffnung gibt:
    a) Mainz braucht mind. 1 Punkt um nicht Gefahr zu laufen, noch auf den Relegationsplatz abzurutschen
    b) Donnerstags Pokalendspiel, mit den ganzen Unwägbarkeiten (Verlängerung, 11m-schiessen, Niederlage) keine 72 Std. später Spiel in Mainz, keine Regeneration, Reisestress etc., das wird auch für BVB kein Selbstläufer, ist fast schon Wettbewerbsnachteil.

    16
    2
  16. Hütter-Statement nach dem Freiburg-Spiel! Wir haben immer Ruhe bewahrt und an uns geglaubt, als es keiner mehr tat“! Wir sind verdient Vierter geworden. Ich wünsche der Eintracht alles Gute für die Zukunft und viel Spaß in der CL!

    17
    6
  17. @ 19 Dieses Szenario ist mir schon wieder ein Fuffi für die Welthungernden wert!

    15
    1
  18. Natürlich sind die letzten Spiele nicht gut gelaufen. Aber mal ehrlich: Waren die Spiele gegen Gladbach und Leverkusen Spiele, wo wir davon ausgehen könnten, dass wir da jeweils 3 Punkte mitnehmen? Und Mainz ist in der Rückrunde auch keine Laufkundschaft…

    Man kann gerne sagen: Wer gegen Mainz nicht gewinnt, hat in der CL nichts zu suchen. Das gilt aber genauso für Dortmund und Wolfsburg! Also wünsche ich den Mainzern, dass sie diese Saison nicht mehr verlieren mögen.

    Und da wir gerade beim Wünschen sind, folgendes Szenario:
    Dortmund gewinnt am Donnertag den DFB-Pokal, feiert ordentlich und schafft in Mainz nur ein Unentschieden. Leipzig, von der Pokalniederlage sichtlich angepisst, schießt sich gegen Wolfsburg den Frust von der Seele. Und wir holen drei Punkte auf Schalke.

    Am letzten Spieltag kommt es zu Showdown:
    Wir gewinnen gegen Freiburg. Mainz macht das, was sie schon einmal gemacht haben, nämlich uns beim Erreichen eines großen Zieles mit einem Sieg gegen Wolfsburg zu helfen. Dortmund kann gegen Leverkusen spielen, wie sie wollen, denn sie können uns nicht mehr einholen.

    Das Drehbuch wäre nun geschrieben. Nun liegt es an die Protagonisten, dass der Traum wahr wird.

    Champions League im nächsten Jahr!!!

    21
    2
  19. @16

    „Oder hat die Tabelle bei dir etwas mit Werten zu tun?“

    Natürlich nicht.
    Die Werte eines Menschen, den man gar nicht kennt, kann man nur anhand seines Fahrverhaltens bewerten. Das aber auch nur vom hohen Ross herab.

    8
    1
  20. @21: kannst Du mir auch etwas von Deinen Drogen, die Du nimmst, abgeben?
    Könnte auch bei der Corona-Krise helfen, dass man daran glaubt, die Pandemie ist in ein paar Wochen vorbei.

    Dieses Szenario wird zu 100 % nicht eintreten.

    Hier meine These:
    Dortmund gewinnt beide Spiele
    Wolfsburg verliert vielleicht gegen Leipzig, aber gewinnt dafür daheim gegen Mainz
    Die Eintracht gewinnt nicht beide Spiele.

    Und dann war’s das – aber hey, wir spielen Euro-League, ist doch alles gut.
    Klar hätten wir die CL erreichen können, aber nicht nach diesen blutleeren Auftritten nach der Bekanntgabe der Ich-AG aus Österreich.

    by the way, ich würde mich aber tierisch freuen, wenn Dein unglaubliches Szenario doch eintrifft, allein mir fehlt der Glaube, was aber nicht entscheidend ist, die Mannschaft muss daran glauben und auch so spielen – und das hat sie seit 4 Spielen nicht getan.

    FORZA SGE

    12
    12
  21. Nimmt irgendjemand hier Adi Hütters Ansagen noch ernst ?
    Er sollte ab jetzt besser still sein !
    Das ist besser für den Lügenbaron und schont meinen Blutdruck.

    Übrigens wurde am Waldstadion nach dem Spiel gegen Mainz ein Taxifahrer gesichtet mit einem Plakat auf dem stand:
    Hütter steig ein
    Ich fahr dich an den Niederrhein
    Und zwar sofort

    Ich wünschte der Herr Übungsleiter hätte das Angebot angenommen.
    Naja noch 2 Spiele mit dem Herrn und der Spuk ist vorbei.

    6
    0

Keine Kommentare mehr möglich.

- Werbung -