Noch vor wenigen Tagen schien die Zukunft von Rechtsverteidiger Elias Baum bei Eintracht Frankfurt nahezu geklärt. Nach einer letzten Saison, in der der 20-Jährige wettbewerbsübergreifend lediglich fünf Bundesligaeinsätze und insgesamt 71 Spielminuten sammelte, galt ein Abschied im Sommer als wahrscheinlich. Mehrere Bundesligisten, darunter der Hamburger SV und der FC Augsburg, sollen Interesse am Rechtsverteidiger zeigen. Nun könnte sich das Blatt allerdings überraschend wenden.
Dabei hatte Baum eigentlich beste Voraussetzungen mitgebracht. Nach seiner Leihe zur SV Elversberg kehrte der Rechtsverteidiger mit viel Selbstvertrauen nach Frankfurt zurück. In der 2. Bundesliga zählte er zu den herausragenden Spielern seiner Position und wurde vielfach sogar als bester Rechtsverteidiger der Liga angesehen. Den erhofften Durchbruch bei der SGE schaffte der Juniorennationalspieler anschließend jedoch nicht.
Hütter offenbar überzeugt von Baum
Nach Informationen von „Absolut Fussball“ hat sich die Situation nun jedoch grundlegend verändert. Demnach soll Neu-Trainer Adi Hütter von den Leistungen Baums in den ersten Trainingseinheiten einen äußerst positiven Eindruck gewonnen haben. Ein möglicher Wechsel des Eigengewächses soll deshalb vorerst auf Eis liegen. Die neue Entwicklung könnte sogar Auswirkungen auf die Transferplanungen der Hessen haben. So wird berichtet, dass sich die Verpflichtung des Ajax-Profis Anton Gaaei zunächst verzögert haben soll. Hintergrund ist offenbar, dass Baum intern inzwischen als ernsthafte Option für die rechte Seite angesehen wird.
Eine endgültige Entscheidung über Baums Zukunft dürfte nun im Trainingslager fallen. Vom 23. Juli bis zum 1. August bereitet sich die Eintracht in Grassau auf die neue Saison vor. Dort soll Hütter die Gelegenheit erhalten, sich ein umfassendes Bild von dem 20-Jährigen zu machen. Erst danach dürfte feststehen, ob Baum künftig eine größere Rolle im Frankfurter Kader einnehmen soll oder der Verein einem Transfer doch noch zustimmt. Dabei scheint derzeit nahezu jedes Szenario denkbar. Neben einem Verkauf soll intern sogar eine vorzeitige Verlängerung des bis 2028 laufenden Vertrags nicht ausgeschlossen werden. Baum selbst soll nach der enttäuschenden Vorsaison vor allem auf Klarheit hoffen. Der Rechtsverteidiger möchte wissen, welche Perspektive ihm die Eintracht künftig bietet.
HSV beobachtet Entwicklung aufmerksam
Besonders aufmerksam verfolgt der Hamburger SV die neue Situation. Die Hanseaten sollen Baum laut der „Hamburger Morgenpost“ weiterhin als Wunschlösung für die rechte Außenbahn ansehen und bereits ein konkretes Angebot bei der Eintracht hinterlegt haben. Da sich die Frankfurter Haltung zuletzt jedoch verändert haben soll, beschäftigen sich die Verantwortlichen des HSV inzwischen offenbar auch mit Alternativen.
Für Baum könnten die kommenden Wochen damit richtungsweisend werden. Nachdem ein Abschied lange Zeit als wahrscheinlich galt, hat er sich mit seinen Leistungen zum Auftakt unter Adi Hütter offenbar wieder eine echte Chance in Frankfurt erarbeitet.






9 Kommentare
Adi musste den Jungen ja erst einmal im Trainingsbetrieb sehen, bevor er sich ein Urteil bilden kann. Denke nicht, das man dann von einem Umdenken, zumindest nicht bei Hütter sprechen kann. Finde es gut wenn Baum bleiben würde.
Denke auch, da hat man einen blutjungen RV, der in der zweiten Liga bereits seine Klasse gezeigt und oben mitgespielt hat und man hat Bedarf. Nur weil ein oder zwei Vereine mal Interesse zeigen, heißt das ja nicht, dass die Eintracht verkaufen wollte. Das wurde ja nur von außen berichtet bzw. ohne Belege gerüchtet. Man liest hier auch oft "als der Zweiten neeee", na aus der zweiten Liga kam Brown auch, wie auch Uzun, fast jeder Spieler hat zunächst in einer schwächeren Liga kicken gelernt, wenn sich die Eintracht den leisten kann. Wenn einer zunächst in der zweiten Liga oder der belgischen oder ähnlichem seinen Platz erkämpfen musste, würde ich den eher einem bevorzugen, der bei einem großen Verein nur in der Jugend gespielt hat und dann auf der Bank saß.
Die Personalie Baum triggert die Forumsgemeinde unheimlich stark. Und das zu Recht, denn Elias Baum hat geradezu den idealtypischen Weg aus der eigenen Jugend über eine überzeugende Leihstation in die Profimannschaft hingelegt, und dann soll es heißen: der ist nicht gut genug?
Das kannst keinem Fan erzählen. Ist es denn für die Verantwortlichen wirklich so schwer, das eine oder andere Eigengewächs mal zu protegieren? Was haben denn die jungen Leute aus anderen Ländern unseren voraus?
Ich versteh's nicht.
Ist es nicht egal wo Baum herkommt?
Mich interessiert ob und was er drauf hat.
RV ist aktuell mit wieviel Namen besetzt?
Sollte Collins, den hoffentlich Hütter in die Spur bringen könnte, auch noch gehen, sind wir ohne Baum blank.
Sind wir doch mal ehrlich. Hat er jemals eine richtige Chance gehabt, um zu zeigen dass er es kann? Über einen längeren Zeitraum?
Verletzungen, Trainerwechsel, Systemdruck, Erwartungshaltung.
Was riskieren wir, wenn wir ihn halten? Gerade in der jetzigen angespannten Situation.
Spitzenverdiener wird er nicht sein. Und verkaufen kann man ihn immer noch. Auch wenn man preislich Abstriche machen müsste.
Hütter bevorzugt meines Erachtens ähnlich wie Steffens in Elversberg einen intensiven Spielstil, mit vielen Tiefenläufen. Baum hatte bei Elversberg als Außenverteidiger auch außergewöhnliche 10 (3/7) Scorer Punkte. Allerdings sind wohl seine Flanken sowie seine Dribblings stark ausbaufähig. Dennoch überwindet er seine Gegenspieler häufig durch seine Grundschnelligkeit. Irgendwie erinnert er mich an Knauff, der ebenfalls Mängel in der Ballbehandlung hat, aber diese durch Schnelligkeit, Intensität und Galligkeit wettmacht. In der zweiten Liga überzeugte er darüber hinaus durch ein gutes Abwehrverhalten. Die große Frage ist daher, ob diese Fähigkeit in der Bundesliga ausreicht. Das zu beurteilen ist glücklicherweise Hütters Aufgabe.
Wenn dann haben wir diese Saison die Chance junge Spieler zum Durchbruch zu den Profis zu ermöglichen! Letzte Saison war es mit Championsleague und der frühen Ergebniskrise, besonders in der Abwehr fast unmöglich für neue und junge Spieler sich positiv zu entwickeln. Daher sollten wir gerade unseren so genannten jungen Talenten Chancen geben und wie schon geschrieben wurde: das Risiko ist viel geringer, als bei 10 bis 25 Millionen Transfers, die uns letzte Saison auch nur bedingt weitergeholfen haben...
also prinzipiell gebe ich dir Recht, die Nationalität ist hier auch erst mal zweitrangig, entscheidend ist doch, dass mit Baum endlich mal wieder ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs an die Tür der Profis klopft, dass ist ja genau der Grund WARUM die Eintracht sich die U-Mannschaften leistet. Es sollen wieder mehr Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die Profi-Mannschaft integriert werden, nätürlich heißt das, dass die entsprechende Leistung auch vorhanden ist und das scheint ja nach A. Hütter der Fall zu sein (zumal E. Baum auch schon sich in Elversberg gut entwickelt hat).
Die entwicklung von Spielern kann man nur vermuten und einschätzen, erst im Nachhinein ist man schlauer (bestes Beispiel Wahi!)
Wenn man mit einem potentiellen Neuzugang ggf. günstig ? ein upgrade bekommt, dann ist doch alles gut, jedoch muss man auch hier mit dem Geld entsprechend haushalten
Hat mal jemand Elias gefragt, was er denn selbst möchte. Bzw. hat er sich mal dazu geäußert?
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