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Niko Ilicevic soll nun Erfahrungen bei den SGE-Profis sammeln. Foto: IMAGO / HMB-Media

„Er ist deutlich weiter als andere in seinem Alter“: Krösche schwärmt von Ilicevic

Mit der langfristigen Vertragsverlängerung von Niko Iličević hat Eintracht Frankfurt eines der größten Talente des eigenen Nachwuchsleistungszentrums an den Verein gebunden. Dass sich der 15-Jährige trotz des Interesses zahlreicher europäischer Spitzenklubs für die SGE entschieden hat, ist für Sportvorstand Markus Krösche das Ergebnis eines langfristigen Plans – und nicht einer kurzfristigen Überzeugungsarbeit, wie er in der „Bild“ sagte.

„Am Ende war es so, dass wir ihm schon vor anderthalb Jahren einen ganz klaren Plan aufgezeigt haben, wie wir ihn aufbauen wollen und wie wir ihn in der Zukunft sehen“, erklärte Krösche. Die Verantwortlichen hätten Iličević früh signalisiert, welche Entwicklungsschritte sie mit ihm gehen möchten. Bereits im vergangenen Sommer sei deshalb die Entscheidung gefallen, den Offensivspieler vorzeitig in die U19 hochzuziehen. „Wir haben ihn letzztes Jahr schon in die U19 hochgeschoben, damit er dort den nächsten Schritt machen konnte“, sagte der Sportvorstand. Auch der weitere Karriereplan sei von Beginn an klar kommuniziert worden: „Wir haben auch immer ganz klar gesagt, dass der Plan ist, ihn dieses Jahr mit in den Profikader zu nehmen, ihn dafür perspektivisch aufzubauen und woran wir gemeinsam mit ihm arbeiten wollen.“ Genau diese Transparenz habe letztlich den Ausschlag gegeben.

Denn einfach war die Vertragsverlängerung keineswegs. „Namhafte Vereine aus ganz Europa haben sich für ihn interessiert“, bestätigte Krösche die vielen Gerüchte rund um das Talent. Trotzdem gelang es der Eintracht, ihr Ausnahmetalent von einem Verbleib zu überzeugen: „Wir haben das letzte Jahr Revue passieren lassen und die nächsten Schritte besprochen. Ich glaube, damit haben wir ihn auch davon überzeugt, dass wir der richtige Klub sind.“ Entscheidend sei gewesen, dass der Verein seinen Entwicklungsplan glaubwürdig vermitteln konnte. Entsprechend erleichtert zeigte sich der Sportvorstand: „Daher sind wir natürlich sehr glücklich, dass er sich für uns entschieden hat.“

Diese behutsame Entwicklung bleibt auch nach der Vertragsverlängerung das oberste Ziel. Krösche warnt ausdrücklich davor, die Erwartungen an den 15-Jährigen zu hoch anzusetzen. „Es ist wichtig, dass wir ihn wortwörtlich in Ruhe aufbauen und ihm das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen vermitteln“, betonte der Eintracht-Sport-Boss. Gerade in den kommenden Monaten sei Fingerspitzengefühl gefragt. Iličević wird zwar bereits in der Sommervorbereitung bei den Profis mittrainieren, dennoch soll seine Belastung genau gesteuert werden. „Er ist ja noch ein sehr junger Mensch, bald erst 16“, erklärte Krösche. Deshalb müsse der Verein darauf achten, „dass wir ihn von der Belastung her gut steuern und ihn behutsam an den Profibereich heranführen, sodass er gesund bleibt. Das ist das Wichtigste.“

Trotz aller Vorsicht verfolgt die Eintracht mit Iličević ambitionierte Ziele. Sobald der Offensivspieler Ende Oktober seinen 16. Geburtstag feiert, darf er auch in Pflichtspielen der Bundesliga eingesetzt werden. Genau darauf arbeitet der Verein bereits hin. „Ab seinem 16. Geburtstag kann er in den Kader und Spiele bestreiten“, erklärte Krösche. „Und das ist schon auch unser Ziel, ihn so schnell wie möglich darauf vorzubereiten, dass er in den Kader kommt und seine ersten Minuten sammelt.“

Dass die Verantwortlichen dem Youngster diesen Weg zutrauen, liegt nicht nur an seinen fußballerischen Qualitäten. Auch menschlich hinterlässt Iličević einen hervorragenden Eindruck. „Für sein Alter ist er als Persönlichkeit auch schon ungewöhnlich reif“, lobte Krösche. Zudem profitiere der 15-Jährige von seinem familiären Umfeld: „Er kommt aus einem sehr guten Elternhaus. Ich halte ihn schon für stabil.“ Wie weit Iličević seiner Altersklasse bereits voraus ist, zeigte sich nach Einschätzung des Sportvorstands schon im vergangenen Sommer. Damals kam der Offensivspieler in Testspielen der Profimannschaft zum Einsatz – obwohl er aufgrund seines Alters eigentlich noch gar nicht hätte spielen dürfen. Die Folge war bekanntlich eine Geldstrafe des DFB für die Eintracht. Für Krösche war dieser ungewöhnliche Schritt dennoch kein Zufall. „Das war ja auch der Grund, warum wir ihn im letzten Sommer schon in den Testspielen eingesetzt haben“, erklärte er. Sein klares Urteil über das Talent: „Er ist deutlich weiter als andere in seinem Alter.“

Die Aussagen des Sportvorstands zeigen damit deutlich, welche Rolle Iličević künftig bei der Eintracht spielen soll. Der Verein möchte eines seiner größten Nachwuchstalente Schritt für Schritt an den Profifußball heranführen – ohne den Spieler dabei zu überfordern. Gleichzeitig macht Krösche aber auch keinen Hehl daraus, dass der langfristige Plan bereits feststeht: Niko Iličević soll möglichst bald seine ersten Minuten in der Bundesliga sammeln – und langfristig zu einem weiteren Eigengewächs werden, das den Sprung in die erste Mannschaft schafft.

4 Kommentare

Fallback Avatar 1. PeKa 06. Juli 26, 10:47 Uhr

Mal sehen, auf was wir da freuen können. Gute Nachricht, dass er es bei uns versuchen will.

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Fallback Avatar 2. Spiderschwein 06. Juli 26, 11:24 Uhr

Naja, dann maximal zwei Jahre als Profi bei uns. Dann wird er eh verkauft.

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Fallback Avatar 3. frankfurter jung 06. Juli 26, 11:48 Uhr

Es zeugt doch von der gewachsenen Professionalität Eintracht's, wie das Scouting auch schon im frühen Jugendbereich stattfindet. Was dann aus den Talenten wird, ohne Gewähr.
Guter Job von MK und Stab, auch so manchem dieser sehr umworbenen Jung-Kicker Eintracht attraktiv zu machen und an den Main zu holen, trotz zahlreicher Konkurrenz.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 4. eldelabeha 06. Juli 26, 13:40 Uhr

Hoffen wir, dass er schnell auf einem Niveau ist, dass er in Pflichtspielen eingesetzt werden kann und Adi sich das dann auch traut.

Aber es ist einfach verdammt schwer geworden, Talente zu halten.
Da wedeln dann schon bei Kindern die großen Vereine mit den Geldscheinen und verdrehen den Jungs den Kopf.
Als Spieler in dem Alter weißt du nie, was kommt - Verletzung, Krankheit, Leistungsabfall. Da musst du (und die Familie) schon verdammt klar im Kopf sein, um nicht zu sagen: "Egal, was passiert, mit dem Geld hab ich auf jeden Fall ein Polster, was uns für ein paar Jahre sorgenfrei leben lässt."

Wir sind in einer Position, wo auf der einen Seite größere Vereine sind, die viel mehr Kohle bieten können als wir und auf der anderen Seite kleinere, die mit mehr Spielzeit locken können.

Eigentlich muss man schon bei Spielern im Teenageralter genau überlegen, ob sie bereits Spielzeit auf Profiniveau bei uns erhalten können oder sie lieber in Liga 2 oder das Ausland verliehen werden, um dort auf höherem Niveau Spielzeit und Wettkampfhärte zu erhalten.

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