Adi Hütter und Sportdirektor Bruno Hübner haben die Mannschaft optimal ein- und zusammengestellt.

Bislang gelang der Frankfurter Eintracht in Mainz noch kein Bundesligasieg. Für Trainer Adi Hütter kein Grund zur Besorgnis, ist er doch der Mann, der Serien keine bricht oder aufstellt. Schließlich will der Österreicher vor Weihnachten noch die maximale Punkteausbeute erreichen.

Bauchgefühl und Gespräche statt CK-Werte

Wer die Hessen in diesen Wochen beobachtet, merkt schnell, dass vor allem die physische Komponente trotz Doppelbelastung stimmt. Gegen einen hochkarätig besetzten Gegner wie Bayer Leverkusen konnte die Hütter-Elf vor allem im zweiten Durchgang nochmal eine Schippe drauflegen, obwohl beide eine gleichlange Regenerationszeit hatten. „Ich weiß nicht, was die anderen machen. Aber es ist wichtig, dass wir nicht nur gute Fußballer, sondern richtig gute Athleten haben, die entsprechend trainiert sind.“ Die vielen englischen Wochen fordern vor allem immer wieder gezielte Regenerationsphasen, „um die Spieler auch auf die Stunde genau wieder auf den Platz zu bringen, dass sie marschieren können.“ Gegen Bayer war es beispielsweise ein Spaziergang, der statt einer Trainingseinheit eingelegt wurde. Der Erfolg gibt Hütter recht, der vor allem seine Erfahrung der letzten vier Jahre und Gespräche mit den Führungsspielern als Gradmesser für die Trainingssteuerung angibt. Während Vorgänger Kovac noch auf CK-Werte setzte, setzt Hütter auf die Eigenverantwortung der Spieler und sein Bauchgefühl.

Hütter verlangt das Limit – „Müssen nochmal alles rausholen“

Dennoch muss auch er zugeben, dass der Akku auf den Zielgeraden nicht mehr ganz voll ist. „Wenn der noch voll wäre, hätten wir was nicht richtig gemacht“, stellt er fest. Sein Team spiele „Gott sei Dank“ immer wieder am Limit, was auch nötig sei, um in der Bundesliga Spiele zu gewinnen. „Das verlange ich auch und deshalb stehen wir auch auf Tabellenplatz Fünf.“ Dass man auch in der Schlussphase des Jahres noch ein so hohes Tempo gehen kann wie gegen Leverkusen, hätte nicht viele erwartet, „aber wir haben die Kritiker Lügen gestraft.“ Die Intensität im Laufen und Sprinten sei ein Merkmal seiner Mannschaft. Eins, das in den verbleibenden zwei Spielen noch einmal ein wichtiger Faktor sein soll: „Jetzt müssen wir noch die letzte Woche nochmal alles rausholen und raushauen, was wir haben, um entsprechend die Punkte zu machen.“

Sieglosserie in Mainz? Hütter will Serien brechen

Der erste von zwei Dreiern soll am Mittwochabend (20:30 Uhr) in Mainz her. Ein Ort, in dem den Adlerträgern in der ersten Liga noch kein Sieg gelungen ist. Das wiederum stört Hütter überhaupt nicht: „Wir werden das nicht groß zum Thema machen. Jedes Spiel ist ein neues Spiel. Natürlich gilt es als Ziel, Serien zu brechen.“ Wie zuletzt auch in Augsburg. Dennoch erwartet die Frankfurter bei den Rheinhessen ein heißer Tanz: „Es wird ein sehr körperbetontest Spiel, viel wird über die Zweikämpfe gehen.“ Die 05er seien zudem heimstark und besitzen mit Mateta in vorderster Front einen kopfballstarken Zielspieler. Zudem sei die Motivation des Gegners gegen den vermeintlichen Rivalen aus Frankfurt hoch. „Aber wir sind auch gut drauf, deshalb wird es ein interessantes Spiel.“

Hasebe und Abraham 2019 wieder Thema – Mannschaft agiert selbstbewusst

Eine Blitzheilung von Makoto Hasebe oder David Abraham, bei dem man bis zuletzt noch auf einen Einsatz im Jahre 2018 gehofft habe, ist derweil nicht eingetroffen. Beide fallen für den Rest der Hinserie aus. Der Japaner sei schon wieder im Rehatraining und soll in der Vorbereitung wieder ein Thema sein. Andere müssen es in der englischen Woche richten, auf die Hütter sein Team nochmal besonders eingeschworen hat: „Ich habe schon vor dem Leverkusenspiel angesprochen, dass wir nochmal alles mobilisieren müssen, um so viele Punkte wie möglich zu machen.“ Umso mehr habe der Sieg und die Art und Weise gegen die Werkself imponiert. „Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen. Das brauchen wir auch in Mainz und gegen die Bayern.“

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2 Kommentare

  1. Kritiker sollte man nicht Lügen strafen, sonder, überzeugen, sonst sitzt man im Elfenbeinturm!

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