Oscar Hojlund blickt auf seine ersten zwei Jahre bei Eintracht Frankfurt mit gemischten Gefühlen zurück. Im Interview mit dem „kicker“ spricht der dänische Mittelfeldspieler offen über Verletzungen, seine Entwicklung unter Dino Toppmöller, den positiven Einfluss seines ehemaligen Trainers Albert Riera und die besondere Verbindung zu seinen Brüdern Rasmus und Emil.
Der 21-Jährige machte keinen Hehl daraus, dass seine erste Zeit am Main alles andere als einfach verliefe. Nach seinem Wechsel vom FC Kopenhagen bremste ihn zunächst ein Mittelfußbruch aus. Auch in der vergangenen Saison fiel er mit einer Muskelverletzung länger aus. In der Rückründe der letzten Saison erlebte er dann wohl seine beste Phase bei der SGE: „In der Rückrunde war ich deutlich fitter und konnte dadurch viele Spiele absolvieren.“
„Bei Albert Riera war ich variabler“
Besonders prägend sei für ihn die Zeit unter seinem früheren Trainer Albert Riera gewesen: „Bei Albert Riera war ich noch variabler, das hat mir gut gefallen.“ Unter dem Spanier habe er auf verschiedenen Positionen gespielt und viel für sein taktisches Verständnis mitgenommen: „Von meiner Mentalität und meinen Fähigkeiten sehe ich mich als Box-to-Box Spieler. Trotzdem bin ich selbstverständlich auch in der Lage, auf einer defensiveren Position zu spielen.“ Sein großes Ziel sei es gewesen, sich in Frankfurt durchzusetzen. „Ich freue mich auf die persönliche Entwicklung“, betonte der Däne und machte deutlich, dass er den Konkurrenzkampf angenommen habe.
„Ich war in der Jugend sogar unter der Norm“
Dass er heute im Profibereich unterwegs ist, sei keineswegs selbstverständlich gewesen. Hojlund verriet, dass er körperlich lange Zeit hinterherhing: „Ich war in der Jugend sogar unter der Norm. Ich habe lange Zeit zu den Kleinsten in meinem Jahrgang gehört. In der U17 kamen deshalb Zweifel auf, ich wurde damals in eine Mannschaft mit jüngeren Jahrgängen zurückversetzt.“ Gerade deshalb sei er stolz auf seinen bisherigen Weg. Mit harter Arbeit habe er sich Schritt für Schritt entwickelt und sich nie von Rückschlägen entmutigen lassen.
Brüder als Vorbilder
Eine wichtige Rolle spielen für Hojlund seine Brüder Rasmus und Emil. Besonders den Austausch innerhalb der Familie bezeichnete er als enorm wertvoll. „Wir hatten einen engen Austausch und ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Auf die Frage, welche Fähigkeit seiner Brüder er gerne hätte, musste der Frankfurter nicht lange überlegen. „Am liebsten hätte ich die Schnelligkeit von Rasmus und Emil.“ Beide seien außergewöhnlich schnell und hätten ihm auf ihrem gemeinsamen Weg stets als Orientierung gedient. Auf seinen Bruder werde er in der kommenden Saison nach dem Aufstieg von Schalke 04 treffen. Aktuell laboriert der Stürmer weiter an seiner Achillessehnen-OP, durch die er seit September 2025 ausfällt: „Er ist bereits wieder auf einem guten Weg. Ich freue mich schon drauf, dass wir uns nächste Saison auf dem Platz begegnen.“
Lob für die Frankfurter Kabine
Auch über das Innenleben der Eintracht sprach Hojlund ausschließlich positiv. Besonders mit Landsmann Rasmus Kristensen verstehe er sich hervorragend. „Mit Rasmus bin ich befreundet. Wir hatten alle sowieso schon immer eine sehr gute Verbindung.“ In der kommenden Saison wird er aber ohne Kristensen auskommen müssen, der zurück in die Heimat wechselte. Darüber hinaus hob er den starken Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft hervor. Vor allem erfahrene Spieler wie Robin Koch, Mario Götze oder Arthur Theate hätten ihm den Einstieg in Frankfurt erleichtert und ihn auf seinem bisherigen Weg unterstützt.
Für Hojlund ist klar: Nach einer schwierigen Premierensaison soll die kommende Spielzeit der endgültige Durchbruch werden. Die körperlichen Probleme sind überwunden, das Selbstvertrauen ist zurück und der Däne möchte sich unter Adi Hütter endgültig im Frankfurter Mittelfeld etablieren.






2 Kommentare
Besonders prägend sei für ihn die Zeit unter seinem früheren Trainer Albert Riera in Kopenhagen gewesen:
Was ist damit gemeint?
Das "in Kopenhagen" ist mir in die Zeile gerutscht. Entschuldigt!
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