Nach einem durchwachsenen Jahr könnte Ritsu Doan seine Zelte bei Eintracht Frankfurt bereits wieder abbrechen. Der Japaner wechselte erst im Sommer 2025 für 21 Millionen Euro vom SC Freiburg an den Main, konnte die Erwartungen mit sieben Toren und sechs Vorlagen in 40 Einsätzen jedoch nur bedingt erfüllen.
Für den technisch versierten Flügelspieler bietet sich nun ein lukrativer Ausweg. Wie mehrere Medien berichten, hat Doan das Interesse von Al-Ittihad auf sich gezogen. Der 28-Jährige kommt beim saudischen Erstligisten als Ersatz für Moussa Diaby infrage, der kurz vor einer Rückkehr zu Bayer Leverkusen steht. Ein wichtiger Faktor bei einem möglichen Wechsel nach Saudi-Arabien könnte Trainer Jens Wissing sein, der den Linksfuß aus gemeinsamen Zeiten bei der PSV Eindhoven kennt. Verhandlungen zwischen der SGE und dem Wüstenklub wurden dem Onlineportal „fußballtransfers.com“ zufolge bereits aufgenommen. Und es scheint konkret zu werden: Der Sender „Sky“ berichtete am gestrigen Abend von einem ersten Angebot. Die Ablöse soll sich demnach auf bis zu 18 Millionen Euro belaufen, Doan winkt zudem ein Gehalt von bis zu neun Millionen Euro netto. Damit würde der hessische Bundesligist ein Minusgeschäft von mindestens drei Millionen Euro verzeichnen. Sollten sich die Verantwortlichen für einen Verkauf entscheiden, müsste Al-Ittihad für einen Transfer möglicherweise noch einmal nachlegen. Eine klare Tendenz zeichnet sich bislang allerdings nicht ab. „Wir haben aber noch keine Bestätigung darüber von Eintracht Frankfurt, dass sie diesem Deal zustimmen oder gar in fortgeschrittenen Verhandlungen sind“, räumte Transferexperte Florian Plettenberg einschränkend ein. „Ich habe jetzt noch nichts gehört. Es gibt auch von unserer Klubseite, von Markus Krösche dahingehend keine Informationen“, bestätigte zuvor Cheftrainer Adi Hütter auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftakt.
Doan-Abgang trotz Hütter-Plänen?
Ein plötzlicher Doan-Abschied käme angesichts seiner Rolle in Hütters System überraschend. Zum einen hat sich die sportliche Situation des Spielers seit der Rückkehr des Österreichers verbessert. Im 4-2-2-2 plant Hütter mit dem feinfüßigen Dribbler auf einer der beiden offensiven Halbpositionen. „Er spielt eine wichtige Rolle in unserer Mannschaft. Absoluter klasse Spieler für mich. Er kann auch den Unterschied machen“, schwärmte der 56-Jährige, der den japanischen WM-Teilnehmer regelmäßig in den Vorbereitungsspielen eingesetzt hat. Zum anderen fühlt sich Doan laut „Absolut Fußball“ in Frankfurt wohl. Gleichzeitig ist die Eintracht auf Transfererlöse angewiesen, um Investitionen in weitere Verpflichtungen zu ermöglichen. Der Bundesliga-Achte der Vorsaison möchte sich sowohl in der Verteidigung als auch im Sturm verstärken. Ein Doan-Abgang könnte jedoch aufgrund des Überangebots im Mittelfeld aufgefangen werden. Oscar Höjlund, Hugo Larsson, Farès Chaibi, Mario Götze, Love Arrhov, Jean-Mattéo Bahoya, Malik Pimpong sowie normalerweise auch Ansgar Knauff, der aktuell verletzt ausfällt, stehen als Optionen zur Verfügung. „Wenn ich es mir wünschen könnte, hätte ich im zentralen Mittelfeld den einen oder anderen weniger, dafür woanders dann mehr“, monierte Hütter deshalb die Unausgewogenheit des Kaders.
Japaner lehnte Saudi-Klub bereits ab
Doch auch der Spieler hat Mitspracherecht. Doan ist anzumerken, dass er sich mit dem Verein identifiziert. Bereits im vergangenen Sommer lag dem Offensivspieler ein Angebot von Cristiano-Ronaldo-Klub Al-Nassr vor. Doan präferierte allerdings einen Wechsel nach Frankfurt. Nach Angaben von „Absolut Fußball“ reizte die Teilnahme an der Champions League den damaligen Freiburger, der Europa vor der Weltmeisterschaft nicht den Rücken kehren wollte. Ob sich Doan diesmal anders entscheidet und sich im zweiten Anlauf in die finanzstarke Saudi Pro League locken lässt, bleibt abzuwarten.






12 Kommentare
Für 18 Mio würde ich nicht mal ans Telefon gehen. Da müsste schon deutlich mehr rum kommen. Für 40 Mio würde ich es mir überlegen.
Er muss aber auch wollen.
Ich bin schon seit bielefelder Zeiten Fan von ihm. Ich konnte auch die Überlegungen nachvollziehen, dass man einen etwas älteren Spieler für so viel Geld geholt hat. Man wollte für die nächsten Jahre mit einem qualitativ hochwertigen Spieler planungssicherheit. Leider war die letzte Saison von ihm nur „ok“, aber jeder Spieler ist letztes Jahr unter seinen Möglichkeiten geblieben. Ich würde ihm eine bessere nächste Saison definitiv zutrauen. Aber ich würde es auch vollkommen ok finden, wenn man ihn für 25m€ verkaufen würde. Mit Jupp hat man einen ähnlichen Spielertyp, mit viel geringerem Gehalt und viel mehr wertsteigerungspotential. Dahinter mit Knauff einen etwas anderen Spielertyp und auch noch Arrhov, Götze und co.. Ich würde ihn verkaufen (wenn er denn wechseln will) und dafür kräftig in die Defensivreihe investieren.
Angeblich will er, kein Wunder bei kolportierten 9 Mio Jahresgehalt.
Ich würde es auch machen und mit dem Geld Ben Farhat holen, an dem ist jetzt wohl auch Freiburg dran…
Ich würde lieber Bahoya und / oder Chaibi verkaufen. Dafür Kalimuendo holen und vielleicht noch einen Verteidiger. Ist hier aber nicht das Managerspiel.
Ich möchte gerne die ersten drei Punkte kaufen.
Bahoya und Chaibi wären auch meine Abgangskandidaten, um das Überangebot im Mittelfeld zu mindern, Doan war in Bielefeld und Feiburg der absolute Unterschiedsspieler, in Frankfurt hatte er es bis auf die ersten Spiele nicht so umgesetzt, warum? Spielsystem? Trainer? keine Lust? Verletzungen nicht auskuriert? Kann es mir nicht erklären, ggf. findet er unter Hütter wieder zu alter Stärke zurück.
Also hier erst mal versuchen andere Spieler unterzubringen
Ich bin ein Fan von Doan. Er kann mit seiner Technik und seiner Umsicht überraschende Momente und neue Spielsituationen schaffen. Von der Sorte gibt es nicht viele in der Bundesliga. Gleichzeitig verstehe ich den Finanzdruck, unter dem der Verein steht - vor allem in Hinblick auf noch anstehende Verpflichtungen im Sturm und in der Verteidigung. Hütter hat es ja klar auf den Punkt gebracht: Er hätte gern eine andere Verteilung von Qualität in den verschiedenen Reihen. Vor dem Hintergrund verstehe ich allerdings nicht das Werben um Ben Farhat. Mindestens acht Millionen für ein weiteres sogenanntes Talent - im Mittelfeld! Als ob da nicht schon ausreichend viele gute Spieler versammelt wären. Da fahren wir doch besser, wenn wir Doan behalten, netto für 10 Mio. mehr, falls sein Verkauf an die Scheichs nur 18 Mio. brächte. Wenn schon im Mittelfeld ein Klassespieler wie Doan verkauft wird, dann bitte das Geld in den offensichtlich noch zu kleinen Ausgaben-Topf für Kalimuendo und zwei weitere gute Innenverteidiger, einen RV und einen LV stecken! Das wird schwer genug. Deshalb: Wenn schon Doan-Verkauf, dann bitte für viel, viel Geld. Wenn die Scheichs die kolportierten 9 Mio. Jahresgehalt bieten können, dann haben sie auch 40-50 Mio. für die Ablöse in der Tasche. Und wenn nicht - dann eben nicht.
Gude,
ich sehe das auch so, wie Karl Napp und Dr. Hammer bezüglich Bahoya/Chaibi.
Wenn er das Vertrauen von Adi in seine angedachte Position spürt, kann er auf dem Platz ein Unterschiedsspieler sein. Und diese wird ihm sehr wahrscheinlich mehr entgegen kommen, als das, was er letzte Saison spielen musste.
Ich würde ihn gerne diese Saison bei uns auf dem Platz sehen!
Sollte das kolportierte Gehalt stimmen, wäre es allerdings verständlich, wenn er wechseln wollen würde - allerdings müssten die Saudis da noch ordentlich was an Ablöse draufpacken, bevor die SGE einen Verkauf nur in Erwägung zieht.
Aber: Ein Blue Samurai läuft nicht davon! 😉
Nur die SGE!
Ich ziehe den Gut vor Atubolu, der es geschafft hat, aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz doch noch beim gelistet Club der Welt zu landen!
Meine Meinung:
Sollte Doan wechseln wollen - machen- aber für mehr als 18 Mio!
Wieso?
Gründe
1)Weil wir mehr als genug 10 er haben , diese aber vom Unterhalt wesentlich günstiger sind.
2)Weil man mit der Kohle Kalimuendo holen könnte der besser zum Hütter Fussball passen würde
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