Für Jonathan Burkardt beginnt bei Eintracht Frankfurt in diesen Tagen die zweite Spielzeit in Frankfurt. Nach einer enttäuschenden vergangenen Saison für den Klub, in der der Ex-Mainzer trotz zahlreicher Verletzungen, der verpassten Weltmeisterschaft und einem schwierigen Verhältnis zu Ex-Trainer Albert Riera einer der Lichtblicke war, startet der Stürmer mit neuem Schwung in die Vorbereitung. Sowohl Burkardt selbst als auch sein neuer Trainer Adi Hütter machten nach der ersten Trainingseinheit am Montag deutlich, dass der Nationalspieler eine wichtige Rolle in den Planungen für die kommende Saison spielen soll.
Der erste Trainingstag sorgte beim Angreifer direkt für gute Laune. „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte Burkardt nach der Einheit bei „Eintracht TV“. Vor allem die neue Aufbruchsstimmung innerhalb der Mannschaft sei spürbar gewesen: „Jeder hat Lust, Eintracht Frankfurt wieder dahin zu bringen, mit mehr Intensität nach vorne zu spielen. Ich hoffe, dass wir uns das erarbeiten können.“
Nach den turbulenten vergangenen Monaten soll damit ein neues Kapitel beginnen. Unter Adi Hütter scheint Burkardt von Beginn an großes Vertrauen zu genießen. Der neue Cheftrainer äußerte sich nach der ersten Einheit äußerst positiv über seinen Stürmer. „Ich habe einen guten Eindruck von ihm“, sagte der Österreicher, der verriet, dass er ihn bereits vor dem Trainingsauftakt kennengelernt habe: „Wir haben uns in den letzten Tagen schon immer wieder gesehen.“ Dabei fiel dem Österreicher vor allem eines auf: Von einer möglichen Enttäuschung über die verpasste Weltmeisterschaft sei beim Angreifer nichts mehr zu erkennen: „Er hat mir jetzt überhaupt nicht den Eindruck gemacht, dass noch eine große Enttäuschung dabei ist.“ Burkardt selbst bestätigte diesen Eindruck. Die lange Sommerpause habe ihm nach der kräftezehrenden vergangenen Saison spürbar gutgetan: „Die Pause war sehr lang, ich hatte, glaube ich, noch nie so lange frei. Aber es war schön.“ Vor allem mental und körperlich habe er neue Energie sammeln können: „Vor allem nach dem Ende der letzten Saison konnte ich extrem viel Kraft tanken. Ich habe sehr viel Bock.“
Hütter machte gleichzeitig deutlich, welchen Stellenwert der Angreifer trotz seiner Verletzungsprobleme für die Eintracht besitzt. „Trotz seiner Verletzungen, die ihn immer wieder zurückgeworfen haben, hat er 13 Tore gemacht“, lobte der Österreicher. Für ihn steht deshalb außer Frage: „Er ist ein absolut wichtiger Spieler für Eintracht Frankfurt.“ Die wichtigste Aufgabe sieht Hütter nun darin, den Stürmer dauerhaft fit zu halten. „Mir ist das Wichtigste, dass er gesund bleibt“, betonte der Trainer. Gelingt das, dürfte Burkardt im neuen System eine zentrale Rolle einnehmen. Für den 26-Jährigen beginnt damit gleichzeitig ein Neuanfang nach einer schwierigen Zeit unter Vorgänger Albert Riera. Der Spanier hatte Burkardt zwischenzeitlich auf die Bank gesetzt und öffentlich dessen Fitness kritisiert. Unter Hütter scheint dieses Kapitel nun endgültig abgeschlossen zu sein.
Auch körperlich fühlt sich Burkardt bestens vorbereitet. „Ich bin richtig zufrieden mit meinen Ergebnissen. Ich bin sehr fit zurück. Das gibt ein gutes Gefühl“, erklärte der Angreifer rückblickend auf die Leistungstests. Nach einer langen Regenerationsphase und einem erfolgreichen Trainingsaufbau möchte er nun wieder das zeigen, was ihn in den vergangenen Jahren ausgezeichnet hat: Tore schießen – und Eintracht Frankfurt zurück in die Erfolgsspur führen.






4 Kommentare
Jonny war bestimmt enttäuscht über die Nichtberücksichtigung im Kader.
Nach dem Fiasko bei der WM ist er aber bestimmt froh, daß er nichts damit zu tun hatte.
Und als Ex-Mainzer hat er bestimmt zukünftig gute Chancen bei Klopp, solange die Leistung stimmt.
"Der Spanier hatte Burkardt zwischenzeitlich auf die Bank gesetzt und öffentlich dessen Fitness kritisiert. Unter Hütter scheint dieses Kapitel nun endgültig abgeschlossen zu sein."
Reichlich verfrüht und naiv, so eine Aussage. Wenn ein Hütter tatsächlich in ein paar Wochen den Eindruck haben sollte, dass der Fitnesszustand von Burkardt zu wünschen übrig lässt, wird er es schon in irgendeiner Form deutlich machen ... und wir werden es dann wohl auch mitbekommen.
Die Aussage suggeriert außerdem, dass alles was Riera gesagt hat, Quatsch war.
Ich weiß, es ist immer verführerisch, sich die Welt einfach zu machen. Aber mir ist das zu platt.
Wenn er nicht verletzt ist und das Vertrauen bekommt, dann wird er liefern und ein absoluter Unterschiedsspieler sein.
Es gab letzte Saison Spiele die er im Alleingang entschieden hat (genauso wie Uzun im übrigen). Mich stört es etwas, wie bei uns mit Spielern umgegangen wird, um die vorher zig Top Klubs gebuhlt hatten.
Liebe Redaktion: Obacht, nur weil Riera Geschichte ist muss man ihn jetzt nicht bezüglich der Causa Burkhardt den schwarzen Peter zu schieben.., das Verhalten von Jonny war ebenfalls äußerst fragwürdig und vermutlich hat er zurecht eine interne Strafe kassiert. Ein bisschen mehr Objektivität.
Das Verhältnis war zerrüttet, aber der Trainer ist immer noch eine Autoritätsperson und egal wie viel unter Riera schief gelaufen ist, auf der Nase rumtanzen lassen, von einem Spieler, der augenscheinlich mit Kritik so seine Probleme hat, muss man sich nicht. Die Chemie passte einfach nicht.., wenn‘s mit Adi passt wir er so was auch nicht mehr tun.., Adi menschelt einfach mehr als Albert.
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