Für Ex-Eintracht-Spieler Andreas Möller ist die Rückkehr von Adi Hütter nach Frankfurt die richtige Entscheidung. Der frühere Weltmeister und ehemalige Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Eintracht traut dem Österreicher zu, die Hessen nach der enttäuschenden Vorsaison wieder zurück in die Erfolgsspur zu führen. Gleichzeitig verbindet Möller mit der zweiten Amtszeit Hütters auch die Hoffnung, dass künftig verstärkt Talente aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung zu den Profis schaffen.
Sportlich blickt Möller optimistisch auf die kommende Saison. „Ich bin zuversichtlich, dass durch Adi Hütter wieder Stabilität hineinkommt“, sagte der ehemalige Nationalspieler der „Bild“. Nach den turbulenten vergangenen Monaten erwartet er, dass der neue Trainer der Mannschaft wieder eine klare Struktur verleiht. Sein Ausblick fällt entsprechend selbstbewusst aus: „Mit ihm schafft es Eintracht in der nächsten Saison auch wieder ins obere Drittel und damit in einen europäischen Wettbewerb.“
Möller kennt Hütter aus dessen erster Zeit bei der Eintracht zwischen 2018 und 2021. Während der Österreicher die Profis trainierte, leitete Möller das Nachwuchsleistungszentrum am Riederwald. Berührungspunkte gab es zwar, allerdings hätte sich der heutige DFB-Ausbilder damals einen stärkeren Austausch mit dem Nachwuchs gewünscht. Deshalb formuliert Möller für Hütters zweite Amtszeit auch einen klaren Wunsch. „Ich hoffe, dass er jetzt ins Risiko geht beim Thema Jugend, dass er auch ein Auge auf den Eintracht-Nachwuchs wirft“, sagte der 58-Jährige. Rückblickend räumte er ein, dass dies während Hütters erster Amtszeit nicht immer im Mittelpunkt gestanden habe: „Beim ersten Mal war das nicht so der Fall.“ Gerade dieses Thema liegt Möller seit Jahren besonders am Herzen. Der ehemalige Weltklasse-Spieler setzt sich seit langem für eine stärkere Förderung junger deutscher Talente ein und sieht bei der Eintracht nun eine große Chance. Dass Hütter zuletzt selbst mehrfach betont hatte, verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen zu wollen, dürfte Möller deshalb positiv aufgenommen haben.
Grundsätzlich hält der Ex-Eintracht-Profi den Österreicher ohnehin für die ideale Lösung auf der Trainerbank. „Adi ist ein toller Trainer, genau der Richtige nach den Experimenten zuletzt“, sagte Möller mit Blick auf die vergangenen Monate. Aus seiner Sicht sehnen sich Verein und Umfeld wieder nach mehr Ruhe und Erfahrung: „Alle sehnen sich nach Erfahrung, Souveränität und Ausgeglichenheit, das verkörpert er.“ Doch nicht nur menschlich passt Hütter aus Sicht Möllers zur Eintracht. Auch seine Spielidee entspreche genau dem, was die Frankfurter Anhänger sehen möchten. „Er steht für Attacke-Fußball, das wollen die Fans sehen“, erklärte der Weltmeister von 1990. Gleichzeitig weiß Möller, dass Hütter für eine erfolgreiche zweite Amtszeit auch die passenden Voraussetzungen benötigt. Bei seiner ersten Station am Main profitierte der Österreicher von einer eingespielten und qualitativ starken Mannschaft. „Er hatte in seiner ersten Eintracht-Zeit natürlich ein tolles Gerüst in der Mannschaft“, erinnerte Möller. Ein ähnliches Fundament müsse nun erneut entstehen. Dass die Verantwortlichen den Kader entsprechend umbauen werden, davon geht er fest aus. „Aber ich denke, in Sachen Transfers wird noch viel passieren.“
Die Aussagen von Andreas Möller machen deutlich: Der frühere Eintracht-Profi traut Adi Hütter zu, den Verein sportlich wieder zu stabilisieren und zurück nach Europa zu führen. Gleichzeitig verbindet er mit der Rückkehr des Österreichers die Hoffnung, dass künftig auch der eigene Nachwuchs am Riederwald wieder stärker in den Fokus rückt.






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